{"id":404,"date":"2020-06-22T17:00:02","date_gmt":"2020-06-22T17:00:02","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=404","title":{"rendered":"Summer in Mara"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83278.jpg\" alt=\"Bild 83278\" style=\"float: right;\">Herzlich Willkommen in Mara, einem weiten Meer voller wundersch\u00f6ner Inseln, freundlicher Bewohner und reichlich Aktivit\u00e4ten! Gut, eine Vielzahl von letzteren besteht aus Lieferauftr\u00e4gen, aber wenn man denn schon ein Schiff zur freien Verf\u00fcgung hat, kann man dieses auch gleich gewinnbringend nutzen. Tats\u00e4chlich steckt hinter dem eShop-Titel <b>Summer in Mara<\/b> noch mehr. Es ist n\u00e4mlich auch eine niedlich aufgezogene Geschichte \u00fcber Respekt sowie ein harmonisches Zusammenleben mit Nachbarn und der Natur. Und auch wenn der \u00fcber Kickstarter finanzierte Indie-Titel aus dem Hause Chibig noch \u00fcber einige auszub\u00fcgelnde Schw\u00e4chen verf\u00fcgt und nicht ganz so geschliffen wirkt, wie es bei der Konkurrenz der Fall ist, kann ich nicht bestreiten, einige sch\u00f6ne Stunden auf hoher See verbracht zu haben.<\/p>\n<p><b>Von Kleinauf ins Abenteuer<\/b><br \/>\n<i>Summer in Mara<\/i> erz\u00e4hlt die Geschichte der kleinen Koa. Noch als Baby wurde sie auf hoher See von der alten Seefahrerin Yaya Haku aufgelesen und adoptiert, um dann auf einer friedlichen, kleinen Insel heranzuwachsen \u2013 zumindest bis Koa eines Tages auf sich allein gestellt ist und sp\u00e4ter auf ein mysteri\u00f6ses Wesen namens Napopo trifft, welches sie um Hilfe bittet. Mit dem halbwegs restaurierten Boot von Haku macht sich Koa nunmehr auf, das nahegelegene Eiland Q\u00e4lis \u2013 Handelszentrum von Mara \u2013 aufzusuchen und mehr \u00fcber Napopo sowie Haku herauszufinden und dabei alle Inseln und Bewohner des Meeres Schritt f\u00fcr Schritt kennenzulernen. Dies geschieht in Form von laut Herstellerangabe \u00fcber 300 Auftr\u00e4gen, die in Wirklichkeit jedoch ziemlich kleinschrittig ausfallen. Quasi jedes kleine Gespr\u00e4ch, und sei es wirklich nur zur Informationsbeschaffung f\u00fcr den n\u00e4chsten Schritt, wird als eigene Quest abgehandelt. Trotzdem sei gesagt, dass der Download-Titel nicht an Umfang vermissen l\u00e4sst und allein die Hauptgeschichte bereits gute 15 bis 20 Stunden in Anspruch nehmen kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83279.jpg\" alt=\"Bild 83279\" style=\"float: left;\">Wer sich allein auf die konzentriert, verpasst jedoch viele Details und Eigenheiten aus dem Leben der vielf\u00e4ltigen Charaktere des Spiels. So verhelft ihr dem K\u00fcchenchef-Sohn Bram dabei, dessen anspruchsvollen Vater von seinen eigenen K\u00fcnsten zu \u00fcberzeugen, oder lernt bei der Handwerkerin Akaji mehr \u00fcber die Kunst der Metallverarbeitung. Viele der Figuren sind dabei zentral auf der Insel Q\u00e4lis versammelt, von wo aus ihr nach ein paar Schiffs-Upgrades weitere Teile des Meeres erkundet. In der Regel fallen die Auftr\u00e4ge an sich \u00fcbrigens ziemlich simpel gestrickt aus. Selbst wenn ihr mal nicht nur eine weitere Person ansprechen m\u00fcsst, liefert ihr in der Regel irgendwelche Gegenst\u00e4nde ab, die entweder unterwegs aufgelesen oder auf der Heimatinsel hergestellt beziehungsweise herangez\u00fcchtet werden m\u00fcssen. Koas Abenteuerreise hat in diesem Sinne mehr von einem insel\u00fcbergreifenden Lieferdienst als etwas vom Kaliber eines Links aus <i>The Legend of Zelda: The Wind Waker<\/i>. Immerhin ganz nett dabei: NPCs mit Rang und Namen tauchen zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlt auch auf anderen Inseln auf, sodass trotz eines fehlenden geregelten Tagesablaufs zumindest nicht so wirken, als w\u00e4ren sie wirklich an ihre Heimat gefesselt.