{"id":430,"date":"2020-12-30T08:00:00","date_gmt":"2020-12-30T08:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=430","title":{"rendered":"Jurassic World Evolution: Complete Edition"},"content":{"rendered":"<p>Spiele m\u00fcssen nicht immer aufregend sein, um zu begeistern. Wer nur gelegentlich den Kick sucht, geh\u00f6rt wohl wie ich zu der Sorte Mensch, die Games vor allem zur Entschleunigung und Entspannung nutzen. Ein Genre, das sich daf\u00fcr eigentlich sehr anbietet blieb mir jedoch bisher verschlossen, bis ich mich zum Test von <b>Jurassic World Evolution: Complete Edition<\/b> bereiterkl\u00e4rte. Gemeint sich n\u00e4mlich Parksimulatoren, wie sie etwa durch die <i>RollerCoaster Tycoon<\/i>-Reihe salontauglich wurden. Unser heutiger Testkandidat trifft genau in diese Kerbe, verspricht aber statt Vergn\u00fcgungsfahrten mit Loopings eher entspannte Ausblicke aus der Monorail auf die eigens gez\u00fcchteten Dinosaurier. Dass das Konzept funktioniert und gerade in der hier vorliegenden Komplettversion vor Inhalt nur so strotzt, zeigten ja die schon l\u00e4nger erh\u00e4ltlichen Versionen f\u00fcr andere Plattformen. Ich konzentriere mich daher in diesem Kurztest lediglich auf das Kerngameplay um auch Unwissende ins Boot zu holen, sowie die technische Umsetzung f\u00fcr Nintendos Hybrid-Konsole. Also alle angeschnallt, es geht Richtung Costa Rica!<\/p>\n<p><b>Zur\u00fcck in die Kindheit, zur\u00fcck auf die Insel<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83673.jpg\" alt=\"Bild 83673\" style=\"float: right;\">Wer wie ich mit den ersten drei <i>Jurassic Park<\/i>-Filmen aufgewachsen ist, wird schon in den ersten paar Spielminuten in Nostalgie schwelgen. Neben der markanten Titelmelodie sind n\u00e4mlich auch bekannte Sprecher und deren Figuren aus der Reihe mit von der Partie und versorgen uns teils mit Quests, oder streuen hier und da auch einfach nur ein paar Zeilen zur Geschichte ein. Als blutiger Anf\u00e4nger wird man in der Hauptkampagne vorbildlich an (fast) alle Elemente des Parkmanagements herangef\u00fchrt. \u201eFast\u201c deshalb, da gerade etwas versteckte Funktionen hier und da ausgelassen werden und Quests daher nur bedingt Sinn ergeben, bis man dann nach ein bisschen Herumt\u00fcftelei den Dreh raus hat. Das f\u00e4llt aber gl\u00fccklicherweise nicht allzu negativ auf, da das Spielkonzept generell sehr zum Experimentieren einl\u00e4dt.<\/p>\n<p>Die Hauptkampagne umfasst stattliche f\u00fcnf Inseln eines Archipels, von denen man zun\u00e4chst die Kleinste bebauen darf und dann nach und nach expandiert. Man ist also erstmal damit betraut, die grundlegende Struktur eines Dino-Parks zu errichten. Ein paar Gehege, Fossilienfunde und Forschungen sp\u00e4ter entlassen wir schon unsere ersten eigenen Tiere in die umz\u00e4unte Freiheit. Hierbei gibt es im Laufe des Spiels etliche Arten zu entdecken, mitsamt Lexikon quasi aller Spielelemente, sofern man sich f\u00fcr knallharte Fakten interessiert. Dar\u00fcber hinaus besch\u00e4ftigt man sich neben der Dinozucht auch noch mit der Zufriedenheit der Touristen, Katastrophenmagement, Landschaftsgestaltung, und und und. Die M\u00f6glichkeiten sind mannigfaltig, wobei das Micromanagement meiner Meinung nicht zu nervig ausf\u00e4llt. Vor allem der Beginn eines Park kann aber mangels Geldfluss auch schon mal etwas z\u00e4her ausfallen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83671.jpg\" alt=\"Bild 83671\" style=\"float: left;\">Wem das irgendwann nicht mehr reicht, kann sich zudem an noch mehr Sauriern, sowie drei inhaltlich recht interessanten Zusatzszenarien versuchen. So m\u00fcssen wir in \u201eClaire\u2019s