{"id":474,"date":"2021-11-19T15:48:59","date_gmt":"2021-11-19T15:48:59","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=474","title":{"rendered":"Crysis Remastered Trilogy"},"content":{"rendered":"<p>Shooter stecken quasi schon seit den ersten paar <i>Call of Dutys<\/i> und <i>Battlefields<\/i> in einer ewigen Identit\u00e4tskrise. Kein Wunder, dass findige Spielestudios daher immer wildere Twists in ihre Werke einbauen. Ein Titel machte damals durch ebensolche Neuerungen auf sich aufmerksam, aber auch durch die f\u00fcr diese Zeit enorm fortschrittliche Grafik. \u201eCan it run <i>Crysis<\/i>?\u201c, dieser Satz machte den Ballertitel aus dem Hause Crytek aus Frankfurt am Main zur Legende und seit jeher auch zum Benchmark f\u00fcr Gaming-Systeme aller Art. Aber kann die Switch das auch? Der erste Teil der Trilogie ist ja nun schon eine Weile erh\u00e4ltlich. Nun ist aber auch endlich die ganze Reihe (bis auf <i>Warhead<\/i>) als Gesamtwerk im eShop zu haben. Ich habe daher mal Schmerztoleranz auf die Probe gestellt und mir alle drei Portierungen angeschaut, und bin dabei auf teils unerwartete Ergebnisse gesto\u00dfen. Dieser Test wird daher zur besseren \u00dcbersicht in drei kleine Minitests aufgegliedert, die sich besonders auf die Technik und das Gameplay der einzelnen Games konzentriert, sodass ihr euch auch ein Bild machen k\u00f6nnt, solltet ihr nur an einzelnen Ablegern interessiert sein. Das ganze ist zwar als Trilogie erh\u00e4ltlich, kann aber sehr wohl auch jeweils einzeln erworben werden. Nun genug der Schwafelei: Power-Mode activated!<\/p>\n<p><b>Crysis \u201e1\u201c Remastered, wo alles begann<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84745.jpg\" alt=\"Bild 84745\" style=\"float: right;\">Junge, war ich neugierig, wie sich der erste Teil auf der Switch so schlagen wird. Damals bekam ich den Titel auf meinem Schulnotebook gerade mal so zum Laufen, hatte aber trotz nicht mal 30 FPS ziemlich gute Erinnerungen daran. Nun, was soll ich sagen? <b>Crysis Remastered<\/b> l\u00e4uft auf der Switch genauso bescheiden wie damals auf meinem Notebook. Hier best\u00e4tigten auf einen Schlag sich direkt alle Sorgen, die ich im Vorfeld hatte. Mal abgesehen von der konsolentypisch gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftigen Bedienung, stach vor allem die unrunde Darstellung ins Auge. Je nach Szenerie, aber vor allen in Gefechten im Dschungel, geht die Aufl\u00f6sung so derma\u00dfen in den Keller, dass es aufgrund der zunehmend grobk\u00f6rnigeren Pixel schwer ist, Baum von Feind zu unterscheiden. Dabei l\u00e4uft das Spektakel trotz der agressiven dynamischen Aufl\u00f6sung nicht mal mit stabilen 30 Bildern pro Sekunde, was die ohnehin schon hakelige Bedienung noch erschwert. Irgendwie wirkt sich die \u00dcberlastung des Switch-Chips dann auch noch auf den Sound aus, der teilweise kratzig wird, hakt oder komplett ausgeblendet wird f\u00fcr bestimmte Quellen wir Gewehre oder Automotoren. Auch beim Mixing hat man sich hier nicht mit Ruhm bekleckert, da Dialoge trotz Regler auf Maximum und reduzierter Effekt-Lautst\u00e4rke kaum bis gar nicht h\u00f6rbar sind. Hier sind Untertitel selbst bei eingestellter Muttersprache quasi ein Muss. Das alles ist insofern schade, da <i>Crysis 1<\/i> doch schon am l\u00e4ngsten als Standalone f\u00fcr die Switch am Markt ist.