{"id":504,"date":"2022-09-14T17:00:36","date_gmt":"2022-09-14T17:00:36","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=504","title":{"rendered":"Two Point Campus"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem die Regierung von Two Point County schon das Gesundheitswesen in Grund und Boden gewirtschaftet hat und wir in <i>Two Point Hospital<\/i> (<a href=https:\/\/www.planetswitch.de\/test\/389-review-two-point-hospital.html>zum Test<\/a>) als Leitung diverser Krankenh\u00e4user eingreifen mussten, um den Kampf gegen allerlei merkw\u00fcrdige Krankheiten wie Topfschmerzen und Rock-and-Rollitis aufzunehmen, steckt das Land schon wieder in der Krise: Die \u00f6rtlichen Universit\u00e4ten haben ihren Glanz verloren und das Bildungssystem droht zu kippen. Also raus aus dem Arztkittel und hinein in die Professoren-Robe: In <b>Two Point Campus<\/b> werden Nachhilfestunden erteilt &#8211; auch f\u00fcr das Entwicklerteam!<\/p>\n<p><b>Bescheidene Anf\u00e4nge \u2026<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85433.jpg\" alt=\"Bild 85433\" style=\"float: right;\">W\u00e4hrend wir in <i>Two Point Hospital<\/i> noch ganze 15 Krankenh\u00e4user zu Ruhm und Reichtum f\u00fchren mussten, m\u00fcssen nun zw\u00f6lf Universit\u00e4ten vor dem Ruin bewahrt werden. Aber vielleicht entspricht weniger Quantit\u00e4t auch einer h\u00f6heren Qualit\u00e4t? Das erste Level verschl\u00e4gt uns ins gem\u00e4chliche Freshleigh Meadows, das sich dank seiner fehlenden Komplexit\u00e4t perfekt f\u00fcr einen seichten Einstieg eignet. W\u00e4hrend das Tutorial vor sich hin pl\u00e4tschert und wir uns um die grundlegendsten Einrichtungen wie einem H\u00f6rsaal, einer Bibliothek und einem Wissenschaftslabor k\u00fcmmern, wird monatlich ordentlich Knete in die Kasse gesp\u00fclt, sodass entspannt herumexperimentiert werden kann. Das Spielprinzip ist im Vergleich zum Vorg\u00e4nger recht gleich geblieben, doch statt \u00c4rzten besch\u00e4ftigen wir jetzt Lehrkr\u00e4fte, die sich nicht um Patienten, sondern um Studierende k\u00fcmmern. Diese zahlen monatlich Studiengeb\u00fchren, d\u00fcrfen aber w\u00e4hrend des Semesters auf dem Campus leben. Also liegen nicht nur die R\u00e4umlichkeiten der Lehre in unserer Verantwortung, sondern auch Schlafs\u00e4le, Badezimmer, Duschen und Aufenthaltsr\u00e4ume &#8211; eben alles, was man so auf einem Campus braucht. Hinzu kommen sp\u00e4ter noch eigene Zimmer f\u00fcr Nachhilfe, Seelsorge, eine hauseigene Klinik sowie studiengangspezifische Einrichtungen wie ein VR-Labor, eine Roboterfertigung oder verschiedene K\u00fcchen.<\/p>\n<p>Ziel jedes Levels ist das Erreichen von maximal drei Sternen, wobei auch schon einer ausreicht, um die n\u00e4chste Uni freizuschalten. So kann man selbst entscheiden, wie viel Zeit und Energie man in die Universit\u00e4t stecken will &#8211; oder den ausf\u00fchrlichen Ausbau einer Uni lieber auf einen sp\u00e4teren Zeitpunkt verschiebt. Und die nachfolgenden Orte haben einiges zu bieten: In Piazza Lanatra dreht sich alles ums Kochen, in der Mitton University &#8211; die man schon aus <i>Two Point Hospital<\/i> kennt &#8211; werden Roboter gebaut und im alten Schloss Noblestead wird die Ritterlichkeit unterrichtet und zu Duellen gerufen. Das zieht sich auch noch durch die restlichen Level und so gibt es jedes Mal neue Herausforderungen sowie eigene Mikrokosmen, durch die die Studierenden geleitet werden, bevor sie ihren hei\u00df ersehnten Abschluss machen k\u00f6nnen. Der Weg dorthin ist n\u00e4mlich alles andere als einfach. Noten spielen