{"id":481,"date":"2022-02-24T15:00:14","date_gmt":"2022-02-24T15:00:14","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=481","title":{"rendered":"Atelier Sophie 2: The Alchemist of the Mysterious Dream"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84989.jpg\" alt=\"Bild 84989\" style=\"float: right;\">Trilogien sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Erst wird die Arland-Saga mit <i>Atelier Lulua<\/i> um einen vierten Teil bereichert und nun begr\u00fc\u00dft auch die im letzten Jahr mitunter auf Switch gezogene <i>Mysterious Trilogy<\/i> der <i>Atelier<\/i>-Rollenspielreihe als neues Mitglied im Bunde. <b>Atelier Sophie 2: The Alchemist of the Mysterious Dream<\/b> behandelt den Zeitraum zwischen dem ersten <I>Atelier Sophie<\/i> und dem eigentlichen Nachfolger <i>Atelier Firis<\/i> und f\u00fchrt weiter aus, was der Heldin des ersten Spiels widerfahren ist. Dass das neue Abenteuer der jungen Alchemistin sowohl f\u00fcr Quereinsteiger als auch Serienfans einen Blick wert ist, das zeige ich euch in diesem Testbericht.<\/p>\n<p><b>Tr\u00e4ume dein Leben<\/b><br \/>\nIn <i>Atelier Sophie 2<\/i> verschl\u00e4gt es Titelheldin Sophie Neuenmuller (lest das am Besten als \u201eNeuenm\u00fcller\u201c; ich tue es ebenso) und ihre beste Freundin\/Lebensgef\u00e4hrtin Plachta in die Traumwelt Erde Wiege. Dies allerdings nicht freiwillig und mit dezenten Komplikationen \u2013 von Plachta fehlt n\u00e4mlich bei Sophies Erwachen jegliche Spur. Schnell wird die verwirrte und von Sorgen zerfressene Alchemistin von dem H\u00e4ndlerduo Pirka und Alette aufgelesen und \u00fcber die Lage aufgekl\u00e4rt. Bei Erde Wiege handelt es sich n\u00e4mlich um eine Welt, in der die von der G\u00f6ttin Elvira eingeladenen Menschen ihren Zielen nachgehen k\u00f6nnen, ohne sich um Dinge wie Altern oder Zeitdruck Sorgen machen zu m\u00fcssen. Und wie es der Zufall so will, ist in dem Hauptst\u00e4dtchen des Landes sogar eine Alchemistin namens Plachta ans\u00e4ssig \u2013 nur handelt es sich dabei um ein bedeutend j\u00fcngeres M\u00e4dchen, das Sophie nicht zu kennen scheint. Und dann w\u00e4re da noch die Vermittlerin zwischen Elvira und den Bewohnern Erde Wieges, die ihren Namen mit der Gro\u00dfmutter von Sophie teilt: Ramizel. Was hat es damit auf sich? Und wo steckt nun Sophies Plachta? Von den sich langsam anh\u00e4ufenden Mysterien angestachelt tun sich Sophie, Alette, Erde Wiege-Plachta sowie eine Hand voll weiterer Bewohner der Traumwelt zusammen, um Antworten zu finden \u2013 allen voran diese, die Sophies Gef\u00e4hrtin betreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84991.jpg\" alt=\"Bild 84991\" style=\"float: left;\">Die Geschichte wird dabei grob kapitelweise erz\u00e4hlt und schickt euch schrittweise durch die weiten L\u00e4ndereien von Erde Wiege. So lernt ihr zun\u00e4chst das zentrale St\u00e4dtchen kennen, bevor ihr euch in Plachtas Atelier einlebt und kleinere Aufgaben \u00fcbernehmt, bis ihr der ersten Spur nachgeht, die ihr auf der Suche nach der verlorenen Mitstreiterin habt: Die Kontaktaufnahme mit der angesehenen Alchemistin Ramizel. <i>Atelier<\/i>-typisch verpasst ihr jedoch viel, wenn ihr euch lediglich auf das Abklappern der Haupthandlung versteift. Im Spielverlauf werden n\u00e4mlich auch reichlich Ereignisse freigeschaltet, im Zuge derer ihr mehr aus dem Leben eurer Gruppenmitglieder und anderer wichtiger Personen von Erde Wiege erfahrt. So findet ihr etwa heraus, warum Sch\u00fctze und Auftragswachmann Olias mit seinen Reden immer