{"id":343,"date":"2019-08-14T09:00:00","date_gmt":"2019-08-14T09:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=343","title":{"rendered":"Marvel Ultimate Alliance 3: The Black Order"},"content":{"rendered":"<p>Marvel ist derzeit in aller Munde. Selbst wer mit dem Marvel Cinematic Universe (MCU) und den damit zusammenh\u00e4ngenden Blockbustern nichts am Hut hat, d\u00fcrfte hier und da trotzdem schon mal \u00fcber den Namen Thanos gestolpert sein &#8211; gro\u00df, breit gebaut, b\u00f6se Absichten, lila. Vor allem dann markante Kinn und die Hautfarbe machte Thanos f\u00fcr einige Zeit zur Meme-Vorlage. Der un\u00fcblich gef\u00e4rbte Au\u00dferirdische gibt jedoch nicht nur in Filmen den Schurken, sondern auch in der dritten Ausgabe der Superhelden-Pr\u00fcgelei <i>Ultimate Alliance<\/i>. Damals von in den H\u00e4nden von Activision, entstand <b>Marvel Ultimate Alliance 3: The Black Order<\/b> dieses Mal bei Team Ninja, welche letztlich zu Koei Tecmo geh\u00f6ren. Statt f\u00fcr s\u00e4mtliche Plattformen, wurde der dritte Ableger ausschlie\u00dflich f\u00fcr die Nintendo Switch entwickelt und wird dementsprechend auch von Nintendo exklusiv vertrieben. Ob die Reihe den Sprung auf den Handheld gut \u00fcberstanden hat, und was Story und Gameplay zu bieten, das m\u00f6chte ich euch im folgenden Test n\u00e4herbringen.<\/p>\n<p><b>Superhelden und Superschurken<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82344.jpg\" alt=\"Bild 82344\" style=\"float: right;\">Wer so wie ich vor dem Spiel nie oder nur wenig mit dem Marvel-Universum zu tun hatte, d\u00fcrfte hier relativ viel Bahnhof verstehen. Deshalb wird sich dieser Test eher auf das Gameplay, den Wert des allgemeinen Plots und das Drumherum beziehen. Fakt ist, wer auch nur im Entferntesten ein Interesse f\u00fcr Superhelden hegt, d\u00fcrfte hier durchaus auf seine Kosten kommen. In der Geschichte geht es wie bereits angerissen wieder um den galaktischen Herrscher und Obermotz Thanos. \u00c4hnlich zum Plot der letzten sehr erfolgreichen <i>Avengers<\/i>-Filme, geht es auch hier und die Suche nach den Infinity-Steinen. Das sind kleine bunte Edelsteine mit einer Art eigenem Sinn und schier grenzenloser kosmischer Kraft. Wer es vermag auch nur einen dieser Steine nutzbar zu machen, wird dadurch \u00fcberaus m\u00e4chtig. Kaum vorstellbar was erst passiert, wenn jemand oder etwas es schafft, alle Steine zu sammeln und f\u00fcr finstere Zwecke, zum Beispiel der Vernichtung des Universums, zu benutzen.<\/p>\n<p>Nun, genau das haben sich Thanos und die sinistere Vereinigung \u201eThe Black Order\u201c vorgenommen. Gut, dass es allerlei Helden gibt die sich in der \u201eUltimate Alliance\u201c zusammentun, um das zu unterbinden. Hier kommt auch schon eine der gro\u00dfen St\u00e4rken des Spiels: die immense Auswahl an spielbaren Helden. Das Portfolio erstreckt sich dabei \u00fcber so ziemlich alle Gruppen, die in Marvel Comics und Filmen mal vorkamen. Neben bekannteren Gruppierungen wie den X-Men, den Avengers, S.H.I.E.L.D. oder den Guardians of the Galaxy, kommen auch Helden aus \u201eThe Defenders\u201c, \u201eThe Inhumans\u201c oder andere unbekanntere Zeitgenossen aus dem Spider-Verse auf. Wer damit nichts anfangen kann: Spielbar sind zum Beispiel Publikumslieblinge wie Spider-Man, Iron Man, Hulk, Wolverine, Captain Marvel, Deadpool (Pew, pew!) oder auch Star Lord. Als w\u00e4re die Auswahl nicht schon gro\u00df genug, sollen sp\u00e4ter auch noch mehr, etwa die Fantastic Four, per DLC nachgereicht werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82341.jpg\" alt=\"Bild 82341\" style=\"float: left;\">Im Grund spielen sich alle Helden und Teilzeit-Helden wie Venom sehr \u00e4hnlich. Man hat eine leichte und eine schwere Standardattacke, bis zu vier Spezialf\u00e4higkeiten, sowie eine ultimative F\u00e4higkeit. Unterschiede gibt es dann aber doch mehr als genug, sodass es nicht wirkt als h\u00e4tte man es hier mit einem Helden und \u00fcber 40 Echo-K\u00e4mpfern zu tun &#8211; beispielsweise Peach und Daisy in <i>Super Smash Bros. Ultimate<\/i>. Einige punkten im Nahkampf, andere im Fernkampf, kombinieren beides oder teilen anderweitig ordentlich Schaden aus. Mit der gro\u00dfen Auswahl zu experimentieren und alles einmal auszuprobieren macht simpel und einfach Spa\u00df, wenngleich man sich auch schnell etwas \u00fcberrumpelt f\u00fchlen darf. Im ersten Durchlauf der eher m\u00e4\u00dfig spannenden, aber daf\u00fcr toll mit animierten Zwischensequenzen inszenierten Story sollte man sich aufgrund der knackigen K\u00e4mpfe eher auf ein festes Team spezialisieren und dieses daf\u00fcr ordentlich st\u00e4rken. Im Rollenspiel-Aspekt von <i>Ultimate Alliance 3<\/i> wird es n\u00e4mlich schon etwas komplexer.