{"id":391,"date":"2020-04-06T16:00:25","date_gmt":"2020-04-06T16:00:25","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=391","title":{"rendered":"Animal Crossing: New Horizons"},"content":{"rendered":"<p>Liebes Tagebuch,<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83065.jpg\" alt=\"Bild 83065\" style=\"float: left;\">Es wird h\u00f6chste Zeit f\u00fcr einen Tapetenwechsel. Der gesch\u00e4ftige Alltag macht mich fertig und eine Sorge jagt die n\u00e4chste. Bevor ich unter dem Druck komplett zusammenklappe, habe ich mich daher f\u00fcr einen drastischen Schritt entschieden: Ein neues Leben auf einer verlassenen Insel. Gl\u00fccklicherweise hat ein im Immobilienmarkt gro\u00dfgewordener Waschb\u00e4r namens Tom Nook k\u00fcrzlich eine frappierende Anzahl ebensolcher Inseln ersteigert und verkauft diese nun als <b>Animal Crossing: New Horizons<\/b>-Reisepaket an zahlungsfreudige Kunden. Warum nicht sein Angebot annehmen, dachte ich mir. Erschlagender als mein bisheriges Leben kann es ja nicht werden. Und damit ich auch sp\u00e4ter auf meine ersten Schritte in einer neuen Umgebung mit nostalgischem Blick zur\u00fcckschauen kann, m\u00f6chte ich meine ersten zwei Wochen auf der Insel in diesen Zeilen festhalten.<\/p>\n<p><b>Zu neuen Ufern<\/b><br \/>\nDer erste Tag verspricht jedenfalls schon mal einiges. Gemeinsam mit zwei weiteren Reisegef\u00e4hrten lande ich auf der menschenleeren Insel, die Tom Nook f\u00fcr uns gesichert hat. Der Reiseleiter pers\u00f6nlich ist auch schon samt seiner Neffen vor Ort und hei\u00dft uns herzlich Willkommen. Einen kurzen Plausch sp\u00e4ter bekommen wir Neuank\u00f6mmlinge Zelte in die Hand gedr\u00fcckt, die wir auf der begrenzten Stellfl\u00e4che zu platzieren haben. Theoretisch steht uns die ganze Insel offen, praktisch verhindern Fl\u00fcsse und Bergh\u00e4nge jedoch noch, auch wirklich jedes Eckchen auszukosten. Meine zwei Mitreisenden leiden augenscheinlich unter noch gr\u00f6\u00dferen Entscheidungsschwierigkeiten als ich selbst und bitten mich um Rat: Ob sie ihr Zelt dort aufstellen sollten, wo sie gerade stehen, oder ob ich nicht eine bessere Idee h\u00e4tte, fragen sie mich. Da wir vermutlich viele Jahre hier gemeinsam verbringen werden, stelle ich mich gut mit Uta und Norbert, indem ich ihnen h\u00fcbsche Pl\u00e4tze aussuche. Kaum ist alles erledigt, gibt es vom Reiseleiter Nook noch eine kurze Einf\u00fchrung in die Kunst des Ressourcensammelns und Bastelns. Das lokale Obst wird identifiziert, \u00c4ste werden von B\u00e4umen gesch\u00fcttelt und eingesammelt, und zum Abschluss gibt es ein kuscheliges Lagerfeuer zur Einweihung unserer neuen Kommune. Nach all der Arbeit werde ich aber vor allem eines: Sehr gut und tief schlafen.<\/p>\n<p><b>Die langsame Eingew\u00f6hnung<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83073.jpg\" alt=\"Bild 83073\" style=\"float: right;\">Zumindest ein klein wenig holt mich nun die Realit\u00e4t ein: Wie mir ein mysteri\u00f6ser Hund im Traum verriet, verlaufen alle folgenden Tag nun nach derselben Uhr, die ich von daheim kenne. Mit fr\u00fchmorgentlichem Elan mache ich mich also frisch ans Werk und schaue, was sich machen l\u00e4sst. Gl\u00fccklicherweise hat Nook f\u00fcr Unentschlossene wie mich direkt ein paar Vorschl\u00e4ge parat \u2013 beispielsweise das Abbezahlen meiner Schulden. Hoppla! Ich verga\u00df direkt, mein Reisepaket vor dem Flug zu bezahlen, habe nun aber bl\u00f6derweise keine Geldmittel parat. Gl\u00fccklicherweise ist der Reiseleiter ein gn\u00e4diger Kerl und bietet gleich zwei St\u00fctzen an: Einerseits