{"id":75,"date":"2017-08-08T11:00:04","date_gmt":"2017-08-08T11:00:04","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=75","title":{"rendered":"Ironcast"},"content":{"rendered":"<p>Wer mit gro\u00dfer Maschinerie in den Kampf zieht, der sollte im Angesicht der gerne \u00fcberkompliziert dargestellten Schalter- und Hebelansammlungen im Cockpit einen k\u00fchlen Kopf bewahren k\u00f6nnen. Doch was w\u00e4re, wenn man stattdessen bunte Steinchen zu navigieren hat? Und das auch noch, w\u00e4hrend man st\u00e4ndig ein Auge auf den Status seiner Systeme, die des Gegners und die eigenen Ressourcen hat? Dann erh\u00e4lt man eine \u00e4u\u00dferst packende Knobelei namens <b>Ironcast<\/b>, bei der man an Bord eines der titelgebenden Metalltitanen das viktorianische London vor Invasoren aus Frankreich verteidigt. Dass sich das lohnt, habe ich bereits nach der ersten Partie feststellen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p><b>Stapfende Stahlgiganten im Dienste der K\u00f6nigin<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/74451.jpg\" alt=\"Bild 74451\" style=\"float: left;\">Moment, viktorianisches London und Mechs? Ganz genau! <i>Ironcast<\/I> spielt in einem alternativen 1886 und dreht sich um einfallende M\u00e4chte aus Frankreich, denen ihr als tapferer Ironcast-Pilot unter der Leitung der als Turmspitze (oder The Spire; die deutschen Texte sind sich da leider nicht immer ganz einig) bekannten Missionsf\u00fchrung die Stirn bietet. Zu Beginn steht uns dazu nur ein Charakter und ein Laufpanzer zur Verf\u00fcgung, mit der Zeit k\u00f6nnen jedoch weitere freigespielt werden, mit denen sich zuk\u00fcnftige Anl\u00e4ufe anders angehen lassen. So ist der Start-Ironcast ein solider Allrounder, der mit fest installierten Raketensalven als Spezialf\u00e4higkeit aufwartet, w\u00e4hrend das Warwick-Modell mit starker Offensive und Defensive gl\u00e4nzt, daf\u00fcr aber beim Energie-Management zu w\u00fcnschen \u00fcbrig l\u00e4sst. Die Kombination aus Pilot und Maschine will wohl\u00fcberlegt sein, ist sie doch f\u00fcr die fortw\u00e4hrende Entwicklung eures Kriegsger\u00e4ts von entscheidender Bedeutung \u2013 und auch bei der Wahl eurer Auftr\u00e4ge sollte man stets die eigenen F\u00e4higkeiten im Blick haben.<\/p>\n<p>Jede Partie besteht aus zwei sich wiederholenden Phasen. Zun\u00e4chst bereitet ihr euch in vielen kleineren Missionen vor, wobei ihr pro Runde aus bis zu drei Auftr\u00e4gen ausw\u00e4hlen k\u00f6nnt. Da diese unterschiedliche Geldmittel, Kriegsressourcen und Erfahrungspunkte aussch\u00fctten, will die Wahl den aktuellen Anspr\u00fcchen gem\u00e4\u00df wohl\u00fcberlegt sein. Ist die Mission erst einmal gestartet, geht es direkt aufs Steinchen-Brett, wo uns zahlreiche bunte Versorgungsknoten erwarten. Diese gilt es nun, m\u00f6glichst klug aufzul\u00f6sen und so zu unseren verf\u00fcgbaren Ressourcen hinzuzuf\u00fcgen \u2013 mindestens zwei gleichfarbige Steine m\u00fcssen dazu verbunden werden. Mit violetten Munitions-Icons lassen sich dabei etwa die Waffensysteme nutzen, w\u00e4hrend blaue K\u00fchlknoten daf\u00fcr sorgen, dass die Maschine sich durch die im Betrieb anfallende Hitze nicht selbst besch\u00e4digt. Dabei