{"id":498,"date":"2022-08-05T15:00:01","date_gmt":"2022-08-05T15:00:01","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=498","title":{"rendered":"Cleo: A Pirate&#8217;s Tale"},"content":{"rendered":"<p>Noch bevor Guybrush Threepwood endlich das Geheimnis von Monkey Island l\u00fcften darf, segelt bereits ein anderes Piratenabenteuer auf die Switch. Eindeutig inspiriert von eben jenem Adventure-Klassiker sowie einer Hand voll weiterer Titel und doch ein eigenst\u00e4ndiges Erlebnis, das ist <b>Cleo: A Pirate\u2019s Tale<\/b>. Mit einem charmanten Pixellook, reichlich Witz und Charme sowie einer kompletten, deutschen Vertonung will das einstige PC-Adventure nun auch auf der Switch begeistern. Und, so viel kann ich vorwegnehmen, das tut es auch.<\/p>\n<p><b>Ein Abenteuer wie aus dem Buche<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85302.jpg\" alt=\"Bild 85302\" style=\"float: left;\">Denn Titelheldin Cleo bekommt es sehr fr\u00fch mit einem Geist zu tun! Ha, versteht ihr? BeGEISTern? Okay, der Reihe nach: Als Tochter eines Barmanns sehnt sich die aufgeweckte Heldin nach nichts sehnlicher als selber auf Abenteuer zu gehen, wie es Captain Cabeca aus den \u201eEntwenden und Entwischen\u201c-B\u00fcchern tut. Und wer kann es ihr angesichts ihres Alltags ver\u00fcbeln? Sie hilft ihrem Papa dabei aus, Trunkenbolde mit Alkohol zu versorgen, oder muss dem Koch des Etablissements bei der Zubereitung einer besonders fischhaltigen Suppe zur Hand gehen. Doch das Schicksal findet immer einen Weg \u2013 hier in Form einer abgetrennten Hand, die mitsamt eines Buches von einem Suppenfisch verschlungen wurde. Als pl\u00f6tzlich aus dem B\u00fcchlein ein Geist erscheint und die K\u00fcche verw\u00fcstet, wird Cleo von ihrem erbosten Vater \u2013 der von der Erscheinung nat\u00fcrlich nichts mitbekam \u2013 auf den Kahn des Fischers Butthair Pete verdonnert. Und somit beginnt ein Abenteuer auf hoher See, das mit seinen rund drei bis f\u00fcnf Stunden Spielzeit zwar recht kompakt ausf\u00e4llt, daf\u00fcr jedoch spannend und unterhaltsam aufgezogen ist.<\/p>\n<p>Jedes der Kapitel schickt euch an eine Hand voll Schaupl\u00e4tze, die ihr gr\u00fcndlich nach hilfreichen Objekten und Hinweisen zu durchk\u00e4mmen habt. In der Regel wird euch bei der Ankunft an einer neuen Ortschaft direkt eine Aufgabe gestellt, deren Bew\u00e4ltigung gerne mal das L\u00f6sen anderer R\u00e4tsel voraussetzt. Was zun\u00e4chst nach einer Hand voll zusammenhangloser Probleme aussieht, erweist sich schnell als einzelner Aufgabenstrang \u2013 das macht <i>Cleo: A Pirate\u2019s Tale<\/i> bedeutend linearer, st\u00f6rte mich jedoch nicht. Vielmehr begeisterte mich, wie unterhaltsam die R\u00e4tsel zu knacken sind, auch wenn sie vom Schwierigkeitsgrad her auf einem eher moderaten bis einfachen Niveau bleiben. Ich m\u00f6chte an dieser Stelle selbstverst\u00e4ndlich nicht zu viel vorwegnehmen, aber auszut\u00fcfteln, wie man scheue Pilze einkassiert oder wie man mit Hilfe eines an alte LucasArts-Kopierschutzmethoden angelehnten Coderads den Namen bestimmter Personen ermittelt, machte mir ungemeine Freude.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85303.jpg\" alt=\"Bild 85303\" style=\"float: right;\">Zudem h\u00e4lt sich im Umkehrschluss auch der Frust stark in Grenzen. Die Areale von <i>Cleo<\/i> sind allesamt \u00fcberschaubar gro\u00df, allzu viele Interaktionspunkte gibt es nicht. Daraus zu ermitteln, was wie wichtig sein k\u00f6nnte und wo sich ben\u00f6tigte Objekte befinden, ist also trotz fehlender Hotspot-Funktion moderner Adventures ein Kinderspiel. Auch das Inventarmanagement wurde gut gel\u00f6st: Ihr k\u00f6nnt jederzeit sowohl ein Dokument als auch einen regul\u00e4ren Gegenstand ausr\u00fcsten und \u00fcber die Y- bzw. B-Taste verwenden. Verwendungsgegenst\u00e4nde lassen sich dabei leider nur an der richtigen Stelle anwenden, schnippische Kommentare \u00fcber die ausbleibenden Anwendungsm\u00f6glichkeiten d\u00fcrft ihr hier also keine erwarten. Das bedeutet jedoch nicht, dass es dem Spiel an am\u00fcsanten Beschreibungen mangelt \u2013 nur finden sich diese eher im Inventar, wo Cleo etwa dar\u00fcber sinniert, warum sie \u00fcberhaupt ein von einer anderen Person ausgespucktes Bonbon in ihre Taschen gestopft hat.<\/p>\n<p><b>Old-School-Kunst mit modernen Tugenden<\/b><br \/>\n\u00dcberhaupt \u00fcberzeugt <i>Cleo: A Pirate\u2019s Tale<\/i> vor allem in puncto Charme. Die im Pixellook gestalteten Umgebungen sind h\u00fcbsch ausstaffiert und auch die Charaktere mit ihren verspielten Animationen k\u00f6nnen sich sehen lassen. Nicht zuletzt begeisterte mich die deutsche Vertonung des Spiels. Jede Dialogzeile wird erstklassig vorgetragen und tr\u00e4gt so viel zur unterhaltsamen Atmosph\u00e4re des Adventures bei. Mein pers\u00f6nlicher Favorit ist hierbei ein gewisser Paketbote, dessen Sprecher einmalig die Absurdit\u00e4t der Situation her\u00fcberbringt. Ach, eigentlich ist besagter Paketbote an sich meine Lieblingsfigur. Aber ich m\u00f6chte euch nicht zu viel vorwegnehmen!<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/JtfE4mreUWs\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch bevor Guybrush Threepwood endlich das Geheimnis von Monkey Island l\u00fcften darf, segelt bereits ein anderes Piratenabenteuer auf die Switch. Eindeutig inspiriert von eben jenem Adventure-Klassiker sowie einer Hand voll weiterer Titel und doch ein eigenst\u00e4ndiges Erlebnis, das ist Cleo: A Pirate\u2019s Tale. 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