kauft einer seiner Neffen liebend gerne alles an, was ich auf der Insel auflesen kann, auf der anderen Seite l\u00e4sst er mich mein Zelt mit Meilen bezahlen. Nein, das bedeutet nicht, dass ich jetzt als wandelnde Werbetafel gewisse Strecken zur\u00fcckzulegen habe. Stattdessen sammle ich f\u00fcr bestimmte Aktionen wie das Angeln diverser Fische, Verkaufen von Artikeln, Pflanzen von Blumen oder Bauen von Objekten Punkte. Diese kann ich dann an einem speziellen Automaten in Nooks Zelt gegen kleinere Boni wie Bastelanleitungen, Inventarvergr\u00f6\u00dferungen oder Deko-Objekte investieren, oder aber zumindest zum Einstieg auch zur Abbezahlung meines Zeltes verwenden. Wenn ich dies getan habe, soll ich sogar einen st\u00e4ndigen Nachschub an generischen Aufgaben der Marke \u201eFange f\u00fcnf Fische\u201c oder \u201eBegr\u00fc\u00dfe drei Inselbewohner\u201c erhalten, mit denen sich auch ohne gro\u00dfe Ziele im Blick Punkte sammeln lassen. Die Liste kann ich jederzeit \u00fcber das mir gestellte NookPhone abrufen. Praktisch!<\/p>\n<p>Nun geht es also an meinen neuen Alltag: Ich fange Fische und Insekten, mit denen Tom Nook das Interesse am Museumsleiter Eugen wecken m\u00f6chte. Kaum ist dieser angelockt, will er sich nach dem Vorzeigen weiterer Krabbeltiere und Wasserbewohner sogar direkt mit einem neuen Museum niederlassen! Nooks Neffen m\u00f6chten wiederum ihr eigenes Gesch\u00e4ft er\u00f6ffnen und ben\u00f6tigen daf\u00fcr Rohstoffe. Das Holz wird mit einer ziemlich gebrechlichen Axt von B\u00e4umen gehackt, die von Eugen gespendete Schaufel ramme ich hingegen gegen die Gesteine der Insel, um so an Eisenerz und andere Mineralien zu kommen. Dass dabei auch mal gerne etwas zu Bruch geht, liegt in der Natur der Sache. Steine k\u00f6nnen dabei zerdeppert werden, wenn ich mich durch den Verzehr von Obst vorher st\u00e4rke \u2013 n\u00fctzlich zur Beseitigung unsch\u00f6ner Brocken, unpraktisch jedoch beim Aufsp\u00fcren von Rohstoffen. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass mir meine Werkzeuge in der Hand zerbr\u00f6seln. Anders als in den bisherigen Kommunen, in denen ich gelebt habe, ist jeder Kescher, jede Angel und jede Schaufel nur begrenzt einsetzbar. Je nach Bauqualit\u00e4t l\u00e4sst sich gewiss mehr machen \u2013 Holz geht verst\u00e4ndlicherweise schneller zu Bruch als Eisen \u2013 doch abgesehen von Mobilit\u00e4tshelfern wie meinem neuen Sprungstab zur Fluss\u00fcberquerung und der praktischen Leiter f\u00fcr Bergh\u00e4nge h\u00e4lt wirklich nichts ewig. Das nervt mich leider schon nach kurzer Zeit, zumal ich gerne mal mehrere Stunden der Angelei fr\u00f6ne und ungerne zehn Ersatzangeln in meinem begrenzten Inventar spazierenf\u00fchren m\u00f6chte, um mir st\u00e4ndige M\u00e4rsche zur\u00fcck zur Werkbank zu ersparen \u2013 zumal ich selbst dann auch noch die passenden Rohstoffe in meinem Rucksack brauche. Nook versprach mir zwar, nach Abbezahlen meiner Zeltschulden auch gerne eine permanente Residenz aus massivem Material samt gro\u00dfz\u00fcgigem Objektlager zu bauen, doch beim Basteln kann ich darauf leider nicht zur\u00fcckgreifen \u2013 selbst wenn ich mir eine selbstgebaute Werkbank in die eigenen vier W\u00e4nde stelle. Das klingt bereits elendig nervt\u00f6tend!