einen auf Helden macht oder welche T\u00e4tigkeiten Katrina, die Besitzerin des \u00f6rtlichen Gasthauses und Auftragsvermittlerin, in der wirklichen Welt verfolgte. Doch nicht nur der Ausarbeitung der Charaktere halber lohnt es sich den Geschichten zu lauschen: Es winken auch diverse kleine Boni oder Zusatzfunktionen als Belohnung f\u00fcr gewisse Meilensteine. Gerade eure Kampfgef\u00e4hrten erhalten auf diesem Wege diverse passive und aktive F\u00e4higkeiten, die sich in kniffligeren Situationen nutzen lassen. Kenntnisse des direkten Vorg\u00e4ngers <i>Atelier Sophie<\/i> sind \u00fcbrigens, wie eingangs bereits angedeutet, nicht zwingend notwendig. Die wichtigsten Handlungspunkte vermittelt der Men\u00fcpunkt \u201eStory so far\u201c im Hauptmen\u00fc, weitere Details zu bedeutenderen Pers\u00f6nlichkeiten sind zudem in der Ingame-Enzyklop\u00e4die vermerkt. Ansonsten entgeht euch vielleicht die ein oder andere kleine Anspielung auf vergangene Ereignisse oder gar Spielmechaniken \u2013 beispielsweise startet Sophie das Abenteuer mit dem h\u00f6chstm\u00f6glich erreichbaren Abenteurer- und Alchemistenlevel des Vorg\u00e4ngerspiels. Wirklich essenziell ist das Verst\u00e4ndnis dieser Kleinigkeiten jedoch nicht. Englisch solltet ihr allerdings schon beherrschen, denn \u00e4hnlich wie so ziemlich alle bisherigen lokalisierten <i>Atelier<\/i>-Titel kommt auch <i>Atelier Sophie 2<\/i> lediglich mit englischen Texten daher.<\/p>\n<p><b>Ein gut gef\u00fcllter Korb ist die halbe Miete<\/b><br \/>\n\u00c4hnlich wie in <I>Atelier Ryza<\/I> wechselt ihr das Areal entweder \u00fcber entsprechende Ausg\u00e4nge oder reist \u00fcber das nach Kartenerhalt per Minus-Taste aufrufbare Schnellreisemen\u00fc. Die bildschirmgro\u00dfe \u00dcbersicht wird dabei nach und nach mit neuen Haltestellen ausgef\u00fcllt, die ihr direkt ansteuern k\u00f6nnt. Solltet ihr auf euren Reisen \u00fcber blaue Wegpunktkristalle stolpern, k\u00f6nnt ihr diese sogar als exakten Teleportpunkt aktivieren und euch so einiges an Laufarbeit ersparen. Praktisch vor allem in Gebieten, an deren Ende ein fieser Boss wartet! \u00dcberhaupt lohnt es sich auch hier, mit offenen Augen durch die einigerma\u00dfen weitl\u00e4ufigen Gebiete zu wandern. \u00dcberall warten n\u00e4mlich Gegenst\u00e4nde auf euch, die ihr in euren Sammelkorb legen k\u00f6nnt. Zun\u00e4chst kann Sophie nur Dinge einstecken, die sich entweder h\u00e4ndisch oder nach einem kleinen Stupser mit ihrem Alchemistenstab l\u00f6sen lassen. Sp\u00e4ter erlauben Werkzeuge wie Handsicheln oder Spitzhacken auch den Abbau weiterer Materialien. Anders als in <I>Atelier Ryza<\/i> m\u00fcsst ihr dabei nicht einmal euer Werkzeug aktiv wechseln \u2013 stattdessen wird f\u00fcr jede Lage automatisch das passende Mittel ausgesucht, sofern ihr es im Inventar habt. Ein praktisches Feature, auch wenn dadurch nat\u00fcrlich umgekehrt der m\u00f6gliche Erhalt unterschiedlicher Materialien von der selben Sammelstelle nicht mehr m\u00f6glich ist. Daf\u00fcr gibt es nun an bestimmten Objekten kleine nette Minigames, im Zuge sich die Qualit\u00e4t der gesammelten Zutaten verbessen l\u00e4sst \u2013 sei es es etwa durch das Hinzuf\u00fcgen weiterer Elementareigenschaften oder der Steigerung des numerischen Qualit\u00e4tswerts. Ebenfalls ein l\u00f6bliches Komfort-Feature: Solltet ihr irgendein Material oder Monster f\u00fcr eine aktive Aufgabe ben\u00f6tigen \u2013 sei es Hauptmission oder Nebenquest \u2013 wird euch dies sowohl auf der \u00dcbersichtskarte als auch an den entsprechenden Punkten der Spielwelt angezeigt. Das vermindert den Suchaufwand enorm!