{"id":73,"date":"2017-07-21T10:00:08","date_gmt":"2017-07-21T10:00:08","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=73","title":{"rendered":"Fate\/Extella: The Umbral Star"},"content":{"rendered":"<p>Der Heilige Gral. Ein mystisches Objekt, dem gerne gro\u00dfe Macht zugesprochen wird. Etwas, worum viele Kriege gefochten wurden. Und er ist auch Gegenstand der <i>Fate<\/i>-Reihe, die mit der japanexklusiven Visual Novel <i>Fate\/stay night<\/i> im Jahre 2004 ihren Anfang nahm. Im Spin-Off <b>Fate\/Extella: The Umbral Star<\/b> mag der letzte Gralkrieg zwar bereits abgeschlossen sein, doch Konfliktpotential besteht weiterhin. Gut so, andererseits w\u00fcrde das Action-Spiel im <i>Dynasty Warriors<\/i>-Stil auch eher schlecht funktionieren. Was es mit dem neuen Krieg auf sich hat und ob Marvelous&#8216; erster Switch-Titel sich als heimlicher Kracher erweist, das kl\u00e4re ich in diesem Test.<\/p>\n<p><b>Nach dem Krieg ist vor dem Krieg<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/74187.jpg\" alt=\"Bild 74187\" style=\"float: right;\"><i>Fate\/Extella<\/i> versteht sich als Fortsetzung des PSP-Rollenspiels <i>Fate\/Extra<\/i>, verlangt aber prinzipiell kein Vorwissen \u2013 zumal einige der Ereignisse dezent an die Bed\u00fcrfnisse der neuen Handlung angepasst wurden. Wichtig ist nur: Euer Spielercharakter, der weiblich oder m\u00e4nnlich sein kann, konnte sich im gro\u00dfen Gralkrieg des virtuellen SE.RA.PH-Systems gegen eine betr\u00e4chtliche Anzahl an Konkurrenten durchsetzen und herrscht nun Seite an Seite mit seinem Servant \u2013 ein aus der Weltgeschichte entliehener Heldengeist \u2013 \u00fcber die digitale Welt. So zumindest die Theorie, praktisch ist auch SE.RA.PH nicht vor Fehlern gefeilt, weswegen ihr unter der Anleitung des Systemw\u00e4chters Archimedes den Ungereimtheiten auf den Grund geht. Diese umfassen zum Beispiel die Machenschaften anderer Servants, die sich klammheimlich Gebiete unter den Nagel gerissen haben. An der Seite des Heldengeistes Nero Claudius zieht ihr in der ersten der mehreren Geschichten von <i>Fate\/Extella<\/i> in die Schlacht, die Folgehandlungen lassen euch den Stoff aus anderen Perspektiven erleben. Die leider nur mit englischen Texten verf\u00fcgbare Geschichte ist \u00fcbrigens weitaus komplexer, als dieser kurze Umriss vermuten l\u00e4sst. Ganz gem\u00e4\u00df der Visual-Novel-Wurzeln m\u00fcsst ihr zudem mit ziemlich viel Text rechnen, was beizeiten trotz der unterhaltsam geschriebenen Dialoge schon mal st\u00f6rt. Wer keine Lust auf das Palaver hat oder sich von den st\u00e4ndigen Flirtereien der Haupt-Servants genervt f\u00fchlt, kann nat\u00fcrlich s\u00e4mtliche Zwischensequenzen auch komplett \u00fcberspringen. Und solltet ihr angesichts der obigen sowie aller kommenden Fachbegriffe nur Bahnhof verstehen: F\u00fcr solche F\u00e4lle bietet das Spiel ein kompaktes Kompendium, dessen Ausz\u00fcge auch die Ladebildschirme zieren.