{"id":34,"date":"2017-04-07T12:00:00","date_gmt":"2017-04-07T12:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=34","title":{"rendered":"Human Resource Machine"},"content":{"rendered":"<p>Benutzt ihr eure Nintendo Switch Konsole eigentlich nur zum Spielen oder auch anderweitig, abseits von Unterhaltungsmedien? Wie w\u00e4re es mit etwas geistiger Arbeit oder Weiterbildung? Nein, dabei dachte ich nicht daran, auf einer virtuellen Farm zu schuften. Zugegeben, der Hauptzweck von Nintendos neuer Heimkonsole ist eindeutig Spa\u00df und Unterhaltung. Dieser muss nicht entfremdet werden, sondern kann weiter im Mittelpunkt stehen. Platz ist noch viel f\u00fcr die eine oder andere Horizonterweiterung. Der Titel <b>Human Resource Machine<\/b> von Tomorrow Corporation, welchen ich heute einem kurzen Test unterziehen m\u00f6chte, ist ein \u201evisuelles programmierungsbasiertes Puzzle-Spiel\u201c. Ein Musterbeispiel f\u00fcr \u201eEdutainment\u201c, der Mischung aus Unterhaltung (Entertainment) und Bildung (Education).<\/p>\n<p><b>Als ich aus Versehen lernte&#8230;<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/73062.jpg\" alt=\"Bild 73062\" style=\"float: right;\">Macht euch auf einen anstrengenden B\u00fcrojob gefasst. Den ganzen Tag am Schreibtisch und dem Rechner sitzen? Fehl am Platz &#8211; nicht einmal Sitzen ist euch verg\u00f6nnt. Wie der passend gew\u00e4hlte Name des Spiels bereits andeutet, seid ihr selbst eine menschliche Ressourcen-Maschine, also der Ersatz f\u00fcr einen PC. Und als solcher seid ihr stets damit besch\u00e4ftigt, Objekte zwischen einer \u201eInbox\u201c und einer \u201eOutbox\u201c sowie zu und von Ablagefl\u00e4chen zu transportieren. Diese Verarbeitung einer Eingabe mit folgender Ausgabe ist eine Metapher f\u00fcr Assembler-Sprachkonzepte &#8211; maschinennahe Programmierung auf sehr niedriger Ebene.<\/p>\n<p>Der Spieler verkettet via Drag and Drop simple Befehle, die unser B\u00fcroarbeiter dann Schritt f\u00fcr Schritt bearbeitet, um so die vorgegebene Ausgabe zu erhalten. Beispielsweise kann ein Objekt in der Inbox abgeholt und auf einer bestimmten Fl\u00e4che platziert werden. Ein solches Objekt ist eine Box mit einer Zahl oder einem Buchstaben darauf. Eine weitere Anweisungsfolge k\u00f6nnte lauten, etwas wiederholt auszuf\u00fchren, bis eine Zahl, von der in jeder Wiederholung eins abgezogen wird, gleich Null ist. Ehe man sich versieht hat man pl\u00f6tzlich einen Algorithmus \u201eprogrammiert\u201c, der kleine bekannte Probleme aus der Mathematik oder Informatik l\u00f6st. So f\u00fchrt dieses Spiel zu einem Grundverst\u00e4ndnis der Funktionsweise von Computern und schult eine in der Informatik sehr hilfreiche Denkensweise, ohne dass man danach gefragt haben mag.<\/p>\n<p><b>Aufstieg und Arbeitsg\u00fcte<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/73063.jpg\" alt=\"Bild 73063\" style=\"float: left;\">Wie auch schon in den Versionen f\u00fcr andere Plattformen, auf denen <i>Human Resource Machine<\/i> bereits erschienen ist, fasst der Titel ungef\u00e4hr 40 \u201eR\u00e4tsel\u201c in Form verschiedener B\u00fcror\u00e4ume. Dargestellt in Form von Aufzug-Tasten, lassen sich diese ausw\u00e4hlen. Dabei fasst ein Stockwerk immer ein bis zwei solcher B\u00fcros und symbolisiert damit den Aufstieg auf der Karriereleiter und vermutlich zugleich auch die verstrichenen Arbeitsjahre. Wenn eine Aufgabe gemeistert wurde, erh\u00e4lt man Zugang zum n\u00e4chsten Stockwerk. Aber theoretisch l\u00e4sst sich jede Aufgabe auf unendlich viele Arten l\u00f6sen und so unterscheiden sich die L\u00f6sungen nat\u00fcrlich auch in ihrer G\u00fcte. Deswegen kann man sein K\u00f6nnen noch strenger auf die Probe stellen und versuchen, vorgegebene Laufzeiten und Programml\u00e4ngen einzuhalten. Die Programml\u00e4nge ist die Anzahl verwendeter Anweisungen, also die Zeilen-Anzahl. Laufzeiten entsprechen den insgesamt durchlaufenen Anweisungen &#8211; Wiederholungen z\u00e4hlen also mit. Um die Laufzeiten zu bewerten, nutzt das Spiel im Hintergrund mehrere vordefinierte Eingaben, da die Zeiten von den Eingaben abh\u00e4ngen k\u00f6nnen und sich Spieler so fair miteinander messen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Handhabung und Gestaltung<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/73061.jpg\" alt=\"Bild 73061\" style=\"float: right;\">Steuern l\u00e4sst sich das Spiel im TV- und Tabletop-Modus wie mit einer Maus, indem ein Joy-Con wie eine Wii-Fernbedienung gehalten wird und man auf den Bildschirm zeigt. Im Handheld-Modus funktioniert die Steuerung komplett \u00fcber den Touchscreen, exakt wie die Android-Fassung. Die Bedienung \u00fcber Touch ist dabei eindeutig angenehmer und das Drag and Drop der Anweisungen funktioniert dort viel intuitiver. Wenn ihr einmal nicht weiter wisst, k\u00f6nnt ihr den Chef des jeweiligen B\u00fcros, der stets in einer Ecke des Raumes sitzt, um Ratschl\u00e4ge bitten. Die Grafiken sind, wie bei den anderen Tomorrow Corporation-Titeln <i>Little Inferno<\/i> und <i>World of Goo<\/i>, simpel gehalten. Sie haben etwas D\u00fcsteres, Melancholisches an sich. Das mag f\u00fcr viele als passend erscheinen, da das Spiel auf einen monotonen Arbeitsalltag anspielt. Doch gibt es auch eine d\u00fcstere Hintergrundgeschichte, von der wir gelegentlich etwas in den Kaffeepausen mitbekommen, der die Melancholie wahrscheinlich eher angedacht ist. Diese Story ist allerdings nur so geringf\u00fcgig vertreten, dass ich nichts weiter dar\u00fcber verraten m\u00f6chte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Benutzt ihr eure Nintendo Switch Konsole eigentlich nur zum Spielen oder auch anderweitig, abseits von Unterhaltungsmedien? Wie w\u00e4re es mit etwas geistiger Arbeit oder Weiterbildung? Nein, dabei dachte ich nicht daran, auf einer virtuellen Farm zu schuften. 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