{"id":451,"date":"2021-06-24T20:00:21","date_gmt":"2021-06-24T20:00:21","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=451","title":{"rendered":"DreamWorks Spirit: Luckys gro\u00dfes Abenteuer"},"content":{"rendered":"<p>Es war einmal das schlechteste Game Boy Advance-Spiel der PortableGaming-Testhistorie (<a href=https:\/\/www.planetgameboy.de\/spiel\/332-spirit-der-wilde-mustang.html>Link<\/a>). Ein Spiel, das derma\u00dfen nachhaltige Spuren hinterlie\u00df, dass es als Inspiration f\u00fcr einen Nachfolger diente, den es leider nie gab (<a href=https:\/\/www.planetgameboy.de\/spiel\/789-april-scherz-spirit-2-die-rueckkehr-des-schwarzen-hengstes.html>Link<\/a>) &#8211; zumindest bis heute! Geschlagene 15 Jahre nach der fiktiven Fortsetzung ist das Lizenzspielflie\u00dfband von Outright Games mit dem lang ersehnten Nachfolger des <I>Spirit<\/i>-Spiels am Start, der ungef\u00e4hr so viel mit dem Vorg\u00e4nger zu tun hat wie die dazugeh\u00f6rige Filmvorlage mit dessen Vorreiter aus dem Jahre 2002. <b>Spirit: Luckys gro\u00dfes Abenteuer<\/b> ist n\u00e4mlich sowas wie eine Fortsetzung des aktuellen Kinostreifens <i>Spirit: Frei und ungez\u00e4hmt<\/i>, das wiederum eine alternative Erz\u00e4hlung der TV-Serie <i>Spirit: Wild und frei<\/i> ist, die sich ihrerseits um einen entfernten Nachkommen des wilden Mustangs von damals dreht. Alle Klarheiten beseitigt? Gut, dann sind die idealen Bedingungen geschaffen um der Frage nachzugehen, ob das neue Spiel seinem legend\u00e4ren Erbe gerecht wird.<\/p>\n<p><b>Lucky rettet die Wildpferde<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84379.jpg\" alt=\"Bild 84379\" style=\"float: right;\">Also, was gibt es Hochspannendes zu tun? Titelheldin Lucky stolpert eines sch\u00f6nen Tages \u00fcber eine Schatzkarte, die mit einem alten Gedicht ihrer verstorbenen Mutter zusammenh\u00e4ngt. Da l\u00e4sst sich die aufgeweckte Dame nat\u00fcrlich nicht zweimal bitten und trommelt ihre Freundinnen Abigail und Pru zusammen, um den Schatz zu bergen! Und nebenbei den fiesen Hendricks hin und wieder in die Schranken zu weisen, der erneut ein profitgieriges Auge auf die lokalen Wildpferde geworfen hat. Im Prinzip f\u00fchlt sich die Erz\u00e4hlung in vielerlei Belangen wie eine TV-Episode an und f\u00e4llt entsprechend kurz aus. In meinem Fall erreichte ich bereits nach weniger als drei Stunden das Ende. Wirklich h\u00fcbsch pr\u00e4sentiert wird sie jedoch nicht, fallen die Dialogsequenzen doch beinahe durch die Bank weg sehr statisch aus und selbst Sprachausgabe gibt es nur vereinzelt. H\u00e4ufig sind nur die ersten paar S\u00e4tze von Lucky deutsch vertont, bevor Stille einsetzt. Da h\u00e4tte man sich die M\u00fche im Prinzip auch gleich sparen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><i>Luckys gro\u00dfes Abenteuer<\/i> versteht sich als eine Art Open-World-Spiel. Soll hei\u00dfen: Ihr k\u00f6nnt die einigerma\u00dfen weitl\u00e4ufige Landschaft frei erkunden, gewisse Bereiche werden jedoch erst im Laufe des Handlungsfortschritts zug\u00e4nglich. Wirklich viel von Interesse bietet die l\u00e4ndliche Umgebung des St\u00e4dtchens Miradero jedoch nicht. Hier und da mag vielleicht ein Kleidungsst\u00fcck verborgen sein, das sich nach Bew\u00e4ltigung supersimpler Klettereinlagen einsacken l\u00e4sst, an anderer Stelle kann lokales Wildleben f\u00fcr das virtuelle Fotoalbum abgelichtet werden. Wirklich mehr freie Aktivit\u00e4ten bietet die Wildnis nicht. Daf\u00fcr sind zumindest eine ganze Reihe an Nebenaufgaben von den Bewohnern Miraderos am Start, die allerdings auch h\u00e4ufig in einfache Lieferauftr\u00e4ge mit seltenen Minigames wie etwa Wettrennen m\u00fcnden \u2013 das erm\u00fcdet sehr schnell.