{"id":496,"date":"2022-07-21T07:15:00","date_gmt":"2022-07-21T07:15:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=496","title":{"rendered":"Bright Memory: Infinite Gold Edition"},"content":{"rendered":"<p>Shooter auf der Switch sind immer so eine Sache. Entweder fallen sie richtig gut aus oder sind einfach nur grausam zu spielen. Dabei gibt es mehrere kritische Punkte, die sich auf einem leistungsm\u00e4\u00dfig eher beschr\u00e4nkten System wie der Switch die Waage halten m\u00fcssen: Die Bildrate, die Steuerung (vor allem in Hinsicht auf Bewegungssteuerung!), sowie die Grafik. Heute haben wir ausnahmsweise mal einen Kandidaten, der diese drei Kategorien mit Bravour meistert, daf\u00fcr aber seine ganz eigenen Schw\u00e4chen mitbringt. <b>Bright Memory: Infinite<\/b> hat zudem eine recht interessante Entwicklungsgeschichte und geh\u00f6rt zu den Titeln, die ich pers\u00f6nlich nie auf der Nintendo Switch erwartet h\u00e4tte. Genaueres dazu gibt es im nachfolgenden Kurztest.<\/p>\n<p><b>Ein Dev (und jetzt ein paar Helfer), sie zu knechten<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85273.jpg\" alt=\"Bild 85273\" style=\"float: right;\">Unser heutiger Testkandidat fand seinen Ursprung als kleine \u201eextended demo\u201c auf Steam. Dort stand im Grunde schon das Kernkonzept, allerdings beinhaltete das urspr\u00fcngliche Spiel <i>Bright Memory<\/i> nur wenige Abschnitte, die in unter einer Stunde auch schon wieder vorbei waren. Das erfrischende Gameplay gepaart mit der schicken Optik sorgten aber f\u00fcr derma\u00dfen viel Furore in der Branche, dass der Einzelentwickler (!) hinter FYQD Studio aus China sich daf\u00fcr entschied, daraus etwas gr\u00f6\u00dferes zu machen, jedoch nun mit ein paar unterst\u00fctzenden Entwicklern. Das f\u00fchrte dann sogar dazu, dass Microsoft kr\u00e4ftig f\u00fcr das Spiel warb, dass Nvidia anhand des Spiels das damals noch bahnbrechende Raytracing demonstrierte, und, und, und. Wenn ihr mich fragt, ein ziemlich wilder Werdegang f\u00fcr ein kleines, aber technisch extrem versiertes Indie-Projekt.<\/p>\n<p><b>Action at its best<\/b><br \/>\n\u201eSch\u00f6ner Vortrag, doch was ist <i>Bright Memory: Infinite<\/i> nun \u00fcberhaupt?\u201c Nun, bei diesem kleinen, aber feinen Titel handelt es sich im Kern um einen Ego-Shooter. Das Spiel streut aber dazu noch eine ordentliche Prise Nahkampfaction mit ein, was das Erlebnis geh\u00f6rig aufwertet und so in dieser Form selten zu finden ist. Protagonistin Shelia &#8211; ihres Zeichens Geheimagentin &#8211; tr\u00e4gt n\u00e4mlich neben bis zu vier Ballerm\u00e4nnern auch ihr treues Schwert mit sich herum. Mit dieser t\u00f6dlichen Kombo kann man allerlei fiese Sachen anstellen, da sich zu allem \u00dcberfluss noch eine Art telekinetisches Gadget dazu gesellt, mit dem Shelia etwa sich selbst oder Gegner in die Luft schleudern, diese zu sich ziehen oder auch wegsto\u00dfen kann. Schmei\u00dft man das alles innerhalb der ersten 30 Minuten auf den Spieler, k\u00f6nnte man unter Umst\u00e4nden schon mal etwas \u00fcberfordert sein. Man wird jedoch Schritt f\u00fcr Schritt an die vielseitigen Mechaniken herangef\u00fchrt und lernt durchs freie Herumexperimentieren schnell dazu.