{"id":79,"date":"2017-08-19T08:00:00","date_gmt":"2017-08-19T08:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=79","title":{"rendered":"Infinite Minigolf"},"content":{"rendered":"<p>Wer sich einigerma\u00dfen f\u00fcr Pinball interessiert und schon mal einen Versuch am digitalen Flippertisch gewagt hat, dem wird sicher der Begriff Zen Studios etwas sagen. Die Jungs und M\u00e4dels sind n\u00e4mlich vor allem f\u00fcr ihre gro\u00dfartigen Flippersimulationen der <i>Zen Pinball<\/i>&#8211; oder <i>Pinball FX<\/i> -Reihe bekannt. Aber nicht nur solcherlei Titel stehen im Portfolio des ungarischen Entwicklers und Publishers. Mit den k\u00fcrzlich f\u00fcr die Switch erschienenen <i>Infinite Minigolf<\/i> wagen die Zen Studios einen weiteren Versuch in der Welt des Minigolfs. Ob der Titel taugt oder nur von m\u00e4\u00dfiger Qualit\u00e4t ist, wie viele Genrekollegen, das kl\u00e4re ich f\u00fcr euch im folgenden Kurztest auf! Viel Spa\u00df beim Lesen!<\/p>\n<p><b>Ein Schlag, ein Loch, ein Sieg<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/74582.jpg\" alt=\"Bild 74582\" style=\"float: right;\">Wie Minigolf funktioniert, das d\u00fcrfte wohl jeder wissen. Falls nicht: In dieser Abart des Golfsports beschr\u00e4nkt man sich auf kleine Kurse mit allerlei kreativen Hindernissen und versucht, den Ball ausschlie\u00dflich mit dem Putter ins Loch zu schlagen. Das Ziel ist es freilich, direkt beim ersten Abschlag einzulochen. Genau darauf ist auch <i>Infinite Minigolf<\/i> im Grunde ausgelegt. Die meisten vom Entwickler erstellten L\u00f6cher sind n\u00e4mlich so gestaltet, dass man \u2013 sofern man den Trick raus hat \u2013 die Murmel direkt versenken kann. Auch zwei oder drei Schl\u00e4ge sorgen noch f\u00fcr guten Wertungen in der Punktetabelle. Je nach Schwierigkeit hat jeder Kurs ein sogenanntes Par-Limit, also die Schlagzahl, mit der man ohne Minuspunkte eingelocht haben sollte. Alles dar\u00fcber zerrt dann n\u00e4mlich schon am Highscore. In diesem Titel wird n\u00e4mlich nicht direkt nach Schl\u00e4gen gewertet, sondern nach Punkten. Nat\u00fcrlich bekommt man durch ein \u201eHole in One\u201c viele wertvolle Punkte gutgeschrieben, abseits der Optimallinie sind aber auch reichlich Edelsteine versteckt. Sackt man diese mit ein, gibt es sogar noch Extrapunkte, man l\u00e4uft daf\u00fcr aber auch Gefahr, den glorreichen Schlag zu versemmeln. Das wiederum w\u00e4re schade, gibt ein Hole in One doch schlie\u00dflich wie beim Bowling doppelte Punkte f\u00fcr den n\u00e4chsten <s>Wurf<\/s> Kurs.<\/p>\n<p>Soviel zum Punktesystem, doch was z\u00e4hlt ist auf dem Platz, nicht wahr? Die L\u00f6cher, die man in den vom Spiel vorgegebenen Turnieren spielen kann, sind allesamt recht interessant gestaltet. Sie unterteilen sich dabei in drei Themen. Zum ersten hat man einen Wohnraum mit allerlei Alltagsgegenst\u00e4nden wie Tablets, Getr\u00e4nkedosen und sogar frechen Haustieren. Die zweite Gruppe richtet sich ganz an die \u00fcbliche Halloween-Dekoration. Die dritte im Bunde ist ein weihnachtliches Thema mit entsprechenden Gegenst\u00e4nden. Innerhalb dieser drei Themen gibt es wiederum drei Abschnitte, bei denen man Turniere \u00e0 9 L\u00f6cher als Erstplatzierter abschlie\u00dfen muss. Schafft man das, darf man absolvierte Turniere nochmals mit h\u00f6herer Schwierigkeit abschlie\u00dfen. Dabei sind die Kurse nat\u00fcrlich dem Original \u00e4hnlich, weisen aber wesentlich fiesere Hindernisse auf, was das sofortige Einlochen nat\u00fcrlich irgendwann zur Seltenheit macht. Um das trotzdem zu bewerkstelligen, sind auf den Kursen sogar einige Power-Ups verstreut. Mit einer Rakete gibt man dem Golfball etwa einen geh\u00f6rigen Schubs in eine Richtung, wohingegen der Joy-Stick den Ball sogar f\u00fcr kurze Zeit lenkbar macht. Einige dieser Hilfen sind tats\u00e4chlich Retter in der Not. Manche, wie besagter Joy-Stick, funktionieren aber eher schlecht als Recht.