{"id":389,"date":"2020-03-03T13:20:51","date_gmt":"2020-03-03T13:20:51","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=389","title":{"rendered":"Voxelgram"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83015.jpg\" alt=\"Bild 83015\" style=\"float: right;\">Lang, lang ist\u2019s her, dass Nintendo R\u00e4tselfreunde mit <i>Picross 3D: Round 2<\/i> versorgte (<a href=https:\/\/www.planet3ds.de\/test\/547-review-picross-3d-round-2.html>zum 3DS-Test<\/a>). Seit Dezember 2016 gab es im Grunde nur Programme f\u00fcr 2D-Nonogramme, wie durch die beliebte <i>Picross S<\/i>-Reihe von Jupiter auch auf der Switch vertreten. Wer mit dem Begriff \u201eNonogramm\u201c noch nichts anfangen kann: Dabei handelt es sich um kurzweilige Zahlenr\u00e4tsel, \u00e4hnlich den Sudokus. Anhand von Hinweiszahlen l\u00f6st man ein (in der Regel zweidimensionales) Raster auf. Die Besonderheit ist dabei, dass bei den Nonogrammen am Ende auch ein St\u00fcck Pixelkunst herauskommt. Spiele wie <i>Picross 3D<\/i> und nun auch unser heutiges Testsubjekt <b>Voxelgram<\/b> haben dieses Prinzip in die dritte Dimension. Wie sich das Indie-Pendant dabei im Vergleich zum Platzhirsch schl\u00e4gt, das erfahrt ihr im folgenden Kurztest.<\/p>\n<p><b>Picross in drei Dimensionen<\/b><br \/>\nWer mit Sudokus und Picross oder anderen \u00e4hnlichen R\u00e4tseln so seine Freude hat, f\u00fcr den k\u00f6nnte auch <i>Voxelgram<\/i> des polnischen Entwicklers Lukasz Krasniewski durchaus interessant sein. Wie in der Einleitung bereits angeschnitten, macht man es sich hier zur Aufgabe, 3D-Nonogramme anhand der auf den Bl\u00f6cken angebrachten Hinweiszahlen zu l\u00f6sen. Durch Anwendung von Logik kann man so nach und nach bestimmen, welche Voxel man wegzukl\u00f6ppeln hat. Dadurch entsteht wohl auch mit der gr\u00f6\u00dfte Reiz, da man so nach und nach ein simples 3D-Modell \u201ebefreit\u201c und raten kann, was es wohl am Ende werden k\u00f6nnte. Im Gegensatz zur Nintendo-Konkurrenz sind die Modelle aber hier vollst\u00e4ndig eckig und werden nicht im laufenden Prozess abgerundet oder sonst dergleichen. Hat man ein R\u00e4tsel komplettiert, wird es aber auch hier detailgetreu eingef\u00e4rbt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83012.jpg\" alt=\"Bild 83012\" style=\"float: left;\">In <i>Picross 3D<\/i> gab es dazu sogar einen speziellen mehrfarbigen Modus, in welchem man die Zahlenreihen mit zwei verschiedenen T\u00f6nen einf\u00e4rben musste, was die Logik wesentlich komplexer machte. So etwas gibt es in <i>Voxelgram<\/i> leider nicht, das tut dem R\u00e4tselspa\u00df jedoch keinen Abbruch. In immerhin 170 R\u00e4tsel darf man sein Denkgeschick auf die Probe stellen. Die Denkaufgaben sind dabei immer zu Zehnergruppen in kleine thematisch unterschiedliche Dioramen aufgeteilt. Das ist insofern clever gel\u00f6st, da man in vergleichbaren Spielen oft nur das fertige Ergebnis zur Kenntnis nimmt, und dann unbeeindruckt fortf\u00e4hrt. Hier jedoch f\u00fcllt man durch R\u00e4tsell\u00f6sen etwa nach und nach ein Badezimmer mit M\u00f6beln und Utensilien des t\u00e4glichen Bedarfs aus, oder richtig kurzerhand eine Heimwerkstatt ein. Das hilft bei der Motivation und sorgte nicht selten daf\u00fcr, dass ich doch noch ein paar R\u00e4tsel mehr erledigte um ein Diorama zu komplettieren.