{"id":72,"date":"2017-07-18T17:00:02","date_gmt":"2017-07-18T17:00:02","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=72","title":{"rendered":"Splatoon 2"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/74168.jpg\" alt=\"Bild 74168\" style=\"float: right;\">Die Inklinge ziehen um! Auf der Wii U ist immerhin das ganze Review nun schon mehr als reichlich mit Farbe bedeckt, von daher wird ein neues Territorium f\u00fcr packende Tintenschlachten f\u00e4llig. Da bietet sich die Switch doch geradezu perfekt an! Immerhin f\u00fchrt die Konsole eines der Konzepte der letzten gescheiterten Heimkonsole von Nintendo fort und bedarf nur einiger kleiner Anpassungen, um auf dem neuen Ger\u00e4t genauso sauber zu funktionieren. Aber hat <b>Splatoon 2<\/b> diese H\u00fcrde mit Bravour meistern k\u00f6nnen? Und verdient das Spiel \u00fcberhaupt seine Zahl im Titel? Das l\u00e4sst sich nur auf dem Schlachtfeld kl\u00e4ren, das ich mir ausf\u00fchrlich angeschaut habe!<\/p>\n<p><b>Wilde Klecksereien in Inkopolis<\/b><br \/>\nDie Kernattraktion des Spiels sind die Online-Gefechte, die sich \u00fcber die zentrale Lobby aufrufen lassen. Zun\u00e4chst l\u00e4sst man neue Inkling-Sch\u00fctzen lediglich an die unbewerteten Revierk\u00e4mpfe ran, sobald man da jedoch gen\u00fcgend Erfahrung(spunkte) gesammelt hat, \u00f6ffnen sich die Ranglisten-Fights. F\u00fcr jeden neuen Fisch im Teich eine einmalige Gelegenheit, sich erst in lockerer Umgebung mit dem grundlegenden Spielprinzip und den stufenweise freischaltbaren Waffen vertraut zu machen. Kenner des Vorg\u00e4ngers m\u00fcssen die Tour aber selbstredend ebenfalls mitmachen, was zumindest durch flie\u00dfiges Spielen recht schnell geht. In meinem Fall sind nur wenige durchzockte Nachmittage vergangen, bis ich f\u00fcr die Rangk\u00e4mpfe freigeschaltet war \u2013 trotz der recht \u00fcberschaubaren Anzahl an Spielern, die im Vorfeld der Ver\u00f6ffentlichung auf die Server zugreifen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/74169.jpg\" alt=\"Bild 74169\" style=\"float: left;\">Eher ungew\u00f6hnlich f\u00fcr Shooter geht es bei <i>Splatoon<\/I> eigentlich nie um pure Absch\u00fcsse der gegnerischen Teammitglieder. Stattdessen gilt es, je nach Modus ein bestimmtes Ziel zu erf\u00fcllen. In den Revierk\u00e4mpfen habt ihr etwa so viel Bodenfl\u00e4che wie m\u00f6glich mit der Farbe eurer Truppe einzukleistern, w\u00e4hrend im Turmkommando-Modus eine sich bewegende Plattform vorangeschoben werden muss, indem sich Verb\u00fcndete auf dieser platzieren. Dass das direkte Wegr\u00e4umen der Opposition trotzdem nicht ausbleibt, versteht sich von selbst, allerdings gewinnt <i>Splatoon<\/i> durch die F\u00e4rbemechanik eine erfrischende Eigendynamik. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Farbfl\u00e4chen auch die Mobilit\u00e4t der Inklinge beeinflussen. Fremde Kleckse sorgen f\u00fcr schweres Vorankommen, w\u00e4hrend man in eigenen sogar untertauchen und so schnell voranpreschen oder seinen Tintenvorrat nachladen kann. Selbst in den Rangkampf-Modi, die sich mehr um konkrete Ziele anstelle von allgemeiner Einf\u00e4rbung drehen, lohnt es sich also, den Boden zu bekleckern. Untergr\u00fcnde gibt es dabei \u00fcbrigens reichlich: Acht Karten, davon sechs komplett neu und zwei mit leichten Anpassungen aus dem Vorg\u00e4nger \u00fcbernommen, stehen als Spielplatz zur Verf\u00fcgung. Frei bespielen k\u00f6nnt ihr sie online jedoch nicht. Stattdessen werden alle zwei Stunden jeweils zwei Karten pro Modus herausgepickt, auf denen ihr um Ruhm und Spa\u00df k\u00e4mpft. Ein wenig \u00e4rgerlich und doch verst\u00e4ndlich, denn so sind wenigstens alle Gebiete im Einsatz. Private Gefechte im lokalen Drahtlosnetzwerk oder Online-R\u00e4umen erlauben nat\u00fcrlich auch die Einstellung eurer Wunschkarte.