{"id":368,"date":"2019-10-20T12:00:13","date_gmt":"2019-10-20T12:00:13","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=368","title":{"rendered":"The Bradwell Conspiracy"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82684.jpg\" alt=\"Bild 82684\" style=\"float: right;\">Da wohnt man der einfachen Benefiz-Gala eines gro\u00dfen Forschungskonzerns bei und pl\u00f6tzlich fliegt einem der Laden um die Ohren. Unsch\u00f6n, zumal der am Stonehenge platzierte Komplex der Firma Bradwell auch noch \u00fcber reichlich Tunnel und Untergrundanlagen verf\u00fcgt, in die ihr nat\u00fcrlich unvermittelt hineinkracht. Aber dies ist auch Stein des Ansto\u00dfes f\u00fcr ein Knobelabenteuer, bei dem ihr das aufdeckt, was der Gro\u00dfkonzern abseits seiner \u00f6ffentlich bekannten Forschung treibt. <b>The Bradwell Conspiracy<\/b> verspricht in dieser Hinsicht zumindest ein spannendes Erlebnis mit einem interessanten Gameplay-Kniff. Leider machen die Umsetzung der Handlung sowie die technischen Schwierigkeiten der Switch-Umsetzung der Erfahrung einen deutlichen Strich durch die Rechnung.<\/p>\n<p><b>Unter Druck<\/b><br \/>\nNachdem man unter der Anweisung der hilfreichen KI in der High-Tech-Brille seine ersten Schritte im verw\u00fcsteten Museumsbereich get\u00e4tigt hat, tritt schnell eine zweite Spielfigur auf den Plan, mit der ihr eigentlich nur aus dem Schuttthaufen raus m\u00f6chtet. Leider trefft ihr Dr. Amber Randall nicht pers\u00f6nlich, denn zun\u00e4chst ein Tor und anschlie\u00dfend mehrere R\u00e4ume trenne euch und eure Gef\u00e4hrtin sowohl voneinander als auch vom rettenden Ausgang \u2013 lediglich die Brillen erm\u00f6glichen einen Kommunikationsweg. Aufgrund einer Rauchvergiftung kann euer Charakter zudem nicht sprechen, weswegen ihr Amber mit Fotos \u00fcber eure aktuelle Situation informieren m\u00fcsst. Auch dies geschieht \u00fcber die futuristische Brille und ist mit einem einfachen Druck auf die R-Taste erledigt. Sch\u00f6n hierbei: Amber hat f\u00fcr reichlich Umgebungsobjekte passende Bemerkungen am Start und verr\u00e4t euch dabei mehr \u00fcber das, was in der Forschungsanlage lief. Eine gesunde Schippe schnippische Kommentare in Bezug auf unn\u00fctze Beobachtungen sind dabei nat\u00fcrlich ebenfalls vertreten. Dennoch gibt es deutlich mehr, worauf sie leider keinerlei Reaktion zeigt und sich lediglich verwirrt gibt. Wie lange man an dem Feature allgemein Freude hat, h\u00e4ngt zudem davon ab, wie sehr man ihre generell freundliche Art mit Hang zum Sarkasmus mag.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82687.jpg\" alt=\"Bild 82687\" style=\"float: left;\">Ambers Hilfe wird auch in einigen R\u00e4tseln erfordert, wenn sie etwa bestimmte Tore \u00f6ffnen oder Laufstege ausrichten soll. Der L\u00f6wenanteil der Knobeleien ist jedoch einem tragbaren 3D-Drucker zugewiesen, den ihr bereits recht fr\u00fch einsteckt. Damit k\u00f6nnt ihr bestimmte Umgebungsobjekte in Substanz umwandeln und diese dann zur Erstellung neuer Sachen, deren Blaupausen ihr gefunden habt, nutzen. So will etwa in der einf\u00fchrenden Lektion eine Verbindung zwischen zwei Punkten auf einem Museumsboden hergestellt werden, indem ihr passende Bodenplatten herstellt. Leider werden die Puzzles praktisch nie komplex. Lediglich eines von ihnen erfordert tats\u00e4chlich etwas Denkarbeit, bei den anderen gilt es entweder, schlichtweg fehlende Objekte einzusetzen oder mit gewissen Konstrukten Laufwege zu bauen. Letzteres kann dabei schon mal aufgrund der fummeligen Ausrichtung der daf\u00fcr n\u00f6tigen Holzstege leicht frustrierend ausfallen, da sie sich h\u00e4ufiger nicht sofort so platzieren lassen, wie man es eigentlich br\u00e4uchte \u2013 und das ganz ohne offensichtlichen Hinweis daf\u00fcr, wo das Problem liegt.<\/p>\n<p><b>Geruckelt, nicht ger\u00fchrt<\/b><br \/>\n\u00c4hnlich entt\u00e4uschend verh\u00e4lt es sich zudem auch mit dem Verlauf der um die drei bis vier Stunden umfassenden Handlung. So werden zwar einige sp\u00e4tere Enth\u00fcllungen solide aufgebaut und es gibt reichlich zus\u00e4tzliche Texte und Dialoge, die das Setting ausstaffieren, doch das Finale m\u00f6chte einfach nicht z\u00fcnden. Stattdessen f\u00fchlt sich der Abschluss extrem abrupt und unbefriedigend an. Ebenfalls unsch\u00f6n: Zwar sind die auf den Angestellten-PCs sichtbaren E-Mails l\u00f6blicherweise allesamt ins Deutsche \u00fcbersetzt worden, diverse andere Umgebungstexte wie Poster oder Briefe bleiben jedoch in englischer Sprache. Somit hat man ohne entsprechende Englischkenntnisse nicht einmal etwas von der kompletten Grundstimmung des Settings.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82685.jpg\" alt=\"Bild 82685\" style=\"float: right;\">Nicht zuletzt ist die technische Komponente von <i>The Bradwell Conspiracy<\/i> gleicherma\u00dfen ern\u00fcchternd. Zwar wirken die Umgebungen stilistisch stimmig und generell merkt man von der niedrigeren Aufl\u00f6sung im Handheld-Modus der Switch recht wenig, doch bereits beim Aufstehen zum Spielstart sorgt ein Blick in eine bestimmte Richtung f\u00fcr gewaltige Framerate-Einbr\u00fcche. \u00dcber weite Teile stabilisiert sich das Bild danach gl\u00fccklicherweise, nur um im letzten Drittel noch einmal richtig zum Dauerruckeln anzusetzen. Das wirkte sich bei mir in einigen Szenen sogar auf die Sprachausgabe aus, die pl\u00f6tzlich nur noch langsam und abgehackt abgespielt wurde. In meinem Testlauf habe ich auch keinerlei bedeutende Unterschiede zwischen der Performance im Handheld-Modus und \u00fcber das Switch-Dock feststellen k\u00f6nnen. Diese Ruckelpartien machen pr\u00e4zisere Eingaben, wie sie mancherorts notwendig sind, ungemein schwerer. Ein wenig mehr Optimierungsarbeit w\u00e4re auf jeden Fall n\u00f6tig gewesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da wohnt man der einfachen Benefiz-Gala eines gro\u00dfen Forschungskonzerns bei und pl\u00f6tzlich fliegt einem der Laden um die Ohren. Unsch\u00f6n, zumal der am Stonehenge platzierte Komplex der Firma Bradwell auch noch \u00fcber reichlich Tunnel und Untergrundanlagen verf\u00fcgt, in die ihr nat\u00fcrlich unvermittelt hineinkracht. 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