{"id":424,"date":"2020-11-26T16:00:13","date_gmt":"2020-11-26T16:00:13","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=424","title":{"rendered":"No More Heroes 2: Desperate Struggle"},"content":{"rendered":"<p>Wir haben <i>Travis Strikes Again<\/i> behandelt (<a href=https:\/\/www.planetswitch.de\/test\/298-kurztest-travis-strikes-again-no-more-heroes.html >zum Test<\/a>) und das erste <I>No More Heroes<\/i> nachgeholt (<a href=https:\/\/www.planetswitch.de\/test\/422-kurztest-no-more-heroes.html>zum Test<\/a>). Nun wird es Zeit, sich das seltsame Ding dazwischen genauer anzusehen. <b>No More Heroes 2: Desperate Struggle<\/b> stammt n\u00e4mlich nicht aus der Feder von Seriensch\u00f6pfer Goichi \u201eSuda51\u201c Suda und wirkt entsprechend dezent anders als sein Vorg\u00e4nger. Statt eines scheinbar unbeschwerten Kampfes um die Ranglistenspitze haben wir hier eine ganz klassische Rache-Story. Aber auch eine, die tiefgr\u00fcndiger ausf\u00e4llt, als sie auf dem ersten Blick wirkt. Was es damit auf sich hat, wie <i>Desperate Struggle<\/i> im Vergleich zum Vorg\u00e4nger besteht und ob der Titel auch zehn Jahre nach seinem Wii-Deb\u00fct noch immer gef\u00e4llt, das kl\u00e4re ich in diesem Test.<\/p>\n<p><b>\u201eDas ist kein Kampf mehr. Das ist ein gottverdammter Krieg!\u201c<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83759.jpg\" alt=\"Bild 83759\" style=\"float: right;\">Das gro\u00dfe Thema von <i>No More Heroes 2<\/i> ist Rache. Travis&#8216; bester Freund Bishop wurde kaltbl\u00fctig vom lokalen Fast-Food-Mogul Pizza Bat Jr. ausgeschaltet, der sich seinerseits f\u00fcr die in Nebenmissionen von <i>No More Heroes<\/i> abgehandelten Attentate gegen seine Familie revanchieren wollte. Und weil Pizza Bat Jr. zuf\u00e4lligerweise auch noch der neue Ranglistenanf\u00fchrer der Auftragskillerriege Amerikas ist, steht Travis neues altes Ziel flugs fest: Er muss sich bis ganz nach oben k\u00e4mpfen, wenn er den Kopf des Pizza-Papstes haben will. Die Story pr\u00e4sentiert sich dabei trotz wahnwitziger Anf\u00e4nge bedeutend bodenst\u00e4ndiger und ernster als es im ersten Teil der Fall war. Es wird \u00fcber den tieferen Sinn von Rache und den Wettkampf der Auftragskiller allgemein sinniert, \u00fcber die Menschlichkeit von als Monstern gef\u00fcrchteten K\u00e4mpfern. An Humor spart <i>Desperate Struggle<\/I> nat\u00fcrlich trotzdem nicht, doch vergleichsweise ist der Ton hier bedeutend rauer.<\/p>\n<p>Das schl\u00e4gt sich auch auf die Riege der Bosse nieder, selbst wenn \u2013 wie zuvor angedeutet \u2013 noch mehr als genug schr\u00e4ge Gestalten auf der Abschussliste stehen. Gleich zu Beginn er\u00f6ffnet <i>No More Heroes 2<\/i> beispielsweise mit einem Rapper mit Boombox-Kampfhandschuhen sowie einem Football-Starspieler samt Cheerleader-Truppe. Und wieder einmal reichen die kurzen Duell-Intros bestens aus, euch ein gutes Bild von den jeweiligen Killern zu machen. Die Fights selbst halten euch entsprechend gut auf Trab: Nur auf einfachster Schwierigkeitsstufe lassen sie sich durch weitestgehend blindes Tastengeh\u00e4mmere in die Knie zwingen. Auf mittlerem Level ist durchaus Taktik gefragt und ohne eine gesunde Portion Skill seht ihr auf der freischaltbaren h\u00f6chsten Stufe selbst beim Tutorial-Boss alt aus. Das nach wie vor eing\u00e4ngige Kampfsystem \u2013 wieder einmal mit deutlich unterschiedlich spielenden Beam Katanas garniert \u2013 sorgt daf\u00fcr, dass sich die K\u00e4mpfe nicht zuletzt aller Widrigkeiten zum Trotz fair anf\u00fchlen.