<\/p>\n<p><b>Womit streichen wir die Stadt heute an?<\/b><br \/>\nF\u00fcr die Kleckserei gibt es nat\u00fcrlich eine Vielzahl an Werkzeugen, der Gro\u00dfteil davon bereits aus Teil 1 bekannt. Ob Airbrush-Maschinengewehr, Farbkugel-Blaster, Tintenstrahl-Scharfsch\u00fctzengewehr oder gar Farbeimer \u2013 das Arsenal ist ebenso kreativ wie vielf\u00e4ltig. Je nach Karte und Spielmodus kann es sich lohnen, auf bestimmte Tintenschleudern umzusatteln, prinzipiell k\u00f6nnt ihr mit reichlich \u00dcbung und Geschick aber mit jeder Waffe Erfolge feiern. Die Sniper-Waffen m\u00f6gen beispielsweise zun\u00e4chst so wirken, als seien sie lediglich zum gezielten Abschuss geeignet, doch die vom Schuss hinterlassene lange Tintenspur ist auch in Revierk\u00e4mpfen f\u00f6rderlich. Neu im Aufgebot sind die dabei \u00fcbrigens die Doppler \u2013 zwei Schnellfeuer-Pistolen, die Ausweichrollen erm\u00f6glichen. Der neue Waffentypus f\u00fcgt sich gut ins Arsenal ein und macht dabei auch m\u00e4chtig Laune, auch wenn er sich nicht immer so deutlich von den ebenfalls nicht gerade langsam feuernden Normalo-Klecksern abgegrenzt f\u00fchlen mag. Ein zuk\u00fcnftiges Update soll mit dem regenschirmartigen Pluviator eine weitere Gattung f\u00fcr spritzige Multiplayer-Gefechte fit machen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/74170.jpg\" alt=\"Bild 74170\" style=\"float: right;\">Doch <i>Splatoon<\/i> w\u00e4re ja nicht das <I>Mario Kart<\/i> unter den Team-Shootern, wenn es nicht noch einen anderen Chaos-Faktor in seinem Spielsystem verbergen w\u00fcrde. Zum einen handelt es sich bei jeder Waffe eigentlich um ein ganzes Set inklusive einer Sub-Waffe, beispielsweise Bomben oder Sprinkler, sowie einer Extra-Waffe. Letztere sind dabei im Vergleich zum Vorg\u00e4nger beinahe komplett ausgetauscht worden. Habt ihr durch Gebietseinf\u00e4rbung genug genug Extra-Energie gesammelt, k\u00f6nnt ihr nun etwa euren Gegnern mit einem Jetpack einheizen, sie mit dem beh\u00e4bigen Hochdruckverunreiniger durch W\u00e4nde hinweg aufs Korn nehmen oder per Schwarmraketen-Salve einen schmutzigen Explosionshagel auf sie herabregnen lassen. Trotz ihrer Power garantieren die Extras jedoch keinen Sieg und k\u00f6nnen von ge\u00fcbten Spielern einfach umgangen werden. Trotzdem sorgen sie ohne jeden Zweifel f\u00fcr etwas mehr erfrischende Hektik und Abwechslung auf dem Schlachtfeld.<\/p>\n<p>Schade ist jedoch, dass wieder einmal kein schneller Wechsel eurer Ausr\u00fcstung m\u00f6glich ist. Wollt ihr zwischen den Partien mit zuf\u00e4lligen Gegnern eure Kleidung oder Waffen anpassen, m\u00fcsst ihr aus der momentanen Gruppe aussteigen und \u00fcber das Lobby-Men\u00fc eure Einstellungen vornehmen. Nur private Spiele unter Freunden erlauben es euch, auch ohne Umweg Anpassungen vorzunehmen. Das nervt gerade dann, wenn man alle Zufallseffekte der aktuell getragenen Klamotten freigelegt hat. Die Mode der Inklinge sieht n\u00e4mlich nicht nur stylisch