{"id":58,"date":"2017-06-07T16:00:00","date_gmt":"2017-06-07T16:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=58","title":{"rendered":"Arms"},"content":{"rendered":"<p>Heute gibt es eins auf die M\u00fctze! Warum? Nintendos neuester Exklusivtitel <b>Arms<\/b> will getestet werden. Wer aufgrund zahlreicher Anspielungen auf den Boxsport oder meinen ausschweifenden Wortwitzen in diese Richtung K.o. geht, springt gleich zum Fazit. Ready to rumble? Dann geht\u2019s jetzt ab in den Ring!<\/p>\n<p><b>Lieber arm dran als \u201eArm\u201c ab!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/73603.jpg\" alt=\"Bild 73603\" style=\"float: right;\">Vor jedem ordentlichen Boxkampf werden die Handschuhe angezogen, so will es der Brauch bzw. so ergibt es am meisten Sinn, um beim Zuschlagen sich selbst und auch den Gegner vor gef\u00e4hrlichen Verletzungen zu sch\u00fctzen. In <i>Arms<\/i> spielen die Boxhandschuhe aber noch eine viel wichtigere Rolle: Vor jedem Kampf kann ich mir das Paar Handschuhe selbst ausw\u00e4hlen und zwei unterschiedliche tragen! Da jeder sogenannte \u201eArm\u201c verschiedene F\u00e4higkeiten besitzt und ihm sogar ein bestimmtes Element innewohnt, entscheidet schon die Vorbereitung zu einem gewissen Teil \u00fcber Sieg und Niederlage.<\/p>\n<p>Im eigentlichen Kampf kommt es, anders als im klassischen Boxen, nicht so h\u00e4ufig zu sogenannten Infights &#8211; also sehr dicht stehende Boxk\u00e4mpfe, bei denen gern Haken verteilt werden. Stattdessen setzt <i>Arms<\/i> f\u00fcr die Pr\u00fcgelei auf mittlere bis gro\u00dfe Distanzen, denn fast alle Charaktere im Spiel sind genetisch ein wenig anders veranlagt. So sind ihre Arme samt \u201eArms\u201c unglaublich weit dehnbar und reichen quer durch die Arenen. Das geht nat\u00fcrlich zwangsweise auf Kosten der Schlaggeschwindigkeit, wodurch der Gegner indes gem\u00fctlich seine Verteidigung vorbereiten kann. Gegnerische Blocks kann ich daf\u00fcr, anders als es die Boxer mit dem Uppercut machen, mit einem Greifangriff durchbrechen, der bei Erfolg den Sparringspartner quer durch den Ring schleudert. Dieser Angriff l\u00e4sst sich wiederum mit einem beherzten Sprung zur Seite abwenden. Bewegung ist in <i>Arms<\/i> unglaublich wichtig: Permanent wechseln die Arms-Boxer zwischen Verteidigung, Angriff und Ausweichen, was entweder nach 99 Sekunden mit einem Timeout oder dem Knockout endet. Bei einer Runde bleibt es aber meist nicht, h\u00e4ufig wird ein Best of 3 gespielt \u2013 es gewinnt also der, der aus maximal drei Matches zwei f\u00fcr sich entscheidet. W\u00e4hrend des Matches f\u00fcllen sich pro Spieler Energiebalken auf, die bei voller Aufladung einen Spezialangriff erm\u00f6glichen, bei dem es gilt, in Zeitlupe m\u00f6glichst viele Schl\u00e4ge auf den Gegner niederprasseln zu lassen. Sollte der Gegenspieler diesen Angriff schnell genug erkennen und ausweichen oder blocken, verl\u00e4uft die Spezialattacke ins Leere.<\/p>\n<p><b> Vier F\u00e4uste f\u00fcr ein spannendes Gekloppe!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/73602.jpg\" alt=\"Bild 73602\" style=\"float: left;\">So weit zum Grundprinzip von <i>Arms<\/i>, lasst mich euch nun durch die einzelnen Spielemodi f\u00fchren. Ganz oben steht hier nach dem Tutorial der Grand Prix an, bei dem nacheinander zehn Gegner in den Ring steigen und mich auf der Matte liegen sehen wollen. Dabei bringt jeder K\u00e4mpfer seine eigene Arena mit, die noch einmal komplett individuell gestaltet ist. Ninjara k\u00e4mpft in einem l\u00e4nglichen Dojo, Ribbon Girl macht es sich auf ihrer