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84990.jpg\" alt=\"Bild 84990\" style=\"float: right;\">Damit ihr bei euren Wanderschaften auch etwas zu tun habt, bringt <i>Atelier Sophie 2<\/i> zudem einige kleine Puzzles mit. Nach wenigen Stunden erhaltet ihr n\u00e4mlich zwei besondere Steine, mit denen sich an bestimmten Punkten das Wetter des aktuellen Gebiets \u00e4ndern l\u00e4sst. So lasst ihr es etwa regnen, wenn ihr Wasserspiegel erh\u00f6hen und somit schwimmende Plattformen f\u00fcr euch begehbar machen m\u00f6chtet, oder lasst einen rei\u00dfenden Fluss austrocknen, um ihn sicher passieren zu k\u00f6nnen. Gelegentlich m\u00fcsst ihr diese Effekte sogar kombinieren, indem ihr sie in einer bestimmten Reihenfolge aktiviert. Wirklich \u00fcberm\u00e4\u00dfig komplex wird die Wettermanipulation jedoch nie. \u00c4rgerlich ist lediglich, dass die Steine nur \u00fcber eine bestimmte Anzahl an Ladungen verf\u00fcgen und danach erst wieder per Synthese am heimischen Alchemiekessel aufgeladen werden m\u00fcssen. Sofern ihr nicht allzu verschwenderisch mit den Ladungen umgeht, solltet ihr euch jedoch nie wirklich in die Verlegenheit bringen, mitten w\u00e4hrend der Erkundung ohne Energie dazustehen. Und selbst dann sind die Laufwege vom letzten Teleportpunkt in der Regel kurz genug, sodass der Marsch zum Atelier und zur\u00fcck nicht ganz so sehr schmerzt. Umgekehrt wirft dies nat\u00fcrlich die Frage auf, ob die Limitation \u00fcberhaupt notwendig gewesen ist.<\/p>\n<p><b>Ein Atelier f\u00fcr zwei<\/b><br \/>\nHabt ihr unterwegs einige Zutaten aufgelesen, k\u00f6nnt ihr diese in Plachtas Atelier weiterverarbeiten. Die daf\u00fcr notwendigen Rezepte muss die erfahrene Alchemistin Sophie jedoch leider neu erlernen \u2013 immerhin kennt sie die Eigenschaften der Dinge von Erde Wiege noch nicht und wei\u00df daher nicht genau, was sie eigentlich zur Erstellung all ihrer bisherigen Kreationen ben\u00f6tigt. Das Ingame-Rezeptbuch gibt euch jedoch zumindest eine Hand voll Denkanst\u00f6\u00dfe. So m\u00fcssen zur Freischaltung der Crafting-Optionen etwa bestimmte Gegner erlegt oder Gegenst\u00e4nde gesammelt werden. Eine vergleichsweise geringe Auswahl an Rezepten wird zudem mit bei H\u00e4ndlern erh\u00e4ltlichen Anleitungen erlernt. \u00c4rgerlich bei der Freischalterei: Solltet ihr daf\u00fcr ben\u00f6tigte Items bereits vorher gesammelt oder erstellt haben, m\u00fcsst ihr dies nach Offenlegung der Anforderungen erneut machen. Verlangt eine nun sichtbare R\u00fcstung beispielsweise, dass ihr vor Erlernen des Rezepts ein B\u00fcndel goldenen Faden herstellt, hilft euch das zuvor angefertigte Dreierpack nicht \u2013 ihr m\u00fcsst noch einmal an den Kessel! Das ist jedoch nur ein vergleichsweise kleines \u00c4rgernis. Nicht zuletzt auch wichtig zu beachten: Ihr habt dieses Mal zwei Alchemisten mit unterschiedlichen Erfahrungsstufen in eurer Obhut. Sowohl Sophie als auch Plachta machen separat ihre eigenen Praxiserfahrungen. Das wirkt auf den ersten Blick rein kosmetisch, es gibt jedoch diverse Items, die nur von einer der beiden synthetisiert werden k\u00f6nnen. Einigerma\u00dfen gleichm\u00e4\u00dfiges Hochstufen ist also Pflicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84992.jpg\" alt=\"Bild 84992\" style=\"float: left;\">Sind Materialien, Anleitungen und Alchemist am Start, kann es auch schon losgehen. Aus einer \u00fcbersichtlichen Auswahl sucht ihr euch euer Wunschitem aus und