<\/p>\n<p><b>Helden sind nur so stark wie ihre Werte<\/b><br \/>\nGemeint sind in diesem Kontext allerdings nicht die moralischen Werte, sondern die Charakterwerte. W\u00e4hrend der K\u00e4mpfe steigen alle Mitglieder des aktiven Viererteams stets durch XP im Rang auf. Durch gewisse Items kann man bestimmte Lieblinge etwas schneller ausbauen, oder deren F\u00e4higkeiten in die H\u00f6he treiben. Man hat als Spieler jedoch nicht nur Einfluss auf das Level und damit die Angriffe und Werte, sondern kann noch den sogenannten \u201eISO-8\u201c bestimmte Eigenschaften wie \u201eschwache Angriffe st\u00e4rken\u201c oder \u201emehr Angriff bei unter 15% Gesundheit\u201c aktivieren. Die St\u00e4rkungen lassen sich wiederum im Labor zerlegen und neu kombinieren, was unter Umst\u00e4nden ziemlich fummelig und zeitintensiv ausfallen kann. Um es noch komplizierter zu machen: Vergibt man gesammeltes Geld in einem riesigen Tech-Baum, kann man passiv nochmal die gesamte Crew st\u00e4rken. Auch entstehen gewissen Synergien bei der Auswahl gewisser Helden. Stellt man beispielweise ein Viererteam aus Frauen auf, etwa Gamora, Black Widow, Captain Marvel und Electra, dann werden dieser dank der \u201eFrauenpower\u201c ein paar Prozente st\u00e4rker. Sind die zus\u00e4tzlich noch aus derselben Heldenvereinigung, umso besser.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82342.jpg\" alt=\"Bild 82342\" style=\"float: right;\">Bei all den M\u00f6glichkeiten, seine Helden und Teams zu optimieren, kann einem als Spieler schon mal die Lust vergehen. Doch selbst wenn man sich eher wenig darum k\u00fcmmert und nur so die Geschichte pr\u00fcgelt, kommt man relativ gut durch wenn man schon mal ein \u00e4hnliches Pr\u00fcgelspiel konsumiert hat. H\u00e4ngt man dann doch mal, kann man immer noch nachhelfen. Und auch sonst ist das Gameplay an sich recht eing\u00e4ngig. Die Schablone des Movesets hat man schnell verinnerlicht, lediglich die zwischen den Helden kombinierbaren F\u00e4higkeiten sind etwas undurchsichtig. Man kann n\u00e4mlich entweder eine F\u00e4higkeit solo abfeuern, oder per Schultertaste ein Teammitglied anweisen, zeitgleich eine Attacke loszuwerden. Dadurch entsteht in manchen Situationen ein ziemlich hoher Actionpegel, der nur durch die ultimativen Angriffe \u00fcbertrumpft wird. Haben alle vier Recken ihren Ulti geladen, kann man durch wiederholtes aktivieren die absolute Perversion von Angriffen loslassen. Das geht dann sogar so weit, dass sowohl der Sound als auch die Bildrate in die Knie gehen. Aber hey, immerhin schmelzen selbst z\u00e4he Bosse damit in null Komma nichts dahin.<\/p>\n<p>Durch den recht knackigen Schwierigkeitsgrad und die abwechslungsreichen Gegner wird man auch oft genug dazu gedr\u00e4ngt, zwischen Helden umzuschalten. Teilt man anfangs noch mit einem potenten Nahk\u00e4mpfer aus, steckt mit diesem aber auch ordentlich Schaden ein, gilt es mit diesem erstmal besser herumliegende Power-Ups zu sammeln, oder f\u00fcr einen Moment auf einen Fernk\u00e4mpfer zu wechseln. Gerade diese trumpfen nicht selten mit netten Area of Effect-Attacken auf, wodurch sich gerade kleineres Kanonenfutter gut beseitigen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><b>Das Drumherum<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82343.jpg\" alt=\"Bild 82343\" style=\"float: left;\">Hier f\u00e4hrt <i>Marvel Ultimate Alliance 3: The Black Order<\/i> auch die Z\u00e4hne aus. Ob man nun Marvel-Kenner oder blutiger Neuzugang ist, das Spiel h\u00e4lt tonnenweise Hintergrundinformationen zu den vorkommenden Figuren bereit. Man kann also