<\/p>\n<p>Der Kampfverlauf ist \u00e4u\u00dferst simpel: Ziel einer jeden Schlacht ist es, die Eroberungsmatrix zu komplettieren und anschlie\u00dfend einen Boss-Servant in die Knie zu zwingen. \u00dcbersetzt ins Gameplay bedeutet dies, dass es die auf der Karte verteilten Gebiete zu erobern gilt, bis der Endgegner aufkreuzt oder sich ein Portal in seine Kammer \u00f6ffnet. Und um das zu bewerkstelligen, m\u00fcssen scharenwei\u00dfe Fu\u00dfsoldaten ihr Leben lassen. Mit simplen Tastenkombinationen entfesselt ihr ziemlich effektvolle Angriffe, die ihr mit einer m\u00e4chtigen Abschluss-Attacke enden lassen k\u00f6nnt. Dank der recht stattlichen Anzahl an sichtbaren Feinden kommt ein richtig gutes Machtgef\u00fchl auf, auch wenn \u2013 ganz wie f\u00fcr das Subgenre \u00fcblich \u2013 die Standard-Soldaten nur selten wirklich aktiv ins Geschehen eingreifen und daher kaum eine tats\u00e4chliche Gefahr darstellen. Gelegentliche Sondereinheiten mit aktiverem Verhalten sind unter dem Fu\u00dfvolk selten. Stattdessen zieht <i>Fate\/Extella<\/i> f\u00fcr diese Bed\u00fcrfnisse so genannte Aggressoren heran, die nach einer bestimmten Menge umgehauener Fu\u00dfsoldaten auftauchen. Da ein Sektor erst dann in euren Besitz \u00fcbergeht, wenn ihr alle feindlichen Aggressoren vertrieben habt, m\u00fcsst ihr euch auf teils ziemlich langwieriges Tastengeh\u00e4mmer einstellen. F\u00fcr die H\u00f6chstwertung einer Stage wollen zudem alle Gebiete unter eure Kontrolle gebracht werden. Kein Wunder also, dass eine durchschnittliche Stufe gut und gerne mal \u00fcber 20 Minuten in Anspruch nimmt!<\/p>\n<p><b>Die Kunst, an verschiedenen Orten gleichzeitig zu sein<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/74189.jpg\" alt=\"Bild 74189\" style=\"float: left;\">Dass dabei trotzdem keine Langeweile aufkommt, verdankt <i>Fate\/Extella<\/i> diversen Gemeinheiten, die es euch an den Kopf wirft. So warten viele Stages mit Sonderzielen auf, die es m\u00f6glichst schnell zu bew\u00e4ltigen gilt. Ein Kampf verlangt von euch etwa zu Beginn, dass ihr bestimmte Gebiete einnehmt und so den schw\u00e4chenden Effekt einer Spezialattacke der Gorgonin Medusa aufhebt, w\u00e4hrend an anderer Stelle ein besonders starker feindlicher Servant f\u00fcr Druck sorgt und zun\u00e4chst zu eurem m\u00e4chtigsten Verb\u00fcndeten gelockt werden muss. Ausnahmslos jedes gr\u00f6\u00dfere Schlachtfeld wartet zudem mit Gegner-Generatoren auf, die Aggressoren in eure Sektoren schicken und diese so erobern. Nicht selten findet man sich daher in starken Stress-Situationen, weil man gef\u00fchlt an sieben verschiedenen Fronten gleichzeitig gebraucht wird, zumal die eigenen Einheiten au\u00dferhalb von geskripteten Ereignissen praktisch gar nichts leisten und alles an euch h\u00e4ngen bleibt. Doch man merkt schnell, dass hinter dem Wahnsinn Methode steckt und jede noch so schwierig erscheinende Herausforderung mit der richtigen Strategie machbar ist.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt auch, das volle Potential seines Servants auszukosten. Nebst normalen Angriffen stehen euch n\u00e4mlich auch verschiedene, m\u00e4chtige Sonderaktionen zur Verf\u00fcgung. Das Extella-Man\u00f6ver eignet sich etwa hervorragend, um gr\u00f6\u00dfere Feindesgruppen auszuschalten und so schneller Aggressoren heraufzubeschw\u00f6ren, w\u00e4hrend der st\u00e4rkende Moon-Crux-Modus perfekt zum Pulverisieren von Bossen ist. Nicht zuletzt verf\u00fcgt jeder Servant \u00fcber einen so genannten Noble Phantasm \u2013 ein Super-Angriff, der f\u00fcr gewaltigen Schaden sorgt. Leider ist die Nutzung von auf dem Schlachtfeld aufgesammelten Phantasm-Schaltkreisen abh\u00e4ngig, derer es in der Regel nur genug f\u00fcr eine Ladung gibt. F\u00fcr weitere Anpassungen gibt es ausr\u00fcstbare Code Casts, mit denen ihr im Kampf gewisse