{"id":459,"date":"2021-07-27T17:15:04","date_gmt":"2021-07-27T17:15:04","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=459","title":{"rendered":"Neo: The World Ends with You"},"content":{"rendered":"<p>Wisst ihr, manchmal kann man den Bogen \u00fcberspannen. Als Square Enix beispielsweise vor gut neun Jahren eine Countdown-Website f\u00fcr etwas mit Bezug auf den DS-Kultklassiker <i>The World Ends with You<\/i> (<a href=https:\/\/www.planetds.de\/spiel\/444-the-world-ends-with-you.html>zum Test<\/a>) anteaserte, hoffte ich auf einen m\u00f6glichen Nachfolger \u2013 und bekam stattdessen einen Smartphone-Port. Darin enthalten war dann aber doch ein kleines Teaserbild f\u00fcr eine m\u00f6gliche Fortsetzung, zu der sich dann jedoch nichts materialisierte. In den folgenden Jahren zerm\u00fcrbte mich Square mit weiteren Countdowns f\u00fcr andere <i>TWEWY<\/i>-bezogene Projekte und \u00c4hnlichem so sehr, dass mir das neue Zusatzszenario von <I>The World Ends with You: Final Remix<\/i> f\u00fcr die Switch (<a href=https:\/\/www.planetswitch.de\/test\/244-review-the-world-ends-with-you-final-remix.html>zum Test<\/a>) richtig sauer aufstie\u00df. \u201eWieder ein verdammter Teaser f\u00fcr eine Fortsetzung, die doch eh nicht kommt! Macht endlich was oder lasst es sein, ich habe keinen Bock mehr auf den Mist!\u201c, dachte ich mir damals \u2013 v\u00f6llig unwissend dar\u00fcber, dass mit <b>Neo: The World Ends with You<\/b> drei Jahre sp\u00e4ter endlich ein tats\u00e4chlicher Nachfolger ins Haus stehen sollte, der mich bei der Ank\u00fcndigung nach all der Teaserei einfach kalt lie\u00df. Meine sture Seite gewann Oberhand, ich hatte einfach keinen Bock mehr.<\/p>\n<p>Und dann spielte ich die im eShop erh\u00e4ltliche Demo und verliebte mich sofort in die Fortsetzung, von der ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie haben wollte.<\/p>\n<p><b>Ein abgefahrener Sturm zieht auf<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84518.jpg\" alt=\"Bild 84518\" style=\"float: right;\">\u00c4hnlich wie der DS-Vorg\u00e4nger dreht sich auch <i>Neo<\/i> um das Spiel der Reaper \u2013 ein Kampf um Leben und Tod, bei der die Teilnehmer eine Woche lang t\u00e4glich eintrudelnde Missionen zu erf\u00fcllen haben, wenn sie nicht ausgel\u00f6scht werden wollen. Tats\u00e4chlich weht dieses Mal jedoch ein dezent anderer Wind: Die Partizipanten sind nicht mehr in Duos aufgeteilt, sondern treten in Teams an. Je nach Leistung des Spieltages verteilen die Reaper Punkte, die sich wiederum auf die Endplatzierung am siebten Tag auswirken. Ein gesunder Konkurrenzkampf also anstelle des Ringen ums nackte \u00dcberleben. Und genau in diesen geraten eines sch\u00f6nen Tages unser Protagonist Rindo Kanade sowie sein lockerer Kumpel Tosei \u201eFret\u201c Furusawa. Zusammen mit dem aus Teil 1 bekannten Mathemanier Sho Minamimoto sowie der sp\u00e4ter aufgelesenen Zockerin Nagi Usui versucht die als \u201eWicked Twisters\u201c ins Leben gerufene Gruppe, die Spitze der Tabelle zu erklimmen und das Spiel f\u00fcr sich zu entscheiden. Dass dabei schlussendlich deutlich mehr auf dem Spiel steht, d\u00fcrften Kenner des DS-Erstlings nat\u00fcrlich schon meilenweit vorausahnen, doch die rund 30 bis 35 Stunden lange Geschichte unterh\u00e4lt trotzdem erstklassig. Zwar z\u00fcnden die Charaktermomente nicht immer und speziell der Mittelteil der Handlung erf\u00e4hrt den ein oder