{"id":423,"date":"2020-11-25T16:00:19","date_gmt":"2020-11-25T16:00:19","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=423","title":{"rendered":"No More Heroes"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem Travis Touchdowns gro\u00dfe R\u00fcckkehr im letzten Jahr eher schlecht als recht verlief (<a href=https:\/\/www.planetswitch.de\/test\/298-kurztest-travis-strikes-again-no-more-heroes.html>zum Test<\/a>), folgte nun als kleiner Auftakt zum baldigen Release des dritten Serienablegers eine Switch-Portierung der ersten beiden <b>No More Heroes<\/b>-Spiele. Gerade der erste Teil gilt als einer der gro\u00dfen Kultklassiker der Wii \u2013 und das nicht nur, weil er (zumindest in der US-Version) durch seinen hohen Blutgehalt von sich reden machte. Nein, vielmehr besticht der Action-Titel durch die markante Handschrift des Sch\u00f6pfers Goichi \u201eSuda51\u201c Suda, die ihm eine immer noch bestens wirkende, pers\u00f6nliche Note verleiht, aber auch nat\u00fcrlich einige Schw\u00e4chen mit sich bringt. Wie die Schnetzelparade heute wirkt, verrate ich euch im folgenden Test.<\/p>\n<p><b>Santa Destroy sucht den Super-Killer<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83749.jpg\" alt=\"Bild 83749\" style=\"float: right;\">Die Story ist scheinbar simpel: Freizeit-Killer und Vollzeit-Otaku Travis Touchdown trifft eines Tages auf die im Auftragskiller-Business besch\u00e4ftigte Sylvia Christel, die ihm eine Herausforderung anbietet. Travis soll sich durch die Rangliste der besten Attent\u00e4ter des Landes k\u00e4mpfen und so zur Nummer 1 werden. Den Elftplatzierten hat er zum Gl\u00fcck schon im Zuge des allerersten Trailers zum Spiel (<a href=https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=N8LvbqCoJ0E>Link<\/a>) ausgeschaltet, also geht es direkt mit dem Kampf um Rang 10 weiter. Danach l\u00e4uft alles geregelte Bahnen: Travis muss erst die Teilnahmegeb\u00fchr f\u00fcr den n\u00e4chsten Fight bezahlen, danach eine kurze Action-Stage als Aufw\u00e4rm\u00fcbung erledigen und anschlie\u00dfend in einem fulminanten Bosskampf den jeweiligen Ranglistenk\u00e4mpfer pl\u00e4tten. Auch in der Welt der Auftragsmorde geht schlie\u00dflich alles nach geregelten Pl\u00e4nen.<\/p>\n<p>Das bedeutet jedoch nicht, dass euch ganz gew\u00f6hnliche Missionen erwarten. Die Riege der Killer pr\u00e4sentiert sich bereits im ersten <i>No More Heroes<\/i> als dezent abgefahren. So begr\u00fc\u00dft euch gleich Platz 10, Death Metal, mit einem \u00fcbergro\u00dfen Aufklapp-Rasiermesser, w\u00e4hrend euch der darauf folgende neuntplatzierte Boss Dr. Peace vor Kampfbeginn erst einmal ein Liedchen in einem Baseball-Stadion tr\u00e4llert. Das verleiht den Intermezzos Charakter und macht die Riege denkw\u00fcrdig, auch wenn man eigentlich abseits der jeweiligen Intros und Abschlusssequenzen nicht viel \u00fcber die Figuren erf\u00e4hrt. Zumal erweisen sich die Duelle selbst als fordernd und teils sogar ziemlich einfallsreich. K\u00f6nnt ihr euch auf dem niedrigen \u201eS\u00fcss\u201c-Schwierigkeitsgrad noch halbwegs blind durch die Meute schlagen, wird auf mittlerer \u201emilder\u201c Stufe schon etwas Taktik gefragt. Der freischaltbare \u201eBitter\u201c-H\u00e4rtegrad macht aus einigen Konfrontationen schlussendlich regelrechte Marathons, bei denen Travis&#8216; Leben nach nur wenigen Treffern ausgeblasen werden kann \u2013 die perfekte Herausforderung f\u00fcr erfahrene K\u00e4mpfer.<\/p>\n<p><b>Der dr\u00f6ge Alltag<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83748.jpg\" alt=\"Bild 83748\" style=\"float: left;\">Die eigentlichen Level vor den Bossen fahren dabei leider ein eher gew\u00f6hnliches Programm ab, machen durch ihr eing\u00e4ngiges Design aber dennoch Laune. Im Prinzip m\u00fcsst ihr auf eurem Weg durch die Villen, Stadien-Korridore und anderen Einrichtungen einfach alles umlegen, was nicht bei Drei auf den B\u00e4umen ist. Die anst\u00fcrmenden M\u00f6chtegern-Killer werden zu diesem Zweck mit der ZL-Taste ins Visier genommen und anschlie\u00dfend mit den Aktionstasten maltr\u00e4tiert. Die Kombos h\u00e4ngen hier