St\u00e4rkungseffekte wie Elementarschilde oder Energiewiederherstellung bewirken k\u00f6nnt, und kleinere Install Skills, die etwa eure allgemeine Angriffskraft verst\u00e4rken oder die Generierung von Extella-Energie erh\u00f6hen. Auf normalem Schwierigkeitsgrad sind derartige Detailanpassungen in der Regel nicht notwendig, helfen aber ungemein, inmitten der Wust aus Generatoren und Aggressoren die Oberhand zu behalten. Gerade die Wahl der Code Casts will bedacht sein, denn manche Stufen beinhalten Sektor-Fallen, die sich nur mit einem passenden Elementarschutz umgehen lassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/74188.jpg\" alt=\"Bild 74188\" style=\"float: right;\">An Umfang mangelt es <i>Fate\/Extella<\/i> wahrlich nicht. Allein die Hauptgeschichte mit ihren Handlungsstr\u00e4ngen kann bereits je nach Lesetempo um die 15 bis 20 Stunden beanspruchen. Mit dem Abschluss der Kernkapitel werden zudem zahlreiche Nebengeschichten um die anderen Servants im Dienste der Kommandanten freigeschaltet. Dummerweise bieten diese im Schnitt etwas \u00fcber eine Stunde kurzen Erz\u00e4hlungen nicht gerade viel Abwechslung. Zwar ist es l\u00f6blich, dass sich die insgesamt 16 Charaktere merklich unterschiedlich spielen, doch \u00e4ndert das nichts daran, dass ihr im Zuge der kurzen Zusatzgeschichten viele Wiederholungen durchmachen m\u00fcsst. Wirklich einzigartig sind nur wenige der Level, was ziemlich auf die Motivation dr\u00fccken kann. Dazu tr\u00e4gt auch die allgemeine Armut an unterschiedlichen Stages bei. Gerade einmal f\u00fcnf Schlachtfeld-Designs werden euch geboten, deren Versatzst\u00fccke lediglich von Stufe zu Stufe anders zusammengesetzt werden \u2013 und manchmal nicht einmal das.<\/p>\n<p><b>SE.RA.PH-Technikcheck<\/b><br \/>\nAls erstes Action-Spiel mit massenweise Gegnern auf dem Schirm stellt sich unweigerlich die Frage: Wie f\u00e4llt eigentlich die Performance aus? Tats\u00e4chlich gar nicht mal \u00fcbel. <i>Fate\/Extella<\/i> l\u00e4uft trotz Effektgewitter und Feindesscharen mit einer recht stabilen Bildrate, was aufgrund des flotten Gameplays umso erfreulicher ist. Lediglich beim allerletzten Endboss muss sich die Switch geschlagen geben und ein ruckeliges Bild rausgeben. Die Umgebungen und Charaktermodelle sehen dabei zudem recht ordentlich aus, auch wenn sich in einigen F\u00e4llen kleine Sch\u00f6nheitsfehler bemerkbar machen \u2013 bestimmte Lichteffekte oder die Schatten der Figuren wirken n\u00e4mlich ziemlich pixelig. Ebenfalls unsch\u00f6n: In den langen Dialogsequenzen werden zwar st\u00e4ndig 2D-Bilder mit wechselnden Gesichtsz\u00fcgen eingeblendet, die eigentlichen 3D-Modelle behalten jedoch h\u00e4ufig ihren starren Ausdruck bei. In Sachen Extra-Ausstattung kommt die Switch-Version \u00fcbrigens mit s\u00e4mtlichen Download-Zus\u00e4tzen des PS4- und PS Vita-Originals daher. Dabei handelt es sich jedoch durch die Bank \u201enur\u201c um Kost\u00fcme f\u00fcr die Charaktere, von denen einige sogar erst im Spielverlauf freigeschaltet werden m\u00fcssen. Dennoch zumindest eine nette Aufmerksamkeit f\u00fcr Switch-Spieler, die mit dem Unshackled-Bride-Outfit f\u00fcr Nero zudem ein exklusives Zusatzkost\u00fcm erhalten.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/leD5gc5Rbns\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Heilige Gral. 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