<\/p>\n<p><b>Tag 7: Alles auf Anfang<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83078.jpg\" alt=\"Bild 83078\" style=\"float: left;\">Eine Woche ist nun vergangen und auf der einst verlassenen Insel ist so einiges los. Tom Nook hat sein kompaktes Zelt in ein gro\u00dfes Gemeinschaftszentrum umgebaut und mit der erfahrenen Sekret\u00e4rin Melinda eine helfende Hand eingestellt, die sich um Fragen rund um Bewohnerzufriedenheit und Anpassungen des offiziellen Insel-Liedchens beziehungsweise der Eiland-Flagge k\u00fcmmert. Auch haben sich mittlerweile ein paar weitere Bewohner und sogar ein Schneider-Geschwisterpaar niedergelassen! Nook hat jedoch gr\u00f6\u00dfere Pl\u00e4ne: Er m\u00f6chte den legend\u00e4ren Musiker K.K. Slider auf unsere Insel locken. Nur brauchen wir daf\u00fcr erst einen Ruf als absolutes Inselparadies \u2013 also bin ich weiterhin mit dem Ausbau besch\u00e4ftigt. Weitere Grundst\u00fccke f\u00fcr neue Anwohner werden angelegt, ein Campingplatz f\u00fcr interessierte Besucher aufgebaut, ja sogar an der Infrastruktur darf ich arbeiten und die Platzierung von Br\u00fccken und Treppen in Auftrag geben! Klar kostet all dies massig Geld, doch alle Bewohner \u2013 ob Mensch oder Tier \u2013 und sogar Besucher von fremden Inseln d\u00fcrfen etwas f\u00fcr die gute Sache beisteuern. Nur die genaue Platzierung will gelernt sein, denn erst wenn ich m\u00fchselig die Baukits aus dem Inventar hervorkrame, sehe ich die Umrisse des voraussichtlichen Aufbaus. Stimmt die Position nicht ganz, muss ich den Vorgang abbrechen, mich ein klein wenig anders aufstellen und dann die Prozedur von vorn beginnen, in der Hoffnung, nun endlich wirklich richtig zu stehen. Daher habe ich als Inselsprecher wohl auch als Einziger bei solch tieferen Eingriffen in die Gel\u00e4ndegestaltung das Sagen. Selbst Freunde und Verwandte, die ich zum Umzug auf das Eiland \u00fcberzeugt habe, d\u00fcrfen lediglich M\u00f6bel platzieren oder Pflanzen pflanzen. Da wundert es mich offenkundig nicht, dass sie sich eine eigene Insel zur Leitung w\u00fcnschen \u2013 nur ben\u00f6tigen sie daf\u00fcr eine eigene Konsole samt Reisepaket, denn hier ist nur Platz f\u00fcr eine einzige Kommune.<\/p>\n<p>Jedenfalls bekomme ich nun das Gef\u00fchl, am Anfang dessen zu stehen, was ich von meinen bisherigen Nachbarschaften kennen \u2013 nur dass ich von Anfang an Teil der Gemeinschaft und nicht mehr als Neuer zugezogen bin. Entsprechend schleppend geht nun leider auch der Fortschritt voran. Mehr als einen neuen Nachbarn pro Tag gibt es nicht zu begr\u00fc\u00dfen und erst wenn die Kapazit\u00e4ten unserer Insel ausgesch\u00f6pft sind, kann Melinda weitere Gestaltungsvorschl\u00e4ge zur Image-Verbesserung machen. Wenn man eher entspannt f\u00fcr ein paar Momente in diese kleine Ortschaft eintaucht, ist der langsame, stetige Fortschritt nat\u00fcrlich ideal. Als zielorientierte Natur jedoch? Qu\u00e4lend langsam. Die Versuchung, heimlich an der Uhr zu drehen, ist gro\u00df. Aber ich bleibe standhaft und suche nach weiteren Besch\u00e4ftigungsmethoden. Wie w\u00e4re es zum Beispiel mit dem Bau weiterer M\u00f6bel und Gegenst\u00e4nde zur Versch\u00f6nerung der Gegend? Das motiviert ungemein, da ich mit den Objekten Marke Eigenbau der Insel meine pers\u00f6nliche Note verleihen kann. Diverse M\u00f6bel lassen sich sogar farblich anpassen! Mit der Zeit merke ich aber auch hier, dass gewisse Komfortangebote schlichtweg fehlen. Der Bau mehrerer Objekte ist sehr zeitaufwendig, selbst wenn ich im Turbotempo auf der Werkbank herumh\u00e4mmere. Schlimmer wird es, wenn ich mehrere Werkzeuge vorbereite oder beispielsweise K\u00f6der zum Angeln zubereiten m\u00f6chte. Da ich davon m\u00f6glichst viele haben m\u00f6chte, muss ich jedes Mal aufs Neue das komplette Rezept durchgehen, statt auf einen Schlag einen ganzen Stapel abzufertigen. Wie viel Zeit ich bereits damit verschwendet