{"id":411,"date":"2020-08-28T17:05:59","date_gmt":"2020-08-28T17:05:59","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=411","title":{"rendered":"Windbound"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt Spiele von der Stange, die es schon rein aufgrund des Namens immer wieder schaffen, Millionen von Spielern und Spielerinnen auf der ganzen Welt in ihren Bann zu ziehen. Dann gibt es da aber auch die kleineren Spiele, die eher aufgrund geschickt inszenierter Trailer oder rein aufgrund ihres Charmes neugierig machen. <I>Windbound<\/i> von den 5 Lives Studios geht dabei ganz klar in die letztere Kategorie ein. Schon im Trailer kamen gewisse Aspekte des legend\u00e4ren <i>Zelda<\/i>-Titels <i>Wind Waker<\/i> r\u00fcber, aber auch der mysteri\u00f6se Touch des genialen <I>Rime<\/i> (<a href=https:\/\/www.planetswitch.de\/test\/117-review-rime.html>zum Test<\/a> der mittlerweile besser spielbaren Switch-Version). Umso \u00fcberraschter war ich dann beim ersten Anspielen, dass es sich quasi um beide Spiele in einem handelt, aber im Kern eigentlich ein Hardcore-Survival-Spiel ist. Beste Voraussetzung f\u00fcr Topwertung, oder? Nicht ganz, aber <i>Windbound<\/i> ist ziemlich nah dran. Auf was f\u00fcr Schw\u00e4chen ich gesto\u00dfen bin, und was das Spiel einzigartig macht, das erfahrt ihr im folgenden Test.<\/p>\n<p><b>Wenn ein Twitch-Meme zum Plot wird<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83439.jpg\" alt=\"Bild 83439\" style=\"float: right;\">\u201cAll hail helix!\u201c Na, wer kennt das noch? Zur Hochzeit von \u201cTwitch plays\u201c \u2013 einem Format, bei dem der Chat mit gewissen Befehlen kollektiv das Spiel steuert \u2013 lockten vor allem die alten <i>Pok\u00e9mon<\/i>-Ableger reichlich Zuschauer, beziehungsweise Mitspieler an. Irgendwie entwickelte sich dann aus dem Helix-Fossil f\u00fcr Amonitas sogar ein regelrechtes G\u00fcte 1-Meme. Tja, und wie es der Zufall so will werden scheinbar genau solche Wesen im Segel-Abenteuer eine gro\u00dfe Rolle spielen. Zum Drumherum l\u00e4sst sich dabei gar nicht mal so viel sagen, denn bis auf eine kurze Einleitungssequenz wird man mehr oder minder einfach so ins Geschehen geschmissen. Gestrandet auf einem kleinen Eiland finden wir uns ohne Wissen warum man sich dort befindet, noch wie man von dort wegkommt. Auch nach einem Tutorial oder zumindest einer kleinen Tastenlegende sucht man vergeblich. Das mag zwar f\u00fcr einige ein Manko sein, und auch mich nervte das kurze Zeit, doch im Grunde macht es auch den gewissen Charme des Spiels aus.<\/p>\n<p>So muss man sich, ohne von den Entwicklern st\u00e4ndig an die Hand genommen zu werden, fortw\u00e4hrend neu ausprobieren um das digitale \u00dcberleben zu sichern. Vor Spielstart hat man dabei \u00fcbrigens die Option, ob man im Hardcore-Survival oder im entspannteren Story-Modus spielen m\u00f6chte. Empfohlen wird der erste, also w\u00e4hlte ich diesen. Eigentlich sollte man dort direkt beim ersten Bildschirmtod seinen kompletten Fortschritt verlieren, doch bauten das Team zum Gl\u00fcck einige Szenarien ein, bei denen das nicht geschieht. Etwa zwang mich ein, zwei Mal ein Physik- oder Clipping-Bug in den Tod, was aber gl\u00fccklicherweise nur im sofortigen Respawn endete. Segnet man jedoch regul\u00e4r, etwa durch Verhungern, das Zeitliche, hei\u00dft es aus die Maus. Entscheidet man sich f\u00fcr den Story-Modus, wird man immerhin nur an den Anfang des jeweiligen Kapitels zur\u00fcckgesetzt.