{"id":54,"date":"2017-05-24T09:00:01","date_gmt":"2017-05-24T09:00:01","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=54","title":{"rendered":"Thumper"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt diese Rhythmusspiele, bei denen man zu aktueller Chart-Musik tanzen oder irgendetwas dr\u00fccken muss. Dann gibt es noch all die japanisch gepr\u00e4gten Titel wie das Urgestein <i>Osu! Tatakae! Ouendan<\/i> oder das k\u00fcrzlich f\u00fcr die Switch erschienene, quietschbunte <i>Dark Witch Music Episode: Rudymical<\/i>. Und dann gibt es <b>Thumper<\/b>\u2026 Wohlgemerkt ist dieser Titel <u>kein<\/u> Musikspiel! Viel eher handelt es sich hierbei um ein rhythmusbasiertes Reaktionsspiel. Worum es genau geht und was <i>Thumper<\/i> inhaltlich so hergibt, das erfahrt ihr im folgenden Kurztest.<\/p>\n<p><b>Gewaltloser Gewalttrip<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/73451.jpg\" alt=\"Bild 73451\" style=\"float: right;\">Im eShop und auf der Produktseite von Nintendos Internetauftritt wird <i>Thumper<\/i> als \u201erhythmischer Gewalttrip\u201c bezeichnet, diesbez\u00fcglich k\u00f6nnen wir aber entwarnen. <i>Thumper<\/i> hat quasi nicht mit Gewalt im klassischen Sinne zu tun. Man spielt einen &#8211; laut Beschreibung \u2013 Weltraumk\u00e4fer, der etwas an einen Skarab\u00e4us aus der \u00e4gyptischen Mythologie erinnert. Mit diesem rast man wie auf Schienen durch die knapp zehn Level. Die Spielwelt ist dabei so ziemlich das Faszinierendste was es in <i>Thumper<\/i> zu bestaunen gibt. Man rast eigentlich permanent durch schwer zu beschreibende Tunnel oder auf dem R\u00fccken riesiger metallischer Tausendf\u00fc\u00dfler. Am besten man schaut sich einmal kurz Gameplay-Videos an, dann wei\u00df man am besten womit man es zu tun bekommt. Das wirkt nicht nur \u00e4u\u00dferst bizarr, sondern ist es auch. In den Medien wird die Optik von <i>Thumper<\/i> gern mit einem psychedelischen Drogentrip verglichen, was es wohl ganz gut zu treffen scheint. Das ganze Trip-Gehabe sorgt aber auch daf\u00fcr, dass man in einen wahnwitzigen Flow inklusive Tunnelblick ger\u00e4t, und genau das ist ja letztlich, was man f\u00fcr ein Rhythmusspiel will.<\/p>\n<p>Zu Beginn wird man ganz behutsam an die Gameplaymechaniken herangef\u00fchrt. So beschr\u00e4nkt sich das Spiel im ersten Level noch auf das Fahren von Kurven und das Durchbrechen von kleinen horizontalen Barrikaden. Dabei arbeitet man stets mit der frei belegbaren Aktionstaste, im Standardfall A. Damit l\u00e4sst es sich gut arbeiten. Auch ist das erste Level noch recht kurz, es beherbergt n\u00e4mlich nur etwa zw\u00f6lf Unterabschnitte. Diese Abschnitte markieren gleichzeitig auch noch die Checkpoints und werden mit kleinen Toren im Spiel signalisiert. Scheitert man unterwegs oder musste man sein Spiel unterbrechen, kann man jederzeit beim letzten Abschnitt wieder ansetzen. Alle paar Sektionen hat man dann einen kleinen Miniboss bei dem es gilt, die vorgegebenen Sequenzen ohne Fehler zu spielen. Schafft man das, gibt die letzte gespielte \u201eNote\u201c einen starken Impuls ab und vernichtet den Boss. Am Ende eines jeden Levels wartet der \u201eriesige, durchgedrehte Kopf aus der Zukunft\u201c (O-Ton aus der Produktbeschreibung), bei dem man im Prinzip genauso vorgeht wie bei den Minibossen. Dieser hier h\u00e4lt nur wesentlich mehr aus und stellt meist auch schwierigere Sequenzen.