<\/p>\n<p><b>Schlag auf Schlag zum n\u00e4chsten Schlagabtausch<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83754.jpg\" alt=\"Bild 83754\" style=\"float: left;\">W\u00e4hrend die Bosse also nach wie vor das unbestrittene Highlight des Spiels sind, wurde das Drumherum geh\u00f6rig entschlackt. Die \u00f6de Oberwelt wurde in <i>No More Heroes 2<\/i> komplett gestrichen, stattdessen werden Minijobs und Sidequest-K\u00e4mpfe aus einem simplen Men\u00fc heraus ausgew\u00e4hlt und angegangen. Selbst die Aufw\u00e4rm-Level vor den eigentlichen Rangk\u00e4mpfen sind noch einmal eine ganze Ecke einfacher gestaltet worden \u2013 leider nicht immer zum Besseren. So f\u00fchlen sich einige der Stufen aus der zweiten Spielh\u00e4lfte durch schiere Gegnermassen \u00fcbel gestreckt an, was zu dezenten Erm\u00fcdungserscheinungen f\u00fchren kann. Da helfen auch Travis&#8216; neue Tricks nicht viel, mit denen er beispielsweise auf Knopfdruck zu ununterbrochenen Hochgeschwindigkeitsangriffen ansetzt. Immerhin: Da Entwickler Grasshopper Manufacture hier dankenswerterweise auch auf die Teilnahmegeb\u00fchren f\u00fcr Rangk\u00e4mpfe verzichtet hat, wird man nicht immer zum Geldscheffeln gezwungen. Das macht man im Prinzip nur noch, um den Protagonisten mit tonnenweise optionalen Kleidungsst\u00fccken auszustatten, ihn im Fitness-Studio aufzupumpen oder ganz wenige Extra-Schwerter einzukaufen.<\/p>\n<p>Leider verdient man im Umkehrschluss nun auch wenig an den eigentlichen Action-Leveln. Stattdessen m\u00fcssen nach wie vor die Minijobs herhalten, die in dieser Runde zumindest unterhaltsamer sind als noch im ersten <i>No More Heroes<\/i>. Die Aufgaben wie Rohrverlegen, Pizza-Lieferungen oder Ungezieferbeseitigung werden hier n\u00e4mlich als Retro-Minispiele aufgezogen, die tats\u00e4chlich gar nicht mal unspa\u00dfig sind. Allerdings muss man die Aufgaben wirklich h\u00e4ufig angehen, um sich einige der Luxusartikel des Spiels tats\u00e4chlich erlauben zu k\u00f6nnen \u2013 und das kann wiederum ganz sch\u00f6n auf die Motivation dr\u00fccken.<\/p>\n<p><b>Vergeltung im Detail<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83757.jpg\" alt=\"Bild 83757\" style=\"float: right;\">Optisch legt <i>Desperate Struggle<\/i> definitiv noch einmal eine Schippe drauf. Die Charaktere und Umgebungen wirken bedeutend detailreicher, Animationen geschmeidiger, alles insgesamt merklich geschliffener. Selbst die englische Vertonung wirkt noch einmal ein ganzes St\u00fcck besser als beim ersten Teil. Im Vergleich zum Wii-Original wurde bei dieser Portierung aber nat\u00fcrlich recht wenig \u00fcberarbeitet \u2013 im Prinzip sieht alles nur bedeutend sch\u00e4rfer aus als vorher. Auch sonstige Boni gibt es nicht, was angesichts der mitrei\u00dfenden Grundausstattung aber wohlgemerkt nicht unbedingt ein Manko gibt. Schlie\u00dflich ist dies die erste Wii-fremde Version von <i>No More Heroes 2<\/i>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben Travis Strikes Again behandelt (zum Test) und das erste No More Heroes nachgeholt (zum Test). Nun wird es Zeit, sich das seltsame Ding dazwischen genauer anzusehen. No More Heroes 2: Desperate Struggle stammt n\u00e4mlich nicht aus der Feder von Seriensch\u00f6pfer Goichi \u201eSuda51\u201c Suda und wirkt entsprechend dezent anders als sein Vorg\u00e4nger. 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