ist durchaus Taktik gefragt, gerade wenn es nicht um die blinde Zerst\u00f6rung eures Gegners geht. Manche Auftr\u00e4ge erfordern etwa das schiere \u00dcberleben \u00fcber mehrere Z\u00fcge oder das Sicherstellen von auf dem Brett untergebrachten Versorgungskisten. Da die Kapazit\u00e4ten eures Ironcasts begrenzt sind und ihr pro Spielzug zwei Steine-Kombinationen durchf\u00fchren d\u00fcrft, kann es sich zudem manchmal lohnen, nicht gleich direkt die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Kette durchzuziehen, sondern sich sein Material aufzusparen. Leider f\u00fchlen sich die Szenarien trotz ihrer Varianten ziemlich gleichf\u00f6rmig an, was auf Dauer etwas eint\u00f6nig wirkt.<\/p>\n<p><b>Nach dem Spiel ist vor dem Spiel<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/74450.jpg\" alt=\"Bild 74450\" style=\"float: right;\">Der angenehmen Lernkurve ist es zu verdanken, dass ihr euch in der ersten Phase nicht zu sehr davon \u00fcberfordert f\u00fchlt und flei\u00dfig im Level aufsteigt. Jeder h\u00f6here Rang gew\u00e4hrt euch dabei Zugriff auf eine von drei zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlten F\u00e4higkeiten \u2013 darunter K\u00fchlkosten-Reduktionen, Schildverst\u00e4rker oder Knotenumwandler. Das l\u00e4uft so lange rund, bis es an den Boss geht. Nach einer festen Anzahl von Missionen wird n\u00e4mlich ein ziemlich kniffliger Bosskampf gestartet, der beim ersten Anlauf mit aller Wahrscheinlichkeit in eurer Niederlage endet. Und da sich <i>Ironcast<\/i> als Roguelite versteht, bedeutet dies auch das endg\u00fcltige Aus eurer Kampagne. Ganz ohne Lohn geht ihr aber nicht heraus: Eure erbeuteten Erfahrungspunkte werden in Abzeichen umgerechnet, mit denen sich wiederum neue Charaktere, Ironcasts, F\u00e4higkeiten und sogar permanente Upgrades freischalten lassen. All dies sorgt daf\u00fcr, dass man selbst nach dem unr\u00fchmlichen Ende einen erfreulichen Fortschritt verzeichnet und im n\u00e4chsten Anlauf vielleicht die Ironcast-Skills erh\u00e4lt, mit denen man dem Chefgegner ein Schnippchen schlagen kann.<\/p>\n<p>Was ich <i>Ironcast<\/i> hoch anrechnen muss, ist das Gef\u00fchl, trotz der eher \u00fcberschaubaren Bedienoberfl\u00e4che doch einen m\u00e4chtigen Mech zu steuern. Die Tastenbelegung im Joy-Con-Betrieb ist eing\u00e4ngig und dank gelungener HD-Rumble-Nutzung sp\u00fcrt man die R\u00fcttler einer jeden Aktion des Kolosses. Die Knotenf\u00fchrung mit dem Analogstick funktioniert jedoch gerade bei diagonalen Eingaben eher m\u00e4\u00dfig und auch die Men\u00fcs sind aufgrund des Cursor-Einsatzes eindeutig auf Touchscreen-Eingaben ausgelegt. Zum Gl\u00fcck ist eine solche Steuerungsmethode f\u00fcr den Handheld-Modus direkt mit dabei.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/EweS1xDmCAw\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer mit gro\u00dfer Maschinerie in den Kampf zieht, der sollte im Angesicht der gerne \u00fcberkompliziert dargestellten Schalter- und Hebelansammlungen im Cockpit einen k\u00fchlen Kopf bewahren k\u00f6nnen. Doch was w\u00e4re, wenn man stattdessen bunte Steinchen zu navigieren hat? 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