{"id":433,"date":"2021-02-10T15:00:00","date_gmt":"2021-02-10T15:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=433","title":{"rendered":"Super Mario 3D World + Bowser&#8217;s Fury"},"content":{"rendered":"<p>Je \u00f6fter ich meine alte Wii U rauskrame, wie zum Beispiel j\u00fcngst zum erneuten Durchspielen der <i>Metroid Prime Trilogy<\/i>, desto \u00f6fter wird mir bewusst, dass es im Grunde eine ziemlich geniale Plattform war, die leider schlicht nicht genug Beachtung fand. Kein Wunder, dass auch Spiele wie das gradiose <i>Super Mario 3D World<\/i> komplett an mir vorbeigingen, wohingegen ich doch den kleinen 3DS-Bruder <i>3D Land<\/i> (<a href=https:\/\/www.planet3ds.de\/spiel\/66-super-mario-3d-land.html>zum Test<\/a>) in k\u00fcrzester Zeit komplettiert habe. Umso besser, dass Nintendo sich nicht lumpen l\u00e4sst und den Goldsch\u00e4tzen der Wii U-\u00c4ra auf der Switch eine zweite Chance gibt. So auch im Fall von <b>Super Mario 3D World + Bowser\u2019s Fury<\/b>, das in diesem Fall sogar noch mit einer Erweiterung daherkommt. Worum es sich dabei handelt, und ob sich der Vollpreis erneut lohnt, das verrate ich euch im folgenden Test.<\/p>\n<p><b>Miiiiaauuuuu!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83974.jpg\" alt=\"Bild 83974\" style=\"float: right;\">Klar, es gibt da drau\u00dfen viele Hundemenschen, und sicher auch genauso viele Katzenliebhaber. Doch selbst Hundemenschen und Fans anderer Haustiere d\u00fcrften den Katzen eine gewisse Niedlichkeit &#8211; zumindest \u00e4u\u00dferlich &#8211; nicht absprechen k\u00f6nnen. Diese \u00c4sthetik hat sich Nintendo f\u00fcr diesen Ableger volles Rohr auf die Fahne geschrieben. Sind im Hauptspiel die Einfl\u00fcsse noch recht dezent, wird man in der neuen Erweiterung <i>Bowser\u2019s Fury<\/i> regelrecht von Katzen\u00f6hrchen erschlagen, doch dazu sp\u00e4ter mehr. Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich n\u00e4mlich ein paar Worte zum Re-Release von <i>3D World<\/i> verlieren.<\/p>\n<p>Im Grunde hat sich das Spiel kaum ver\u00e4ndert. Bis auf wenige optische Verbesserungen dank der moderneren Switch-Hardware, bekommt man eigentlich fast dasselbe Spiel wie damals auf der Wii U pr\u00e4sentiert. Durch das Wegfallen des Miiverse haben die in den Stages sammelbaren Stempel nat\u00fcrlich ihren eigentlich Zweck verloren. Leider ist Nintendo hier auch kein kreativer Nutzen eingefallen, weshalb die Stempelbilchen nun lediglich in einer gro\u00dfen \u00dcbersicht als Troph\u00e4en gesammelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83971.jpg\" alt=\"Bild 83971\" style=\"float: left;\">Ein Clou des Originals war ja, dass man nicht nur allein, sondern lokal auch mit bis zu drei Freunden in die bunten Welten starten konnte. Das d\u00fcrfte nicht nur f\u00fcr reichlich Spa\u00df, sondern auch f\u00fcr Chaos gesorgt haben. Nun ist es auch m\u00f6glich, sich \u00fcber das Internet zu verbinden, was gerade in Zeiten des Lockdowns sehr gelegen kommt. Davon ab bekommt man dieselbe kunterbunte Welt mit spa\u00dfigen Power-Ups, kompakten aber doch mit Geheimnissen vollgestopfen Welten, sowie reichlich Minispiele und die beliebten Captain Toad-Level. Wer auf Marios Abenteuer steht, macht hier also damals wie heute nichts falsch.