{"id":425,"date":"2020-12-02T17:00:21","date_gmt":"2020-12-02T17:00:21","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=425","title":{"rendered":"Fire Emblem: Shadow Dragon &#038; the Blade of Light"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83776.jpg\" alt=\"Bild 83776\" style=\"float: right;\">Dass wir den Tag noch erleben d\u00fcrfen! Angesichts des 30-j\u00e4hrigen Bestehens der <i>Fire Emblem<\/i>-Reihe ver\u00f6ffentlicht Nintendo nun erstmals das Spiel, welches zu NES-Tagen (oder eher Famicom-Zeiten, um genau zu sein) den Grundstein f\u00fcr die Strategie-RPGs aus dem Hause Intelligent Systems legen sollte, in westlichen Gefilden \u2013 dies allerdings \u201elediglich\u201c als limitierten eShop-Download, der nur bis zum 31. M\u00e4rz 2021 erwerbbar sein soll. Aber hey, daf\u00fcr kommen wir endlich in den Genuss der ersten Abenteuer vom Heldenk\u00f6nig Marth, ganz ohne die Anpassungen und Erg\u00e4nzungen, die das DS-Remake <i>Shadow Dragon<\/i> mit sich brachte! Wobei dies eigentlich auch kein Grund zum Feiern ist, wie ich bei meinem Test der Switch-Umsetzung von <b>Fire Emblem: Shadow Dragon &#038; the Blade of Light<\/b> sehr schnell erfahren durfte.<\/p>\n<p><b>Es war einmal in Akaneia \u2026<\/b><br \/>\nDie Story, welche Nintendo-untypisch \u00fcbrigens nur in englischen Texten pr\u00e4sentiert wird, startet unkompliziert: Das Imperium von Dohlr bedroht das K\u00f6nigreich Altea und Prinz Marth zieht mit einer Gruppe eingeschworener Gef\u00e4hrten los, um die Invasoren vom Kontinent Akaneia zu vertreiben. Was <i>Fire Emblem<\/i> von anderen Strategiespielen abhebt(e), sind eure Einheiten: Statt generischer Krieger und Magier hat jede Figur einen Namen und eine Geschichte, Letztere f\u00e4llt in dieser Originalfassung jedoch sehr flach aus. Mehr als die jeweiligen Rekrutierungsszenen gibt es nicht. Das ist schade, zumal sie technisch bedingt immer noch ziemlich gleich aussehen und selbst die jeweiligen 8-Bit-Portr\u00e4ts nur sichtbar sind, wenn ihr sie explizit aufruft. Es f\u00e4llt somit doch bedeutend schwerer, eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen und ihren eventuellen Tod zu bedauern \u2013 das permanente Ausscheiden von Einheiten nach vollst\u00e4ndigem KP-Verlust gibt es hier n\u00e4mlich auch schon.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83775.jpg\" alt=\"Bild 83775\" style=\"float: left;\">Was es wiederum nicht gibt, ist das Waffendreieck \u2013 also die St\u00e4rke- und Schw\u00e4cheverh\u00e4ltnisse zwischen Lanzen, \u00c4xten und Schwertern. Lediglich eine Hand voll besonderer Waffenkategorien verf\u00fcgen \u00fcber Spezialschaden-Eigenschaften. Unsch\u00f6n, macht es die Schlachten doch gef\u00fchlt weniger taktisch, zumal <i>Shadow Dragon &#038; the Blade of Light<\/i> anders als das moderne <i>Three Houses<\/i> nichts mitbringt, um dies zu kompensieren. Viel schlimmer: Da sich diverse Informationen wie Einheitenwerte oder Bewegungsreichweite entweder in langsam aufrufbaren Men\u00fcs verstecken oder schlichtweg gar nicht angezeigt werden, f\u00e4llt es umso schwerer, anst\u00e4ndig zu taktieren. Im Kampf selbst werden alle Werte dann auch noch als unbeschriebene Balken angezeigt, was das Absch\u00e4tzen von St\u00e4rken noch einmal zus\u00e4tzlich erschwert. Viele Konfrontationen endeten bei mir schnell auf unerwartete Weise, weil ich nicht gen\u00fcgend absch\u00e4tzen konnte, was auf mich zukommt \u2013 somit f\u00fchlt sich <i>Shadow Dragon &#038; the Blade of Light<\/I> ein deutliches St\u00fcck unfairer als seine moderneren Gegenst\u00fccke an.<\/p>\n<p><b>Mehr Tempo, wenn ich bitten darf!<\/b><br \/>\nAber Nintendo w\u00e4re nicht Nintendo, wenn es f\u00fcr genau solche Frustmomente nicht etwas Unterst\u00fctzung g\u00e4be! So k\u00f6nnt ihr einerseits an jedem beliebigen Punkt ein Lesezeichen setzen und dieses bei Bedarf laden \u2013 beim Start der Software wird besagtes Lesezeichen sogar direkt automatisch geladen, was euch den Umweg \u00fcber den Startbildschirm erspart. Au\u00dferdem d\u00fcrft ihr Z\u00fcge jederzeit zur\u00fcckspulen und so Fehlschl\u00e4ge wie die oben erw\u00e4hnten direkt ungeschehen machen. Klar ist das nichts, was man nicht bei anderen Aufbereitungen von Klassikern gesehen \u2013 immerhin geh\u00f6ren die Features zur Standard-Ausstattung der NES- und SNES-App der Switch \u2013 doch das macht sie nicht minder hilfreich. Ebenfalls gut: Ihr k\u00f6nnt das Spieltempo auf das Zweifache erh\u00f6hen, wozu ich angesichts der extrem schnarchigen Standardgeschwindigkeit auch zwingend raten w\u00fcrde. Optional k\u00f6nnt ihr dies sogar nur auf gegnerische Z\u00fcge beschr\u00e4nken. Schade ist nur, dass sich der Temposchub auch wirklich auf alles auswirkt \u2013 also auch eure Eingaben und die im Schnellvorlauf unertr\u00e4glich klingende Hintergrundmusik. Gerade Letztere tut weh, denn bei regul\u00e4rer Geschwindigkeit gehen die alten 8-Bit-St\u00fccke definitiv ins Ohr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass wir den Tag noch erleben d\u00fcrfen! 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