habe, m\u00f6chte ich mir gar nicht ausmalen\u2026<\/p>\n<p><b>Zu Gast bei Freunden<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83084.jpg\" alt=\"Bild 83084\" style=\"float: right;\">Also mache ich lieber etwas Produktiveres, indem ich Freunde besuche oder sie in meine neue Heimat einlade! Der Flugsteig, \u00fcber den ich hier eingetroffen bin, ist schlie\u00dflich nicht nur zur Zierde da. Eine aktive Club-Mitgliedschaft bei Nintendo Switch Online vorausgesetzt, muss ich dabei sogar nicht mal den Zielflughafen in meiner unmittelbaren N\u00e4he haben. \u00dcber meine Freundesliste oder mit einem kurzzeitig generierten, alphanumerischen Dodo-Code\u2122 lassen sich andere Inseln in Windeseile ansteuern \u2013 sofern die Internetverbindung gut und stabil ist. Und nicht gerade andere versuchen, Kontakt aufzunehmen. Leider ist die Ankunft und der Abflug von Besuchern immer mit jeweils einer Begr\u00fc\u00dfungs- und Abschiedszeremonie verbunden, die beim ersten Mal noch ganz niedlich ist, bei vielbesuchten Ortschaften jedoch schnell auf die Nerven geht. Schlimmer noch: Man kann w\u00e4hrenddessen nichts tun. Will sich beispielsweise eine f\u00fcnfk\u00f6pfige G\u00e4stetruppe versammeln, warten diese kollektiv schon mal gerne um die 15 Minuten. Ich wei\u00df, Sicherheit geht vor und Vorschriften sind Vorschriften, doch das muss einfach irgendwie schneller gehen\u2026 Und Stichwort Sicherheit: Sollte aus irgendwelchen Gr\u00fcnden einer der Teilnehmer oder gar der Gastgeber unter einem Verbindungsfehler leiden, werden s\u00e4mtliche erzielten Fortschritte seit der letzten Sicherung \u2013 in der Regel also vor kurz vor Abflug \u2013 zur\u00fcckgesetzt. Mir sind leider schon so einige wertvolle Fische deswegen entfleucht.<\/p>\n<p>Die Kommunikationsm\u00f6glichkeiten lassen leider auch irgendwie zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Zwar stattet uns das Flugpersonal mit einfach aufrufbaren Tastaturen aus, die sich mit einem Controller oder Touchscreen bedienen lassen, doch der tats\u00e4chliche Schreibplatz pro Nachricht ist erschreckend gering. F\u00fcr Deutschsprachige wie mich, mit unseren tendenziell \u00fcberlangen zusammengesetzten W\u00f6rtern, ist das eine nicht zu untersch\u00e4tzende, aber leider auch aus alten Nachbarschaften irgendwie gewohnte Barriere. Alternativ darf ich \u00fcbrigens auch \u00fcber mein Smartphone mit der speziellen Nintendo Switch Online-App tippen oder gar mit meiner Stimme kommunizieren, doch selbst die dortige Tastaturfunktion hat seine Schwachpunkte. Sie umfasst n\u00e4mlich keinen Nachrichtenlog, sondern bietet wirklich nur eine einfache Eingabezeile. Immerhin kann man selbst dann tippen, w\u00e4hrend neue Leute auf der Insel begr\u00fc\u00dft werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83080.jpg\" alt=\"Bild 83080\" style=\"float: left;\">Bei Besuchsfl\u00fcgen gibt es \u00fcbrigens eine eiserne Regel: Nichts wird ohne explizite Erlaubnis kaputtgemacht! \u00c4xte und Schaufeln lassen sich erst mit einer Genehmigung vom lokalen Inselsprecher nutzen, indem er und sein Besucher \u201eBeste Freunde\u201c werden. Dies funktioniert komplett \u00fcber eine NookPhone-App, die das Flugpersonal an Online-Reisende verteilt \u2013 allerdings auch nur an die, die sich unter Freunde begeben. Und explizit online verreisen. Weder bei lokalen Partien \u2013 wo die Werkzeugbeschr\u00e4nkungen \u00fcbrigens nicht gelten \u2013 noch bei Dodo-Code\u2122-Ausfl\u00fcgen wird die App ausgestellt. Das verwirrte mich als Neuling enorm, zumal diese spezielle Freundesliste auch