<\/p>\n<p><b>Viel Liebe zum Detail<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/74583.jpg\" alt=\"Bild 74583\" style=\"float: left;\">Langweilig wird es bei den zahlreichen L\u00f6chern \u00fcbrigens kaum. Die Entwickler haben sich n\u00e4mlich zur Unterhaltung allerlei coole Gimmicks einfallen lassen. Mal muss man etwa einem Yeti gegen den Fu\u00df rollen, damit dieser den Golfball anschlie\u00dfend ins Loch weiterbef\u00f6rdert. Nat\u00fcrlich sind auch Klassiker wie Abgr\u00fcnde und Rampen mit von der Partie. Generell kann man sagen, dass in die bunten, lebhaften Welten viel Liebe zum Detail zu sp\u00fcren ist. Der anregende Soundtrack tut da sein \u00dcbriges. Aber nicht alles ist gut, die Steuerung ist n\u00e4mlich so eine Sache. Einerseits mag sie intuitiv wirken, andererseits ist sie aber auch schrecklich verkorkst. Mit einem der Analogsticks \u00e4ndert man die Kameraposition, mit dem jeweils anderen schl\u00e4gt man, indem man ihn mehr oder weniger stark zur\u00fcckzieht. Trotz justierbarer Einstellungen zur Empfindlichkeit ist das aber sehr filigran abgestimmt. Dadurch kommt es nicht selten vor, dass der Ball gnadenlos \u00fcber das Ziel hinausschie\u00dft oder kurz vor dem Loch verhungert. Die Kamera l\u00e4sst sich \u00e4hnlich schlecht bedienen. Das ist besonders schade, da solche Spiele nun mal von der Steuerung leben. Hier sollten die Entwickler vielleicht nochmal \u00fcber einen Patch mit alternativem Steuerungsschema nachgr\u00fcbeln.<\/p>\n<p>Abseits des Genannten bietet <i>Infinite Minigolf<\/i> aber noch so viel mehr, was ein wenig von der grausigen Steuerung ablenkt. Erf\u00fcllt man etwa w\u00e4hrend der L\u00f6cher bestimmte zuf\u00e4llige Aufgaben, erh\u00e4lt man Tickets f\u00fcr bestimmte Bekleidungskategorien wie Hosen, Shirts oder Caps. Diese Tickets tauscht man dann im Shop gegen schicke Accessoires ein und kann somit seinen m\u00e4nnlichen oder weiblichen Spielcharakter ganz nach seinen eigenen Vorlieben ausstatten. Dar\u00fcber hinaus gibt es auch einen Modus f\u00fcr schnelle Spiele, bei dem man auf zuf\u00e4llige Kurse geschickt wird. Und hier wird es erst richtig interessant! Das Spiel bietet n\u00e4mlich auch einen umfangreichen und alles in allem bequem bedienbaren Editor. Dort lassen sich innerhalb der drei vorhin erw\u00e4hnten Themen eigenen Strecken erstellen. Kreative K\u00f6pfe k\u00f6nnen diese dann wie bei <i>Mario Maker<\/i> mit der Community teilen und die geteilten Kurse erscheinen dann nicht nur im sehr \u00fcbersichtlichen Loch-Browser, sondern auch im Schnellspiel-Modus. Gespielte L\u00f6cher anderer Zocker kann man \u00fcbrigens auch Favorisieren und wie bei Facebook anhand bestimmter Reaktionen bewerten. Ist ein Loch etwa schlecht designt, gibt man einfach den Meh- oder Kotz-Smiley. Ist die Erfahrung eine gute gewesen, kann aber auch mit einem erstaunten Emoticon reagieren. Ein solch durchdachtes Community-Netzwerk h\u00e4tte ich von so einem vergleichsweise kleinen Titel nicht erwartet! Zum Zeitpunkt des Tests gab es \u00fcbrigens knapp 10.000 L\u00f6cher zu spielen, was einem im Hauptmen\u00fc in Echtzeit angezeigt wird. Langweilig wird es Minigolf-Freunden in Zen Studios neuesten Spiel also nicht so schnell.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/XXNMRGEeufE\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich einigerma\u00dfen f\u00fcr Pinball interessiert und schon mal einen Versuch am digitalen Flippertisch gewagt hat, dem wird sicher der Begriff Zen Studios etwas sagen. Die Jungs und M\u00e4dels sind n\u00e4mlich vor allem f\u00fcr ihre gro\u00dfartigen Flippersimulationen der Zen Pinball&#8211; oder Pinball FX -Reihe bekannt. 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