{"id":491,"date":"2022-07-01T15:00:21","date_gmt":"2022-07-01T15:00:21","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=491","title":{"rendered":"Yurukill: The Calumniation Games"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85181.jpg\" alt=\"Bild 85181\" style=\"float: left;\">Niemand sitzt gern f\u00fcr etwas im Gef\u00e4ngnis, f\u00fcr das man nicht verantwortlich ist. In der Welt von <b>Yurukill: The Calumniation Games<\/b> gibt es f\u00fcr solche Leute aber zumindest eine zweite Chance. F\u00fcnf Teams treten in einem Spiel an, in dem die H\u00e4ftlinge f\u00fcr ihre Freiheit k\u00e4mpfen m\u00fcssen. Doch nat\u00fcrlich gibt es dabei gewisse Risiken, die dieses Kunstst\u00fcck alles andere als einfach machen. Eine derartige Pr\u00e4misse verspricht auf jeden Fall bereits spannenden Stoff und das kommt auch nicht von ungef\u00e4hr. F\u00fcr das Projekt von Shoot \u2019em Up-Schmiede G.rev und dem Team von Izanagi Games schrieb n\u00e4mlich Manga-Autor Homura Kawamoto (<i>Kakegurui: Das Leben ist ein Spiel<\/I>) das Szenario. Nur leider helfen die besten Grundvoraussetzungen nicht, wenn das Spiel an sich dank diverser M\u00e4ngel zur Geduldsprobe wird.<\/p>\n<p><b>Vergebung oder Tod?<\/b><br \/>\nIhr startet <i>Yurukill<\/i> aus der Perspektive von Sengoku Shinju, der f\u00fcr Brandstiftung und mehrfachen Mord in Haft sitzt. Er ist sich jedoch trotz der Beweislage sicher, unschuldig zu sein. Wie das Schicksal es so will, wird er von einer geheimnisvollen Gruppe auf eine Insel verschleppt, auf der das Yurukill-Land stationiert ist \u2013 ein Themenpark mit gef\u00e4hrlichen Attraktionen, f\u00fcr deren Bew\u00e4ltigung es Aussicht auf die notwendigen Beweise f\u00fcr einen Freispruch gibt. Sengoku ist jedoch nicht allein auf dem Weg zum Eiland: F\u00fcnf weitere Str\u00e4flinge sowie f\u00fcnf sogenannte Vollstrecker sind ebenfalls an Bord, die elfk\u00f6pfige Truppe in f\u00fcnf Teams aufgeteilt. Die Vollstrecker sollen Str\u00e4flinge in Schach halten und k\u00f6nnen deren Leben auf Knopfdruck beenden. Umgekehrt winkt den W\u00e4rtern die Aussicht darauf, einen beliebigen Wunsch gew\u00e4hrt zu bekommen. Zusammenarbeit lohnt sich also auch f\u00fcr sie. Und mit diesem Kr\u00e4fteungleichgewicht unter den Teilnehmern steigt ihr nach einer kurzen Intro-Sequenz in die erste Attraktion ein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85183.jpg\" alt=\"Bild 85183\" style=\"float: right;\">Diese Ausgangslage zog mich direkt in den Bann und speziell der Verlauf der ersten Kapitel hielt mich entsprechend gut bei Laune. Ihr spielt n\u00e4mlich auch die anderen Teams und erfahrt nach und nach, was es mit all den Pers\u00f6nlichkeiten genau auf sich hat. Leider verliert die Handlung der rund zehn bis zw\u00f6lf Stunden langen Erz\u00e4hlung in der zweiten H\u00e4lfte gef\u00fchlt an Schwung und auch wenn mich die schlussendliche Aufl\u00f6sung zufriedenstellte, wirkte das Resultat auf mich doch dezent abgedroschen. Zum eher m\u00e4\u00dfigen Eindruck tragen auch die Texte bei. So ist es zwar l\u00f6blich, dass es zu der japanischen Sprachausgabe deutsche Untertitel gibt, nur finden sich durchgehend Zeichen- und \u00dcbersetzungsfehler sowie in seltenen F\u00e4llen auch fehlende oder falsch eingesetzte Textteile. Das ist schon bei einer reinen Erz\u00e4hlung frustrierend, doch <i>Yurukill<\/i> ist zum Teil auch ein Adventure.<\/p>\n<p><b>Die Wunderwelt des Yurukill-Lands<\/b><br \/>\nJedes Kapitel folgt einem vergleichbaren Muster: Ihr werdet in ein \u00fcberschaubares Gebiet mit in der Regel drei R\u00e4umen eingepfercht, l\u00f6st hier alle Knobeleien und geht dann in den n\u00e4chsten Abschnitt \u00fcber. Das wiederholt sich im Dreh zweimal und schon steht ihr vor dem Abschlusskampf des Kapitels. Die R\u00e4umlichkeiten werden dabei per Cursor erkundet, der kurioserweise nur mit dem Analogstick gesteuert werden kann und sich nach jeder Aktion in die Mitte des Bildschirms zur\u00fccksetzt. Toucheingaben werden nicht unterst\u00fctzt. Wirklich viele Objekte gibt es jedoch nicht zu betrachten, selbst wenn ein Gebiet mehr potenziell interessante Elemente bietet. Ihr d\u00fcrft wirklich nur das anklicken, was f\u00fcr den Spielfortschritt notwendig ist. Das senkt nat\u00fcrlich den Frust bei der Hinweissuche, hemmt jedoch die Erkundungsfreude.