{"id":416,"date":"2020-10-28T14:00:33","date_gmt":"2020-10-28T14:00:33","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=416","title":{"rendered":"Pikmin 3 Deluxe"},"content":{"rendered":"<p>\u00c4hnlich wie die Protagonisten des Spiels selbst fl\u00fcchtet auch <i>Pikmin 3<\/i> sich in neue Gefilde. Als <b>Pikmin 3 Deluxe<\/b> auf der Switch wiedergeboren, verbirgt sich hinter der oberfl\u00e4chlich lediglich als schn\u00f6rkellose Portierung mit Extra-Inhalten erscheinenden Umsetzung jedoch deutlich mehr. Nintendo belie\u00df es n\u00e4mlich nicht bei einer blo\u00dfen Steuerungsanpassung in Ermangelung eines zweiten Bildschirms, der zu Wii U-Zeiten (leider) zugleich stark und doch irgendwie halbherzig eingebunden wurde, sondern spendiert dem Abenteuer-Strategiespiel diverse kleine Verbesserungen und Boni, wegen derer mein erneuter Spieldurchlauf zur wahren Freude wurde. Was die drei Raumfahrer vom sterbenden Planeten Koppai erleben und wie genau ihr Rettungsflug bereichert wurde, das verrate ich euch im folgenden Test.<\/p>\n<p><b>Brot f\u00fcr die Welt<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83617.jpg\" alt=\"Bild 83617\" style=\"float: right;\">Wie es sich f\u00fcr die <i>Pikmin<\/i>-Reihe geh\u00f6rt, beginnt Teil 3 mit einer Notlage. Wie bereits erw\u00e4hnt, herrscht auf dem Planeten Koppai Panik. Genauer ausgedr\u00fcckt grassiert eine Hungersnot, weswegen mutige Raumfahrer nun diverse Planeten auf der Suche nach Nahrung durchforsten. Das von Captain Charlie geleitete Team bestehend aus Botanikerin Brittany, Mechaniker Alph und ihm selbst landet mit letzter Not auf dem Planeten PNF-404 \u2013 die Heimat der possierlichen Pikmin, wie sich schnell herausstellt. Au\u00dferdem auch ein Ort, an dem sich haufenweise k\u00f6stliche Fr\u00fcchte und leckeres Obst finden l\u00e4sst. Die Mission ist klar: Sich nach dem unfreiwilligen Absturz erst einmal wieder sammeln und dann mit so vielen aus Fr\u00fcchten gesammelten Samen wie m\u00f6glich den R\u00fcckzug nach Koppai antreten \u2013 wof\u00fcr der \u00fcbrigens ebenfalls verlorengegangene \u00dcberlichtschl\u00fcssel notwendig ist. Und all das ist m\u00f6glichst vor dem Hungertod der Crew zu erledigen.<\/p>\n<p>Ganz wie im ersten <i>Pikmin<\/i> gibt es auch hier ein Tagelimit, innerhalb dessen ihr euren Auftrag zu erf\u00fcllen habt. Statt fester 30 Tage bestimmt jedoch euer angesammelter Vorrat an Fruchtsaft, wie lange ihr bleiben d\u00fcrft. Zun\u00e4chst startet ihr mit drei Portionen, jedes weitere geborgene Nahrungsmittel verschafft euch zus\u00e4tzliche Erkundungstage. Da sich bereits mit wenig Aufwand ein gro\u00dfes Polster anschaffen l\u00e4sst, wirkt dieser k\u00fcnstliche Zeitdruck im Prinzip \u00fcberfl\u00fcssig. Selbst unge\u00fcbte Spieler sollten locker innerhalb von 30 Spieltagen alles erledigen k\u00f6nnen, was das Hauptabenteuer zu bieten hat. In meiner ersten Switch-Runde auf dem mittleren der drei Schwierigkeitsgrade \u2013 zus\u00e4tzlich zum nun als \u201eschwierig\u201c betitelten \u00c4quivalent des Wii U-Originals gibt es noch einen einfacheren \u201enormalen\u201c H\u00e4rtegrad sowie die freischaltbare, h\u00f6here \u201eUltra-Motiviert\u201c-Stufe \u2013 hatte ich schnell genug Fruchtsaft angesammelt, um locker 15 bis 20 Tage zu verschleudern.<\/p>\n<p><b>Frisch ans Werk!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83619.jpg\" alt=\"Bild 83619\" style=\"float: left;\">Doch wie sieht so ein Tagesablauf auf PNF-404 eigentlich aus? Nach Auswahl des Erkundungsgebiets, von denen nach Erf\u00fcllung bestimmter Bedingungen neue freigeschaltet werden k\u00f6nnen, verschafft ihr euch zun\u00e4chst einen \u00dcberblick \u00fcber eure Umgebung und geht dann den \u00f6rtlichen Puzzles auf den Grund. Auch wenn <i>Pikmin<\/i> effektiv als Strategiespiel durchgeht, liegt der Fokus n\u00e4mlich mehr auf dem L\u00f6sen von R\u00e4tseln. Sei es etwas relativ Simples wie das Einrei\u00dfen von W\u00e4nden mit bestimmten Eigenschaften oder komplexere Aufgaben wie