{"id":508,"date":"2022-10-21T15:00:21","date_gmt":"2022-10-21T15:00:21","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=508","title":{"rendered":"Yomawari: Lost in the Dark"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe einen schrecklichen Fehler begangen.<\/p>\n<p><b>Fl\u00fcche sind zum Brechen da<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85496.jpg\" alt=\"Bild 85496\" style=\"float: left;\">Nach einem kompakten Tutorial und einem \u00fcberraschend ereignisreichen Heimweg hat <b>Yomawari: Lost in the Dark<\/b> seine Ausgangslage und das weitere Vorgehen bereits etabliert. Ihr spielt wieder ein junges M\u00e4dchen, dessen Aussehen ihr dieses Mal anpassen und Namen von der Vorgabe \u201eYuzu\u201c in etwas anderes \u00e4ndern k\u00f6nnt. Ungl\u00fccklicherweise ist die Protagonistin verflucht und hat zudem vergessen, wie dieser Fluch zu brechen ist. Als w\u00e4re das noch nicht genug, hat sie lediglich bis zum Sonnenaufgang Zeit, etwas gegen diesen Umstand zu unternehmen. Und da es bekanntlich immer schlimmer geht, treiben sich auf den Stra\u00dfen der Stadt zahlreiche b\u00f6se Geister herum. Wer h\u00e4tte da nicht Lust auf einen gem\u00fctlichen, n\u00e4chtlichen Spaziergang, um dem Ged\u00e4chtnis auf die Spr\u00fcnge zu helfen?<\/p>\n<p>Somit sollte klar sein, dass auch das dritte <i>Yomawari<\/i>-Spiel seinen Horror-Wurzeln treu bleibt. Bei den Streifz\u00fcgen durch die in Dunkelheit getauchte Stadt macht sich ein konstantes Gef\u00fchl des Unbehagens breit. Lediglich gelegentliche Lampen sowie das Licht eurer Taschenlampe bieten Gewissheit, viele Geister werden zudem auch erst dann sichtbar, wenn ihr sie anstrahlt. W\u00e4re das lauter werdende Herzklopfen der Protagonistin nicht, welches Gegner in der N\u00e4he ank\u00fcndigt, w\u00e4re man vermutlich komplett aufgeschmissen. Diese Atmosph\u00e4re ist es auch, die <i>Lost in the Dark<\/i> wie die Vorg\u00e4nger auszeichnet. Trotz \u2013 oder gerade wegen \u2013 des oberfl\u00e4chlich knuffigen Grafikstils wirken die teils grotesken rachs\u00fcchtigen Geister gleich umso schauriger und da Yuzu bereits beim ersten direkten Feindkontakt blutig zum letzten Speicherpunkt zur\u00fcckgesetzt wird, kommt ungemeine Spannung auf. Zu meinem pers\u00f6nlichen Leidwesen verzichtet <i>Yomawari<\/i> trotzdem nicht auf vergleichsweise billige Jumpscares, wie sie in vielen Horror-Spielen \u00fcblich sind \u2013 etwa wenn eine Hand aus einem Gullideckel nach der Heldin greift oder ein Tier lautstark kreischend aufgeschreckt wird.<\/p>\n<p><b>Was ich nicht sehe, kann mir (hoffentlich) auch nicht wehtun<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85501.jpg\" alt=\"Bild 85501\" style=\"float: right;\">Nun gibt es Mittel und Wege, die Geister zum umgehen. Die wichtigste Methode wird euch bereits im Tutorial vorgestellt und ist eine spannende Abwandlung der bisherigen Versteckm\u00f6glichkeiten: Die meisten Gegner werden nur dann aggressiv, wenn gegenseitiger Blickkontakt besteht. Schlie\u00dft Yuzu also ihre Augen, lassen sie sie in Frieden. Allerdings schr\u00e4nkt dies nat\u00fcrlich sowohl euren Sichtradius sowie euer Lauftempo geh\u00f6rig ein und es bedeutet keineswegs, dass ihr so immun gegen Ber\u00fchrungen seid. Lauft ihr in einen der pulsierenden roten Punkte oder werdet von diesen erwischt, geht es umgehend zum letzten Speicherpunkt zur\u00fcck. Alternativ l\u00e4sst sich die schemenhafte Meute auch mit Hilfsmitteln wie Kieseln oder Papierfliegern ablenken \u2013 \u00fcberraschend viele von ihnen sind sogar derma\u00dfen langsam, dass ihr einfach an ihnen vorbeirennen k\u00f6nnt. Das kann sich nat\u00fcrlich r\u00e4chen, wenn der Geist keinen stark eingegrenzten Patrouillenbereich hat, sondern euch gef\u00fchlt durch die halbe Stadt verfolgt, sobald er euch wittert.<\/p>\n<p><i>Yomawari: Lost in the Dark<\/i> l\u00e4sst euch bei der Erkundung weitestgehend freie Hand. Hier und da finden sich abgesperrte Bereiche, f\u00fcr die ihr erst anderweitig voranschreiten m\u00fcsst, doch insgesamt wird euch ausreichend Auslauf geboten. Damit ihr nicht ganz blindlings durch die Gegend marschiert, sammelt ihr Mementos auf, von denen euch gleich zwei nach Abschluss der Einf\u00fchrung vorgelegt werden. Untersucht ihr diese am Skizzenbuch in Yuzus Zimmer, zeigen sie euch Erinnerungen an gewisse Orte, an denen die Heldin irgendwas verloren zu haben scheint. Zusammen mit immer wieder eingestreuten kleineren Ereignissen in der Stadt stupst euch das Spiel grob in die richtige Richtung, ohne euch zu sehr an die Hand zu nehmen. Au\u00dferdem ist <i>Yomawari<\/I> wieder einmal gn\u00e4dig, wenn es um erzielte Fortschritte geht. Sollte Yuzu das Zeitliche segnen, bleiben s\u00e4mtliche zwischenzeitlich erbeuteten Objekte trotzdem in eurem Inventar und Kartografiefortschritte werden nicht zur\u00fcckgesetzt. Nicht zuletzt k\u00f6nnt ihr euch nach Aktivierung einiger als Speicherpunkt dienenden Jizo-Statuen auch wieder fast jederzeit zwischen diesen teleportieren lassen, um so weitere Laufwege abzuk\u00fcrzen. Das lud mich direkt ein wenig zum Experimentieren ein, denn manche R\u00e4tsel und vor allem die eingestreuten Bossgeister erfordern gern mal wieder etwas Trial &#038; Error, bevor man auf die richtige L\u00f6sung kommt bzw. diese auch tats\u00e4chlich durchf\u00fchren kann.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/5DwlljXoqRc\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe einen schrecklichen Fehler begangen. 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