{"id":367,"date":"2019-11-05T15:30:06","date_gmt":"2019-11-05T15:30:06","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=367","title":{"rendered":"Mario &#038; Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82675.jpg\" alt=\"Bild 82675\" style=\"float: left;\">Seit 2008 war die virtuelle Olympia-Teilnahme der beiden Videospiel-Ikonen Mario und Sonic so sicher wie das Amen in der Kirche \u2013 zumindest bis zur Winter-Olympiade 2018, die Nintendo und Sega aussetzten. Wom\u00f6glich, um die Zeit f\u00fcr eine grandiose R\u00fcckkehr der stagnierenden Crossover-Sportreihe zu nutzen? <b>Mario &#038; Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020<\/b> sorgte zumindest in den letzten Monaten durch die Inklusion brandneuer Disziplinen im Retro-Look f\u00fcr m\u00e4chtig Aufsehen. Wie ich jedoch bereits nach recht kurzer Spielzeit feststellen durfte, ist das auch so ziemlich die einzige erw\u00e4hnenswerte Neuerung der inhaltlich ern\u00fcchternden Minispielsammlung, die einfach nicht die Spielspa\u00dfh\u00f6hen der 2010er- und 2012er-Ausgabe erreichen will.<\/p>\n<p><b>Die Doppel-Olympiade<\/b><br \/>\nDas beginnt bereits bei der Modi-Auswahl, die sich im Prinzip auf drei Kategorien beschr\u00e4nkt: Ihr k\u00f6nnt euch im lokalen Schnellspiel allein oder mit bis zu drei weiteren Sportlern an allen 34 Disziplinen des Titels versuchen, entweder online oder im lokalen Drahtlosmodus mit anderen Switch-Besitzern wetteifern oder den mit um die f\u00fcnf Stunden recht kompakten Story-Modus angehen. Letzterer ist leider \u00e4u\u00dferst simpel gestrickt und erz\u00e4hlt nicht einmal eine wirklich interessante Geschichte, obwohl die Pr\u00e4misse gar nicht mal so unspannend klingt. Mario, Sonic, Bowser und Eggman werden n\u00e4mlich durch eine Erfindung von letzterem in ein Retro-Videospiel hineingesogen, das die Olympiade des Jahres 1964 behandelt, und wollen nun nat\u00fcrlich wieder raus in die Moderne. Parallel dazu suchen Luigi und Tails in der realen Welt nach M\u00f6glichkeiten, den gefangenen Protagonisten (und zwangsweise auch den Erzschurken) zu helfen. Dabei d\u00fcrft ihr diverse stilisierte Abbilder von Stadtbezirken und Stadien Tokios erkunden und lernt durch Trivia-Fragen auch einiges \u00fcber diese sowie die Olympischen Spiele allgemein. Praktisch rennt ihr hierbei jedoch von einer belanglosen Unterhaltung zur n\u00e4chsten und werdet hin und wieder in eine Sportdisziplin oder ein Minispiel geworfen \u2013 das \u00f6det leider relativ schnell an. Hinzu kommt, dass ein paar der Texte in den Dialogboxen auch noch unfassbar klein dargestellt werden, was sie auf einer Switch Lite so ziemlich unm\u00f6glich zu lesen macht. Die wenigen auf diese Weise freispielbaren Extra-Charaktere, die jeweils nur an einer f\u00fcr sie vorgesehenen Disziplin teilnehmen k\u00f6nnen, machen dies auch nicht unbedingt wett.<\/p>\n<p><b>Geselliger Sportabend<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82674.jpg\" alt=\"Bild 82674\" style=\"float: right;\">Aber bekanntlich bl\u00fcht die Reihe ja eher im Multiplayer-Modus auf! Doch selbst hier vermisse ich schnell Optionen. So k\u00f6nnen alle Disziplinen zwar direkt zu Beginn an ohne gro\u00dfe Freispielpflicht angegangen werden, doch man w\u00e4hlt sie immer noch separat aus. Vorgegebene Sets oder gar die M\u00f6glichkeit, eigene Turniere auf die Beine zu stellen, gibt es nicht. Selbst online w\u00e4hlt ihr f\u00fcr private Runden oder Ranglistenspiele einzeln aus, was ihr angehen m\u00f6chtet \u2013 und speziell bei gewerteten Partien d\u00fcrften in manchen Kategorien auf lange Sicht schlichtweg die Spieler fehlen. Auf der anderen Seite d\u00fcrfen abgesehen von den bereits erw\u00e4hnten Extra-Figuren alle Charaktere auch an allen modernen Disziplinen teilnehmen. Lediglich die zehn Retro-Events sind hier st\u00e4rker eingeschr\u00e4nkt und bieten lediglich acht Sportler im 8-Bit- beziehungsweise 16-Bit-Look zur Auswahl.<\/p>\n<p>Und die sportlichen Minispielchen selbst? Die variieren mal wieder in Sachen Umfang und Spielspa\u00df. Manche wie das Traum-Sportschie\u00dfen und Fu\u00dfball machen gerade mit mehreren Leuten richtig etwas her, andere wie der 100-Meter-Lauf oder der Weitsprung sind so schnell wieder vorbei, dass sich das Laden kaum lohnt. Steuerungsm\u00e4\u00dfig d\u00fcrft ihr alle Disziplinen auf Wunsch klassisch mit den Controller-Tasten und dem Analogstick angehen und m\u00fcsst dies speziell bei den Retro-Sportarten auch, doch in vielen F\u00e4llen wirkt die Tastenh\u00e4mmerei dadurch eher witzlos. So unsinnig das Controller-Gewedel mit der Bewegungssteuerung auch wirken mag, macht die k\u00f6rperliche Verausgabung doch ein St\u00fcck weit mehr Spa\u00df. Zumindest sofern die Sensoren auch richtig kalibriert werden, was mangels anst\u00e4ndiger Einweisungstexte und Anleitungen nicht immer gegeben ist. Dass zum Beispiel beim Box-Spielchen \u00fcber zwei Aktionstasten die Schlagh\u00f6he reguliert wird, erl\u00e4utert das Tutorial nicht. Und warum Man\u00f6ver wie das Ausweichen im Karate oder die Zieljustage mit dem rechten Analogstick beim Traum-Schie\u00dfen unter den fortgeschrittenen Steuerungsanweisungen versteckt wurden, erschlie\u00dft sich mir ebenfalls nicht. Apropos \u201eTraum\u201c: Es ist ungemein schade, dass Sega gerade mal drei dieser Disziplinen integriert hat, die mehr in die Welten von Mario und Sonic eintauchen und etwas fantasievoller als das normale Programm daherkommen. Zwar sind die drei Sportarten \u2013 Rennen, Karate und Schie\u00dfen \u2013 recht unterhaltsam umgesetzt, doch gerade deshalb w\u00e4re mehr in dieser Hinsicht wirklich w\u00fcnschenswert gewesen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/V1Nt5wb7WEg\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 2008 war die virtuelle Olympia-Teilnahme der beiden Videospiel-Ikonen Mario und Sonic so sicher wie das Amen in der Kirche \u2013 zumindest bis zur Winter-Olympiade 2018, die Nintendo und Sega aussetzten. Wom\u00f6glich, um die Zeit f\u00fcr eine grandiose R\u00fcckkehr der stagnierenden Crossover-Sportreihe zu nutzen? 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