Tanzb\u00fchne bequem, Mechanica werkelt auf einem Schrottplatz mit zerst\u00f6rbaren Schrotts\u00e4ulen und Twintelle stolziert auf dem Roten Teppich, umgeben von Limousinen. Nach dem Er\u00f6ffnungskampf in der eigenen pers\u00f6nlichen Arena geht es gegen die weiteren neun Gegner, allerdings sorgen neben den Standardk\u00e4mpfen auch die Minispiele Hoops und Skillshot f\u00fcr Abwechslung. Hoops ist eine Basketball-Adaption, allerdings gibt es nur einen Korb und keinen Ball. Stattdessen gilt es, den gegnerischen Spieler zu greifen und in den Korb zu bef\u00f6rdern. Je nach Distanz zum Korb gibt es dann Punkte f\u00fcr den Spieler, der seinen Gegner versenkt hat. Um Punkte geht es auch im Modus Skillshot, in dem zwischen den Kontrahenten Zielscheiben erscheinen, die schnell gepuncht werden m\u00fcssen. Nat\u00fcrlich kann man seinen Gegner ein wenig durch konzentrierte Schl\u00e4ge behindern und sogar kurzzeitig ausschalten, den Sieg heimst aber am Ende der mit den meisten Punkten ein.<\/p>\n<p>Habe ich \u00fcberhaupt schon die einzigartigen Charaktere angesprochen? Neben den verschiedenen \u201eArms\u201c und den pers\u00f6nlichen Arenen sind auch die Figuren selbst ein Blick wert. Master Mummy beispielsweise ist ein Koloss an K\u00e4mpfer, der ordentlich Schaden anrichtet, aber daf\u00fcr ziemlich ungelenkig ist. Byte &#038; Barq sind ein Polizistenduo bestehend aus dem Robocop Byte und seinem treuen Gef\u00e4hrten Barq, der ein Roboter-Hund ist. W\u00e4hrend der Gegner mit Byte k\u00e4mpft, kann Barq unabh\u00e4ngig von seinem Herrchen Byte verschiedene Attacken auf den Kontrahenten starten \u2013 ganz nach dem Prinzip \u201eWenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte\u201c. Jeder dieser Charaktere hat seine Vor- und Nachteile, am Ende kommt es auf den Spieler selbst an f\u00fcr was er sich entscheidet\u2026 und nat\u00fcrlich was die Community im Netz irgendwann f\u00fcr komplett unfaire Kombinationen an Charakteren und \u201eArms\u201c findet.<\/p>\n<p><b>Einer gegen alle, alle gegen einen!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/71877.jpg\" alt=\"Bild 71877\" style=\"float: right;\">Mit so einer \u00dcberleitung h\u00e4tte wohl keiner gerechnet, aber tats\u00e4chlich ist der Multiplayer ein wichtiger Bestandteil von <i>Arms<\/i>. Genau wie bei <i>Splatoon 2<\/i> gab es auch hier eine globale Testphase, in der Nintendo den Online-Modus getestet hat. Doch zu allererst zu den verf\u00fcgbaren Spielmodi: Wer nur schnell mal eine Runde online zocken will, der ist mit dem Standardkampf gut beraten. Hier werden alle Spieler einer Region in unterschiedliche Lobbys aufgeteilt, bei dem jeder Neuank\u00f6mmling mit 0 Credits beginnt. Der Server teilt dann je nach Spieleranzahl und verdienter Credits die Spieler auf Spiele auf. So kann es passieren, dass ich zusammen mit einem anderen Spieler im Zwei-gegen-zwei gegen ein ebenfalls zusammengew\u00fcrfeltes Team spiele oder wir uns im Jeder-gegen-jeden die Visagen polieren. Der Gewinner bekommt ein paar Credits und weiter geht es. Nat\u00fcrlich sind auch wieder Einzelk\u00e4mpfe sowie die Minispiele Skillshot und Hoops mit von der Partie, die durch einen Volleyball-Modus namens V-Ball erg\u00e4nzt werden. Die einzelnen Modi k\u00f6nnen auch lokal mit bis zu vier Freunden oder gegen die KI gespielt werden. Wesentlich spannender geht es im Matchmaking und den Ranglistenk\u00e4mpfen zu: Hier ist die Teilnahme erst mit Abschluss des Grand Prix auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad m\u00f6glich. Kein Wunder, denn hier gibt es