pickt anschlie\u00dfend die notwendigen Zutaten heraus, die ihr in den Topf werfen m\u00f6chtet. Zur Sch\u00f6pfung des idealen Ergebnisses ist dabei ein Blick auf mehrere Eigenschaften notwendig. Welche Attribute hat mein Ausgangsobjekt? Diese lassen sich n\u00e4mlich auf das Resultat \u00fcbertragen. Wie hoch ist die Qualit\u00e4t meines Materials? Je h\u00f6her der Wert, desto wirkungsvoller das Endprodukt. Welche Elementarbausteine sind enthalten? Gerade hier kommt das Puzzle-Element von <i>Atelier Sophie 2<\/i> zum Tragen, welches auf den Mechaniken der anderen <i>Mysterious<\/i>-Spiele fu\u00dft. Ist n\u00e4mlich alles ausgew\u00e4hlt, m\u00fcssen diese Elementarsteinchen in ein f\u00fcnf mal f\u00fcnf Felder gro\u00dfes Raster eingesetzt werden. Jedes platzierte St\u00fcck f\u00fcllt die Elementarleisten in der unteren rechten Ecke und f\u00fcgt dem Produkt beim Erreichen gewisser Schwellwerte neue Eigenschaften zu. So werden Sprengs\u00e4tze beispielsweise kraftvoller und Medikamente decken mehr Leiden ab. Da ihr mit jeder vollst\u00e4ndigen horizontalen oder vertikalen Linie zudem die Chance auf einen sp\u00fcrbaren Qualit\u00e4tsbonus erhaltet, will das Brett m\u00f6glichst komplett ausgef\u00fcllt werden. Unter Normalbedingungen d\u00fcrfen sich die Teilchen dabei jedoch nicht \u00fcberschneiden, da sie sonst aufgel\u00f6st werden und ihre Wirkung verlieren. Es gilt also genau zu \u00fcberlegen, wie man die Steinchen platziert \u2013 und mir pers\u00f6nlich bereitete diese Knobelei wieder einmal helle Freude. Nicht selten verlor ich mich darin, die Objektzusammensetzung zu perfektionieren und so vielleicht doch noch das letzte Steinchen einzusetzen. Sp\u00e4ter im Spiel sorgen diverse Katalysatoren zudem daf\u00fcr, dass ihr diese Puzzles mit abge\u00e4nderten Bedingungen angehen d\u00fcrft. Dann k\u00f6nnt ihr zum Beispiel daf\u00fcr sorgen, dass sich Steine \u00fcberschneiden d\u00fcrfen, m\u00fcsst im Austausch daf\u00fcr jedoch mit anderen Limitationen leben.<\/p>\n<p>Serientypisch wird euch bei der Item-Synthese einiges an Freiheit geboten. Da ihr zudem nicht selten erst andere Materialien zusammenstellen m\u00fcsst, bevor ihr an euer Hauptprojekt herangehen k\u00f6nnt, lohnt es sich, vorausschauend zu basteln. So lassen sich besonders m\u00e4chtige Eigenschaften von aufgelesenen Pflanzen in den \u00fcberm\u00e4chtigen, windelementaren Sprengsatz einbauen. Auf normaler Schwierigkeitsstufe sind derartig tiefgr\u00fcndige Handgriffe jedoch dankenswerterweise nie wirklich notwendig. Auch mit vergleichsweise planloser Zusammenschusterei kann man bereits viel bezwecken, solange die Ausr\u00fcstung auf halbwegs aktuellem Stand gehalten wird. Ebenfalls wieder nett: Habt ihr euch erst einmal hinreichend mit der H\u00e4ndlerin Pirka angefreundet, k\u00f6nnt ihr nicht nur eure auf Erkundungstouren genutzten Gebrauchsgegenst\u00e4nde automatisch wieder auff\u00fcllen lassen, sondern auch all eure Erzeugnisse vermehrfachen. All dies gegen ein gewisses Entgelt, versteht sich. Die Nebenauftr\u00e4ge der Taverne zahlen in der Regel jedoch derma\u00dfen gut, dass ich von diesem Angebot f\u00fcr meine Zwecke hinreichend Gebrauch machen konnte.