{"id":403,"date":"2020-06-18T18:00:44","date_gmt":"2020-06-18T18:00:44","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=403","title":{"rendered":"Borderlands: Game of the Year Edition"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83255.jpg\" alt=\"Bild 83255\" style=\"float: right;\">Der Traum vom mobilen <i>Borderlands<\/i> war es, der damals zum Vita-Launch sicher den ein oder anderen zum Kauf des Handhelds \u00fcberzeugte. Leider lie\u00df die <i>Borderlands 2<\/i>-Portierung erst enorm auf sich warten und war dann auch noch \u2013 trotz vorbildlichem Support und einiger bedeutsamer Updates \u2013 alles andere als einmalig (<a href=https:\/\/www.planetvita.de\/spiel\/380-borderlands-2.html>zum Vita-Test<\/a>). Mit der Switch bekommt die Reihe nun ihre n\u00e4chste Chance und das sogar im Dreierpack: Nicht nur der beliebte zweite Serienableger trat k\u00fcrzlich auf der Konsole auf, sondern auch der Vorg\u00e4nger sowie der zwischen Teil 1 und 2 angesiedelte Halb-Nachfolger. Grund genug, die Jagd nach fetter Beute von vorn aufzurollen und zu schauen, ob die <b>Borderlands: Game of the Year Edition<\/b> im Angesicht der moderneren Nachfolger auch gut gealtert ist \u2013 und wie sich der elf Jahre alte Titel auf Nintendos Hybrid-Konsole schl\u00e4gt.<\/p>\n<p><b>Die vielen B\u00fcchsen von Pandora<\/b><br \/>\nUnd ja, der Beutezug ist tats\u00e4chlich der Hauptmotivator dieses Abenteuers. Die vier zur Auswahl stehenden Charaktere sind n\u00e4mlich zum Planeten Pandora gereist, um nach einer sagenumwobenen Kammer zu suchen. Darin \u2013 so erz\u00e4hlt man sich \u2013 seien unermessliche Sch\u00e4tze verborgen. Bl\u00f6derweise treiben sich in den \u00d6dlanden und Schrottpl\u00e4tzen von Pandora nicht nur zahlreiche unfreundliche Tierchen herum, sondern auch nicht minder aggressive Banditen und andere Gestalten, die es zum Teil ebenfalls auf die Kammer abgesehen haben. Zum Gl\u00fcck wollen euch nicht ausnahmslos alle an die Gurgel: In jedem der drei gro\u00dfen Hauptgebiete gibt es n\u00e4mlich auch eine Hand voll freundlich gesinnter Gesellen, die euch mit Auftr\u00e4gen eindecken. An Info-Tafeln lassen sich zudem weitere Nebenquests einkassieren. F\u00fcr den geneigten Kammer-J\u00e4ger gibt es also reichlich Arbeit, die mit Geld, Gegenst\u00e4nden und Erfahrungspunkten entlohnt wird. Leider f\u00e4llt die Hintergrundgeschichte insgesamt eher d\u00fcnn aus und wird auch lediglich \u00fcber die kurzen Quest-Texte erz\u00e4hlt \u2013 ausgelassene Plaudereien mit euren Auftraggebern oder anderen markanten Charakteren gibt es praktisch keine. Wer also urkomische Unterhaltungen oder denkw\u00fcrdige Pers\u00f6nlichkeiten wie in den Nachfolgespielen erwartet, wird im Zuge der Hauptkampagne leider bitter entt\u00e4uscht, Und auch die in der <i>Game of the Year Edition<\/I> enthaltenen DLC-Szenarien sind in dieser Hinsicht nur ein wenig besser ausgearbeitet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83256.jpg\" alt=\"Bild 83256\" style=\"float: left;\">Daf\u00fcr gl\u00e4nzt das erste <i>Borderlands<\/i> mit seinem schn\u00f6rkellosen, flotten Gameplay. Statt euch gro\u00dfartig an vorgeschriebenen Ereignissen aufzuhalten, hangelt ihr euch flott von Auftrag zu Auftrag und stellt so nach und nach alle Ecken dieser Seite des Planeten auf den Kopf. F\u00fcr Abwechslung ist dabei auch gesorgt: Mal gilt es schlichtweg, eine bestimmte Anzahl von Gegnern umzupusten, an anderer Stelle sollt ihr ein Banditenlager nach vermissten Objekten absuchen, wieder an einem anderen Ort muss dann eine alte Ruine erforscht werden. Praktisch jede Ecke ist zudem mit Containern zugekleistert, die Geld, Munition und hin und wieder auch Ausr\u00fcstung bereithalten. Das motiviert ungemein zur genauen Erkundung aller Areale, zumal es dank der prozedural generierten Werte der einkassierbaren Schie\u00dfpr\u00fcgel auch reichlich Varianten zum Ausprobieren gibt. Von der normalen Pistole \u00fcber Maschinengewehre mit S\u00e4ure-Effekt bis hin zur Schrotflinten, die aus unerfindlichen Gr\u00fcnden Raketensalven abfeuern, ist alles dabei, was f\u00fcr reichlich Schmerz sorgt. Bei der Beutejagd lohnt es sich zudem, entweder im Splitscreen-Koop f\u00fcr zwei Spieler oder im Online-Spiel f\u00fcr bis zu vier Teilnehmer mit Freunden loszuziehen \u2013 in solchen F\u00e4llen werden n\u00e4mlich die Gegnerst\u00e4rke sowie die ausgesch\u00fcttete Beute angepasst. Aber auch solo hatte ich viel Freude an der Beutejagd.