keine Schonfrist mehr. Es wird geklotzt und nicht gekleckert! Au\u00dferdem k\u00f6nnt ihr hier, anders als bei praktisch allen anderen Modi, keinen zweiten Spielpartner f\u00fcr Ranglisteneroberungen einspannen. Leider waren w\u00e4hrend der Zeit vor Release verst\u00e4ndlicherweise sehr wenige Spieler online, sodass ich leider keine Erfahrungen aus erster Hand zu diesem Modus teilen kann. Da aber der Online-Standardkampf genau wie im Global Testpunch fl\u00fcssig und ohne Lags funktionierte, braucht man sich da wohl nicht allzu viele Gedanken machen. <\/p>\n<p>Zuletzt seien noch die vielen freischaltbaren \u201eArms\u201c zu erw\u00e4hnen, die im Match gegen lokale und gegen weltweite Gegner extrem helfen k\u00f6nnen: Im sogenannten Arms-Depot k\u00f6nnen verdiente Credits aus K\u00e4mpfen in neue \u201eArms\u201c investiert werden. Aber so ganz einfach ist das dann doch nicht: Statt die neuen Handschuhe einfach zu erwerben, muss ich mein Geld in ein Minispiel investieren (siehe Bild unten), bei dem es wiederum gilt, Punktetafeln schnell zu treffen. Ab und zu fliegt auch mal ein Geschenk vorbei, das dann endlich die ersehnten \u201eArms\u201c enth\u00e4lt und bei Treffer freischaltet. Aber sind das \u00fcberhaupt die, die ich haben will? Und will ich diese Boxhandschuhe nicht auch noch f\u00fcr andere Charaktere haben? Tja, viel Spa\u00df beim Freischalten der richtigen \u201eArms\u201c f\u00fcr die richtigen Figuren, das kann sich ziehen\u2026<\/p>\n<p><b>Technik: Wer Arms sagt, muss auch Br\u00e4zise Steuerung sagen!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/73604.jpg\" alt=\"Bild 73604\" style=\"float: left;\">Das herausragendste Feature von <i>Arms<\/i> \u00fcberhaupt ist die Bewegungssteuerung \u00fcber die Joy-Cons. Wer selbst schon einmal Faust anlegen durfte, der wird verstehen, was ich mit Pr\u00e4zision meine! Die leicht vertikal gedrehte Haltung f\u00fchlt sich ebenfalls sehr gut an und auch die Schl\u00e4ge kommen so an, wie ich es will. Gef\u00fchlt nimmt diese direkte und fehlerfreie Steuerung aber mit der Zeit ab &#8211; oder besser: mit dem sinkenden Akkustand der Joy-Cons. Nichtsdestotrotz hat Nintendo aktuell mit der Aussage recht, dass Motion Control-Spieler den normalen Spielern nur aufgrund der direkten Steuerung leicht \u00fcberlegen sind. Zwar muss ich mit dem Controller Bewegungen durchf\u00fchren und optimalerweise auch die Handschlaufen anlegen sowie im Stehen spielen, aber das Resultat l\u00e4sst sich dank besserer Handhabung und Kontrolle \u00fcber die \u201eArms\u201c sehen. Nat\u00fcrlich ist die Steuerung auch im Handheld-Modus und via Pro-Controller sowie \u00fcber das Grip m\u00f6glich, aber um <i>Arms<\/i> richtig genie\u00dfen zu k\u00f6nnen, sollte man sich die Bewegungssteuerung aneignen. Grafisch gibt es ebenfalls nichts an dem Spiel auszusetzen, mit knallbunten Farben aber guten Kontrasten bleibt alles Wichtige sichtbar und wer will, der findet hier und da auch ein paar nette Details im Vorder- sowie Hintergrund. Musikalisch kann ich auch nicht meckern, ein eing\u00e4ngiger Takt spielt in den Men\u00fcs sowie in den Matches vor sich hin, hier und da variiert die Musik je nach Thema der Map.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute gibt es eins auf die M\u00fctze! Warum? Nintendos neuester Exklusivtitel Arms will getestet werden. Wer aufgrund zahlreicher Anspielungen auf den Boxsport oder meinen ausschweifenden Wortwitzen in diese Richtung K.o. geht, springt gleich zum Fazit. Ready to rumble? 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