<\/p>\n<p><b>Eine unheimliche Aura<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84993.jpg\" alt=\"Bild 84993\" style=\"float: right;\">Und was macht man nun mit all den tollen Spielzeugen, die im Kessel zusammengemischt wurden? Einerseits lassen sich einige Dinge nat\u00fcrlich bei den erw\u00e4hnten Nebenauftr\u00e4ge in Geldmittel umwandeln, vieles findet jedoch auch im Kampf Verwendung. Anders als bei <i>Atelier Ryza<\/i> laufen die Gefechte wieder strikt rundenbasiert ab. Alle Teilnehmer ziehen gem\u00e4\u00df ihres Geschwindigkeitswerts, eine am unteren Bildrand sichtbare Zugfolge gibt dar\u00fcber Auskunft, wann wer agiert. Dabei k\u00f6nnt ihr nat\u00fcrlich ganz simpel Spezialman\u00f6ver oder Gegenst\u00e4nde aus dem Hut zaubern, wirklich effektiv k\u00e4mpft ihr so jedoch nicht. Hier kommen die im Schlachtverlauf gewonnene AP ins Spiel: Die k\u00f6nnt ihr entweder f\u00fcr ein Defensivman\u00f6ver nutzen, wenn eure Gruppe angegriffen wird, oder ihr startet mit ihnen einen Doppelangriff. Dann nutzen einer eurer drei Frontk\u00e4mpfer sowie ein Mitglied von der Ersatzbank im selben Zug je einen Spezialangriff bzw. ein Gebrauchsitem \u2013 zweifacher Schaden zum Preis einer Runde! Durch dieses Man\u00f6ver tauscht ihr auch eure aktiven und inaktiven Mitstreiter aus und sorgt so f\u00fcr reichlich Bewegung in der Aufstellung. Besser noch: Der \u201eschw\u00e4chste\u201c Special Move l\u00e4sst sich im Rahmen eines solchen Doppelschlags sogar mit einem gewaltigen MP-Rabatt ausf\u00fchren, wenn nicht sogar kostenlos. Dadurch gewinnen selbst simple Gefechte zumindest einiges an visueller Dynamik.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter im Spiel kommen zudem noch weitere Mechaniken hinzu. So bekommt ihr es nach einigen Stunden \u00dcbung in praktisch jedem Kampf mit einem Feind in der gegnerischen Gruppe zu tun, der sich mit einer Elementar-Aura sch\u00fctzt. Das bedeutet: Dieses Ziel nimmt weniger Schaden und reagiert bei bestimmten Aktionen mit einem fiesen Konterman\u00f6ver. Die Bedingungen lassen sich dankenswerterweise im Statusmen\u00fc einsehen, blindes Rumprobieren ist also nicht notwendig. Habt ihr entsprechend richtig auf die gesch\u00fctzten Gegner eingedroschen, ist dieser zudem vor\u00fcbergehend bet\u00e4ubt und offen f\u00fcr einen Gro\u00dfangriff. Dies wird besonders wichtig bei den Bossen, die \u00fcber besonders stabile Schutzschleier verf\u00fcgen und daher erst einmal weichgeklopft werden m\u00fcssen, bevor es ihnen an den Kragen geht. Die Obermotze bestimmter Gebiete waren auch so ziemlich die einzigen, bei denen ich tats\u00e4chlich taktieren musste. Regul\u00e4re Monster \u2013 ob mit Aura oder ohne \u2013 knicken auf normaler Schwierigkeitsstufe in der Regel schnell genug ein oder sind selbst mit ihren Kontern zu schwach als dass sich durchdachtes Handeln wirklich notwendig wird. Zudem sorgen weitere Hilfsmittel wie eure (bei flei\u00dfiger Item-Synthese) st\u00e4rkeren Mitnahmegegenst\u00e4nde sowie die freischaltbaren Duo-Finisher daf\u00fcr, dass Kleingegner ohnehin relativ wenig zu lachen haben, wenn sie sich euch entgegenstellen. Hingegen meist eher nett gemeint als wirklich n\u00fctzlich: In bestimmten Konfrontationen k\u00f6nnt ihr auch die Wettermanipulationssteine verwenden, um euch einen Vorteil zu verschaffen. In der Regel sind jedoch selbst diese kleinen Nebenr\u00e4tsel simpel durchschaubar und dienen im Prinzip nur als Minimalh\u00fcrde, die ihr zus\u00e4tzlich zur Schutzaura zu bedenken habt.