<\/p>\n<p><b>Schritt f\u00fcr Schritt und blo\u00df keine Eile<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84382.jpg\" alt=\"Bild 84382\" style=\"float: left;\">Das w\u00e4re alles nicht so schlimm und als Besch\u00e4ftigungstherapie brauchbar, wenn die Questerei nicht so unheimlich frustrierend w\u00e4re. Egal ob Nebenmission oder Storyauftrag: Die Navigation zum Ziel erfolgt \u00fcber den Kompass am oberen Bildschirmrand. Eine Umgebungskarte gibt es zwar auch, diese markiert jedoch h\u00f6chstens relevante NPCs. Zudem zeigt der Kompass nie direkt auf euer Reiseziel, sondern unterteilt die abzulaufende Route in separate Zielpunkte, von denen euch nur der jeweils n\u00e4chstgelegene anzeigt wird. Findet sich der gesuchte Questgegenstand somit am wortw\u00f6rtlichen anderen Ende der Karte, wisst ihr das erst, wenn ihr nach f\u00fcnfmin\u00fctigem Ausritt dort angekommen seid. Die an sich l\u00f6bliche Schnellreisefunktion erspart euch damit eigentlich nichts, sofern ihr nicht auf \u00fcbersinnliche Weise vorab feststellen k\u00f6nnt, wo zum Henker die B\u00e4renbeeren sind. Dass mich speziell das letzte Storyf\u00fcnftel mehrmals die selbe Route entlangschickte und die Schnellreisepunkte ohnehin teils viel zu abgelegen positioniert sind, um auch nur ansatzweise praktisch zu werden, stie\u00df mir besonders sauer auf. Oh, und kommt ja nicht auf die Idee, das Spiel nach langen M\u00e4rschen durch die Landschaft beenden zu wollen! Lucky wird n\u00e4mlich bei jedem Neuladen des Spielstandes zum Pferdestall ihrer Familie zur\u00fcckteleportiert, weswegen ich \u2013 wieder einmal \u2013 von einem Ende der Karte zum anderen galoppieren durfte.<\/p>\n<p>Und das kann mit der beizeiten hakeligen Steuerung schon mal in Kopfschmerzen enden. Lucky selbst lenkt sich dabei noch recht eing\u00e4ngig, lediglich ihre verz\u00f6gerte Sprungreaktion macht die seltenen H\u00fcpfeinlagen etwas unangenehm. Die meiste Zeit verbringt ihr jedoch auf dem R\u00fccken ihres wilden Pferdefreundes Spirit (Ach ja, der eigentliche Titelheld!), dessen Lenkung gerne mal unangenehm ausf\u00e4llt. Nur zu gern bleibt der Nachkomme des wilden Mustangs in halbwegs engen Passagen an unsichtbaren Kanten h\u00e4ngen, manchmal hatte ich sogar das Gef\u00fchl, ihn wie ein Auto mit Reifenpanne bewegungsunf\u00e4hig in die Landschaft man\u00f6vriert zu haben. Immerhin verf\u00fcgt Spirit \u00fcber die Teleportationsf\u00e4higkeit von Videospielpferdekollege Pl\u00f6tze und kann mit einem Pfiff zur\u00fcck an Luckys Seite \u2013 und somit in die Freiheit \u2013 gerufen werden. Den Frust h\u00e4tte ich mir trotzdem gern gespart. Stichwort \u201esparen\u201c: Auch dass das Ross mit der Zeit dreckig wird und damit die Sprintanzeige so lange eingeschr\u00e4nkt wird, bis man Spirit im Stall mit einer hakeligen B\u00fcrstensteuerung schrubbt, nervt mehr als es unterh\u00e4lt.<\/p>\n<p><b>Diashow auf dem Lande<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84385.jpg\" alt=\"Bild 84385\" style=\"float: right;\">Wir fassen also zusammen: Spielerisch hat <i>Luckys gro\u00dfes Abenteuer<\/I> praktisch nichts von Wert auf dem Kasten. Aber sicherlich \u00fcberzeugt doch die technische Seite der Schatzsuche! Das mag auf PS4 und Konsorten eingeschr\u00e4nkt stimmen, die Switch-Version leidet hingegen an diversen Technik-Macken. Dass die Grafikdetails f\u00fcr die schw\u00e4chere Hardware runtergeschraubt werden m\u00fcssen: Geschenkt. Dass es trotz matschiger Umgebungstexturen, weniger Grasfl\u00e4chen und diversen Animationsfehlern immer noch ruckelt wie die Seuche, ist hingegen unverst\u00e4ndlicher. Zumal Titel der Marke <i>Zelda: Breath of the Wild<\/i> ein \u00e4hnliches Gesamtbild bieten wie das PS4-Gegenst\u00fcck von <i>Spirit<\/i> und dabei bedeutend runder laufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war einmal das schlechteste Game Boy Advance-Spiel der PortableGaming-Testhistorie (Link). Ein Spiel, das derma\u00dfen nachhaltige Spuren hinterlie\u00df, dass es als Inspiration f\u00fcr einen Nachfolger diente, den es leider nie gab (Link) &#8211; zumindest bis heute! 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