genutzt wird, um Post an Bekannte von anderen Inseln zu schicken. Warum die App nicht schlichtweg von Nook vorinstalliert wurde, entzieht sich meinem Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p><b>Tag 14: Fahnenflucht und Feiertage<\/b><br \/>\nNun sind bereits zwei Wochen ins Land gezogen und irgendwie\u2026 Ist der urspr\u00fcngliche Charme der einsamen Insel verflogen. Zumal ich auch noch sehr bald endlich meine Baulizenz erhalte und dann praktisch das komplette Eiland nach meinen Vorstellungen umgestalten kann \u2013 Flussverl\u00e4ufe und H\u00fcgel inklusive! Doch daran hat Tom Nook, der gewitzte Gesch\u00e4ftsmann, tats\u00e4chlich auch gedacht und einen weiteren Service vorbereitet: Meilentickets! Mit diesen nur gegen Meilen eintauschbaren Schmuckst\u00fccken kann man sich auf eine zuf\u00e4llige Klein-Insel fernab jeglicher Zivilisation entf\u00fchren lassen und dort beispielsweise saisonfremde Insekten und Fische fangen, neues Obst einstecken oder gar andere Reisende kennenlernen und diese dazu bewegen, der heimischen Nachbarschaft beizutreten. Angeblich soll jede Zufallsinsel einzigartig sein, doch Gemeinsamkeiten im Grundriss finden sich schnell \u2013 trotzdem bieten sie zumindest etwas Abwechslung vom geordneten Alltag daheim.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83086.jpg\" alt=\"Bild 83086\" style=\"float: right;\">Wobei es durchaus Mittel und Wege gibt, besagten Alltag ohne drastische Ma\u00dfnahmen aufzulockern. Beispielsweise wenn wichtige G\u00e4ste wie ein wandernder Teppichverk\u00e4ufer oder Insektensammler auf einen Sprung vorbeischauen. Da es logischerweise in dieser neu etablierten Kommune zu Beginn noch keine Angel-Turniere oder \u00c4hnliches gibt, winkt stattdessen zun\u00e4chst an manchen Tagen schlichtweg ein erh\u00f6hter Verkaufserl\u00f6s f\u00fcr Insekten und Fische, wenn Cham\u00e4leon Carlson und Seeotter Lomeus zugegen sind. Erst sp\u00e4ter im Spielverlauf etablieren sich regelm\u00e4\u00dfige Wettbewerbe. Abseits davon gibt es ab Werk jedoch keine tats\u00e4chlichen Feiertage \u2013 die werden erst nach und nach organisiert und als Update an Verwalterin Melinda durchgegeben. Und ganz ehrlich? Wenn ich mir das erste Fest \u2013 der Ostern-\u00e4hnliche H\u00e4schentag \u2013 so anschaue, ist das vielleicht auch besser so. Denn auch wenn ich es sch\u00f6n finde, dass man \u00fcber einen mehrw\u00f6chigen Zeitraum etwas zu tun hat, wurmt mich die Umsetzung. Ohs, der Hase, hat n\u00e4mlich nun \u00fcberall Eier versteckt, mit denen sich allerlei Festtagsm\u00f6bel bauen lassen. Ob in vorbeiziehenden Ballons, an B\u00e4umen, im Erdreich oder gar im Wasser \u2013 \u00fcberall gibt es bunt bemalte Eier. Bl\u00f6d nur, dass ich aus diesem Grund mehr Eier als Fische aus dem Wasser ziehe und vermutlich schon zwei oder drei Angeln allein der ovalen Umweltverschmutzung wegen verbraten habe. So macht das Fischerleben auf der Insel schlichtweg keine Freude mehr\u2026 Und das ist schade, denn auch wenn beileibe nicht alles perfekt auf dieser beschaulichen Insel mitten in Nirgendwo ist, habe ich meine vergangenen zwei Wochen hier auf jeden Fall genossen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebes Tagebuch, Es wird h\u00f6chste Zeit f\u00fcr einen Tapetenwechsel. Der gesch\u00e4ftige Alltag macht mich fertig und eine Sorge jagt die n\u00e4chste. Bevor ich unter dem Druck komplett zusammenklappe, habe ich mich daher f\u00fcr einen drastischen Schritt entschieden: Ein neues Leben auf einer verlassenen Insel. 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