{"id":506,"date":"2022-10-10T20:00:02","date_gmt":"2022-10-10T20:00:02","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=506","title":{"rendered":"Dorfromantik"},"content":{"rendered":"<p>Die Nachrichten, die wir tagt\u00e4glich im Internet oder der Zeitung lesen, im Fernsehen sehen und im Radio h\u00f6ren m\u00fcssen, vermitteln Weltuntergangsstimmung und sind entsprechend deprimierend. Schon im Jahre 2021 inmitten der Pandemie hat das Entwicklerteam von Toukana Interactive einen perfekten Zeitpunkt gefunden, um seinen neuen Titel <b>Dorfromantik<\/b> zu ver\u00f6ffentlichen. In der heilen Spielewelt legen wir zu entspannter Musik Sechsecke an Sechsecke, die verschiedene Landschaften repr\u00e4sentieren. Kein Wunder, dass das Spiel durch seine Entschleunigung und der Feel-Good-Stimmung damals schnell zu einem \u00dcberraschungshit wurde. Nun erscheint das Game auch auf Nintendo Switch und wir stellen uns wie gewohnt die Frage: Wie funktioniert der Titel auf der tragbaren Konsole?<\/p>\n<p><b>Abtauchen ins Reich der Harmonie und Entspannung<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85465.jpg\" alt=\"Bild 85465\" style=\"float: right;\">Das Spielprinzip habe ich oben schon fast vollst\u00e4ndig erkl\u00e4rt und es ist wirklich sehr simpel: Zu Beginn bekomme ich einen Stapel mit 50 verschiedenen Karten bereitgestellt, kann aber nur die ersten drei sehen. Au\u00dferdem liegt auf der Spielfl\u00e4che bereits eine Startkarte, an die ich jetzt die oberste Karte des Stapels anlegen muss. Dabei kann ich mein neues K\u00e4rtchen beliebig drehen und an eine der sechs Seiten des Ausgangpl\u00e4tchens anlegen, muss aber gleichzeitig darauf achten, dass Fl\u00fcsse und Bahnschienen nicht auf einer Wiese enden. Das ist auch der Kniff des Spiels: Die sechs Seite jeder Karte k\u00f6nnen unterschiedlich aufgebaut sein: So ist die eine H\u00e4lfte beispielsweise mit B\u00e4umen bedeckt und die andere mit kleinen H\u00e4usern. Lege ich also H\u00e4user an H\u00e4user, entsteht langsam ein kleines Dorf, das immer weiter zur gro\u00dfen Stadt anwachsen kann. Kleine Quests, die manchmal \u00fcber neue Karten im Stapel erscheinen, f\u00f6rdern das Ausbauen der einzelnen Gebiete, indem sie bei Erreichen einer bestimmten Mindestzahl an beispielsweise B\u00e4umen in einem Wald, H\u00e4usern in einem Dorf oder Feldern auf einem Acker den Spieler mit neuen Karten f\u00fcr den Stapel belohnen. Denn ist der Stapel erst einmal aufgebraucht, ist das Spiel an dieser Stelle auch schon beendet, sodass ein stetiger Nachschub an neuen Karten durch das Erf\u00fcllen von Quests dringend n\u00f6tig ist, um den Durchgang zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend wird ein Highscore angezeigt, der durch das Legen der Felder und das Erf\u00fcllen der Aufgaben immer weiter ansteigt. Besonders viele Punkte gibt es f\u00fcr \u201eperfekte\u201c Felder, die nur entstehen, wenn alle Seiten der Karte an identische Seiten von anderen Karten angrenzen. An allen Stellen, an denen die Karte bewaldet ist, m\u00fcssen so B\u00e4ume auf den benachbarten Karten stehen, also beispielsweise B\u00e4ume an B\u00e4ume, Wiesen an Wiesen. Au\u00dferdem kann man nach Erledigen einer regul\u00e4ren Quest weiter Punkte absahnen, indem der jeweilige Wald, die entsprechende Stadt usw. auch noch zus\u00e4tzlich vervollst\u00e4ndigt wird, bis sie sich n\u00e4mlich nicht mehr erweitert l\u00e4sst und damit komplett