<\/p>\n<p><b>Erstmal ein Steak craften<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83440.jpg\" alt=\"Bild 83440\" style=\"float: left;\">Los geht es mit nichts weiter als einem simplen Messer. Doch was tun? In der Ferne kann man bei genauerem Betrachten ein paar einheimische Wesen ersp\u00e4hen. Schafft man es diese zu erdolchen, winken Knochen, Haut, Federn oder andere G\u00fcter als Belohnung. Je mehr Materialien man entdeckt, desto mehr Crafting-Rezepte schaltet man frei. Dies wird jedoch leider nicht sonderlich pr\u00e4gnant signalisiert, weshalb ein regelm\u00e4\u00dfiger Blick ins recht \u00fcbersichtliche zweigeteilte Men\u00fc ein absolutes Muss ist. Per Schultertaste gelangt man wahlweise in den Crafting-Reiter, oder aber ins Inventar, welches sich freilich anfangs nicht gerade mit reichlich Platz r\u00fchmt. Doch ein paar Grasb\u00fcschel sp\u00e4ter nennt man schon einen Beutel sein Eigen und kann neue Gedanken schmieden. Oft genug verf\u00e4llt man regelrecht in einen Sammel- oder Herstellungsrausch, wird dann aber auch schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcckgeholt. Irgendwann knurrt der verlorenen Heldin n\u00e4mlich geh\u00f6rig der Magen. Generell kann man sagen, dass der Hunger der gr\u00f6\u00dfte Feind im Spiel ist. Zu allem \u00dcberdruss lassen Wildtiere aber nicht mal garantiert Fleisch fallen, eines am Lagerfeuer zu grillen dauert eine gef\u00fchlte Ewigkeit, und ein Verfallsdatum haben die Lebensmittel auch noch.<\/p>\n<p>Hat man aber erstmal seinen Rhythmus gefunden, ist <i>Windbound<\/i> abseits von der permanenten Todesangst ein ziemlich beruhigendes Spiel. Nachdem man sein erstes Behelfskanu gebastelt hat und das erste Mal zu anderen Inseln des Archipels reist (jedes der f\u00fcnf Kapitel kommt mit einer eigenen Inselgruppe daher), kommt fast schon zu viel Ruhe auf. Leider fehlt es hier und da auch an musikalischer Untermalung, doch wenn mal ein St\u00fcck spielt, kann sich der Soundtrack durchaus h\u00f6ren lassen. Sonderlich viel zu sehen gibt es auf dem weiten Meer zudem auch nicht, der Reiz des Segelns ist daf\u00fcr aber stark genug, um den Spieler bei Laune zu halten. Ganz wie im echten Leben f\u00e4hrt man das Segel aus und holt es ein, je nach Windst\u00e4rke, und richtet es zudem passend zur Windrichtung aus. Da man im Gegensatz zu Link nicht mal eben mit dem Taktstock die Windrichtung \u00e4ndern kann, muss man sich zudem mit dem sogenannten \u201cKreuzen\u201c auseinandersetzen, also Segeln gegen den Wind im Zickzackkurz. Das macht eigentlich trotz des gem\u00e4chlichen Tempos ziemlich Laune, es sei denn, die Spielphysik versucht mal wieder mit einer Kombination aus Gegenwind und Wellengang das Boot zum Ausrasten zu bringen.<\/p>\n<p><b>Storytelling \u00e1 la Journey<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83441.jpg\" alt=\"Bild 83441\" style=\"float: right;\">Neben der ganzen \u00dcberleberei erz\u00e4hlt <i>Windbound<\/i> nat\u00fcrlich auch eine kleine Geschichte, doch sollte man hier keineswegs einen richtigen Brecher erwarten. Hier und da entdeckt man Gegenst\u00e4nde oder Ruinen, woraufhin eine Erz\u00e4hlerstimme stets ein bisschen Lore fallenl\u00e4sst. Am Ende eines jeden Kapitels, also nachdem man drei Schl\u00fcssel auf zuf\u00e4lligen Inseln gefunden hat, kehrt man zudem in eine Art antiken Schrein zur\u00fcck, wo dann jeweils ein Teil einer Wandmalerei freigelegt wird. Das geht \u00e4hnlich zu wie im legend\u00e4ren <i>Journey<\/i>, also ganz ohne Texte. Dementsprechend kryptisch f\u00e4llt das Ganze auch aus, soll aber auch die Fantasie der Spielergemeinde anregen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Spiele von der Stange, die es schon rein aufgrund des Namens immer wieder schaffen, Millionen von Spielern und Spielerinnen auf der ganzen Welt in ihren Bann zu ziehen. Dann gibt es da aber auch die kleineren Spiele, die eher aufgrund geschickt inszenierter Trailer oder rein aufgrund ihres Charmes neugierig machen. 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