{"id":428,"date":"2020-12-22T20:00:10","date_gmt":"2020-12-22T20:00:10","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=428","title":{"rendered":"Puyo Puyo Tetris 2"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83814.jpg\" alt=\"Bild 83814\" style=\"float: right;\">Mit <i>Puyo Puyo Tetris<\/i> (<a href=https:\/\/www.planetswitch.de\/test\/47-kurztest-puyo-puyo-tetris.html>zum Test<\/a>) gelang Sega vor drei Jahren ein Gl\u00fccksgriff. Durch eine kleine L\u00fccke im <i>Tetris<\/i>-Lizenzvertrag von Ubisoft konnte das Haus des Turbo-Igels nicht nur eine Switch-Portierung des in Japan schon seit 2014 grasierenden Crossover-Puzzlers auf die Beine stellen, sondern diese auch erstmals nach Europa und Nordamerika exportieren. Da <i>Tetris 99<\/i> erst bedeutend sp\u00e4ter folgen sollte, war der Kessel Buntes um den Switch-Launch herum die einzige Option, um die klassische Steinchenstapelei auf Nintendos neuer Konsole erleben zu k\u00f6nnen. Und weil sich die internationale Ausgabe augenscheinlich derma\u00dfen gut verkauft hat, steht jetzt sogar ein waschechter Nachfolger bereit. Auf <b>Puyo Puyo Tetris 2<\/B> m\u00fcssen wir dankenswerterweise nicht drei Jahre l\u00e4nger als unsere japanischen Zockerkollegen warten, doch ob die neue Runde Wahnsinn aus der farbenfrohen Welt von <i>Puyo Puyo<\/i> dem hohen Niveau seines Vorg\u00e4ngers gerecht werden kann, kl\u00e4re ich in diesem Test.<\/p>\n<p><b>Die hohe Kunst des Hochbauabbaus<\/b><br \/>\nZun\u00e4chst einmal f\u00fcr alle Neulinge ein Kurzabriss des grundlegenen Gameplays. Sowohl bei <i>Puyo Puyo<\/I> als auch bei <i>Tetris<\/i> geht es darum, auf die Spielfl\u00e4che hereinregnende Objekte so zu platzieren, dass sie m\u00f6glichst effektiv aufgel\u00f6st werden. Die wobbeligen Puyo-Schleime sind dabei in farblich passenden Vierergruppen zu verbinden, w\u00e4hrend die Tetriminos jeweils eine komplette Reihe auszuf\u00fcllen haben. Jede aufgel\u00f6ste Formation bringt nicht nur Punkte, sondern schickt euren Gegenspielern \u2013 bis zu vier Teilnehmer k\u00f6nnen bei jeder Partie um den Sieg ringen \u2013 auch vom Spiel liebevoll als \u201eM\u00fcll\u201c bezeichnete St\u00f6robjekte aufs Feld. Niederlagen werden dabei entweder durch klassische Knock-outs oder \u00fcber Score-Differenzen nach Ablauf eines Zeitlimits bestimmt. Das klingt nat\u00fcrlich bedeutend simpler, als es schlussendlich ist. F\u00fcr gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Schaden beim Gegner will n\u00e4mlich vorausgeplant und intelligent gespielt werden. Aufl\u00f6se-Ketten schmerzen n\u00e4mlich bedeutend mehr als Einzelschl\u00e4ge und lassen sich zudem merklich schwerer kontern. F\u00fcr alle Neulinge der Stapelwissenschaft \u2013 und gerade bei <i>Puyo Puyo<\/i> d\u00fcrfte es da so einige geben \u2013 werden gl\u00fccklicherweise nicht nur kompakte Tutorials, sondern auch eine ganze Staffel an \u00dcbungsaufgaben angeboten, \u00fcber die man sich Basis-Strategien und fortgeschrittene Techniken aneignen kann. Eine willkommene Erweiterung, blieb Teil 1 mit seinen Einf\u00fchrungen doch noch vergleichsweise oberfl\u00e4chlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83815.jpg\" alt=\"Bild 83815\" style=\"float: left;\">Wer mit besagtem Vorg\u00e4nger vertraut ist, f\u00fchlt sich \u00fcbrigens direkt heimisch. Sogar fast schon zu heimisch. Im Prinzip findet ihr hier n\u00e4mlich alles, was das erste <i>Puyo Puyo Tetris<\/I> auch schon bot \u2013 und das mit praktisch identischer Men\u00fcstruktur. So steuert ihr im zentralen Men\u00fcpunkt alle Kern-Modi des Spiels an, die ihr solo gegen KI-gesteuerte Gegner oder schlichtweg um den Highscore angehen k\u00f6nnt. Von regul\u00e4ren Versus-Partien mit getrennten <i>Puyo Puyo<\/i>&#8211; bzw. <i>Tetris<\/i>-Spielstilen \u00fcber Misch-Modi bis hin zu klassischen Ausdauer-Herausforderungen und Time-Attack-Varianten ist alles wieder mit an Bord. Lediglich eine Spielvariante ist neu: Der Talentkampf. Hier tretet ihr mit Teams bestehend aus drei Charakteren an, die ihre jeweiligen Spezialf\u00e4higkeiten beisteuern \u2013 