abgeschlossen ist. F\u00fcr die Langzeitmotivation sorgen \u00fcbrigens noch Herausforderungen: Quer auf der Spielfl\u00e4che verteilt befinden sich unsichtbare, vordefinierte Felder, die man nicht im eigenen Stapel finden kann. Diese neuen Karten bieten ebenfalls Quests an, die beim Erledigen aber nicht nur die verdienten Punkte gutschreiben, sondern auch das K\u00e4rtchen freischalten und in den Stapel mischen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem lockt das Spiel mit einem Achievement-System, das ebenfalls neue Felder bereith\u00e4lt, sowie verschiedenen Modi. Wer nach dem klassischen Spiel trotz leerem Stapel weiter an seiner Landschaft bauen will, kann einfach den Kreativmodus aktivieren und fortfahren. Au\u00dferdem gibt es einen schnellen Modus mit nur 25 K\u00e4rtchen, das entgegen den normalen Regeln nach 75 gelegten Karten endet. Auch ein schwieriger Modus fordert durch eine verringerte Quest-Anzahl sowie komplexere Feldern die grauen Zellen und verzeihen Fehler im Legen nicht so einfach, auch wenn hier immerhin eine R\u00fcckg\u00e4ngig-Funktion den letzten Zug umkehrbar macht. Im monatlichen Modus treten dagegen alle Spieler mit einem festgelegten Stapel an Karten an und k\u00f6nnen sich dort gegenseitig messen. Und wer lieber seinen eigenen Modus zusammenstellen will, kann das auch machen und einen eigenen Seed mit verschiedenen Einstellungen hinsichtlich H\u00e4ufigkeiten und Kartenlimits konfigurieren.<\/p>\n<p><b>Touch-Eingabe? Ja, aber auch nein<\/b><br \/>\nAuf der Switch stehen gleich zwei verschiedene Steuerungsm\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung. Das Spiel l\u00e4sst sich \u00fcber den Touchscreen und den klassischen Controller-Eingaben bedienen. Mit den Tasten ist <i>Dorfromantik<\/i>gewohnt gut bedienbar &#8211; f\u00fcr den PC haben die Entwickler n\u00e4mlich bereits eine Controller-Steuerung implementiert, die recht gut funktioniert. Anhand der Kameraposition kann das Spiel erahnen, an welche Position die Karte gesetzt werden soll. Dadurch spielt es sich schon recht pr\u00e4zise, aber an die Genauigkeit der Maussteuerung kommt der Titel trotzdem nicht heran. Die Touchsteuerung w\u00e4re hier eine gute M\u00f6glichkeit gewesen, die St\u00e4rken der Switch gut zu nutzen, doch leider gibt es keine Option, durch ein doppeltes Tippen das jeweilige Feld auch zu platzieren. So kann nur das aktuelle K\u00e4rtchen durch die Gegend bewegt und die Men\u00fcs bedient werden &#8211; schade! Zumindest die Grafik kann problemlos mit der PC-Version mithalten und die handgezeichneten Texturen geben zusammen mit der Pappkarton-Optik ein sch\u00f6n stimmiges Bild ab. Kleine Details wie Schiffchen, die auf den gebauten Fl\u00fcssen auf und ab schippern, eine kleine Lok, die die gelegten Schienen abf\u00e4hrt, oder Rehe, die durch die weiten Wiesen stolzieren, geben ihr \u00dcbriges. Auch die Musik wei\u00df durch langsame und ruhige Tracks zu \u00fcberzeugen, doch w\u00e4ren da nicht vereinzelte St\u00fccke, die etwas flotter und aufregend sind, was etwas deplatziert wirkt.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/08QsLhAyOgw\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nachrichten, die wir tagt\u00e4glich im Internet oder der Zeitung lesen, im Fernsehen sehen und im Radio h\u00f6ren m\u00fcssen, vermitteln Weltuntergangsstimmung und sind entsprechend deprimierend. 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