aus, sondern verf\u00fcgt \u00fcber einen Kerneffekt sowie bis zu drei schw\u00e4chere Unterst\u00fctzungseffekte, die durch Teilnahme an Online-K\u00e4mpfen freigeschaltet werden. Dieser vom Zufall abh\u00e4ngige Prozess wurde \u00fcbrigens etwas entsch\u00e4rft: So k\u00f6nnt ihr bei der Imbissbude von Shrimpson Getr\u00e4nke erwerben, die die Chance auf bestimmte Effekte erh\u00f6hen, oder unliebsame Boni vom Seeigel-Knaben Sid in Fragmente zerlegen lassen und diese sp\u00e4ter in ein anderes Ausr\u00fcstungsst\u00fcck einbauen \u2013 gegen einen betr\u00e4chtlichen Betrag an in Revierk\u00e4mpfen verdientem Geld, versteht sich.<\/p>\n<p><B>Zwischen Schichtarbeit und Heldentum<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/74171.jpg\" alt=\"Bild 74171\" style=\"float: left;\">Nur r\u00fcckt Shrimpson seine Ware nicht einfach so gegen Bares raus. Es braucht Coupons, die sich im einzigen wirklich brandneuen Modus von <i>Splatoon 2<\/i> erspielen lassen: Dem Salmon Run. Dahinter verbirgt sich ein recht simpler Horde-Modus, bei dem bis zu vier Spieler auf einer kleinen Insel mit festgelegten Waffen gegen drei Angriffswellen von fiesen Salmoniden antreten. Pro Welle gilt es dabei, eine bestimmte Anzahl von goldenen Fischeiern in einen bereitstehenden Korb zu schleppen. Einfacher gesagt als getan, schlie\u00dflich wird des g\u00fcldene Gut von immer wieder aufkreuzenden Boss-Salmoniden bewacht! Leider fehlt es dem Salmon Run in der jetzigen Form ziemlich an Reizkraft. Zwar erspielt ihr mit Erfolgen schnell zuf\u00e4llige Belohnungen und mit steigendem Rang werden die Gefechte auch extrem stressig und knifflig, doch selbst die in jeder Runde anders antretende Salmoniden-Schar kann nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass zwei Karten f\u00fcr den Modus schlichtweg zu wenig sind. Nur zu schnell habe ich mich hier sattgesehen und dass pro Salmon Run-Phase \u2013 der Modus ist auch nur zu bestimmten Zeiten spielbar \u2013 k\u00f6nnt ihr gerade mal eine der beiden Karten spielen. Zudem ist der Modus deutlich auf vollst\u00e4ndige Teams von vier Spielern ausgelegt. Sollten sich nicht genug Teilnehmer finden, starten die Runden zwar auch mit drei, zwei oder gar nur einem Salmoniden-J\u00e4ger, doch selbst die angepasste Anzahl an notwendigen Gold-Fischeiern \u00e4ndert nichts daran, dass kleinere Gruppen sich schnell ziemlich \u00fcberw\u00e4ltigt f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Apropos Solo-Ausfl\u00fcge: Eine kleine Einzelspieler-Kampagne gibt es nat\u00fcrlich auch wieder. Im so genannten Heldenmodus st\u00fcrzt ihr euch als Agent Nr. 4 im Auftrag des Pop-Sternchens Limone in den Okto-Canyon, um dem Verschwinden des Riesen-Elektrowelses von Inkopolis auf den Grund zu gehen. Was sich wie ein Alibi-Einzelspielermodus mit einem Hauch von Tutorial anh\u00f6rt, erweist sich jedoch recht schnell als ausgekl\u00fcgelter Action-Plattformer mit abwechslungsreichen Szenarien. Je nach Level m\u00fcsst ihr dabei sogar beim Erstanlauf mal auf andere Waffen zur\u00fcckgreifen und werdet so mit allem vertraut gemacht, was <I>Splatoon 2<\/I> zu bieten hat. Mit seinen etwa sieben Stunden ist die Kampagne jetzt nicht furchtbar lang, doch sie unterh\u00e4lt von Anfang bis Ende und bietet dank versteckter Coupons, Aufr\u00fcstungsobjekte und Schriftrollen mit unterhaltsamen Anekdoten genug Anreize f\u00fcr gr\u00fcndliche Durchm\u00e4rsche.