{"id":454,"date":"2021-06-30T16:00:12","date_gmt":"2021-06-30T16:00:12","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=454","title":{"rendered":"Legend of Mana"},"content":{"rendered":"<p>Nicht nur <i>SaGa<\/i>-Fans werden dieser Tage redlich bedient, auch Freunde der <i>Mana<\/i>-Reihe k\u00f6nnen sich \u00fcber reichlich sch\u00f6nen Stoff der Vergangenheit in neuen T\u00fcchern freuen. Nachdem bereits die <i>Collection of Mana<\/i> und das <i>Trials of Mana<\/i>-Remake (<a href=https:\/\/www.planetswitch.de\/spiel\/2261-trials-of-mana.html>zum Test<\/a>) auf der Switch ihr Lager aufschlugen, steht nun mit <b>Legend of Mana<\/b> die Neuauflage eines weiteren Titels bereit, dessen Original es nie nach Europa schaffte. Allerdings war dieser auch der Anfang einer langen Experimentierphase, mit der Square Enix (beziehungsweise damals noch Squaresoft) nicht nur auf Gegenliebe stie\u00df. Warum sich der PS1-Klassiker einen gemischten Ruf einfing und wieso Freunde von Action-Rollenspielen und spielbaren M\u00e4rchen ihm trotzdem eine Chance geben sollten, das verrate ich euch im folgenden Test.<\/p>\n<p><b>Alles auf Anfang<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84404.jpg\" alt=\"Bild 84404\" style=\"float: right;\">In vielen Serienablegern ist der gro\u00dfe Manabaum in Gefahr, hier ist es leider schon l\u00e4ngst zu sp\u00e4t: Das g\u00f6ttliche Gew\u00e4chs ist verbrannt, die Welt Fa&#8217;Diel \u00fcber die Jahrhunderte hinweg aufgrund der schwindenden Magie zugrunde gegangen. Jetzt bleibt nur noch ein einsamer Briefkasten, der sich an einem von euch gew\u00e4hlten Ort niederl\u00e4sst und eine neue Heimat materialisiert. Eure Heimat, um genau zu sein. Ein pflanzenhafter Spr\u00f6ssling kl\u00e4rt euch kurz und knapp \u00fcber den Stand der Dinge auf: Mit Hilfe von Artefakten und eurem Willen k\u00f6nnt ihr die Welt und ihre Bewohner St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck wieder zur\u00fcckbringen. Was folgt, ist eine lange Reise durch beinahe zuf\u00e4llig zusammengew\u00fcrfelt wirkende Areale, in denen ihr die Geschichten der V\u00f6lker verfolgt. So stolpert ihr gleich in Dominia, der ersten Stadt, \u00fcber zwei Handlungsstr\u00e4nge, die in jeweils andere neue Gebiete und Aufgaben m\u00fcnden: Entweder ihr helft dem mysteri\u00f6sen Schwertk\u00e4mpfer Elazul dabei, seine Gef\u00e4hrtin Perle in einer H\u00f6hle ausfindig zu machen, oder ihr begleitet den gerissenen H\u00e4ndler Niccolo bei seinem Tagesgesch\u00e4ft. Derartige Erz\u00e4hlungen gibt es unter den 67 Quests zuhauf \u2013 einige f\u00fcr sich allein stehend, andere zusammenh\u00e4ngend. Drei gr\u00f6\u00dfere Questreihen sind sogar so wichtig, dass sie den Spielabschluss herbeif\u00fchren k\u00f6nnen. Bis dahin l\u00e4sst euch <i>Legend of Mana<\/i> allerdings reichlich freie Hand.<\/p>\n<p>Behutsam f\u00fchrt euch das Rollenspiel an seine zugrundeliegende Struktur heran. So sind die ersten Ziele in der Regel eindeutig und lediglich auf ein Gebiet beschr\u00e4nkt. Sp\u00e4tere Missionen erfordern das Auskundschaften mehrerer Areale, mitunter m\u00fcsst ihr sogar gewisse Begleiter im Schlepptau haben. Anders als in <i>Secret<\/i> und <i>Trials of Mana<\/i> habt ihr n\u00e4mlich kein festes Team, sondern k\u00f6nnt sowohl einen humanoiden Begleiter mit m\u00f6glicher Questrelevanz als auch einen aufgezogenen Monsterfreund, beziehungsweise gebauten Golem auf die Reise