<\/p>\n<p>Auch beim Gameplay an sich sieht es leider nicht viel besser aus. Hier merkt man dem Titel an, dass es sich um ein Experiment handelt. Viele nervige Elemente wie das \u00e4tzende Energiemanagement des Anzug oder die manuelle Brotkrumensuche nach Munition werden in den beiden Nachfolgern deutlich (!) verbessert. Aber auch Kleinigkeiten tr\u00fcgen immer wieder die Stimmung. So setzt das Spiel immer wieder kurz an Kontrollpunkten aus, st\u00fcrzt manchmal komplett ab, oder Einstellungen wie bei der Fahrzeugkamera wollen einfach keine Wirkung zeigen. Wenigstens ist die Gegner-KI dumm wie Stroh, sodass man sich durch Schie\u00dfen-und-Verstecken ziemlich gut durchmogeln kann. Einzig positiver Eindruck bis hierher: Man kann Fr\u00f6sche und Schildkr\u00f6ten aufheben und seine Widersacher damit abwerfen! Ok, ganz so ist es dann doch nicht. Im Kern ist <i>Crysis<\/i> nat\u00fcrlich noch der innovative Ego-Shooter von damals. Mit seiner spannenden Story \u00fcber einen Alien-Hinterhalt im Krieg der USA und Nordkorea, dem kreativen Spielraum dank Nanosuit und interaktiver Spielwelt, sowie der klasse Atmosph\u00e4re macht der Titel aller Widrigkeiten zum trotz noch immer Spa\u00df und motiviert zum Weiterspielen. Also, \u201eCan it run <i>Crysis<\/i>?\u201c: Yes it can, but at what cost?<\/p>\n<p><i>Einzelwertung Crysis Remastered: 2 von 5 Punkten &#8211; Genialer Shooter, aber im K\u00f6rper eines alten Mannes<\/i><\/p>\n<p><b>Crysis 2 Remastered: Das Licht am Ende des U-Bahn-Tunnels<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84746.jpg\" alt=\"Bild 84746\" style=\"float: left;\">\u201eOk, das war hart! Wird der zweite Teil auch so schlecht laufen?\u201c Das waren original meine Gedanken nachdem ich Teil 1 entnervt beiseite legte. Gott sei Dank wird schon in der ersten Mission klar: <b>Crysis 2 Remastered<\/b> ist viel (!) besser. Quasi alles, was ich im letzten Abschnitt an dem Auftakt bem\u00e4ngelt habe, wurde hier glatt gefeilt. Ich demonstriere euch das mal in einer \u201ekleinen\u201c Aufz\u00e4hlung: Keine nervige Ostereiersuche mehr nach Munition und Waffen, denn es gibt nun Auto-Pickup und regelm\u00e4\u00dfige Munitionskisten zum kompletten Auff\u00fcllen. Weniger Frust durch Energiemangel, da der Nanosuit nun ausdauernder ist und schneller aufl\u00e4dt, und sogar noch im Laufe des Spiel aufgewertet werden kann. Der Visor ist nun kein blo\u00dfes Fernglas mehr, sondern bietet nun taktische Optionen an und kann beispielsweise auf W\u00e4rmebild umgestellt werden. Weiter geht es mit weniger bis gar keinen Soundbugs, und auch die Fl\u00fcssigkeit des Gameplays wurde enorm aufgewertet. Der Supersoldat kann nun nicht mehr nur stumpf Sprinten und Schie\u00dfen, sondern darf Deckung nun auch effektiv nutzen, etwas durch das zur Seite lehnen, oder kurz \u00fcber die Deckung sp\u00e4hen. W\u00e4hrend des Sprints darf nun auch gerutscht werden, der Power-Jump ist endlich n\u00fctzlich, da sich der Held an greifbaren Kanten hochzieht. Und es geht weiter: Der Stealth-Mode des Nanosuits deaktiviert sich nun nicht mehr sofort bei jeder kleinen Bewegung und Aktion, und wenn doch, aktiviert er sich direkt wieder von selbst und Stealth-Kills sind nun endlich ein Ding. Hossa, es geht doch!<\/p>\n<p>Aber das war es noch l\u00e4ngst nicht! Aus den gro\u00dfen Open World-\u00e4hnlichen Levels sind nun schlauchigere Abschnitte geworden, die allerdings daf\u00fcr mit sch\u00f6neren Szenen aufwarten und dem Spieler oft verschiedene Herangehensweisen anbieten. Ein Blick in den Visor zeigt so etwas Routen zum Umgehen der gegnerischen Truppen, praktische Flankierungsman\u00f6ver, oder andere taktische M\u00f6glichkeiten wie der Fundort eines Raketenwerfen. Das sorgt zum einen daf\u00fcr, dass man nun weniger verloren durch den Urwald rennt und mehr Fokus auf das eigentliche Spektakel legt, was nun auch wesentlich cineastischer inszeniert ist. Der Kampf gegen die Aliens verschl\u00e4gt den Erben des Nanosuits n\u00e4mlich nun in eine Gro\u00dfstadt, in der es auch reichlich versteckte Winkel gibt, in denen nun etwa auch Sammelgest\u00e4nde gefunden werden k\u00f6nnen, die (leider sehr verpixelte) Artworks, St\u00fccke aus dem Soundtrack oder 3D-Modelle freischalten. Die aber wohl beste Verbesserung: Das Spiel l\u00e4uft nun endlich halbwegs ruckelfrei und das sogar bei einer insgesamt h\u00f6heren Aufl\u00f6sung. Zwar kann auch <i>Crysis 2<\/i> stellenweise arg herunterskalieren, im Gro\u00dfen und Ganzen wirkt der direkte Nachfolger aber wesentlich h\u00fcbscher und l\u00e4sst dadurch auch wesentlich fluffiger spielen. So kommt der zweite Teil bei besserer Optik und Performance nun sogar fast schon an die fantastischen Switch-Portierungen der <i>Metro<\/i>-Reihe heran. Also, \u201eCan it run <i>Crysis 2<\/i>?