allerlei dazulernen und so die teils wirren Zusammenh\u00e4nge abseits des MCU zumindest etwas nachvollziehen. Auch hat man Zugriff auf den Soundtrack des Titels, sowie einige Konzeptzeichnungen und Artworks, was zus\u00e4tzlich zum St\u00f6bern einl\u00e4dt. Im Laufe der Geschichte st\u00f6\u00dft man auch auf allerlei versteckte Infinity-Risse, die abseits der Handlung zum erneuten Spielen in bestimmten abgekapselten Herausforderung einladen. Hier muss man sich unter bestimmten Konditionen in bereits erlebten Bossk\u00e4mpfen oder anderen Situationen beweisen, um so beispielsweise wichtige Items f\u00fcr die Charakterentwicklung oder sogar Kost\u00fcme freizuspielen. Etwas ung\u00fcnstig ist nur, dass man zumeist in der Story noch zu schwach ist, wenn man einen Infinity-Riss entdeckt. Es empfiehlt sich daher, diese erst gegen Mitte oder sogar Ende der Hauptgeschichte in Angriff zu nehmen.<\/p>\n<p>Spielt man allein, werden die drei \u00fcbrigen Teammitglieder von einer nicht gerade sehr intelligenten KI \u00fcbernommen. M\u00f6chte man sich das nicht gefallen lassen, kann man auch lokal oder sogar online mit Fremden oder Freunden ins Gefecht starten. Sucht man online nach einer Partie, kann man ziemlich granular angeben, welchen Abschnitt oder welche Challenge man spielen m\u00f6chte. Das f\u00fchrt leider dazu, dass man so gut wie nirgendwo einen Raum findet, oder niemand dem eigenen Raum beitritt. Die allgemein eher niedrigere Popularit\u00e4t des Spiels tr\u00e4gt ihr \u00dcbriges dazu bei. Hilfreicher w\u00e4re es hier, wenn man eine \u00dcbersicht der \u00fcberhaupt offenen R\u00e4ume oder bestimmte Filter h\u00e4tte. Im Test fand ich dann zwar nach ein paar Minuten doch einen Raum, doch verlie\u00df der Mitspieler w\u00e4hrend einer langen Ladepause dann schon wieder die Partie was in der ber\u00fchmt ber\u00fcchtigten Fehlermeldung endete. Beim Spiel mit Freunden sollten sich die Probleme aber erwartungsgem\u00e4\u00df in Grenzen halten, vorausgesetzt alle Parteien verf\u00fcgen \u00fcber eine stabile Online-Anbindung.<\/p>\n<p><b>Die Technik<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82337.jpg\" alt=\"Bild 82337\" style=\"float: right;\">Was bringt einem all diese Macht, wenn die Technik nicht mitspielt? Mit einem Komplettausfall haben wir es hier zum Gl\u00fcck nicht zu tun, aber auch nicht mit einem Vorzeige-Beispiel. Statt f\u00fcr die realistischer angehauchte Darstellung der beiden Vorg\u00e4nger, entschied man sich hier f\u00fcr einen comic-artigeren Cel-Shading-Look. Das mag zwar an sich gut passen, und die Umgebungen und Charaktere sind fallen detailreich und ansehnlich aus, doch macht die Reihe hier eben auch keinen grafischen Sprung, wie man es nach etlichen Jahren zwischen zwei Ablegern erwarten w\u00fcrde. Hinzu kommt, dass wie oben schon erl\u00e4utert im Effektgewitter die Bildrate auch gern mal in den Keller geht, und sogar der Sound anf\u00e4ngt zu br\u00f6ckeln. Davon ab kann man zwar meistens ganz bequem und halbwegs fl\u00fcssig spielen, doch macht sich gerade die fehlende Kantengl\u00e4ttung an allen Ecken bemerkbar. Scharfe Kanten und die hardwarebedingt eher niedrige Aufl\u00f6sung sorgen f\u00fcr ein unruhiges Bild. Dazu gesellt sich dann noch die f\u00fcr meinen Geschmack etwas zu widerspenstige Kameraf\u00fchrung. Zwar sollte diese durch einen Patch zu Release verbessert werden, doch wirklich optimal ist das Ganze noch immer nicht. Gerade bei manchen Perspektivwechseln hat man zu tun, Herr der Lage zu bleiben. Abgesehen von diesen Negativpunkten ist <i>Ultimate Alliance 3<\/i> allerdings sehr stimmig designt und wird gekonnt musikalisch unterlegt. Bis auf die Kamerasteuerung ist auch das Gameplay nicht unbedingt das schlechteste was ich bisher so gesehen habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Marvel ist derzeit in aller Munde. Selbst wer mit dem Marvel Cinematic Universe (MCU) und den damit zusammenh\u00e4ngenden Blockbustern nichts am Hut hat, d\u00fcrfte hier und da trotzdem schon mal \u00fcber den Namen Thanos gestolpert sein &#8211; gro\u00df, breit gebaut, b\u00f6se Absichten, lila. 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