<\/p>\n<p><b>Wenig los auf dem Hof<\/b><br \/>\nDarin zeigt sich aber auch eine verschenkte Chance: Auch wenn <I>Summer in Mara<\/i> \u00fcber eine Ingame-Uhr mit Tag- und Nachtwechsel verf\u00fcgt, wirkt sich die Uhrzeit auf erschreckend wenige Spielelemente aus \u2013 im Prinzip eigentlich nur Laden\u00f6ffnungszeiten. Selbst f\u00fcr die Arbeit auf Koas Insel ist die Tageszeit so ziemlich irrelevant, stattdessen w\u00e4chst angebautes Gem\u00fcse entweder eine Stufe pro Tag oder springt eine Stufe weiter, wenn man es w\u00e4ssert. Auch die Tierpflege f\u00e4llt im Vergleich zu \u00e4hnlich gearteten Titeln wie <i>Story of Seasons<\/i> stark versimpelt aus, kommen eure Z\u00f6glinge doch auch ganz gut ohne euer Zutun zurecht \u2013 sie werfen dann lediglich keine verkaufbaren G\u00fcter wie beispielsweise H\u00fchnereier ab, die es erst nach einer bestimmten Anzahl von F\u00fctterungen gibt. Da steckt wohlgemerkt auch ein System hinter, immerhin w\u00e4re es \u00e4u\u00dferst frustrierend, seinen Farmfortschritt aufgrund eines l\u00e4ngeren Abenteuerausflugs zu verlieren, doch dadurch f\u00fchlt sich die Farmarbeit insgesamt eher nebens\u00e4chlich an. Wenn ich nicht akut irgendwelche Objekte oder finanzielle Mittel ben\u00f6tigte, habe ich sie ohne irgendwelche sp\u00fcrbaren Nachteile vernachl\u00e4ssigt. Und das ist schade, denn durch freischaltbare Bauten und platzierbare B\u00e4ume gibt es durchaus M\u00f6glichkeiten, Koas kleine Insel zumindest ein wenig dem eigenen Geschmack entsprechend anzupassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83283.jpg\" alt=\"Bild 83283\" style=\"float: right;\">Bleiben also nur noch die Abenteuer auf dem Meer. Nicht un\u00e4hnlich dem zuvor erw\u00e4hnten <i>Zelda<\/i>-Spiel ist die Welt von <I>Summer in Mara<\/i> in zahlreiche Planquadrate mit jeweils einer Insel aufgeteilt. Viele von ihnen wirken beim ersten Besuch wom\u00f6glich nicht sonderlich eindrucksvoll, werden jedoch im sp\u00e4teren Spielverlauf f\u00fcr diverse Quests relevant. Atmosph\u00e4risch machen die Eilande aber auf jeden Fall einiges her. Von typischen Tropenstr\u00e4nden \u00fcber H\u00f6hlenseen bis hin zu Vulkaninseln und sogar einem gruseligen Friedhof ist alles dabei, was die Entdeckerlaune f\u00f6rdert. Dass die Inseln trotzdem eher klein ausfallen, wiegt nur minimal. Vielmehr st\u00f6rt schon, dass die Planquadrate, anders als bei <i>Zelda: The Wind Waker<\/I>, von einem moderat langen Ladebildschirm getrennt werden und man so nicht unbedingt das Gef\u00fchl eines gro\u00dfen, zusammenh\u00e4ngenden Meeres erh\u00e4lt. Dass es dann in der Releasefassung auch keine Schnellreisefunktion gibt, macht Ausfl\u00fcge quer \u00fcber die Karte noch unangenehmer. Doch zumindest dieses Feature soll laut dem Team von Chibig noch sp\u00e4ter per Update nachgeliefert werden.<\/p>\n<p><b>Kleine Komfortdefizite und andere Kinderkrankheiten<\/b><br \/>\nKommende Updates nehmen sich hoffentlich auch noch anderen Baustellen an. So ist die Performance der Switch-Version von <i>Summer in Mara<\/i> im von mir ma\u00dfgeblich gespielten Handheld-Modus zwar gr\u00f6\u00dftenteils gut, in bestimmten Gebieten wie beispielsweise der Vulkaninsel machen sich jedoch Ruckler bemerkbar. Daf\u00fcr sieht das Spiel zumindest stimmig aus und wei\u00df durch sein ausgefallenes Charakterdesign und die lebhaft gestalteten Umgebungen mit saftigen Wiesen und dicht bewachsenen Waldinseln zu gefallen. Die Steuerung f\u00e4llt insgesamt auch ordentlich aus und Koa l\u00e4sst sich unkompliziert \u00fcber die Inseln scheuchen. Selbst die manuelle Auswahl der Werkzeuge wird euch in vielen F\u00e4llen dank cleverer kontextsensitiver Aktionen abgenommen, weswegen sich das landwirtschaftliche Element wunderbar eing\u00e4ngig spielt. Die Bedienung der Men\u00fcs h\u00e4tte jedoch noch ein wenig Feinschliff vertragen k\u00f6nnte. So muss zur Navigation zwangsweise der Analogstick verwendet werden und will man etwa durch seine Quests bl\u00e4ttern, kann man nicht etwa seitenweise durch Liste springen, sondern muss jeden Eintrag einzeln durchscrollen. Dass die Steuerkreuzrichtungen oben und unten zudem als Shortcuts f\u00fcr das Questlog und Inventar gelten, vergisst das Spiel ebenfalls zu kommunizieren \u2013 intuitiv ist die Belegung jedenfalls nicht.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/clssy-JATUk\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzlich Willkommen in Mara, einem weiten Meer voller wundersch\u00f6ner Inseln, freundlicher Bewohner und reichlich Aktivit\u00e4ten! Gut, eine Vielzahl von letzteren besteht aus Lieferauftr\u00e4gen, aber wenn man denn schon ein Schiff zur freien Verf\u00fcgung hat, kann man dieses auch gleich gewinnbringend nutzen. Tats\u00e4chlich steckt hinter dem eShop-Titel Summer in Mara noch mehr. 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