<\/p>\n<p><b>Das sch\u00f6ne Erde Wiege<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84994.jpg\" alt=\"Bild 84994\" style=\"float: left;\"><i>Atelier Sophie 2<\/i> orientiert sich auch vom technischen Teil her stark am <I>Atelier Ryza<\/i>-Duo und das steht der Switch-Version nach wie vor nicht schlecht. Die Umgebungstexturen k\u00f6nnten freilich sch\u00e4rfer sein, doch das machen die stimmungsvoll gestalteten Gebiete von Erde Wiege problemlos wieder wett. Ich erwischte mich sogar einige Male dabei, per Klick mit dem linken Stick in den Fotomodus zu wechseln und ein paar Landschaftsbilder aufzunehmen. Die gr\u00f6\u00dfte F\u00fcrsorge erfuhren jedoch gef\u00fchlt die Charaktermodelle. Die Monsterschar meine ich dabei nicht unbedingt, wobei auch diese nach Serienstandard gewohnt gut gestaltet ist und Gefechte mit diesen \u00fcbrigens flie\u00dfend ohne separat geladenes Kampfareal direkt in der Erkundungsumgebung bestritten werden. Die menschlichen Charaktere wirken nun jedoch noch einmal eine ganze Spur detaillierter und vor allem auch lebhafter. Speziell die Mimik von Sophie und ihren Freunden fiel mir hier positiv auf. In vielen Dialogsequenzen l\u00e4sst sich selbst anhand der kleinsten Augenbewegungen feststellen, wie sich die sprechende Figur gerade f\u00fchlt. Gro\u00dfartige Leistung!<\/p>\n<p>Interessanterweise verf\u00fcgt das Spiel \u00fcber zwei Grafikmodi, f\u00fcr deren genaue Analyse es mir jedoch an technischem Know-how und Werkzeugen fehlt. Als Laie kann ich daher nur folgendes sagen: Die Performance von <I>Atelier Sophie 2<\/i> auf Switch ist meiner Ansicht nach insgesamt zufriedenstellend, sowohl in Sachen Ladezeiten als auch von der Framerate her. Im TV-Modus, den ich nur zu Testzwecken f\u00fcr eine halbe Stunde probiert habe, habe ich sowohl im Qualit\u00e4ts- als auch im Performancemodus keinerlei gro\u00dfe Unterschiede in der Bildrate bemerkt. Auch visuell wird mit letzterer Option gar nicht mal so viel heruntergefahren. Lediglich leichte Unterschiede in der Beleuchtung konnte ich feststellen und auch da ma\u00dfgeblich nur dann, wenn Reflektionen auf dem Boden involviert waren. Im Handheld-Modus der Switch sieht die Sache kurioserweise anders aus. Die optischen Unterschiede der beiden Grafikoptionen bleiben mit dem TV-Gegenst\u00fcck identisch, das Spiel l\u00e4uft im Performancemodus nun aber etwas geschmeidiger. Vielleicht habe ich aber auch einfach nur ein schlechtes Auge f\u00fcr sowas und \u00fcbersehe irgendwelche Details. Wenn die Unterschiede jedoch wirklich nur derma\u00dfen minimal sind, frage ich mich glatt, warum man sich \u00fcberhaupt die M\u00fche f\u00fcr sowas gemacht hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84995.jpg\" alt=\"Bild 84995\" style=\"float: right;\">Was ich zu guter Letzt noch einmal hervorheben m\u00f6chte, ist die Audiokomponente. Nicht etwa, weil sie bemerkenswert schlecht ist, sondern weil sie mir wieder serientypisch gro\u00dfe Freude bereitete. Allein wieder die Titelmelodie unterstreicht das traumhafte Thema des Rollenspiels wunderbar und die Musik der Hauptstadt Roytale sowie des \u00f6rtlichen Ateliers hat sich f\u00fcr absehbare Zeit erst einmal in mein Ged\u00e4chtnis eingebrannt. Auch die Sprachausgabe kann sich h\u00f6ren lassen, die \u2013 anders als beim ersten <i>Atelier Sophie<\/i> \u2013 jedoch leider nur in der japanischen Version vorliegt. Ich pers\u00f6nlich h\u00e4tte mich zwar sehr \u00fcber eine englische Vertonung gefreut, konnte jedoch umgekehrt immer noch gut mit der japanischen Vertonung mitf\u00fchlen. Gerade in Situationen, in denen es um den Zusammenhalt zwischen Sophie und Plachta ging, haben mich dank der gelungenen Performance stets ber\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trilogien sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. 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