<\/p>\n<p><b>Rooooooaaaaaaar!<\/b><br \/>\nWesentlich spannender ist da schon eher das die neue \u201eBeilage\u201c namens <i>Bowser\u2019s Fury<\/i>. Zur Ank\u00fcndigung eines jeden Wii U-Re-Releases werden im Netz stimmen laut, dass es nicht fair w\u00e4re, f\u00fcr einen alten Titel erneut 60 Euro zu verlangen. Teilweise gar nicht so unberechtigt, d\u00fcrfte die Kritik aber sp\u00e4testens durch das neue Abenteuer etwas abgeschw\u00e4cht werden. Zwar bekommt man hier keine dr\u00f6lfzig Stunden an Umfang geboten, doch immerhin einen etwa 5 bis 10 Stunden langen Ausflug auf ein Archipel, das von einem zornigen Bowser heimgesucht wird. Moment, Bowser und zornig, was soll daran neu sein? Nun, dieser hier ist dezent aufgeregter als sonst, und schreckt nicht mal davor zur\u00fcck, seinem Sohnemann Bowser Jr. zu schaden, der sich aus Verzweiflung sogar seinem Erzfeind Mario anschlie\u00dft, um den Koopa-K\u00f6nig wieder in die Normalform zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83957.jpg\" alt=\"Bild 83957\" style=\"float: right;\">Das soeben beschriebene ist quasi auch schon der Einstieg und kurz darauf wird man auf einer Startinsel rausgeschmissen und los geht es. Recht schnell wird eines klar, irgendwas ist anders. Laufen die <i>Mario<\/i>-Titel doch sonst mit butterweichen 60 Bildern pro Sekunde, scheint die Bildrate in <i>Bowser\u2019s Fury<\/i> auf 30 reduziert worden zu sein. Mangels Messungen kann ich hier zwar nur spekulieren und subjektive Wahrnehmungen wiedergeben, doch im Dock f\u00fchlt sich das Add-On wieder genauso fl\u00fcssig an wie das Hauptspiel. Das mag wohl dem Fakt geschuldet zu sein, dass man nun erstmals in einer richtigen Open World spielt, die bis auf kleine Subwelten f\u00fcr R\u00f6hren-Minispiele im Prinzip komplett ohne Ladezeiten auskommt.<\/p>\n<p>Das f\u00fchlt sich trotz der geringeren Framerate im mobilen Modus einfach gro\u00dfartig an, und passt perfekt zur Sammelorgie die <i>Mario<\/i>-Games \u00fcblicherweise nunmal bieten. Man stelle sich vor, <I>Super Mario Odyssey<\/i> w\u00e4re eine zusammenh\u00e4ngende Welt, die komplett begehbar w\u00e4re, und an jeder Ecke w\u00e4ren Monde, oder wie in diesem Fall hier Katzen-Insignien versteckt. Nicht nur der Fakt, dass man wieder Insignien sammeln darf, sondern auch das Insel-Setting erinnert gewaltig an das gro\u00dfartige <i>Super Mario Sunshine<\/i>, nur dass der Themenpark dieses Mal nicht nur ein einziges Level ist, sondern sich die ganze Spielwelt wie ein Themenpark anf\u00fchlt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83947.jpg\" alt=\"Bild 83947\" style=\"float: left;\">Zun\u00e4chst wird zwar noch ein gro\u00dfer Teil der Inselgruppe von dunklem Bowser-Schleim verdeckt, doch nach und nach erschlie\u00dft man sich immer mehr Grund und darf sich frein austoben. Aus den Aufgaben und Verstecken der Insignien macht Nintendo dabei kein Geheimnis. Auf der Karte wird st\u00e4ndig angezeigt, wo noch etwas zu holen ist, und auch Schnellreisen sind problemlos m\u00f6glich. Wer den herk\u00f6mmlichen Weg bevorzugt, darf sich auf Plessies R\u00fccken schwingen und jederzeit frei \u00fcber das Meer d\u00fcsen, \u00fcber Rampen springen und haufenweise Gegner umnieten. F\u00e4llt man mal etwas ab vom Schuss ins Wasser, spawnt praktischerweise immer ein Exemplar des freundlichen Meeresungeheuers und sammelt Mario ein. Durch all diese Aspekte entsteht ein derma\u00dfen guter Flow, der mich pers\u00f6nlich dazu brachte, <i>Bowser\u2019s Fury<\/i> an zwei oder drei Abenden komplett durchzuspielen.