<\/p>\n<p><b>Einfach zu erlernen, schwer zu meistern<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/73455.jpg\" alt=\"Bild 73455\" style=\"float: left;\">Nach dem behutsamen Einstieg, der auch f\u00fcr einige Spieler schon als sehr fordernd ausgelegt werden kann, beginnt quasi das richtige Spiel. Abschnitt f\u00fcr Abschnitt bringt <i>Thumper<\/I> neue Elemente ein. So muss man irgendwann auch mit dem K\u00e4fer aufsteigen, um Stacheln auf dem Boden zu vermeiden oder Bonusringe zu zerbrechen. Etwas sp\u00e4ter beginnen Bosse, sich mit Schilden vor sch\u00e4dlichen Impulsen zu sch\u00fctzen. Die muss man dann etwa durch Aufsteigen und promptes Absenken des K\u00e4fers zerst\u00f6ren, bevor man regul\u00e4r angreifen kann. Da ist aber nat\u00fcrlich noch lange nicht Schluss. F\u00e4hrt man die ersten paar Level noch auf einer festen Schiene, wird das ganze System sp\u00e4ter sogar noch mehrspurig. Sp\u00e4testens da sind dann trotz leicht erlernbarer Steuerung flinke Reflexe und jede Menge \u00dcbung gefragt. Es wird n\u00e4mlich ab einem gewissen Punkt im Spiel derma\u00dfen bockschwer, dass man die Level im Prinzip auswendig lernen muss um sie ohne Fehler und mit hart verdientem S-Abzeichen zu beenden.<\/p>\n<p>Doch selbst bei Superduper-Reflexen und mehreren Lerndurchl\u00e4ufen macht besonders ein Fakt gerne mal die Motivation zunichte: die L\u00e4nge der Levels. Misst das erste Gebiet noch zw\u00f6lf Abschnitte, sind es etwas sp\u00e4ter dann schon um die 30. Selbst bei einem perfekten Durchlauf dauert es seine Zeit, das zu durchlaufen. Nun stellt euch mal vor, ihr w\u00fcrdet zwischendrin noch gef\u00fchlte 5000 Mal sterben. Dementsprechend sollte man gut gelaunt und topmotiviert an <i>Thumper<\/i> herangehen. Doch selbst ich als \u2013 bei schweren Videospielen \u2013 eher ungeduldiger Spieler, hatte und habe mit diesem Spiel durchaus meinen Spa\u00df. Schon auf der PS4 fesselte mich der Titel etliche Stunden bei voll aufgedrehter Anlage an das TV-Ger\u00e4t. Die nahezu inhaltsgleiche Switch-Version steht der PC- oder Konsolenfassung quasi in Nichts nach. Lediglich der wahnwitzige VR-Support f\u00e4llt bei Nintendo weg.  Hat man es geschafft, das Spiel auf normalem Wege zu perfektionieren, wartet am Ende sogar noch ein Plus-Modus, der es dann aber schon pervers schwer macht. In diesem Modus spielt man im Prinzip dieselben Level nochmal, allerdings zieht der Schwierigkeitsgrad nochmal geh\u00f6rig an, da man seinen K\u00e4fer nach einem Fehler noch schwerer regenerieren kann. Auch im Handheld-Modus l\u00e4sst sich <i>Thumper<\/i> sehr gut spielen, aufgrund der reduzierten Aufl\u00f6sung wirken die oft sehr kurvigen Inhalte jedoch h\u00e4ufig etwas matschig und Treppeneffekte sind klar erkennbar, weshalb man <i>Thumper<\/i> lieber am TV in flotten 1080p genie\u00dfen sollte.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/UFnDMDAEdJ4\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt diese Rhythmusspiele, bei denen man zu aktueller Chart-Musik tanzen oder irgendetwas dr\u00fccken muss. Dann gibt es noch all die japanisch gepr\u00e4gten Titel wie das Urgestein Osu! Tatakae! Ouendan oder das k\u00fcrzlich f\u00fcr die Switch erschienene, quietschbunte Dark Witch Music Episode: Rudymical. Und dann gibt es Thumper\u2026 Wohlgemerkt ist dieser Titel kein Musikspiel! 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