{"id":48,"date":"2017-05-10T15:00:10","date_gmt":"2017-05-10T15:00:10","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=48","title":{"rendered":"Has-Been Heroes"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/73364.jpg\" alt=\"Bild 73364\" style=\"float: left;\">Was macht man eigentlich so als Held, wenn alle Oberschurken in die Flucht geschlagen wurden, s\u00e4mtliche Prinzessinnen sicher in ihren Schl\u00f6ssern verweilen und allgemein Frieden herrscht? Dann m\u00fcssen sie sich schon mal anders verdingen \u2013 etwa als Eskorte f\u00fcr junge K\u00f6nigst\u00f6chter auf ihrem Weg zur Schule. Das ist das Schicksal der <b>Has-Been Heroes<\/b> aus dem Hause Frozenbyte. Auf den <a href=http:\/\/www.planetswitch.de\/spiel\/32-has-been-heroes.html>Preview-Events<\/a> sorgte das neue Spiel der <i>Trine<\/i>-Macher in unseren Reihen dank des h\u00f6chst ungew\u00f6hnlichen Gameplays f\u00fcr ziemliche Verwirrung. Aber an Herausforderungen w\u00e4chst man bekanntlich und f\u00fcr lustige Szenarien bin ich immer zu haben, weswegen ich mich prompt in die Vollversion des Spiels st\u00fcrzte und schnell merkte, dass hier allem voran der Roguelike-Gedanke im Vordergrund steht.<\/p>\n<p><b>Sterben macht Spa\u00df!<\/b><br \/>\nAch ja, der Frieden, den ich eingangs ansprach? Nat\u00fcrlich mehr Schein als Sein, denn kaum hat sich die dreik\u00f6pfige Heldentruppe bestehend aus einem Ritterveteranen, einem alten Magier und einer jungen Diebin zusammen mit den zwei \u00f6rtlichen K\u00f6nigst\u00f6chtern auf den Schulweg gemacht, str\u00f6men schon die Heerscharen des B\u00f6sen herein. In dem vorher stattfindenden Prolog gibt es zun\u00e4chst jedoch eine kleine Einf\u00fchrung ins ungew\u00f6hnliche Gameplay, das mehr von einem Puzzlespiel als einem RPG hat. Prinzipiell m\u00fcssen die zu eskortierenden Prinzessinnen auf insgesamt drei Spuren verteidigt werden, wobei jeder Held auf einer Platz nimmt. Dr\u00fcckt man die der Spur korrespondierende Taste, l\u00e4sst sich ein Angriff ausl\u00f6sen, sofern die Bereitschaftsanzeige des Charakters gef\u00fcllt ist. Klingt soweit simpel, wird aber mit einigen Tricks garniert. So verf\u00fcgen viele Gegner \u00fcber eine Ausdaueranzeige, die zun\u00e4chst runtergearbeitet werden muss. Entspricht die Anzahl der Angriffe \u2013 jeder Held schl\u00e4gt unterschiedlich oft mit einer Aktion zu \u2013 der der verbleibenden Ausdauer-Einheiten, dann ist der Gegner bet\u00e4ubt und offen f\u00fcr einen schmerzhaften Schlag in die Magengrube. Trick Nummer 2: Nach einer Attacke kann ein anderer Charakter seine Position mit der des angreifenden Helden austauschen und selbst nachsetzen. Es gilt also, im Angesicht der Feindesscharen stets einen k\u00fchlen Kopf zu bewahren und seine Einheiten munter durch die Reihen springen zu lassen, um die Gegner geschwind in die Knie zu zwingen. Immerhin pausiert das Spiel nach jeder Aktion automatisch, sodass ihr in Ruhe euren n\u00e4chsten Zug \u00fcberdenken k\u00f6nnt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/73363.jpg\" alt=\"Bild 73363\" style=\"float: right;\">Sollte bei dem Versuch \u00fcbrigens auch nur ein Held das Zeitliche segnen, gilt die Partie mitsamt aller gesammelten Upgrades und Zauber als verloren \u2013 ganz nach klassischer Roguelike-Manier eben. Der Tod ist allerdings noch lange nicht das Ende. Besiegte Gegner hinterlassen n\u00e4mlich Seelen, die nach dem Ableben neue Objekte f\u00fcr kommende Runden freischalten. Das steigert die \u00dcberlebenschancen beim Reiseneuantritt, die tats\u00e4chliche Wirkung der Items muss allerdings experimentell herausgefunden werden \u2013 erst nach einmaligem Auflesen verr\u00e4t euch das Spiel, was beispielsweise ein altes Gebiss oder eine Schriftrolle mit einer Font\u00e4nenzeichnung bewirken. Dementsprechend f\u00fchlt es sich des \u00f6fteren leider so an, als w\u00e4re das Vorankommen eher vom Zufall als vom K\u00f6nnen des Spielers abh\u00e4ngig. Dass die zu durchquerenden Areale, die \u00fcber eine simple Karte am Bildschirmrand angesteuert werden, ebenfalls zuf\u00e4llig generiert werden, st\u00fctzt dieses Gef\u00fchl umso mehr. Tats\u00e4chlich habe ich jedoch bemerkt, wie ich mit dem Kernspielsystem vertrauter wurde und nach einigen Anl\u00e4ufen problemlos Bosse erlegen konnte, die mir zuvor wie un\u00fcberwindbare Hindernisse vorkamen. Trotzdem waren insgesamt 17 Anl\u00e4ufe n\u00f6tig, bis mir \u00fcberhaupt der erste Sieg gelang \u2013 nur um mir einen von vielen freischaltbaren Charakteren vorzulegen und in der n\u00e4chsten Runde den Schwierigkeitsgrad dank neuer <s>Skelett-Arten<\/s> Gegner-Gattungen und einer zus\u00e4tzlichen Stufe am Ende der Reise noch einmal hochzuschrauben. Aber wie sagt man so sch\u00f6n: Nur die Harten kommen in den Garten!<\/p>\n<p>In technischer Hinsicht beweist <i>Has-Been Heroes<\/i> dank der comichaften Optik definitiv Stil. Freund wie Feind sind sauber animiert, die Schlagkombos wirken kraftvoll, Zaubereffekte ebenso. Leider fallen die Gegnerscharen nicht unbedingt durch optische Abwechslung auf. Zwar gibt es die gelegentlichen Golems oder Fleisch fressenden Pflanzen, haupts\u00e4chlich verm\u00f6belt ihr jedoch Skelette in allen Formen und Farben. Schade, denn der Fantasy-Comic-Stil h\u00e4tte sicherlich Optionen f\u00fcr vielf\u00e4ltigere Feinde offen gelassen. Auch der Soundtrack wirkt insgesamt ziemlich generisch, passt aber immerhin zu der ach so heroischen Mission, mit der ihr es hier zu tun habt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was macht man eigentlich so als Held, wenn alle Oberschurken in die Flucht geschlagen wurden, s\u00e4mtliche Prinzessinnen sicher in ihren Schl\u00f6ssern verweilen und allgemein Frieden herrscht? Dann m\u00fcssen sie sich schon mal anders verdingen \u2013 etwa als Eskorte f\u00fcr junge K\u00f6nigst\u00f6chter auf ihrem Weg zur Schule. 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