<\/p>\n<p><b>Technisch fast einwandfrei<\/b><br \/>\nOptisch ist der Titel nat\u00fcrlich naturgem\u00e4\u00df freilich nicht gerade komplex. Die Bedienelemente sind jedoch dezent und halbwegs ergonomisch auf dem Bildschirm angebracht. Auf welche Art man die 3D-Nonogramme l\u00f6st, ist dabei dem Spieler \u00fcberlassen. Zwar gibt es eine recht durchdachte Tastenbelegung, doch fehlten mir pers\u00f6nlich hier Optionen zur Umlegung bestimmter Aktionen, und vor allem zum Umkehren der Rotationsrichtungen. Gl\u00fccklicherweise gibt es aber einen Links- und Rechtsh\u00e4nder-Setup, und f\u00fcr N\u00f6rgler wie mich sogar eine fast perfekte Touch-Steuerung. Mit dem Finger wird man hier wohlgemerkt nicht gl\u00fccklich, doch wer durch <i>Super Mario Maker 2<\/i> oder <i>Dr. Kawashimas Gehirnjogging f\u00fcr Nintendo Switch<\/i> ohnehin einen Switch-Stylus daheim hat, f\u00fcr den d\u00fcrfte die Toucheingabe wohl das Mittel der Wahl sein. So ist es zum Beispiel auch m\u00f6glich die Joy-Cons vom Tablet zu entfernen und abzumelden, sodass bei l\u00e4ngeren Sessions weniger Gewicht auf der Hand lastet. Wenn man m\u00f6chte, lassen sich auch beide Schemata problemlos kombinieren. Lediglich bei der Rotation des R\u00e4tsels per Stylus f\u00fchlte sich die Darstellung noch nicht zu 100 Prozent geschmeidig an, wie es etwa noch auf dem 3DS der Fall war. Nur bin ich mir auch nach 100 R\u00e4tseln noch nicht ganz sicher, ob das am Spiel selbst, oder am Touchscreen der Switch liegt. Die eigens f\u00fcr die Stylus-Nutzung ins Leben gerufene Option in den Einstellungen ist jedenfalls aktiviert. Da jedoch auch in anderen touchintensiven Titeln hier und da mal eine Stifteingabe nicht ganz pr\u00e4zise erkannt wird, kann und will ich das nicht dem Entwickler selbst anh\u00e4ngen. Aber wer wei\u00df, vielleicht kann hier ja trotzdem in Zukunft per Patch ein wenig nachjustiert werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/83013.jpg\" alt=\"Bild 83013\" style=\"float: right;\">Zu guter Letzt noch ein paar abschlie\u00dfende Worte zur deutschen Lokalisierung und der musikalischen Begleitung bei R\u00e4tsell\u00f6sen. Erstere f\u00e4llt leider so d\u00fcrftig aus, dass eine volle 5er-Wertung leider nicht drin war. Zu viele S\u00e4tze und W\u00f6rter klingen hier einfach wie durch den Google-\u00dcbersetzer gejagt. Wer mit der englischen Sprache jedoch rein gar nichts anfangen kann, hat hier immerhin die Option und kann sich zumindest grob orientieren. Eigentlich sind das Spiel und die Logik aber ohnehin recht selbsterkl\u00e4rend. Auf Seiten des Soundtracks sieht es zum Gl\u00fcck schon besser aus. Dieser f\u00e4llt zwar in Sachen Track-Anzahl etwas mager aus, doch trotz der sich st\u00e4ndig wiederholenden Musikst\u00fccke fiel es mir pers\u00f6nlich zu keinem Zeitpunkt negativ auf. Die wenigen vorhandenen Lieder sind n\u00e4mlich ziemlich entspannend und dr\u00fccken nicht zu dick auf, was bei manchen <i>Picross S<\/i>-Ablegern etwa hin und wieder der Fall war. Zu tun bekommt man es mit einer Art Lounge-Musik und dezenten Pianokl\u00e4ngen &#8211; durchaus gelungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lang, lang ist\u2019s her, dass Nintendo R\u00e4tselfreunde mit Picross 3D: Round 2 versorgte (zum 3DS-Test). Seit Dezember 2016 gab es im Grunde nur Programme f\u00fcr 2D-Nonogramme, wie durch die beliebte Picross S-Reihe von Jupiter auch auf der Switch vertreten. 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