Waagen-Puzzles, bei denen es auch auf das Zusammenspiel eurer Raumfahrer ankommt. In jedem Fall sind jedoch die titelgebenden Pikmin unerl\u00e4ssliche Helfer. Bis zu 100 der pflanzenartigen Multitalente k\u00f6nnt ihr aufs Feld beordern und mit euren drei Anf\u00fchrern herumkommandieren. Per Cursor und helfender Zielerfassung peilt ihr schlichtweg an, was ihr bearbeitet haben m\u00f6chtet, und werft dann mit einem Druck auf die A-Taste euer gew\u00e4hltes Pikmin, damit es seiner Arbeit nachgehen kann. Wollt ihr gleich eure ganze Kompanie auf das Ziel hetzen, um beispielsweise ein Tor schneller einzurei\u00dfen oder einen Feind zu \u00fcberrennen, geht dies auch mit Bet\u00e4tigung der X-Taste. Zu beachten ist dabei jedoch, dass jede Pikmin-Farbe \u00fcber andere Eigenschaften verf\u00fcgt. W\u00e4hrend rote Pikmin beispielsweise \u00fcber Feuerhindernisse lachen, k\u00f6nnen Fl\u00fcgel-Pikmin gewisse Hindernisse schlichtweg \u00fcberfliegen, wohingegen Stein-Pikmin Kristallformationen und Glaskonstrukte einrei\u00dfen. Dass der richtige Einsatz der Gattungen fortschrittsentscheidend ist, versteht sich von selbst.<\/p>\n<p>Die Steuerung geht dabei gut von der Hand, auch wenn es je nach gew\u00e4hlter Methode kleine Defizite gibt. Optimal spielt sich <i>Pikmin 3<\/i> mit von der Konsole gel\u00f6sten Joy-Cons, die dank Gyro-Sensoren die Wii-Remote-Steuerung der vorherigen Teile emuliert. Alles l\u00e4sst sich perfekt anpeilen und auch wenn sich an der Wurfreichweite des Koppai-Trios nichts \u00e4ndert, l\u00e4sst sich der Cursor und damit die Pikmin zur\u00fcckrufende Pfeife \u00fcber deutlich gr\u00f6\u00dfere Distanzen nutzen. Allerdings m\u00fcsst ihr so nat\u00fcrlich hin und wieder auf die R-Taste dr\u00fccken, um den Zeiger im Bedarfsfall wieder neu zu zentrieren. Die traditionellen Controller-Optionen \u2013 sei es mit dem Pro Controller oder der Handheld-Betrieb \u2013 bieten zwar ebenfalls Bewegungssteuerungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Cursor an, spielen sich so jedoch ziemlich unkomfortabel. Dank der Zielerfassungsoptionen und vieler neu hinzugef\u00fcgter Anvisierungspunkten in der Switch-Version werdet ihr aber nach einer kleinen Eingew\u00f6hnungsphase kaum Komfort vermissen. Kurioserweise wurde \u00fcbrigens auf jegliche Touchscreen-Einbindung verzichtet, obwohl der ber\u00fchrungssensitive Screen des Wii U-Gamepads damals ausgiebig genutzt wurde.<\/p>\n<p><b>Der richtige Feinschliff<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83621.jpg\" alt=\"Bild 83621\" style=\"float: right;\">Insgesamt sind an <i>Pikmin 3 Deluxe<\/i> so viele Kleinigkeiten verbessert, dass man sich als Wii U-Veteran beizeiten fragt, wie man ohne diese Features ausgekommen ist. Die Controller-Steuerung ist wieder deutlich n\u00e4her an der Konfiguration der GameCube-Erstlinge, die Umgebungen wurden leicht umgebaut, um den Spieler intuitiv in die richtige Richtung zu lenken und jederzeit aufrufbare Tipps geben euch Denkanst\u00f6\u00dfe, wenn ihr mal komplett auf dem Schlauch stehen solltet. Wenn ihr eure Pikmin-Kompanie mit dem Entlassungsbefehl an Ort und Stelle abstellt, m\u00fcsst ihr zudem nicht erst die gew\u00fcnschte, farblich sortierte Truppe wieder zu euch pfeifen, sondern habt sie direkt schon bei euch \u2013 eine kleine Anpassung, die auf lange Sicht viel Zeit bei den Puzzles einspart. Ich k\u00f6nnte hier vermutlich unz\u00e4hlige weitere kleine Erg\u00e4nzungen listen, m\u00f6chte mich hier allerdings nicht zu sehr in Details verlieren. Lasst mich euch nur so viel sagen: An die Neuerungen habe ich mich so schnell gew\u00f6hnt, dass ich sie bei erneuten Anl\u00e4ufen in den Vorg\u00e4ngerspielen wohl direkt vermissen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Schnell entwickelt sich n\u00e4mlich ein ungemein mitrei\u00dfender Spielfluss, der nicht mehr losl\u00e4sst. Ich erwischte mich schnell dabei, wie ich weitreichende Pl\u00e4ne schmiedete, meine drei unabh\u00e4ngig voneinander bewegbaren Kommandanten \u00fcber die