{"id":449,"date":"2021-06-21T19:15:11","date_gmt":"2021-06-21T19:15:11","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=449","title":{"rendered":"DC Super Hero Girls: Teen Power"},"content":{"rendered":"<p>Ich kann mich nicht entscheiden, was an <b>DC Super Hero Girls: Teen Power<\/b> bizarrer ist: Die Tatsache, dass Nintendo den Vertrieb des Lizenzspiels \u00fcbernimmt? Der Fakt, dass Toybox (<i>Hometown Story<\/i>, <i>Deadly Premonition 2<\/i>) die Entwicklung \u00fcbernahm? Oder vielleicht doch die Feststellung, dass das Action-Adventure trotz nicht von der Hand weisbaren Schw\u00e4chen tats\u00e4chlich recht ordentlich geworden ist? Ja, richtig gelesen: Obwohl ich mit DC-Superhelden wenig anfangen kann und die spezifische Serienvorlage nicht gesehen habe, machte mir <i>DC Super Hero Girls<\/i> tats\u00e4chlich Spa\u00df. Warum das so ist und was trotzdem verbesserungsw\u00fcrdig ist, das verrate ich euch im folgenden Testbericht.<\/p>\n<p><b>Sie kamen aus der Spielzeugkiste<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84349.jpg\" alt=\"Bild 84349\" style=\"float: right;\">Ein Ort, in dem Superhelden und -schurken ihr Teenager-Dasein verbringen, kann zwangsweise nicht ruhig bleiben. Entsprechend d\u00fcrfen sich auch die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Metropolis High auf jede Menge \u00c4rger einstellen \u2013 nur auf weniger weltersch\u00fctterndem Niveau. W\u00e4hrend n\u00e4mlich auf der einen Seite LexCorp-Oberboss Lex Luthor Spenden f\u00fcr den Wiederaufbau des zerst\u00f6rten Stadtteils Hob&#8217;s Bay sammelt, machen mysteri\u00f6se Spielzeuge die Stra\u00dfen unsicher. Um den Alltagsfrieden zu wahren, st\u00fcrzt sich die Clique rund um Barbara Gordon alias Batgirl selbstredend ins Gefecht. Aber auch die von der quirligen Schurkin Harley Quinn angef\u00fchrte Fieslingsgruppe kann die Spielzeuge nicht leiden und mischt \u00fcber kurz oder lang mit. Schade hierbei: Obwohl die Hauptfiguren aus zwei Sechserteams bestehen, sind nur jeweils drei von ihnen auch tats\u00e4chlich spielbar. Die anderen dienen entweder als Questgeber oder moralische St\u00fctze w\u00e4hrend der Zwischensequenzen des mit etwa f\u00fcnf bis sieben Stunden recht kompakten Hauptabenteuers. Schade, denn gerade mit ihren vergleichsweise ungew\u00f6hnlichen Kr\u00e4ften h\u00e4tten beispielsweise Magierin Zatanna oder Pflanzenfl\u00fcsterin Poison Ivy ziemlich interessante Spielstile bieten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die ausw\u00e4hlbaren Heldinnen und Schurkinnen bieten dennoch ein wenig Abwechslung. So ist Catwoman beispielsweise besonders mobil und geht mit ihren Kombos schnell in den Luftkampf \u00fcber, wohingegen Wonder Woman zwar m\u00e4chtig austeilt, gegen schwebende Gegner aber wiederum ziemlich aufgeschmissen ist. Die Standard-Schlagkombo \u2013 in der Regel verf\u00fcgen die Figuren \u00fcber eine bodenbasierte und eine Luftvariante \u2013 entlohnt dabei mit einem besonders starken Abschlussman\u00f6ver, wenn jede Attacke einen Treffer verbucht. Um euch bei den teils wilden Gefechten etwas Spielraum zu bieten, setzt ein Ausweichman\u00f6ver l\u00f6blicherweise nicht unbedingt die Angriffskette zur\u00fcck. Auf diese Weise entsteht trotz der sehr \u00fcberschaubaren Movepalette und simplen Eingaben ein angenehmer Flow, der \u00fcberlegtes und geschicktes Vorgehen entlohnt \u2013 gerade weil die m\u00e4chtigen Smash-Finisher und eine hohe Angriffsrate ohne selbst eingesteckte Treffer mehr Geld und Upgradepunkte einbringen. Mit gelegentlich einstreubaren Spezialangriffen, von denen jede Figur zwei bietet, r\u00e4umt man so nach etwas Einspielzeit ordentlich auf den Stra\u00dfen von Metropolis auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84356.jpg\" alt=\"Bild 84356\" style=\"float: left;\">Doch trotz allen Lobes finden sich in den Handgemengen auch einige Probleme. So bekommt ihr es im sp\u00e4teren Spielverlauf vermehrt mit Gegnern zu tun, die sowohl schweben als auch nur kurze Zeit \u00fcber verwundbar sind. Die mit bestimmten Charakteren zu treffen wird zur reinsten Geduldsprobe. Theoretisch wird dies dadurch aufgewogen, dass ihr in der Regel mit drei Figuren zugleich in die Schlacht zieht, aktiv davon steuerbar ist jedoch nur eine \u2013 fliegende Wechsel zu Begleitern sind nicht m\u00f6glich und Koop-Modi werden ebenfalls schmerzlich vermisst. Durch letzteres Vers\u00e4umnis verschenkt <i>DC Super Hero Girls: Teen Power<\/i> leider auch direkt eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr unterhaltsame Multiplayer-Partien.<\/p>\n<p><b>Gro\u00dfstadtleben<\/b><br \/>\nAbseits der K\u00e4mpfe d\u00fcrft ihr nat\u00fcrlich Metropolis erkunden \u2013 wenn auch stark eingeschr\u00e4nkt. Mit Old City und Hob&#8217;s Bay warten zwei einigerma\u00dfen gro\u00dfe Gebiete auf euch, w\u00e4hrend der Vorhof der Metropolis High zumindest etwas Beinfreiheit bietet. In besagten Arealen jagt ihr entweder der Hauptgeschichte nach oder macht die massenhaften Nebenauftr\u00e4ge aus. Leider sind diese gr\u00f6\u00dftenteils uninspiriert und bieten nicht einmal interessante Rahmengeschichten. Hier will ein verlorenes Objekt beschafft werden, da gibt es \u00c4rger mit Spielzeugen, an anderer Stelle werden in den Missionen verstreute Sammelobjekte gefordert. Das erm\u00fcdet schnell. Zudem seid ihr in fast allen Erkundungsgebieten auf die Zivilformen der Protagonistinnen beschr\u00e4nkt und k\u00f6nnt somit nicht auf ihre jeweiligen Gadgets und Superkr\u00e4fte zur\u00fcckgreifen \u2013 das macht einige der Aufgaben nerviger, als sie sein m\u00fcssten. Lediglich in einer VR-Simulation der Gebiete d\u00fcrft ihr auch frei mit den Kr\u00e4ften herumspielen, nur k\u00f6nnt ihr in dieser eben keine Auftr\u00e4ge erledigen. Eine weitere verpasste Chance.<\/p>\n<p><b>Als Comic besser<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84352.jpg\" alt=\"Bild 84352\" style=\"float: right;\">In optischer Hinsicht ist <i>DC Super Hero Girls<\/i> ein kurioser Fall: W\u00e4hrend das Action-Adventure in Bewegung zwar solide, aber nicht bemerkenswert aussieht, wird speziell in Standbildern klar, wie gut der Cartoon-Stil der Vorlage eingefangen wurde. Das mag zum Teil auch daran liegen, dass bestimmte Animationsmuster wie beispielsweise Batgirls Herumgezappel dezent \u00fcbertrieben wirken, tut dem soliden Gesamteindruck aber keinen allzu gro\u00dfen Abbruch. Zudem l\u00e4uft <i>Teen Power<\/i> selbst im Handheldmodus beinahe durch die Bank weg fl\u00fcssig und l\u00e4dt angenehm kurz, was man von Toybox&#8216; vorherigem Switch-Werk nicht behaupten konnte. \u00dcber etwas mehr musikalische Abwechslung h\u00e4tte ich mich aber schon gefreut, denn gerade das einzige Oberwelt-Thema ging mir bereits nach wenigen Stunden ziemlich auf den Keks. Wirklich viele Musikst\u00fccke sind hier insgesamt nicht dabei. Immerhin: Auch wenn Dialogzeilen von Nebenfiguren in der Regel nicht voll vertont sind, so ist zumindest bei der Kernbesetzung von <i>DC Super Hero Girls<\/i> das komplette Aufgebot der englischen Stimmen aus der TV-Vorlage an Bord.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich kann mich nicht entscheiden, was an DC Super Hero Girls: Teen Power bizarrer ist: Die Tatsache, dass Nintendo den Vertrieb des Lizenzspiels \u00fcbernimmt? Der Fakt, dass Toybox (Hometown Story, Deadly Premonition 2) die Entwicklung \u00fcbernahm? 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