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85271.jpg\" alt=\"Bild 85271\" style=\"float: left;\">Nun ein paar Worte zur Geschichte: Fertig, reicht dann auch. Die Hintergrundgeschichte ist n\u00e4mlich sehr kurz &#8211; die Betonung liegt auf \u201esehr\u201c, und auf \u201ekurz\u201c. Je nach Schwierigkeit und K\u00f6nnen variiert die Spieldauer nat\u00fcrlich, im Schnitt kann man aber sagen, dass nach zwei Stunden schon Schluss ist. Dementsprechend belanglos f\u00e4llt die Story aus, in der wir im Prinzip die Welt vor einer Naturkatastrophe gigantischen Ausma\u00dfes und einem wahnsinnigen Antagonisten retten m\u00fcssen, der au\u00dferdem irgendwelche mythischen Kr\u00e4fte besitzt und wodurch einen pl\u00f6tzlich irgendwelche muskul\u00f6sen Wesen aus der asiatischen Mythologie angreifen\u2026 Stellt besser keine Fragen. Die Geschichte ist aber auch ehrlich gesagt nicht so wichtig und eher Beiwerk. Das gro\u00dfe Plus dieses Titels ist der Fakt, dass einem ein kurzweiliges, knackiges Action-Spektakel um die Ohren gepfeffert wird.<\/p>\n<p><b>Und technisch?<\/b><br \/>\nTop, muss man einfach sagen. Wie bereits erw\u00e4hnt galt die PC-Version als technische Meisterleistung und strotzte daher nur so vor cineastischen Effekten. Ich war daher etwas in Sorge um die Switch-Version, aber auch irgendwie zuversichtlich und neugierig. Entt\u00e4uscht wurde ich keineswegs. Klar, die Optik hat schon einstecken m\u00fcssen, vor allem was die Texturen angeht. In Sachen Aufl\u00f6sung und Geometrie, aber auch beim allgemeinen Stimmungsbild ist daf\u00fcr aber erstaunlich viel \u00fcbrig geblieben. Eine verpixelte Katastrophe wie bei der Switch-Portierung von <i>Crysis Remastered<\/i> (<a href=https:\/\/www.planetswitch.de\/test\/473-review-crysis-remastered-trilogy.html>zum Test<\/a>) muss man hier nicht bef\u00fcrchten, eher das Gegenteil. Lediglich die Vegetation und die Texte sind sehr verpixelt und letztere sogar noch sehr klein und somit grenzwertig unleserlich. Viel zu Lesen gibt es aber ohnehin nicht &#8211; geschenkt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85274.jpg\" alt=\"Bild 85274\" style=\"float: right;\">Die Steuerung f\u00e4llt hier ebenfalls sehr gelungen aus. Standardm\u00e4\u00dfig ist alles bereits gut eingestellt und sorgt f\u00fcr einen ordentlich Spielfluss. Das Gyro-Aiming aktiviert hier vor allem nur, wenn man \u00fcber Kimme und Korn zielt und wird einem nicht direkt permanent aufgezwungen. Wer will, kann aber nach Belieben an den Optionen herumjustieren und die Bewegungssteuerung dauerhaft aktivieren. Diese Qualit\u00e4t zieht sich auch durch den Rest der Pr\u00e4sentation. Die Klangkulisse ist stets dicht und antreibend, und hat nat\u00fcrlich auch ein paar asiatische Akzente. Wirklich angetan hat es mir aber das wuchtige Geballere. Hier habe ich bisher nur einmal etwas vergleichbares erlebt, n\u00e4mlich in <i>Apex Legends<\/i>. Irgendwie sorgt der Mix aus Soundeffekten, leichtem Motion Blur und R\u00fccksto\u00df f\u00fcr ein seltsam befriedigendes Erlebnis.<\/p>\n<p>Trotz all der Positivpunkte l\u00e4uft das Gesehene im Handheld-Modus durchweg fl\u00fcssig, und das bei einer recht stabilen und relativ gesehen hohen Aufl\u00f6sung. Lediglich im Dock zeigte sich die Bildrate hier und da etwas bockig, was aber auch nur bedingt st\u00f6rt. St\u00f6render war da schon eine andere Kuriosit\u00e4t, denn ausgerechnet das Aufsammeln von Munition kommt mit einer ordentlichen Verz\u00f6gerung daher. Ich kann mir vorstellen, dass es sich hierbei noch um einen Bug handelt, der mit einem sp\u00e4teren Update behoben wird. Auch die Ladezeiten beim Ableben der Hauptfigur sind f\u00fcr meinen Geschmack etwas zu lang. Hier wird scheinbar der gesamte Abschnitt jedes Mal neu geladen, obwohl er sich vor dem Blackscreen schon im Speicher befand \u2013 merkw\u00fcrdig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shooter auf der Switch sind immer so eine Sache. Entweder fallen sie richtig gut aus oder sind einfach nur grausam zu spielen. 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