nat\u00fcrlich eine wichtige Rolle und wer nicht genug lernt, muss das Studium abbrechen. Aber das Spiel nimmt es sogar noch ernster: Die Motivation eines Studenten wird durch die Faktoren Unterhaltung, Gesundheit, Hunger, Durst, Energie, Harndrang und K\u00f6rperpflege beeinflusst &#8211; <i>Die Sims<\/i> l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen! Das f\u00fchrt zu der leider viel zu realistischen M\u00f6glichkeit, dass die Studierenden trotz guter Noten die Uni verlassen &#8211; da hilft nur die bereits angesprochene Seelsorge, um das Ruder noch rechtzeitig herumzurei\u00dfen. Aber nicht nur die genannten Bed\u00fcrfnisse spiegeln die essentielle Stimmung unserer Studenten wider: Auch die Umgebung und das Campusleben sind ma\u00dfgeblich daf\u00fcr verantwortlich, wie es ihnen geht. Dabei spielt auch wieder die Temperatur eine wichtige Rolle. So m\u00fcssen R\u00e4ume entsprechend aufgeheizt oder abgek\u00fchlt werden, um das perfekte Lernklima herzustellen. Und wer geht schon gerne auf eine herk\u00f6mmliche Toilette? Golden muss sie sein! Auch beim Thema Deko sind die Studierenden ein hohes Niveau gewohnt und so gilt es wieder jeden Zentimeter an Zimmer mit Postern zu tapezieren, um das Zimmer-Prestige und die Umgebungswertung in die H\u00f6he zu treiben. Hausmeister m\u00fcssen sich erneut ums Gie\u00dfen der Pflanzen und ums Aufr\u00e4umen von M\u00fcll, den unsere Studenten zu gerne fallen lassen und die aufgestellten M\u00fclleimer einfach ignorieren, k\u00fcmmern. Auch die Weiterbildung ist wieder mit am Start, sodass alle Angestellten verbessert werden k\u00f6nnen oder etwas komplett Neues lernen.<\/p>\n<p><b>\u2026 knifflige Fortschritte \u2026<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85430.jpg\" alt=\"Bild 85430\" style=\"float: left;\">Sp\u00e4ter im Spiel ist die Schonfrist vorbei und das Spiel schickt immer wieder Invasoren auf den Campus, die Gegenst\u00e4nde sabotieren und miese Laune verbreiten. Da hilft nur ein gezielter Schuss aus der Wasserpistole, die die speziell ausgebildeten Hausmeister immer bereit halten, um ungebetene G\u00e4ste zu vertreiben. Doch auch Fl\u00fcche und Krankheiten suchen die Studierenden heim, sodass die Noten immer weiter absinken und die Motivation zu lernen verfliegt. Hier muss dann ordentlich jongliert werden: Geld f\u00fcr Seelsorger und \u00e4rztliche Behandlung hier, Marketingausgaben da und eine fette Party f\u00fcr den kompletten Campus, um die Stimmung w\u00e4hrend solcher Krisen oben zu halten. Besonders die Aufstockung des Mitarbeiterstabs geht dabei ordentlich ins Geld, sodass schnell das Budget aufgebraucht ist. Kurzfristig hilft ein Kredit aus, doch die dadurch entstehenden Zinszahlungen m\u00fcssen ab jetzt einkalkuliert werden. Dabei ist die Planung gar nicht so einfach: Die verf\u00fcgbare Finanz\u00fcbersicht umfasst nur die einzelnen Jahre und erst der monatliche Einkommensbericht gibt eine bessere Aufschl\u00fcsselung, in welche Richtung sich die Uni entwickelt. W\u00e4re da nicht der mysteri\u00f6se \u201eERF-Bonus\u201c (im Englischen \u201eBonus XP\u201c), der durch verschiedene Aktionen generiert wird und am Ende einen gro\u00dfen Unterschied ausmachen kann, was die Finanzen angeht, aber eben nicht wirklich durchsichtig ist, wie dieser entsteht.