{"id":445,"date":"2021-05-28T17:00:21","date_gmt":"2021-05-28T17:00:21","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=445","title":{"rendered":"Wonder Boy: Asha in Monster World"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84228.jpg\" alt=\"Bild 84228\" style=\"float: left;\">Nachdem die <i>Wonder Boy<\/i>-Reihe bereits mit einem Remake und einer Fortsetzung neue und alte Fans begeistern konnte, steht nun die Neuauflage eines Titels ins Haus, die nicht damals zu Mega Drive-Zeiten \u2013 wohl aber auf Wii, PS3 und Xbox 360 \u2013 ihren Weg in westliche Gefilde fand: <i>Monster World IV<\/i>. Statt auf einen handgezeichnet wirkenden 2D-Looks setzt <b>Wonder Boy: Asha in Monster World<\/b> auf 3D-Optik, will im Kern jedoch die gute alte Spielerfahrung von damals wieder aufleben lassen. Wie das gelungen ist, kl\u00e4re ich kurz und knapp im folgenden Test.<\/p>\n<p><b>Im Dienste Ihrer Majest\u00e4t<\/b><br \/>\nTitelheldin Asha ist eine junge Kriegerin, die sich ihrer Abschlusspr\u00fcfung zur aufstrebenden Heldin stellen muss und anschlie\u00dfend im Dienste der Regentin des Landes die gefangenen W\u00e4chtergeister retten soll. Eine simple Geschichte, die bei Besuchen in der Landeshauptstadt nur minimal vorangetrieben wird und somit ma\u00dfgeblich schm\u00fcckendes Beiwerk f\u00fcr den Action-Plattformer darstellt \u2013 was nicht hei\u00dfen soll, dass es nicht die ein oder andere nett erz\u00e4hlte Wendung gibt. Die Cutscenes sind dabei \u00fcbrigens weitestgehend unvertont und die wenigen Wortfetzen, die es gibt, bleiben auf Japanisch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84230.jpg\" alt=\"Bild 84230\" style=\"float: right;\">Habt ihr euch in der Stadt vorbereitet und das Medaillon f\u00fcr das Tor des n\u00e4chsten Abschnitts eingesackt, geht es auch direkt ans Eingemachte. Die Abenteuerreise an sich verl\u00e4uft im Grunde genommen streng linear auf einer zweidimensionalen Ebene: Ihr lauft zun\u00e4chst eine gewisse Strecke von links nach rechts (oder umgekehrt), bis ihr den Dungeon des Kapitels erreicht. In den Kerkern wird euch zwar auch nur selten wirklich Erkundungsfreiheit geg\u00f6nnt, doch fallen die Pfade durchaus weitl\u00e4ufiger und gelegentlich sogar miteinander verzahnt aus. So wollen im Pr\u00fcfungsturm zu Beginn noch vergleichsweise simpel Schl\u00fcssel ausfindig gemacht werden, w\u00e4hrend euch ein sp\u00e4teres Labyrinth damit beauftragt, Fackeln und Lagerfeuer zu l\u00f6schen \u2013 teils mit einem bef\u00fcllbaren Wassereimer, teils mit Hilfe eures flatternden Begleiters Pepelogoo.<\/p>\n<p><b>Mein kleiner runder Kumpel<\/b><br \/>\nAsha ist n\u00e4mlich nicht allein unterwegs, sondern liest sehr fr\u00fch ein kleines, rundes Haustierchen auf, das sich im Laufe des Abenteuers als unentbehrlich erweist. Mit Pepelogoos Unterst\u00fctzung kann sie n\u00e4mlich langsamer zu Boden segeln, ferne Schalter aktivieren oder ihn beispielsweise auch als Feuerschutz oder improvisierte Eisblockplattform verwenden. Klingt grausam, steckt der kleine Freund jedoch schadlos weg. Darum stricken sich auch einige der insgesamt eher einfach durchschaubaren Puzzles, bei denen es mehr darum geht, bestimmte Punkte zu erreichen, als irgendwelche komplexen Kopfn\u00fcsse zu knacken. Dass sich euch dabei diverse Gegner in den Weg stellen, liegt auf der Hand. Ashas Man\u00f6ver erlauben dabei auch einige Tricks: Neben normalen Schwerthieben kann die Kriegerin auch Feinde von unten pieksen oder sie von oben drangsalieren \u2013 und sie dabei sogar als Sprungbrett zweckentfremden. Wirklich notwendig sind diese Kniffe selbst auf dem h\u00f6heren der beiden Schwierigkeitsstufen praktisch nie, sie machen euch das Leben jedoch ungemein einfacher.