Zuflucht\u201c etwa etliche Tiere vor einem drohenden Vulkanausbruch auf Isla Nublar retten und umsiedeln, oder ganz klassisch im Ur-Park mit den drei Helden der Ur-Trilogie, also Alan Grant, Ellie Sattler und dem schw\u00e4rmerischen Chaostheorethiker Dr. Malcolm den Parkkollaps verhindern, wie er in den Filmen erz\u00e4hlt wurde. Auch Skins basierend auf den neueren <i>Jurassic World<\/i>-Filmen, etliche Herausforderungen, sowie ein Sandkastenmodus sind mit im Paket. Ihr merkt schon: Wenn man will, kann sich gut und gerne hunderte Stunden mit dem Parkbau besch\u00e4ftigen, was dank abwechslungsreicher Inhalte auch nicht allzu schnell langweilig wird.<\/p>\n<p><b>Die technische Seite<\/b><br \/>\nDas alles bringt einem jedoch recht wenig, wenn diese Version des Spiels nur zum Teil genie\u00dfbar ist. Wer gern haupts\u00e4chlich auf dem TV oder Monitor spielt darf beruhigt. Hier lief es zwar zum Launch der Switch-Version etwas holprig, dort wurde aber zum Gl\u00fcck mittels Patch nachgeholfen. Den TV-Modus kann man nun also mitsamt tollem Soundtrack in annehmbarer Aufl\u00f6sung und ziemlich stabiler Bildrate zocken. Anders sieht es da schon im Handheld-Modus aus. Wer wie ich, und vor allem solche entspannten Titel, jedoch lieber auf dem Sofa spielt und nebenbei Serien wegmacht, sollte jedoch gewarnt sein. Hier muss man sich trotz diverser Patches leider noch immer mit einer extrem verwaschenen Darstellung zufrieden geben. Zwar l\u00e4uft hier (vermutlich dank dynamischer Aufl\u00f6sung) auch alles weitestgehend rund, doch hat das mit Genuss nicht mehr viel zu tun.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83672.jpg\" alt=\"Bild 83672\" style=\"float: right;\">Ich bin nun beileibe kein Grafikfetischist und wei\u00df auch Spiele zu sch\u00e4tzen, die ihren Fokus auf andere Aspekte als eine bombastische Grafik legen. In der mobilen Fassung von <i>Jurassic World Evolution<\/i> ist die Aufl\u00f6sung jedoch so gering, dass man sogar funktionelle Einschr\u00e4nkungen hinnehmen muss. So f\u00e4llt zum ersten die Orientierung vor allem in die bebauten Parks extrem schwer, st\u00e4ndig ploppen \u00fcberall Details in Bild, und Dinos inmitten eines Waldes zu ersp\u00e4hen, sollte man hier besser gar nicht erst versuchen &#8211; bl\u00f6d nur wenn dieser todkrank ist und dringend Medizin von den Rangern ben\u00f6tigt. Apropos Ranger: Man darf sogar selbst in den Heli oder Gel\u00e4ndewagen h\u00fcpfen, was jedoch sehr fordernd f\u00fcr die limitierte Leistung der Switch ist, weshalb ich solche Aufgaben, wenn nicht zwingend notwendig, von der KI erledigen lie\u00df. Die ist allerdings teilweise so daneben, dass selbst eine leichte Steigung oder ein Wendeman\u00f6ver zum absoluten Meltdown f\u00fchren. Das ist vor allem dann \u00e4rgerlich, wenn der Park gerade aufgrund ausgebrochener Fleischfresser oder Naturkatastrophen vor die Hunde geht.<\/p>\n<p>Das mag alles nicht sch\u00f6n sein, doch kann man sich gl\u00fccklicherweise mit Flei\u00df und indem man auf dem Fernsehger\u00e4t spielt um die gr\u00f6\u00dften Schw\u00e4chen der Switch-Version herumarrangieren. Dann erh\u00e4lt man die meiste Zeit sogar ein zwar technisch abgespeckten, aber immer noch sehr h\u00fcbsches Spiel zu Gesicht. Vor allem die lebensechten Animationen und die detailreiche Darstellung der Dinosaurier haben es mir angetan.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spiele m\u00fcssen nicht immer aufregend sein, um zu begeistern. Wer nur gelegentlich den Kick sucht, geh\u00f6rt wohl wie ich zu der Sorte Mensch, die Games vor allem zur Entschleunigung und Entspannung nutzen. 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