\u201c: Und wie!<\/p>\n<p><i>Einzelwertung Crysis 2 Remastered: 4 von 5 Punkten &#8211; Was der erste Teil nicht kann, kann Crysis 2 umso besser!<\/i><\/p>\n<p><b>Crysis 3 Remastered: Kann das Finale das Niveau halten?<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84747.jpg\" alt=\"Bild 84747\" style=\"float: right;\">Entwarnung: Ja, es kann. Der letzte Eintrag der Reihe kann das Niveau des direkten Vorg\u00e4ngers vorbildlich halten, legt vielleicht sogar noch eine kleine Schippe drauf. Das gilt sowohl in visueller Hinsicht als auch in Sachen Gameplay. Optisch l\u00e4uft das Geschehen selbst sp\u00e4ter in weitl\u00e4ufigen grasigen Arealen recht stabil, ohne dabei in einen un\u00fcbersichtlichen Pixelbrei abzudriften wie es in <i>Crysis Remastered<\/i> der Fall ist. Ich wei\u00df noch, wie damals <i>Crysis 3<\/i> auf der PS3 startete, und es direkt im ersten Level bereute. Was auf der waschechten Konsole damals noch eher einer Diashow als einem Abenteuer gleichkam, l\u00e4uft nun Jahre sp\u00e4ter in \u00e4hnlicher Qualit\u00e4t auf einem Gaming-Tablet butterweich \u2013 verr\u00fcckte Zeiten. Optisch kaum vom zweiten Teil zu unterscheiden, wurde das Gameplay jedoch nochmal geh\u00f6rig aufgewertet. So hat man als letzter verbliebener Soldat mit einem originalen Nanosuit erneut die M\u00f6glichkeit neue F\u00e4higkeiten wie Matrix-\u00e4hnliche Kugelflugbahnerkennung zu erhalten, oder Kapazit\u00e4t des Armor- und Stealth-Modes auszubauen. Neu ist hier jedoch, dass man Perks beliebig kombinieren und in verschieden Schnellzugriffslots abspeichern kann, um sich den jeweiligen Gefechten besser anpassen zu k\u00f6nnen. Jede Aufwertung kommt zudem noch mit einer kleinen Mission \u00e0 la \u201eF\u00fchre 10 Stealth-Kills aus\u201c daher, nach deren Erf\u00fcllung die erworbene F\u00e4higkeit sogar nochmal verst\u00e4rkt wird.<\/p>\n<p>Das Totschlagargument f\u00fcr <i>Crysis 3<\/i> ist aber nach wie vor der neue dazugekommene Bogen. Wurden Stealth-Elemente schon in Teil 2 dank Quality of Life-Funktionen verbessert, wird man mit dem Bogen nun sp\u00e4testens jetzt zur lautlosen T\u00f6tungsmaschine. Dabei hat man aber stets nur Zugriff auf einen sehr begrenzten Vorrat an Pfeilen, und muss daher bedacht vorgehen. Das Feeling, eine ganze Truppe unbemerkt auszuschalten, ist aber durch kaum etwas in diesem Spiel zu \u00fcberbieten. Ok, au\u00dfer vielleicht wenn man einem arglosen Gegner mit dem Power-Kick eine M\u00fclltonne \u00fcber den Latz haut. Generell gibt es im dritten Teil wesentlich mehr Munitions- und Waffenvarianten, die etwa durch Schilde schie\u00dfen, Pf\u00fctzen unter Strom setzen, oder einfach durch Sprengstoff f\u00fcr reichlich Schaden sorgen. Abgerundet wird das Spektakel dann noch durch die kinoreifen Cutscenes, die hervorragende Vertonung &#8211; Englisch sei euch hier ans Herz gelegt! -, sowie das geniale postapokalyptische Setting. Das Original galt lange Zeit als der Grafik-Benchmark schlechthin und ist auch in reduzierter Form auf der Nintendo Switch noch mehr als einen Blick wert. In kaum einer Reihe merkt man in Sachen Gameplay und Aufbereitung so gro\u00dfe Spr\u00fcnge wie zwischen den einzelnen <i>Crysis<\/i>-Ablegern.<\/p>\n<p><i>Einzelwertung Crysis 3 Remastered: 5 von 5 Punkten &#8211; Das glorreiche Finale einer epischen Shooter-Reihe!<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shooter stecken quasi schon seit den ersten paar Call of Dutys und Battlefields in einer ewigen Identit\u00e4tskrise. Kein Wunder, dass findige Spielestudios daher immer wildere Twists in ihre Werke einbauen. 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