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84232.jpg\" alt=\"Bild 84232\" style=\"float: left;\">Der allgemein eher niedrige Schwierigkeitsgrad f\u00fcr ge\u00fcbte Genre-Freunde ist dabei ma\u00dfgeblich dreierlei Punkten geschuldet. Einerseits verliert Asha pro Treffer stets exakt ein Herz, kann von diesen jedoch schnell dank der zahlreichen verteilten Upgrade-Tropfen sowie neuer R\u00fcstungsarmreife eine stattliche Anzahl anh\u00e4ufen. Andererseits wurde das Inventar der Heldin ein wenig entr\u00fcmpelt: Goldbarren und Heilk\u00e4uter verbrauchen nicht mehr einen Inventarslot pro Exemplar, sondern werden direkt gestapelt. Die vollst\u00e4ndig kurierenden Elixiere lassen sich nun ebenfalls mehrfach einsacken. Zu guter Letzt k\u00f6nnt ihr nun jederzeit \u00fcber das Startmen\u00fc speichern, statt auf feste Speicherpunkte angewiesen zu sein. Folglich kann man im Remake bedeutend r\u00fccksichtloser spielen und trotzdem durchkommen.<\/p>\n<p><b>Neue Pfade in alten Gegenden<\/b><br \/>\nWas ebenfalls im Vergleich zum Original-<i>Monster World IV<\/i> angepasst wurde, ist das Level-Layout. Zwar decken sich viele der Areale im Gro\u00dfen und Ganzen immer noch mit der Mega Drive-Vorlage, an anderen Punkten wurden jedoch entweder kleine Anpassungen vorgenommen oder \u2013 im Falle der Hauptstadt des Spiels \u2013 sogar komplette Umbauma\u00dfnahmen vorgenommen. So macht die Palaststadt nun von der 3D-Struktur Gebrauch und bietet diverse zweidimensionale Ebenen, zwischen denen ihr an vorgeschriebenen Stra\u00dfen wechseln k\u00f6nnt. Leider wirken die Limitationen dabei ziemlich arbitr\u00e4r: So k\u00f6nnt ihr \u00fcber vielerlei Gassen wieder auf die Vordergrundebene zur\u00fcckkehren, m\u00fcsst f\u00fcr die hinteren Wege jedoch stets die wenigen fixen \u00dcbergangspunkte aufsuchen. Warum man dieses Feature so unsinnig einschr\u00e4nkt, konnte ich mir beim besten Willen nicht erkl\u00e4ren, zumal es die erstmalige Erkundung des Ortes zum reinsten Albtraum macht. Gl\u00fccklicherweise ist dies jedoch eine Ausnahme, denn die anderen Gebiete verzichten auf derartige Ebenenspiele.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/84233.jpg\" alt=\"Bild 84233\" style=\"float: right;\">Die Umgestaltung diverser Areale d\u00fcrfte wohl auch mit einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr sein, dass ihr anders als bei <i>The Dragon&#8217;s Trap<\/i> (<a href=https:\/\/www.planetswitch.de\/test\/44-kurztest-wonder-boy-the-dragon-s-trap.html>zum Test<\/a>) nicht jederzeit auf Knopfdruck zwischen dem neuen 3D-Look und der Original-Optik wechseln d\u00fcrft. Stattdessen liegt das urspr\u00fcngliche <i>Monster World IV<\/i> der Modulauflage im Einzelhandel als Bonus-Download bei. Immerhin kann sich die grafische \u00dcberarbeitung in vielen Punkten trotzdem sehen lassen. Klar wurden hier und da einige Gegnermodelle komplett ausgetauscht \u2013 beispielsweise wurden die Quallen des Wassertempels durch Wassergeister ersetzt \u2013 doch das Gesamtbild wirkt immer noch stimmig und wenn nicht gerade Dutzende von M\u00fcnzen den Boden s\u00e4umen, bleibt die Bildrate selbst im Handheld-Modus der Switch weitestgehend stabil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem die Wonder Boy-Reihe bereits mit einem Remake und einer Fortsetzung neue und alte Fans begeistern konnte, steht nun die Neuauflage eines Titels ins Haus, die nicht damals zu Mega Drive-Zeiten \u2013 wohl aber auf Wii, PS3 und Xbox 360 \u2013 ihren Weg in westliche Gefilde fand: Monster World IV. 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