mitnehmen. Die Quests bieten dabei sowohl erz\u00e4hlerische als auch spielerische Abwechslung: An einer Stelle m\u00fcsst ihr einer jungen Dame in einem monsterverseuchten Turm helfen, sich ihrer ihr unbekannten Vergangenheit zu stellen, anderorts wiederum erlernt ihr die ulkige Sprache der Mausb\u00e4ren, um ihnen Lampen zu verkaufen, damit wiederum ein Zentaure eine Sirene anbaggern kann. Ich f\u00fcr meinen Teil habe mich bei den Dialogen und Missionen k\u00f6stlich am\u00fcsiert! Hin und wieder gibt es jedoch Aufgaben, die alles andere als einfach zu durchschauen sind. Zwar gibt es die M\u00f6glichkeit, sich von der Wahrsagerin in Dominia einen kleinen Denkansto\u00df abzuholen, doch auch diese Hinweise waren mir manchmal etwas zu kryptisch. Und das Questlog, welches nur den Missionstitel samt einer sehr knappen Aufgabenbeschreibung umfasst, hilft ebenso wenig wie die Tatsache, dass man sich bestimmte (gl\u00fccklicherweise relativ wenige) Sidequests ganz einfach verbauen kann. Dass man zudem nach Abschluss einer jeden Aufgabe zum Kaktusfratz im Eigenheim laufen muss, um sie zumindest in irgendeiner Form f\u00fcr einen sp\u00e4tere Runde im \u201eNeues Spiel +\u201c als einmal gel\u00f6st markiert zu erhalten, verr\u00e4t <i>Legend of Mana<\/i> \u00e4rgerlicherweise nicht. F\u00fchlt euch an dieser Stelle also darauf hingewiesen!<\/p>\n<p><b>Auf M\u00fcmmlerjagd<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84409.jpg\" alt=\"Bild 84409\" style=\"float: left;\">In den H\u00f6hlen, W\u00e4ldern und Bergen pr\u00e4sentiert sich das Action-Rollenspiel wieder n\u00e4her an dem, was man von der <i>Mana<\/i>-Reihe kennt. Die Gefechte laufen in Echtzeit ab und dankenswerterweise m\u00fcsst ihr f\u00fcr eure normalen Angriffe keine Abklingzeiten abwarten \u2013 stattdessen d\u00fcrft ihr leichte Angriffe geschwind verketten und die Kombos mit starken Hieben abschlie\u00dfen. X und Y lassen sich zudem mit Hilfskommandos wie Spr\u00fcngen, Kontern und Ausweichrollen belegen, die euch wiederum in bestimmten Kombinationen auch Spezialtechniken lehren. Diese waffenabh\u00e4ngigen Superman\u00f6ver sind leider etwas hakelig in ihrer Verwendung: Da sie nach Bet\u00e4tigung der zugewiesenen Schultertaste lange aufladen, k\u00f6nnen potenzielle Ziele ungehindert zur Seite marschieren. Manche von ihnen wie der Bambusf\u00e4ller des Einhandschwertes sind zudem dank unorthodoxer Bewegungen ohnehin schwierig auszurichten. Immerhin sind die K\u00e4mpfe im ersten Spieldurchlauf generell eher einfach, die optionalen h\u00f6heren Schwierigkeitsstufen in Folgerunden verlangen von euch jedoch einiges mehr ab.<\/p>\n<p>Von eurer bis zu dreik\u00f6pfigen Truppe wird \u00fcbrigens nur eure zu Spielbeginn ausgew\u00e4hlte Hauptfigur direkt gesteuert \u2013 der menschliche Mitstreiter kann h\u00f6chstens von einem zweiten Spieler \u00fcbernommen werden, das Monster oder der Golem agieren autonom. Das macht die Gruppenmitglieder in der Regel eher bedingt praktisch, gerade weil sie ohne ein leicht \u00fcbersehbares Accessoire praktisch keine Erfahrung sammeln. EP werden n\u00e4mlich in Kristallform von Gegnern ausgesch\u00fcttet und m\u00fcssen vom zu st\u00e4rkenden Charakter aufgesammelt werden. Zumindest bietet die Neuauflage von <i>Legend of Mana<\/i> ganz ohne japan-exklusives Zubeh\u00f6r ein Feature, das die Monsterst\u00e4rkung erleichtert: Das Minigame Ring Ring Land. Hier schickt ihr eure