von eurem ausger\u00fcsteten Beam Katana ab, von denen sich abseits der Auftr\u00e4ge eine kleine Auswahl erwerben l\u00e4sst \u2013 das sorgt f\u00fcr Abwechslung auf eurer Reise zur Ranglistenspitze. Sch\u00f6n dabei: Sowohl die originale Wii-Konfiguration, bei der ihr durch Neigung der rechten Controller-Einheit die Schlagh\u00f6he bestimmt, als auch ein gew\u00f6hnliches Controller-Setup, das in der PS3-Portierung und im Nachfolger zum Einsatz kam, sind mit an Bord. Sch\u00fctteleinlagen, wie sie beispielsweise beim Akkuladen des Beam Katanas auftreten, werden beim traditionellen Schema dann schlichtweg auf die Analogsticks gesetzt, w\u00e4hrend die Angriffsaktionen auf jeweils zwei Tasten aufgeteilt sind. Das funktioniert, mir pers\u00f6nlich gefallen jedoch damals wie heute die Motion-Control-Finisher bedeutend besser \u2013 sie f\u00fchlen sich f\u00fcr mich einfach besser an.<\/p>\n<p>Was hingegen leider nach wie vor nicht wirklich toll ist: Die offene Spielwelt, die ihr zwischen den Rangk\u00e4mpfen erkundet. Travis&#8216; Heimatort Santa Destroy ist n\u00e4mlich technisch gesehen frei begehbar, bietet allerdings recht wenig von Interesse. Es gibt massig M\u00fclleimer nach Shirts und Geld zu durchw\u00fchlen, Upgrade-Kugeln einzusammeln und knifflige Freikampfmissionen zu erledigen, wirklich unterhaltsam ist dies jedoch nicht. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die Minijobs und Killer-Quests, die bei entsprechenden Auftraggebern abgeholt werden. In beiden F\u00e4llen m\u00fcsst ihr f\u00fcr jede Aufgabe erst von einer zentralen Annahmestelle zum Missionsort fahren, um dort dann entweder ein \u00f6des Minigame der Marke Rasenm\u00e4hen oder Graffitireinigung zu erledigen oder eine Hand voll Handlanger auf Eis zu legen. Bl\u00f6d nur, dass ihr diese Jobs in der Regel mehrfach durchmachen m\u00fcsst, um die Teilnahmegeb\u00fchr f\u00fcr den n\u00e4chsten Hauptkampf zu decken. Die Folge: Ewige Pendeleien zwischen zwei Punkten. Das ist vermutlich durchaus gewollt, denn der gewollt auf cool getrimmte Travis f\u00fchrt beileibe kein erstrebenswertes Leben, zumal keiner der Rangk\u00e4mpfe mehr Geld aussch\u00fcttet, als er investiert. Der Gedanke der absichtlichen Spielzeitstreckung l\u00e4sst sich jedoch nicht vollkommen absch\u00fctteln.<\/p>\n<p><b>Scharfe Sache<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83746.jpg\" alt=\"Bild 83746\" style=\"float: right;\">In technischer Hinsicht kann sich die Switch-Umsetzung zumindest als guter Port sehen lassen. <i>No More Heroes<\/I> wurde beileibe nicht gro\u00dfartig herausgeputzt, l\u00e4uft daf\u00fcr aber immerhin weitestgehend fl\u00fcssig und sieht mit einer vergleichsweise einfachen, dezent stilisierten Optik schmuck aus. Die bei jedem erledigten Gegner auftretenden Blutfont\u00e4nen stellen dazu einen gelungenen Kontrast dar. Auch der Sound kann sich mit seinen vielf\u00e4ltigen Melodien und der grundsoliden englischen Vertonung h\u00f6ren lassen. Leider hat das Portierungsteam von Engine Software einen kleinen Untertitel-Fehler aus der deutschen Wii-Version mit \u00fcbernommen, weswegen eine Dialogsequenz in falscher Sprache untertitelt wird \u2013 daf\u00fcr wurde zumindest ein weitaus kritischerer Fehler aus dem Endgame behoben. Nicht zuletzt bekommt ihr mit der Switch-Version von <i>No More Heroes<\/i> wirklich \u201enur\u201c das Spiel, wie es auf nordamerikanischen Wii-Konsolen erschienen ist. Sprich: Weder der Genki Rockets-Song \u201eHeavenly Star\u201c aus dem japanischen und europ\u00e4ischen Wii-Pendant noch die f\u00fcr die PS3-Fassung erg\u00e4nzten Extra-Bosse aus <i>No More Heroes 2<\/i> und zus\u00e4tzlichen Minijobs sind hier mit dabei. Eine verpasste Chance, aber offen gestanden auch kein Beinbruch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem Travis Touchdowns gro\u00dfe R\u00fcckkehr im letzten Jahr eher schlecht als recht verlief (zum Test), folgte nun als kleiner Auftakt zum baldigen Release des dritten Serienablegers eine Switch-Portierung der ersten beiden No More Heroes-Spiele. 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