anderen markanten H\u00e4nger, die sich stetig aufbauenden Mysterien um das neue Spiel der Reaper und die Hintergr\u00fcnde des Schauplatzes Shibuya fesseln jedoch nichtsdestotrotz bis zum Schluss. Kenntnisse des Vorg\u00e4ngers sind \u00fcbrigens empfehlenswert, aber auch nicht Pflicht. Wenn sich mal relevante Eckdaten der Handlung finden, werden sie \u2013 unverbl\u00fcmt und ohne R\u00fccksicht auf eventuelle Spoiler \u2013 auch zur Sprache gebracht, sodass selbst Quereinsteiger sich bis auf wenige Ausnahmen problemlos in der Story zurechtfinden sollten.<\/p>\n<p>Euer Aktionsradius ist dabei je nach Ingame-Spieltag beschr\u00e4nkt. Mal d\u00fcrft ihr nur linear eine Hand voll Bezirke von Shibuya besuchen, an anderer Stelle steht euch praktisch die komplette Gegend offen. Viel zu entdecken gibt es dabei jedoch nicht. Da das Spiel der Reaper auf einer anderen Realit\u00e4tsebene stattfindet, k\u00f6nnen die Wicked Twisters nur bedingt mit der Umgebung interagieren. Eine Hand voll Klamottenl\u00e4den zum Einkauf stylischer Ausr\u00fcstung mit soliden Werteboni sowie einige Restaurants k\u00f6nnt ihr besuchen, au\u00dferdem gelegentlich wenige Sidequests erledigen. Sowohl den Fashion-Aspekt als auch die Futterbudentour solltet ihr jedoch nicht vernachl\u00e4ssigen, denn Levelaufstiege beeinflussen lediglich die maximalen Trefferpunkte eurer Gruppe. Wollt ihr tats\u00e4chlich st\u00e4rker werden, ist das richtige Equipment f\u00fcr saftige Boni sowie regelm\u00e4\u00dfige Restaurantbesuche f\u00fcr kleinere, daf\u00fcr aber permanente Werteupgrades Pflicht. Beide Elemente laufen dabei auch dezent anders als im Vorg\u00e4nger. So seid ihr nicht mehr auf eine bestimmte Menge an Nahrungsmitteln pro realen Tag beschr\u00e4nkt, sondern m\u00fcsst lediglich im Blick behalten, dass die sich durch K\u00e4mpfe abbauende S\u00e4ttigungsanzeige der Truppe unter 100% liegt \u2013 dann k\u00f6nnt ihr munter spachteln und st\u00e4rker werden. Kleidung wiederum kann von Beginn an von jedem Gruppenmitglied angelegt werden, ohne dass ihr erst einen bestimmten Mutwert erreicht haben m\u00fcsst. Stattdessen verf\u00fcgt jedes Kleidungsst\u00fcck \u00fcber einen Style-Bonus, f\u00fcr den ihr wiederum erst den entsprechenden Charakterwert auf das angegebene Niveau gebracht haben m\u00fcsst. Auf diese Weise wird etwa die Verdauung der Truppe im Austausch gegen den Erfahrungspunktegewinn enorm angeregt oder ein simpler Angriffsbonus f\u00fcr eine bestimmte Figur freigeschaltet. Insgesamt zwei sch\u00f6ne Verbesserungen, die den Aufbau der Teams bedeutend motivierender machen als die st\u00e4ndigen Beschr\u00e4nkungen aus dem ersten Spiel!<\/p>\n<p><b>Immer sch\u00f6n networken!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84535.jpg\" alt=\"Bild 84535\" style=\"float: left;\">Was die Nebenquests anbelangt, bel\u00e4sst es <i>Neo: The World Ends with You<\/i> hingegen bei einem sehr oberfl\u00e4chlichen und simplen System. So erfordert keine der optionalen Missionen irgendwelche komplizierten Aktionen. In der Regel schaltet ihr schlichtweg direkt anwesende Gegner aus oder sucht einen gew\u00fcnschten Gegenstand im selben Gebiet und schon ist die Sache gegessen. Interessante Erz\u00e4hlungen, wie sie etwa in den <i>Yakuza<\/i>-Spielen von Sega auftreten, d\u00fcrft ihr hier nicht erwarten. Schade, h\u00e4tte man doch aus dieser Stelle mehr aus den Pers\u00f6nlichkeiten Shibuyas