beispielsweise das Heraufbeschw\u00f6ren einfach aufl\u00f6sbarer Tetrimino-Formationen, die Schw\u00e4chung gegnerischer Angriffe oder die Heilung der eigenen Trefferpunkte. Letzteres deutet bereits auf einen weiteren bedeutenden Unterschied zu den anderen Spielmodi hin: Beide Seiten verf\u00fcgen \u00fcber eine begrenzte Anzahl an Lebensenergie, die der Gegenspieler auf Null zu reduzieren hat. Jeder kassierte Angriff hinterl\u00e4sst also bleibende Sch\u00e4den und l\u00e4sst sich nicht mit ein wenig Geschick ausgleichen. Das sorgt f\u00fcr eine spannende, neue Dynamik im Spielfluss und macht in der Praxis tats\u00e4chlich Laune. Unsch\u00f6nerweise ist daran allerdings auch eine Levelaufstiegs- und Ausr\u00fcstungsmechanik gebunden, weswegen sich Multiplayer-Partien je nach Spielfortschritt zumindest unausbalanciert anf\u00fchlen k\u00f6nnten \u2013 praktisch konnte ich in meiner Testzeit online jedoch keinen Sparringspartner finden, der sich am Talentkampf erproben wollte. Schade um die neue Spielvariante.<\/p>\n<p><b>Mit zwei Welten gegen den Rest der Welt<\/b><br \/>\nStichwort Online: Hier bleibt auch alles weitestgehend beim Alten, wenngleich sich eine bedeutende Anpassung bemerkbar macht. Anders als beim ersten Teil d\u00fcrft ihr in Ranglisten-Partien nun auch nur nach <i>Puyo Puyo<\/i>&#8211; oder <i>Tetris<\/i>-Matches suchen und m\u00fcsst euch nicht mit einem einzelnen Mix aus allem herumplagen. Besagte Mischung ist f\u00fcr alle Willigen nat\u00fcrlich trotzdem noch dabei und wie bereits angedeutet gibt es auch einen separaten Men\u00fcpunkt f\u00fcr Talentk\u00e4mpfe. Wer sich ins Matchmaking wagen m\u00f6chte, sollte idealerweise jedoch vorher \u00fcben, denn die Konkurrenz ist nicht von schlechten Eltern. Da merke ich als selbsteingesch\u00e4tzter Mittelklasse-<I>Tetris<\/i>-Spieler schnell, dass ich noch einiges zu lernen habe \u2013 von meinen immer noch eher d\u00fcrftigen <i>Puyo Puyo<\/i>-Skills ganz zu schweigen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83811.jpg\" alt=\"Bild 83811\" style=\"float: right;\">Bedeutend vergn\u00fcglicher geht es da schon im Abenteuermodus zu. Jepp, Sega hat auch <i>Puyo Puyo Tetris 2<\/i> eine umfassende Handlung spendiert, die wieder einmal herzallerliebst albern erz\u00e4hlt wird, aber auch genau meinen Humor trifft. Speziell die englische Tonspur \u2013 den japanischen O-Ton gibt es auch \u2013 \u00fcberzeugt mit ihrer erstklassigen Performance, die jedem der skurrilen Charakter gekonnt Leben einhaucht. Zudem gibt es dieses Mal auch gr\u00f6\u00dftenteils gut eingedeutsche Texte, weswegen Spieler mit mangelhaften Englischkenntnissen nun ebenfalls ihren Lachmuskeln trainieren k\u00f6nnen. Die Geschichte selbst ist dabei nat\u00fcrlich nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig tiefgr\u00fcndig und richtet sich vom Kern her an ein eher j\u00fcngeres Publikum, unterh\u00e4lt jedoch gut und regt in manchen Punkten sogar ein wenig zum Denken an. Und auch wenn die Story an den Vorg\u00e4nger ankn\u00fcpft, sind Vorkenntnisse nat\u00fcrlich nicht notwendig. Spielerisch erwartet euch hier \u00fcbrigens wieder eine ganze Staffel an Herausforderungsleveln, bei denen es je nach Performance bis zu drei Abschluss-Sterne pro Stage gibt \u2013 nach Komplettabschluss eines Kapitels kommt sogar noch ein vierter erringbarer Stern dazu. Der Schwierigkeitsgrad kann dabei optional sogar auf eure F\u00e4higkeiten geeicht werden, um euch theoretisch gleicherma\u00dfen zu fordern, aber auch nie zu \u00fcberfordern. Die vorprogrammierte Lernkurve empfand ich pers\u00f6nlich jedoch bereits als angenehm genug.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Puyo Puyo Tetris (zum Test) gelang Sega vor drei Jahren ein Gl\u00fccksgriff. Durch eine kleine L\u00fccke im Tetris-Lizenzvertrag von Ubisoft konnte das Haus des Turbo-Igels nicht nur eine Switch-Portierung des in Japan schon seit 2014 grasierenden Crossover-Puzzlers auf die Beine stellen, sondern diese auch erstmals nach Europa und Nordamerika exportieren. 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