<\/p>\n<p><b>Die sch\u00f6nste Farbschlacht, die es je gab<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/74172.jpg\" alt=\"Bild 74172\" style=\"float: right;\">In technischer Hinsicht gibt sich <i>Splatoon 2<\/I> nur wenige Bl\u00f6\u00dfen. Die stilsichere Optik mit ihrem urbanen Touch gef\u00e4llt sofort, bei den actionreichen Revierk\u00e4mpfen zeigen sich die Farbkleckse allesamt von ihrer besten Seite \u2013 zumindest wenn man von gelegentlichen groben R\u00e4ndern absieht. Dabei l\u00e4uft die bunte Ballerei auch stets fl\u00fcssig, nur das rein kosmetische Inkopolis-Hubareal wird in einer merkbar niedrigeren Bildrate dargestellt. Ferner wird die stylische Aufmachung durch einen \u00e4u\u00dferst peppigen Soundtrack gest\u00fctzt, der gerade mit dem Musikst\u00fcck f\u00fcr die letzte Minute einer Schlacht gekonnt anstachelt. In Sachen Steuerung muss ich gestehen, dass ich nach meinen <a href=http:\/\/www.planetswitch.de\/test\/64-handson-splatoon-2.html>Ersteindr\u00fccken<\/a> mittlerweile mit dem Handheld-Modus warmgeworden bin. Wenn man auf die Bewegungssteuerung zur Feinjustierung setzt, ist das nach wie vor ein anderes Gef\u00fchl als im Wii U-Vorg\u00e4nger, doch die richtigen Bewegungen kann man sich aneignen und mit den Sensitivit\u00e4tseinstellungen an seine Bed\u00fcrfnisse anpassen. \u00c4rgerlich ist nat\u00fcrlich, dass der rechte Stick bei aktiven Motion Controls wieder einmal nur die horizontale Kamerakontrolle erm\u00f6glicht, doch da im Multiplayer-Modus nur sehr selten gro\u00dfartig auf- oder abgeschaut werden muss, f\u00e4llt das nicht allzu stark ins Gewicht. Und wer auf den Bewegungskram \u00fcberhaupt nicht steht, der kann ihn nat\u00fcrlich auch komplett abschalten und seine Sch\u00fcsse g\u00e4nzlich mit dem rechten Stick justieren.<\/p>\n<p>Bei einem Online-Spiel ist jedoch noch eine weitere technische Angelegenheit von gravierender Bedeutung: Die Verbindungsstabilit\u00e4t. In meinen Testphasen sind mir pers\u00f6nlich nur wenige Aussetzer untergekommen, auch wenn andere Spieler augenscheinlich mit seltenen Verbindungsabbr\u00fcchen zu k\u00e4mpfen hatten. Weitestgehend waren stabile Partien m\u00f6glich. Angesichts der \u00fcberschaubaren Spielermenge im Review-Zeitraum kann sich das nat\u00fcrlich mit dem Release schlagartig \u00e4ndern, wie das Splatfest-Vorprogramm zeigte. Das wird leider erst die Zukunft zeigen k\u00f6nnen. Gleiches gilt f\u00fcr die Performance des begleitenden Splat2 Nets, das als Teil der Nintendo Switch Online-App f\u00fcr Smartphones verf\u00fcgbar sein wird und zum Testzeitpunkt noch nicht verf\u00fcgbar war. Dementsprechend kann ich keinerlei Aussagen bez\u00fcglich der Organisierung von Spielen unter Freunden oder Voice-Chat-Plaudereien sagen. Smartphonelose Zocker k\u00f6nnen jedoch aufatmen: Auch ohne App lassen sich private Online-Partien organisieren, sofern ihr euch mit euren Kameraden anderweitig absprechen k\u00f6nnt.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/pmaDBpkmjZ4\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Inklinge ziehen um! Auf der Wii U ist immerhin das ganze Review nun schon mehr als reichlich mit Farbe bedeckt, von daher wird ein neues Territorium f\u00fcr packende Tintenschlachten f\u00e4llig. Da bietet sich die Switch doch geradezu perfekt an! 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