herausholen k\u00f6nnen. Ignorieren solltet ihr die kleinen Zusatzaufgaben trotzdem nicht, bringen sie doch nicht nur h\u00e4ufig n\u00fctzliche Pins oder zumindest etwas Geld ein, sondern legen auch einen neuen Verkn\u00fcpfungsknoten in Rindos sozialem Netzwerk frei. Dabei handelt es sich um eine massive Liste an freischaltbaren Extras, die von erweiterten Men\u00fcs in den Restaurants \u00fcber Eintausch-Pins bis hin zu waschechten Spielfeatures wie andere Schwierigkeitsgrade reichen. Die daf\u00fcr notwendigen Freundschaftspunkte verdient ihr sowohl im Storyverlauf als auch durch eure Leistungen in speziellen Kettenk\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr etwas Abwechslung bei der Geschichtsverfolgung und den St\u00e4dtetouren sorgen \u00fcbrigens die einzigartigen Skills eurer Figuren. So kann Nagi etwa direkt in die tiefe Psyche der Menschen eintauchen, um dort st\u00f6rende Noise zu beseitigen und so f\u00fcr Seelenfrieden zu sorgen, w\u00e4hrend Fret verschwommene Erinnerungen wachr\u00fcttelt. Besonders interessant ist Rindos F\u00e4higkeit, die Zeit zur\u00fcckzudrehen, wenn es mal wirklich brenzlig wird. Leider sind all diese F\u00e4higkeiten nicht frei einsetzbar und schlicht an den Handlungsfortschritt oder Nebenquests gebunden. Und selbst dann werden sie nicht f\u00fcr besondere Puzzles eingesetzt, sondern dienen mehr der Narrative: Bei Rindos Zeitspr\u00fcngen ist anhand der \u00fcbersichtlich kurzen Liste an Stationen stets ersichtlich, was genau zu tun ist, und in der Regel bleibt es bei einem Handgriff pro Gebiet. Wirklich interessante Kopfn\u00fcsse d\u00fcrft ihr nicht erwarten. Selbst das aus dem Vorg\u00e4nger bekannte Einfl\u00fcstern von Gedanken (oder auch \u201eMemes\u201c, wie sie damals vor der \u00c4ra der Internetsp\u00e4\u00dfe genannt wurden) hat enorm an Bedeutung verloren und passiert praktisch gar nicht mehr.<\/p>\n<p><b>Die Regeln der Stra\u00dfe<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84534.jpg\" alt=\"Bild 84534\" style=\"float: right;\">Jetzt habe ich bereits von Pins und K\u00e4mpfen gesprochen, doch wie l\u00e4uft das eigentlich ab und was hat das eine mit dem anderen zu tun? Nun, die Teilnehmer des Spiels der Reaper verf\u00fcgen \u00fcber die Gabe, ihre Umgebung zu scannen \u2013 also den verborgenen Ger\u00e4uschen der Stadt zu lauschen. Einerseits lesen sie auf diese Weise die Gedanken von Passanten, die in der Regel \u00e4u\u00dferst am\u00fcsant, aber nicht von essenzieller Bedeutung sind, andererseits machen sie so Noise ausfindig. Das materialisierte Rauschen manifestiert sich in Monstergruppen, die ihr in Echtzeitk\u00e4mpfen von der Bildfl\u00e4che fegt. Interessant dadurch: Die Gefechte auf der Oberwelt bleiben weitestgehend optional, wenngleich ihr zwecks Level-Ups und Nahrungsboni nat\u00fcrlich trotzdem regelm\u00e4\u00dfig in den Ring steigen solltet. Jedem Gruppenmitglied weist ihr dabei einen Anstecker zu, der diesem bestimmte Kr\u00e4fte verleiht. Von Feuerwirbeln \u00fcber Blitzkugeln bis hin zu Hochgeschwindigkeitstritten ist alles dabei, was das Herz begehrt. Wichtig ist jedoch, dass jede F\u00e4higkeit auch einer bestimmten Taste zugeordnet ist. So sind schnelle Projektile normalerweise auf Y daheim, w\u00e4hrend Ladeangriffe wie beispielsweise Bomben auf den Schultertasten liegen. Zu Beginn d\u00fcrfen sich die Kommandos nicht \u00fcberschneiden, sp\u00e4ter schaltet ihr jedoch die M\u00f6glichkeit dazu frei. Trotzdem empfand ich es als effizienter, m\u00f6glichst verschiedene Pinf\u00e4higkeiten ins Gefecht zu nehmen und die Feindesscharen mit fiesen Kombos zu drangsalieren. Speziell im sp\u00e4teren Verlauf, wenn euch die volle Pin-Palette potenziell zur Verf\u00fcgung steht, k\u00f6nnen hierbei auch Moves mit mordm\u00e4\u00dfigem Fingerverknotpotenzial herauskommen \u2013 ganz wie man es vom DS kennt!