<\/p>\n<p><b>Ein Kammer-J\u00e4ger kommt selten allein<\/b><br \/>\nDie vier ausw\u00e4hlbaren Charaktere bieten zudem nicht nur optische Unterschiede: Jeder von ihnen ist mit einer besonderen F\u00e4higkeit gesegnet und kann sich mit bei Levelaufstiegen verdienten Skillpunkten auf bestimmte Eigenschaften spezialisieren. So zieht J\u00e4ger Mordecai beispielsweise mit seinem Falken in die Schlacht, der \u00fcber die entsprechenden Skills noch einmal geh\u00f6rig aufgemotzt werden kann. Der bullige Brick wiederum kann seine Lebensenergie- und Schildpunkte geh\u00f6rig boosten, um als laufender Panzer relativ gefahrlos durch Kugelhagel zu stapfen und mit seinem Berserker-Skill unachtsame Gegner im Nahkampf unangespitzt in den Boden zu rammen. Zusammen mit einer schwereren Runde 2, die sich nach Spielabschluss freischalten l\u00e4sst, kommen so reichlich Gr\u00fcnde zusammen, mehrere Anl\u00e4ufe mit unterschiedlichen Konfigurationen zu wagen. An Wiederspielwert l\u00e4sst <i>Borderlands<\/i> somit nicht vermissen, was angesichts der insgesamt moderaten Spielzeit in H\u00f6he von rund 15 Stunden f\u00fcr die Hauptkampagne plus Sidequests auch gut ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83254.jpg\" alt=\"Bild 83254\" style=\"float: right;\">Wo hingegen das erste <i>Borderlands<\/i> gegen\u00fcber seinen Nachfolgern definitiv den Hut ziehen muss, ist die optische Abwechslung. Ma\u00dfgeblich bewegt ihr euch durch postapokalyptische Ein\u00f6den oder Schrottpl\u00e4tze und selbst die gelegentlichen H\u00f6hlen oder K\u00fcstenareale pr\u00e4sentieren sich haupts\u00e4chlich in erdigen Farbt\u00f6nen mit massig Unrat. Man merkt schlichtweg, dass die Serie bedeutend bodenst\u00e4ndiger als die Nachfolger begann. Die in der Switch-Version enthaltenen DLCs mischen die Formel zumindest etwas auf, beispielsweise das obligatorische Zombie-Szenario in einem d\u00fcsteren Sumpfgebiet. Dennoch \u00e4ndert dies nichts daran, dass sich manche Gebiete wie das Start-Areal und das letzte Zentralgebiet des Spiels sich irgendwie ziemlich gleichartig anf\u00fchlen.<\/p>\n<p><b>Sch\u00f6nes mobiles \u00d6dland<\/b><br \/>\nDie Einfachheit \u2013 und nat\u00fcrlich auch das fortgeschrittene Alter von <i>Borderlands<\/i> \u2013 hat jedoch noch einen Vorteil: Die Switch-Umsetzung l\u00e4uft einwandfrei. Klar, dies geschieht \u201enur\u201c mit 30 Bildern pro Sekunde, daf\u00fcr bleibt die Framerate stabil. Auch pr\u00e4sentiert sich der Port sowohl am konsoleneigenen Display als auch am TV gestochen scharf und l\u00e4sst sogar das auff\u00e4llige Texturennachladen, f\u00fcr das die Unreal Engine ber\u00fcchtigt ist, weitestgehend vermissen. Selbst die Ladezeiten beim Gebietswechsel fallen an sich angenehm aus. In Sachen Einstellungsm\u00f6glichkeiten wurde nicht zuletzt auch an eine optionale Implementierung der Bewegungssteuerung gedacht, sodass ihr im Bedarfsfall durch Neigungen eures Controllers Feinjustierungen beim Zielen vornehmen k\u00f6nnt \u2013 wahlweise sogar mit Invertierungsoptionen! Insgesamt wurde hier also saubere Arbeit geleistet. Daher finde ich es umso entt\u00e4uschender, dass selbst die Einzelhandels-Ausgabe f\u00fcr den vollen Funktionsumfang ein gut 8GB gro\u00dfes Update voraussetzt. Zwar sei laut Publisher 2K das volle Spiel auf dem Modul und es kann auch ohne Extra-Download gestartet werden, doch zumindest die vier DLC-Abschnitte \u2013 und somit eben die Inhalte der <i>Game of the Year Edition<\/i> \u2013 lassen sich erst dann \u00fcber das Schnellreisemen\u00fc ansteuern, wenn der Patch auch installiert ist.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/-frajQrdmXk\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Traum vom mobilen Borderlands war es, der damals zum Vita-Launch sicher den ein oder anderen zum Kauf des Handhelds \u00fcberzeugte. Leider lie\u00df die Borderlands 2-Portierung erst enorm auf sich warten und war dann auch noch \u2013 trotz vorbildlichem Support und einiger bedeutsamer Updates \u2013 alles andere als einmalig (zum Vita-Test). 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