{"id":360,"date":"2019-09-04T20:15:00","date_gmt":"2019-09-04T20:15:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=360","title":{"rendered":"Superhot"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt Shooter und es gibt Shooter. Die wohl am h\u00e4ufigsten vertretende Sorte sind die meist extrem actiongeladenen Ego-Shooter. Irgendwie ordnet sich wohl auch unser heutiger Testkandidat <b>Superhot<\/b> aus dem fast gleichnamigen Studio SUPERHOT Team dort ein. Doch wer schreibt eigentlich vor, dass Action immer in Echtzeit ablaufen muss? Richtig, keiner! Das dachten sich wohl auch die Jungs und M\u00e4dels aus Polen. Urspr\u00fcnglich ein Experiment aus einem Dev-Jam-Event, mauserte sich <i>Superhot<\/i> \u00fcber die Jahre zu einem vollwertigen Spiel und macht sich nun auch auf der Nintendo Switch breit. Ob der Sprung auf den Hybrid-Handheld gelungen ist, und was das Spiel eigentlich so besonders macht, das erfahrt ihr im folgenden Kurztest.<\/p>\n<p><b>Die Zeit liegt in eurer Hand<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82471.jpg\" alt=\"Bild 82471\" style=\"float: right;\">Ego-Shooter gibt es wie Sand am mehr. Inmitten dieser Vielfalt hagelt es oft auch Kritik seitens der Fans, die Spiele w\u00e4ren zu schlauchig, zu kurz und nach Schema F gefertigt. Welch ein Gl\u00fcck, dass das SUPERHOT Team hier einen etwas anderen Weg eingeschlagen hat. Man steuert zwar auch hier die namenlose Hauptfigur aus der Ich-Perspektive, jedoch ist der Zeitfluss etwas anders als man es sonst gewohnt ist. Das Gameplay l\u00e4uft n\u00e4mlich prinzipiell in einer Art Superzeitlupe ab. Erst bei einer Eingabe des Spielers wird der Spielablauf beschleunigt. Das gilt sowohl f\u00fcr Bewegungen, als f\u00fcr jegliche andere Aktionen des Spielers, sei es das Aufhaben einer Waffe oder das Abfeuern eines Schusses. Dieses einmalige Konzept \u00e4hnelt sehr dem der \u201eBullet time\u201c aus Filmen und anderen Videospielen, nur hat man in <i>Superhot<\/i> quasi epische <i>Matrix<\/i>-Momente am laufenden Band.<\/p>\n<p>Das Gute ist, dass das Spiel dadurch nicht vom Skill eines Spielers abh\u00e4ngt, sondern rein von der Kreativit\u00e4t und strategischen Planung. Die M\u00f6glichkeiten, eines der Level zu absolvieren, sind wahrlich mannigfaltig. Als Gegner treten \u00fcbrigens ausschlie\u00dflich schemenhafte rote Low-Polygon-Figuren auf. Die Spielwelt hingegen besteht aus einer sehr detailarmen wei\u00dfen Umgebung. Das mag jetzt eher nach Kritik klingen, gerade dieser Kontrast im Zusammenspiel mit dem Drumherum macht aber den einzigartigen Charme des Spiels aus. \u00dcberraschenderweise gibt es sogar so etwas wie eine Story, wenngleich diese eher karg ausf\u00e4llt. Sie hat aber durchaus ihre mysteri\u00f6sen Momente und thematisiert unter anderem Kontrollverlust und die Sucht nach digitalen Medien.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82469.jpg\" alt=\"Bild 82469\" style=\"float: left;\">Doch zur\u00fcck zum Gameplay. Jeder der leider etwas zu wenigen Abschnitte stellt den Spieler vor eine spezielle Situation, beispielsweise eine Bar mit haufenweise Schl\u00e4gertypen und dem \u00fcblichen mit einer Shotgun bewaffneten Barkeeper. Man selbst hat zun\u00e4chst nichts in der Hand, durch geschicktes Ausweichen der nahenden Projektile kann man jedoch auch schnell die Gegner entwaffnen. Dabei kann man wahlweise auf in der Gegend herumliegende Objekte zur\u00fcckgreifen und diese werfen, oder einfach direkt eine auf den Latz geben. In jedem Fall l\u00e4sst der Gegner bei einem Treffer sein Schie\u00dfeisen fallen, was wiederum neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Spieler er\u00f6ffnet. Aber <i>Superhot<\/i> w\u00e4re nicht <i>Superhot<\/i>, wenn es von dort an nur in wildem Herumgeballer ausarten w\u00fcrde. Denn die begrenzte Zahl an Sch\u00fcssen muss wie alles andere im Spiel wohlgeplant sein. Nicht selten f\u00fchren die Fieslinge n\u00e4mlich auch Ausweichman\u00f6ver aus, was einen galanten Schuss in dessen Laufbahn voraussetzt. Das mag zwar auch mal daneben gehen, jedoch f\u00fchlt es sich immer wieder gro\u00dfartig an, wenn die \u201eZeitlupen-Trickshots\u201c voll ins Schwarze treffen.