<\/p>\n<p>Ein komplett neues Gameplay-Element ist der Au\u00dfenbereich. W\u00e4hrend man in <i>Two Point Hospital<\/i> noch auf die Geb\u00e4ude selbst beschr\u00e4nkt war, lassen sich nun auch die Gehwege und Wiesen bebauen. Das ist besonders hilfreich bei sperrigen Club-Gegenst\u00e4nden, die den Studierenden bestimmte Boni geben. Wie beispielsweise der Power-Napping-Club, der allen Mitgliedern die F\u00e4higkeit gibt, \u00fcberall auf dem Campus einzuschlafen, um dadurch die Energie aufzuf\u00fcllen und so den Weg zum eigenen Zimmer erspart. Aber die Stapel an Kissen und der Schilderwald w\u00fcrden schnell die engen G\u00e4nge verstopfen, sodass drau\u00dfen die Gr\u00fcnfl\u00e4che genutzt werden kann. Bestimmte Bestandteile des Studiums wie der Turnierplatz f\u00fcr die angehenden Ritter k\u00f6nnen nur im Freien platziert werden und erstmals ist auch das selbstst\u00e4ndige Errichten von Mauern m\u00f6glich, sodass die einzelnen Geb\u00e4ude der Uni selbst vergr\u00f6\u00dfert, verkleinert oder gar ausgelagert werden k\u00f6nnen. Im besten Fall sollte man auch hier ein vern\u00fcnftiges Mittelma\u00df finden und nicht s\u00e4mtliche Gr\u00fcnfl\u00e4che einbetonieren.<\/p>\n<p><b>\u2026 und der Absturz!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85431.jpg\" alt=\"Bild 85431\" style=\"float: right;\">Ein wahres \u00c4rgernis waren und sind aber leider weiterhin die Crashes, die das Spiel mitten im vertieften Aufbau der Uni unsanft beenden. Gl\u00fccklicherweise gibt es eine sehr praktische Autospeicher-Funktion, doch frustig bleiben die Abst\u00fcrze alle mal und die Ladezeiten sind zu allem \u00dcberfluss auch nicht gerade kurz. Ein dauerhafter Klotz am Bein ist dann noch die Performance: Zwar wurde schon f\u00fcr die Portierung an vielen Details gespart &#8211; beim Einstellen neues Personals fehlen beispielsweise die Portraits der Personen &#8211; und die Texturen der Objekte sind stellenweise sehr grob, doch wirklich fl\u00fcssig wirkt das Bild nur extrem selten. Auch hier kann ich der Pause-Funktion des Spiels nur dankbar sein, denn diese rettet die Frames besonders bei gro\u00dfen Unis gerne \u00fcber den Berg. Weniger nervig, aber nichtsdestotrotz vorhanden sind immer wieder auftretende Probleme beim Platzieren von Gegenst\u00e4nden: Das Spiel pr\u00fcft vor der Platzierung, ob durch das neue Objekte andere blockiert werden und zeigt den Fehler dann an. Leider schl\u00e4gt das System hier oft falsch an und zusammen mit der etwas merkw\u00fcrdigen Steuerung, die f\u00fcr das Bedienen der einzelnen Men\u00fcs zust\u00e4ndig ist, stellen sich \u00f6fters nervige Momente ein. Spielbar bleibt das Game zwar die ganze Zeit, aber im Vergleich zur fluffigen PC-Version bleibt nur der neidische Blick auf eben diese Version.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem die Regierung von Two Point County schon das Gesundheitswesen in Grund und Boden gewirtschaftet hat und wir in Two Point Hospital (zum Test) als Leitung diverser Krankenh\u00e4user eingreifen mussten, um den Kampf gegen allerlei merkw\u00fcrdige Krankheiten wie Topfschmerzen und Rock-and-Rollitis aufzunehmen, steckt das Land schon wieder in der Krise: Die \u00f6rtlichen Universit\u00e4ten haben ihren [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":20369,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-504","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/504","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/20369"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=504"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/504\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=504"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=504"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=504"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}