Knuffelkreatur auf einen einfachen Rundkurs, den ihr nach Brettspielmanier mit Roulettezahlen ablauft und dabei Items und Erfahrungspunkte einkassiert. Leider merkt man dem Aufbau des Spielchens an, dass es eher f\u00fcr kurze Runden zwischendurch auf einem bedeutend kleineren Ger\u00e4t gedacht war \u2013 im laufenden <i>Legend of Mana<\/i> bekam ich st\u00e4ndig das Gef\u00fchl, ich k\u00f6nnte etwas Produktiveres tun. Trotzdem allein aus Archivgr\u00fcnden nett, dass das Spielchen \u00fcberhaupt im Remaster vorhanden ist!<\/p>\n<p><b>Eine Welt wie ein Gem\u00e4lde<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84411.jpg\" alt=\"Bild 84411\" style=\"float: right;\">Das PS1-Original bestach bereits durch seine malerischen Hintergr\u00fcnde. Entsprechend erfreulich ist, dass die HD-\u00dcberarbeitungen sich immer noch mehr als sehen lassen k\u00f6nnen! Klar wirkt es zun\u00e4chst befremdlich, dass in den handgezeichnet wirkenden Umgebungen Pixelfiguren herumlaufen, doch an diesen Kontrast gew\u00f6hnte ich mich schnell. Das liegt zum Teil daran, dass die Charaktere auch so durch ihren Detailreichtum sowie zahlreiche liebevolle und verspielte Animationen auffallen. <i>Legend of Mana<\/i> entwickelt durch diesen Mix einen eigenen Charme, der in meinen Augen funktioniert. Trotzdem h\u00e4tte ich mir speziell in den Umgebungen etwas Hilfe bez\u00fcglich der Gebiets\u00fcberg\u00e4nge gew\u00fcnscht. Es ist n\u00e4mlich nicht immer klar, \u00fcber welche Pfade ihr tats\u00e4chlich in andere Areale gelangen k\u00f6nnt und was schlichtweg Dekoration ist. Eine Karte h\u00e4tte wom\u00f6glich auch geholfen, denn eine solche wird selbst im Remaster schmerzlich vermisst.<\/p>\n<p>Stichwort Remaster: Neben dem zubeh\u00f6rlos zug\u00e4nglichen Ring Ring Land-Minigame und der \u00fcberarbeiteten Optik gibt es nat\u00fcrlich noch weitere kleine Extras. So d\u00fcrft ihr nun frei von Speicherpunkten euren Spielstand sichern oder einen Mitspieler hinzuschalten und die K\u00e4mpfe lassen sich bei Bedarf abschalten \u2013 letzteres ist ideal f\u00fcr Momente, in denen man sich einfach mal orientieren oder R\u00e4tseln nachgehen m\u00f6chte. Ferner ist eine digitale Kunstgalerie sowie ein Soundtrackplayer mit an Bord, die Musik gibt es dabei sowohl im erstklassigen PS1-Original als auch einem ebenso gro\u00dfartigen Arrangement. Bei all der Liebe zum Detail ist es daher umso kurioser, dass die Crossover-Savegame-Boni der Ursprungsfassung weitestgehend unzug\u00e4nglich sind. <i>Final Fantasy VIII<\/i>-Spieler durften sich damals beispielsweise \u00fcber ein Chocobo als Startbegleiter freuen. Mangels mehrerer Memory Card-Slots k\u00f6nnt ihr zudem auch nicht mehr die Spieldaten eines Freundes in euer Savegame \u00fcbertragen, um so mit euren jeweiligen Charakteren gemeinsam loszuziehen. Die (leider leicht \u00fcbersehbare) M\u00f6glichkeit, Hauptfiguren anderer Speicherst\u00e4nde zu importieren, ist aber sehr wohl noch im Remaster enthalten \u2013 so haben Leute, die mehrere Savegames f\u00fchren, zumindest noch etwas von besagtem Feature.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/-opGl59MP7o\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur SaGa-Fans werden dieser Tage redlich bedient, auch Freunde der Mana-Reihe k\u00f6nnen sich \u00fcber reichlich sch\u00f6nen Stoff der Vergangenheit in neuen T\u00fcchern freuen. 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