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85185.jpg\" alt=\"Bild 85185\" style=\"float: left;\">Um ein wenig Kopfarbeit kommt ihr schlussendlich trotzdem nicht herum und da liegt die gr\u00f6\u00dfte Schw\u00e4che von <i>Yurukill<\/i>: Die R\u00e4tseleinlagen sind schlichtweg nicht gut. Prinzipiell werden euch zahlreiche kleinere Logikaufgaben gestellt, wie sie auch aus der <i>Zero Escape<\/i>-Reihe stammen k\u00f6nnten. Praktisch bin ich jedoch gef\u00fchlt nur bei der H\u00e4lfte der Puzzles auch auf den Gedankengang der Autoren gekommen \u2013 in wenigen F\u00e4llen verstand ich sogar nach zuf\u00e4lliger L\u00f6sung der Aufgabe nicht, was eigentlich von mir verlangt war. Immerhin bietet euch das Spiel drei optionale Tipps an, f\u00fcr deren Nutzung ihr nicht einmal in irgendeiner Form bestraft werdet, doch selbst diese halfen mir nicht immer. Beim stichprobenartigen Wechsel zur englischen Textversion fiel mir auf, dass manche Anweisungen in besagter \u00dcbersetzung dezent klarer sind als in der deutschen Version, doch manchmal brachte mich selbst das nicht weiter. Und all das setzt voraus, dass ich \u00fcberhaupt Einblick in die entsprechenden Gegenst\u00e4nde sowie ihre Details habe. Gerade in der zweiten H\u00e4lfte stolperte ich \u00fcber zwei Instanzen, in denen das Spiel mich nicht einmal gr\u00fcndlich alle mir zur Verf\u00fcgung stehenden Objekte betrachten lie\u00df. Selten habe ich derma\u00dfen frustrierende Knobeleien in einem Adventure erlebt.<\/p>\n<p><b>Kugelhagel in der virtuellen Welt<\/b><br \/>\nAber f\u00fcr <i>Yurukill<\/i> wurde nicht umsonst das Team von G.rev eingespannt. Neben den schwachen R\u00e4tseleinlagen warten n\u00e4mlich auch Shoot \u2019em Up-Abschnitte nach Muster Bullet Hell auf euch. Diese schlie\u00dfen stets zuverl\u00e4ssig die Kapitel ab und stecken euer gespieltes Team in eine virtuelle Welt, in welcher der Str\u00e4fling die Gnade der Vollstrecker erwirken m\u00f6chte. Und diese Segmente machen definitiv Laune! So k\u00f6nnt ihr heranfliegende Gegner entweder mit weitfl\u00e4chigen Schusssalven aufs Korn nehmen und euch dabei schneller bewegen oder ihr stellt auf Fokusfeuer auf Kosten eurer Wendigkeit. Zerst\u00f6rte Feinde hinterlassen zudem Substanzen, die von eurem Schiff absorbiert und entweder in hilfreiche Zusatzangriffe oder bei mindestens 20% Ladung in einen einmaligen Trefferschutz umgewandelt werden k\u00f6nnen. Auf der mittleren der drei Schwierigkeitsstufen wird das Kugelballett f\u00fcr meine Gepflogenheiten angenehm anspruchsvoll, ohne im Storymodus zu sehr zu \u00fcberfordern. Mit jedem Kapitel schaltet ihr die entsprechende Ballereinlage zudem f\u00fcr den Score Attack-Modus frei, f\u00fcr den es sogar Onlineranglisten gibt. F\u00fcr die kleine Runde zwischendurch definitiv nicht verkehrt!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/85184.jpg\" alt=\"Bild 85184\" style=\"float: right;\">Doch <I>Yurukill<\/i> w\u00e4re nicht <I>Yurukill<\/i>, wenn es zumindest im Rahmen der Geschichte nicht noch ein zus\u00e4tzliches Hindernis g\u00e4be. So werden die Bossk\u00e4mpfe, von denen es drei pro Stage gibt, immer wieder von kurzen Gespr\u00e4chseinlagen unterbrochen und zu knobeln gibt es ebenfalls. Jeder Ausflug beginnt zun\u00e4chst mit einem f\u00fcnfteiligen Quiz, das \u00fcber die Anzahl eurer verf\u00fcgbaren Extraleben bestimmt. Die Bossk\u00e4mpfe warten ebenfalls mit einer kleinen Fragerunde auf. Das Kritische bei letzteren: Fehler kosten euch direkt drei Leben, von denen ihr maximal 20 zum Start haben und 23 pro Stage haben k\u00f6nnt. Dies w\u00e4re prinzipiell kein Problem, wenn die L\u00f6sungen denn nur eindeutig w\u00e4ren. Nicht selten kam es vor, dass mehrere potenzielle Antwortm\u00f6glichkeiten zur selben Fragestellung passten, teilweise sogar gar keine. Die Kurzzusammenfassung der gezeigten Beweise oder ausf\u00fchrlicheren Beschreibungen im umst\u00e4ndlich aufzurufenden Inventar halfen mir auch nicht immer. Gef\u00fchlt musste ich schlichtweg zu oft raten, obwohl ich den allgemeinen Sachverhalt durchaus verstanden hatte. So macht das Knobeln keinen Spa\u00df! Dankenswerterweise fallen diese Fragerunden im Score Attack-Modus weg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Niemand sitzt gern f\u00fcr etwas im Gef\u00e4ngnis, f\u00fcr das man nicht verantwortlich ist. In der Welt von Yurukill: The Calumniation Games gibt es f\u00fcr solche Leute aber zumindest eine zweite Chance. F\u00fcnf Teams treten in einem Spiel an, in dem die H\u00e4ftlinge f\u00fcr ihre Freiheit k\u00e4mpfen m\u00fcssen. 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