Karte beorderte und m\u00f6glichst optimal die kleinen Knobeleien und K\u00e4mpfe l\u00f6ste. Schnell winke ich die Truppen an meine Seite, die ich f\u00fcr das aktuelle Puzzle brauche, w\u00e4hrend ich an anderer Stelle einen hitzigen Kampf mit einem Bossmonster unter Kontrolle behalte. Anders als in <i>Pikmin 2<\/i> und dem originalen <i>Pikmin 3<\/i> d\u00fcrft ihr in der <i>Deluxe<\/i>-Ausgabe den Story-Modus sogar mit einem zweiten Spieler im lokalen Koop-Modus angehen. Durch die so m\u00f6gliche Arbeitsteilung und Koordinationsoptionen l\u00e4sst sich noch einmal wesentlich effizienter arbeiten. In guten Teams kommt da richtig Freude auf! Dass die Story sich locker in unter zehn Stunden beenden l\u00e4sst, wiegt dabei gar nicht mal so schwer, motiviert <i>Pikmin 3<\/i> doch aufgrund einer lokalen Bestenliste zur Optimierung des Spieldurchlaufs.<\/p>\n<p><b>Die neuen Abenteuer des alten Helden<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83623.jpg\" alt=\"Bild 83623\" style=\"float: left;\">Auch im Missionsmodus, der in der <i>Deluxe<\/i>-Version auch die DLC-Karten des Wii U-Gegenst\u00fccks inkludiert, kann eine helfende Hand nicht schaden. Hier versucht ihr n\u00e4mlich, innerhalb strikter Zeitlimits entweder alle Gegner von der Karte zu putzen oder alle Fr\u00fcchte einzusammeln. Bei schneller Komplettierung winken dabei geh\u00f6rige Punkteboni, die Ranglisten an sich bleiben aber leider offline. Auch die neuen Prolog- und Epilog-Szenarios mit dem vorherigen <i>Pikmin<\/i>-Protagonisten Olimar finden im Rahmen derartiger Herausforderungslevel statt \u2013 ein wenig entt\u00e4uschend, hatte ich pers\u00f6nlich doch auf eine richtige Kampagne mit dem altgedienten Pikmin-Kommandanten gehofft. Die Kurzgeschichten wissen aber dennoch dennoch zu unterhalten.<\/p>\n<p>Wer seinen Multiplayer-Spa\u00df eher kompetitiv als kooperativ mag, wird ebenfalls bedient. Zwar bietet <i>Pikmin 3 Deluxe<\/i> &#8211; ganz wie auf der Wii U \u2013 mit dem Bingoduell nur einen solchen Spielmodus, der macht mit dem richtigen Spielpartner jedoch ordentlich Laune. Ziel ist es, bestimmte Objekte oder Gegner zur eigenen Basis zu transportieren und so eine Linie auf der eigenen Bingokarte auszuf\u00fcllen. Das ist nat\u00fcrlich einfacher gesagt als getan, wenn der Gegner dies ebenfalls versucht und euer Vorhaben aktiv st\u00f6ren kann. F\u00fcr den Spielspa\u00df reichen \u00fcbrigens auch \u2013 sowohl im Duell als auch im Koop-Modus \u2013 einzelne Joy-Cons, wobei die auf den kleinen Controller zugeschnittene Steuerung arg gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig ausf\u00e4llt. F\u00fcr kleine Duelle unterwegs ist diese Methode dennoch mehr als ausreichend.<\/p>\n<p><b>Natur pur<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83620.jpg\" alt=\"Bild 83620\" style=\"float: right;\">Auf technischer Ebene war bereits das Wii U-Gegenst\u00fcck eine wahre Augenweide und die Switch-Version hat nichts von der optischen Brillanz eingeb\u00fc\u00dft. Vielmehr laufen einige Kernstellen, in denen das Original zu Slowdowns neigte \u2013 beispielsweise das Saftpressen am Ende eines Spieltages \u2013 nun selbst im Handheld-Modus der Konsole fl\u00fcssiger als auf der alten Heimkonsole. Die Umgebungen selbst bestechen mit lebensnah wirkendem Pflanzenwuchs, malerischen Konstrukten und furchteinfl\u00f6\u00dfend wie kreativ gestalteten Gegnern. Gerade die Bosskreaturen k\u00f6nnen sich sehen lassen! Die musikalische Untermalung unterstreicht dabei perfekt das generell ruhigere Ambiente, wei\u00df aber auch in stressigeren Konfrontationen entsprechend einzuheizen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00c4hnlich wie die Protagonisten des Spiels selbst fl\u00fcchtet auch Pikmin 3 sich in neue Gefilde. Als Pikmin 3 Deluxe auf der Switch wiedergeboren, verbirgt sich hinter der oberfl\u00e4chlich lediglich als schn\u00f6rkellose Portierung mit Extra-Inhalten erscheinenden Umsetzung jedoch deutlich mehr. 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