<\/p>\n<p>Die Kombos sind zudem f\u00fcr eine weitere Spielmechanik wichtig: Der Groove. Bestimmte Abschlussschl\u00e4ge oder andere \u00e4hnliche Man\u00f6ver lassen einen kreisrunden Countdown \u00fcber dem erfassten Gegner erscheinen, w\u00e4hrend dessen ihr mit einem zweiten Fighter zum Nachschlag ansetzen m\u00fcsst, um die Groove-Prozentanzeige zu f\u00fcttern. Bei 100% Groove steht euch dann der so genannte \u201eMashup\u201c zur Verf\u00fcgung \u2013 ein extrem m\u00e4chtiger Angriff, dessen genaue Natur auf dem Element des zuletzt verketteten Pins basiert. So beschw\u00f6rt ihr etwa einen riesigen Meteoriten herbei, der eine Feuersbrunst auf dem Spielfeld hinterl\u00e4sst, oder sperrt eure Feinde in einen Elektro-K\u00e4fig. Kombiniert mit den ohnehin vielf\u00e4ltigen Ansteckermoves gibt es also reichlich Optionen, den Kampfstil eurer Truppe an eure Spielvorlieben anzupassen. L\u00f6blich, war doch gerade das Kampfsystem trotz seiner ungemein harten Lernkurve mit eine der gro\u00dfen St\u00e4rken des originalen <i>The World Ends with You<\/i>!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84536.jpg\" alt=\"Bild 84536\" style=\"float: left;\">Leider waren die Fights damals aber auch etwas anders: Angenehm kurz. Im sp\u00e4teren Spielverlauf waren mir die Gegner beizeiten dezent zu ausdauernd, was gerade in Kombination mit nervigen Noise-Varianten, die etwa ungew\u00f6hnlich gro\u00df und stark ausfallen oder nur auf bestimmte Weise bek\u00e4mpft werden k\u00f6nnen, f\u00fcr regelrechte Marathon-Gefechte sorgte. Ein dezent unangenehmer Umstand, zumal euch <i>Neo: The World Ends with You<\/i> die M\u00f6glichkeit bietet, mehrere Gegnergruppen in einen aus mehreren Phasen bestehenden Kampf zu verketten. Je mehr Noise ihr dabei einwickelt, desto mehr oder seltenere Pins hagelt es dabei f\u00fcr euch. Besagte Droprate l\u00e4sst sich zudem durch absichtliche Levelminderung eures Teams \u2013 und somit einen gef\u00e4hrlichen HP-Malus \u2013 steigern. Alternativ schraubt ihr am Schwierigkeitsgrad, wobei die Noise je nach Stufe teils komplett unterschiedliche Sachen hinterlassen k\u00f6nnen. So bietet euch das Spiel einerseits die Option, die Konfrontationen gem\u00e4\u00df eurer F\u00e4higkeiten anzupassen, entlohnt aber auch geschicktere Naturen. L\u00f6blich bei alldem: Aus Fights mit Noise auf offener Stra\u00dfe k\u00f6nnt ihr jederzeit fliehen und nehmt dabei sogar all die Erfahrungspunkte und Levelaufstiege mit, die ihr bis dahin erringen konntet \u2013 nur der Loot, \u00e4h, das erbeutete \u201eBling\u201c wandert nicht in euren Besitz \u00fcber. Und solltet ihr mal einen Kampf verlieren, k\u00f6nnt ihr ihn entweder direkt neu starten, vor dem n\u00e4chsten Versuch im Men\u00fc eure Ausr\u00fcstung anpassen oder immer noch Fersengeld geben. Dank gro\u00dfz\u00fcgiger Autosaves nach jedem abgeschlossenen Gefecht, Gebiets\u00fcbergang oder Ereignis gibt es in der Regel eh nicht viel Fortschritt, der euch bei einem Game Over verlorenginge.