<\/p>\n<p><b>Das Ende ist l\u00e4ngst nicht das Ende<\/b><br \/>\nNach jedem erfolgreichen absolvieren eines Levels wird man von dem charakteristischen \u201eSUPER HOT\u201c-Sample begr\u00fc\u00dft und darf sich seine in Zeitlupe ausgef\u00fchrten Kunstkniffe nochmal in Echtzeit ansehen. Zwar ist das eher Spielerei als sinnvoll, doch ist es auch immer wieder nett anzusehen und gibt einem das Gef\u00fchl, man w\u00e4re bereit f\u00fcr eSports \u2013 oder so. Nach etwa zwei Stunden hat man die Story dann aber auch schon durch, was nun? Beiseitelegen muss man <i>Superhot<\/i> dadurch keineswegs \u2013 im Gegenteil. Nach dem ersten Durchlauf geht der Spa\u00df n\u00e4mlich erst richtig los! Hier zeigen SUPERHOT Team gekonnt, wie Wiederspielwert auszusehen hat. Jedes Level darf nun n\u00e4mlich in diversen Herausforderungsmodi wie \u201eEndlos\u201c oder mit bestimmten Auflagen wie \u201eKatana only\u201c absolviert werden. Um wiederum Zugriff auf alle Endlosstufen zu bekommen, muss man zun\u00e4chst gewisse Bedingungen erf\u00fcllen. Auch lohnt es sich nochmal einen detektivischen Blick in die Hauptlevels zu werfen, da dort \u2013 oft ziemlich fies \u2013 versteckte Abschnitte darauf warten, entdeckt zu werden. Vorbildlicherweise wird dar\u00fcber auch in der Levelauswahl buchgef\u00fchrt. Auch Speedrunner kommen hier in zwei Bonusmodi auf ihre Kosten, wahlweise mit gestoppter Ingame-Zeit, oder alternativ in Echtzeit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82468.jpg\" alt=\"Bild 82468\" style=\"float: right;\">Dar\u00fcber hinaus bietet <i>Superhot<\/i> noch allerlei andere Spielereien in dem als Betriebssystem getarnten Hauptmen\u00fc. So kann man sich etwa ein paar programmierte Tools, etwas ASCII-Kunst oder aber einen simulierten Chat ansehen. Selbst ein gewisser Ordner in einem gewissen Verzeichnis f\u00fcr gewisse Filmchen hat seinen Platz gefunden. Das alles in Summe sorgt daf\u00fcr, dass man schon mal \u00fcber zehn Stunden mit dem Spiel besch\u00e4ftigt sein kann. Performancetechnisch kann sich der Port auf die Switch \u00fcbrigens sehen lassen &#8211; gro\u00dfartige Ruckelorgien sind nicht aufgefallen. Einen fetzigen Soundtrack braucht man hier \u00fcbrigens nicht zu erwarten, was aber der gewollt stilisierten Aufmachung geschuldet ist. Wirklich vermisst habe ich einen echten Soundtrack w\u00e4hrend des Tests daher nicht wirklich. In Sachen Steuerung hat man der Switch-Version zudem Motion-Controls spendiert, was optional, aber super praktisch beim Zielen und Umsehen ist. Auch l\u00e4sst sich die Bewegungssteuerung in den Optionen feinjustieren, falls es dem einen oder anderen zu anf\u00e4llig ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Shooter und es gibt Shooter. Die wohl am h\u00e4ufigsten vertretende Sorte sind die meist extrem actiongeladenen Ego-Shooter. Irgendwie ordnet sich wohl auch unser heutiger Testkandidat Superhot aus dem fast gleichnamigen Studio SUPERHOT Team dort ein. Doch wer schreibt eigentlich vor, dass Action immer in Echtzeit ablaufen muss? Richtig, keiner! Das dachten sich wohl [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":20435,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-360","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/360","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/20435"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=360"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/360\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=360"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=360"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=360"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}