<\/p>\n<p>Thematisch sind die Hauptattraktionen der gr\u00f6\u00dferen Inseln zwar immer unterschiedlich, doch eines haben fast alle Objekte im Spiel gemeinsam: Sie bekamen Katzenohren verpasst. Anfang noch m\u00fcde bel\u00e4chelt, sorgte dieser Fakt dann doch hier und da immer wieder f\u00fcr ein verstohlenes Grinsen, da selbst dort Ohren angebracht worden sind, wo man es nie und nimmer vermutet h\u00e4tte. Soviel zu Themenpark-Design der kleinen Erweiterung, doch der gro\u00dfe Clou ist der Schalk im Nacken, der einen st\u00e4ndig verfolgt. Im einen Moment noch friedlich, wird die Musik in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden immer d\u00fcsterer und Funken und Asche f\u00fcllen die Luft: Der Wut-Bowser erhebt sich aus dem Zentrum des Archipels und geht auf die Jagd.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83944.jpg\" alt=\"Bild 83944\" style=\"float: right;\">Das macht zwar das entspannte Insel-Gameplay ungemein hektischer und nervt stellenweise, sorgt allerdings auch f\u00fcr Abwechslung und Spannung. Au\u00dferdem hat man diverse M\u00f6glichkeiten, den Gro\u00dfen abzuwehren und zack, ist wieder Ruhe angesagt. Der wohl witzigste Weg ist aber durch die gro\u00dfen Katzengl\u00f6ckchen, die Mario im Katzenkost\u00fcm kurzerhand auf Bowsers Gr\u00f6\u00dfe angleicht und einen regelrechten Kampf der Giganten entfesselt, <i>Pok\u00e9mon<\/i>-Mega-Entwicklungen lassen gr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Der anfangs erw\u00e4hnte Bowser Jr. ist \u00fcbrigens nicht nur Bestandteil der zweckm\u00e4\u00dfigen Rahmenhandlung, sondern kann wahlweise auch von einem Mitspieler \u00fcbernommen werden. Im Gegensatz zum Hauptspiel darf man hier allerdings nur zu zweit und nur lokal spielen, was Fragen aufwirft, da gerade der neue Inhalt mit einem entfernten Freund sicher vielerorts f\u00fcr Freude gesorgt h\u00e4tte. Hat man keinen Mitspieler parat, \u00fcbernimmt der Computer den kleinen Pinselschwinger im Clown-Car, was sich sogar justieren l\u00e4sst! Wahlweise metzelt dieser sich n\u00e4mlich durch s\u00e4mtliche Gegner in Reichweite und gibt am laufenden Band Hinweise und Power-Ups. Man kann ihn allerdings auch etwas zur\u00fcckhaltender einstellen, wo noch genug Raum f\u00fcr den eigenen Entdeckerdrang bleibt. Via Pointer oder Touchscreen l\u00e4sst sich der Kollege zudem zu entfernten Orten beordern um beispielsweise kleine Geheimnisse aufzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Je \u00f6fter ich meine alte Wii U rauskrame, wie zum Beispiel j\u00fcngst zum erneuten Durchspielen der Metroid Prime Trilogy, desto \u00f6fter wird mir bewusst, dass es im Grunde eine ziemlich geniale Plattform war, die leider schlicht nicht genug Beachtung fand. 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