<\/p>\n<p><b>Stylisch bis zum Abspann<\/b><br \/>\n<i>The World Ends with You<\/i> war aber nicht nur f\u00fcr sein Kampfsystem bekannt, sondern auch f\u00fcr seinen Style. Die 2D-Pixelkunst, abgefahrenen Noise-Designs und nicht zuletzt modebewusste Truppe verleihte dem DS-Spiel eine besondere Atmosph\u00e4re. Ich bin daher froh, dass <i>Neo<\/i> den Stil sicher in die dritte Dimension transportieren konnte. Speziell die Noise, die Tierk\u00f6rper mit Graffiti-Mustern kombinieren, wirken auch in 3D einmalig und dank der neuen Kamerafahrten (sowie der bei Gebiets\u00fcberg\u00e4ngen eingeblendeten Karte) fand ich mich dieses Mal bedeutend schneller in Shibuya zurecht, als es noch auf dem DS der Fall war. An \u00fcberzeichneten Schaupl\u00e4tzen wie der fast schon \u00fcber der Stra\u00dfe gew\u00f6lbt wirkenden Tipsy Tose Hall mangelt es ebenfalls nicht \u2013 das Spiel bleibt eine wahre Augenweide. Ferner machen die vielen Dialogsequenzen flei\u00dfig von der neuen Aufl\u00f6sung Gebrauch: Statt die Gespr\u00e4chsparter fix an wenigen Stellen im Screen zu halten, schaltet das Spiel munter zwischen verschiedenen Posen, Positionen und Bildausschnitten her und scheut sich auch nicht davor, am\u00fcsante gr\u00f6bere Zeichnungen zu zeigen. Das macht die Unterhaltungen trotz der limitierten Animationen direkt lebendiger! Schade ist hingegen, dass die Switch im von mir gespielten Handheldmodus speziell gegen Ende technisch sp\u00fcrbar ins Schwitzen kam. Wenn man denn n\u00e4mlich im Gefecht effektvolle Pins aus dem Hut zaubert und die Arena parallel mit Feuerst\u00fcrmen, Lasern und Bomben flutet, w\u00e4hrend die Gegner ihre jeweiligen Moves auspacken, kommt die kleine Konsole schon mal ins Ruckeln. Die meiste Zeit \u00fcber verzeichnete ich jedoch eine runde Spielerfahrung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84522.jpg\" alt=\"Bild 84522\" style=\"float: right;\">Zum Style geh\u00f6rt nat\u00fcrlich nicht nur die Optik, sondern auch die Musik \u2013 und auch hier gibt sich <I>Neo<\/i> keine Bl\u00f6\u00dfe. Neben massig Remixes altbekannter St\u00fccke erwartet euch eine breit gef\u00e4cherte Palette neuer Songs, die munter bei euren M\u00e4rschen durch die Stra\u00dfen Shibuyas sowie in den T\u00e4nzen mit den Noise durchgemischt werden. Die immense musikalische Abwechslung mit einem gesunden mich aus Rock, Pop und Techno ist mehr als willkommen! Ferner gibt es nun einiges an Sprachausgabe \u2013 speziell die jeweiligen Kapiteleinstiege und -enden sind in der Regel vollst\u00e4ndig in japanischer oder englischer Sprache vertont. Und zumindest die englische Tonspur, die ich mir anh\u00f6rte, ist erstklassig geworden. Gleiches gilt \u00fcbrigens f\u00fcr die erfreuliche deutsche \u00dcbersetzung, die sich bedeutend besser und nat\u00fcrlicher liest, als es noch in der von <i>Final Remix<\/i> der Fall war. Gro\u00dfes Lob an das Lokalisierungsteam, das sich hierbei absolut nicht ver-zetta-lt hat!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wisst ihr, manchmal kann man den Bogen \u00fcberspannen. Als Square Enix beispielsweise vor gut neun Jahren eine Countdown-Website f\u00fcr etwas mit Bezug auf den DS-Kultklassiker The World Ends with You (zum Test) anteaserte, hoffte ich auf einen m\u00f6glichen Nachfolger \u2013 und bekam stattdessen einen Smartphone-Port. 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