{"id":339,"date":"2019-07-25T17:20:03","date_gmt":"2019-07-25T17:20:03","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=339","title":{"rendered":"Dragon Quest Builders 2"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82198.jpg\" alt=\"Bild 82198\" style=\"float: right;\">Man kommt kaum umhin, beim Thema Sandbox- beziehungsweise Bauspielen den Namen <i>Minecraft<\/i> zu nennen. Kein Wunder, denn immerhin hat dieses Spiel vom schwedischen Entwicklerstudio Mojang und Sch\u00f6pfer Markus \u201eNotch\u201c Persson nicht nur eine ganze Generation gepr\u00e4gt, sondern auch Generationen verbunden und deren Kreativit\u00e4t entfacht. Das vor einiger Zeit von meinem Kollegen Alanar getestete <i>Dragon Quest Builders<\/i> (<a href=http:\/\/www.planetswitch.de\/test\/148-review-dragon-quest-builders.html>Link<\/a>) schl\u00e4gt in eine \u00e4hnliche Kerbe, gl\u00e4nzt aber auch mit eigenen Anreizen. Aufgrund einiger fragw\u00fcrdiger Designentscheidungen konnte der Titel damals aber \u201enur\u201c eine 80er-Wertung bei uns einfahren. So viel vorweg: Der j\u00fcngst erschienene Nachfolger <b>Dragon Quest Builders 2<\/b> macht vieles besser und macht m\u00e4chtig Laune. Woran das liegt, und was man sich vom zweiten Ableger von Square Enix\u2018 Kl\u00f6tzchenwelt erwarten darf, das erfahrt ihr im folgenden Test.<\/p>\n<p><b>Kein Erbauen ohne Zerst\u00f6rung<\/b><br \/>\nAuch hier versucht man wieder, dem Spieler eine Geschichte zu pr\u00e4sentieren. Dieses Mal geht im Prinzip wieder um den altbew\u00e4hrten Zwist zwischen Gut und B\u00f6se, und nat\u00fcrlich haben sich dunkle M\u00e4chte wieder keine Bl\u00f6\u00dfe gegeben und die Welt von <i>DQB2<\/i> ordentlich zugrunde gerichtet. Erneut schl\u00fcpft man in die Haut eines Erbauers, dessen Aufgabe es ist die Welt wieder bewohnbar und lebenswert zu machen. Zun\u00e4chst erwacht man durch eine mysteri\u00f6se F\u00fcgung auf einem Schiff der sogenannten \u201eKinder Hargons\u201c, eine Sekte die sich einem vormals m\u00e4chtigen Anf\u00fchrer der dunklen Seite verschrieben hat. Ihr Ziel: Zerst\u00f6rung und die Unterdr\u00fcckung jeglicher Sch\u00f6pfung. Bl\u00f6d nur, dass auch diese \u2013 nennen wir sie mal Religion \u2013 nicht ganz ohne die K\u00fcnste des Schaffens auskommt. In einem sehr gem\u00e4chlichen Tutorial wird man daher zu Beginn von den W\u00e4rtern des Gefangenenschiffs von A nach B gescheucht, um allerlei Besorgungen und Reparaturarbeiten zu leisten, bevor man dann, nun ja, beseitigt wird. Gl\u00fccklicherweise (oder ungl\u00fccklicherweise?) sorgt ein verheerender Sturm f\u00fcr Schiffbruch und unser Protagonist findet sich auf der abgelegenen und verlassenen Insel des Erwachens wieder.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82197.jpg\" alt=\"Bild 82197\" style=\"float: left;\">Dort angekommen gibt es zun\u00e4chst einige Verluste zu beklagen, sonderlich viele haben das Ungl\u00fcck n\u00e4mlich nicht \u00fcberlebt. So ganz allein ist man dann aber doch nicht, denn recht schnell schlie\u00dft man Freundschaft mit der kessen Lulu, die das Eiland direkt mal \u201eLulutopia\u201c tauft, sowie dem d\u00fcsteren Malroth, welchem im sp\u00e4teren Spielverlauf noch eine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung zukommt. Zun\u00e4chst gibt besagte Lulu aber erstmal die Kommandantin und Malroth den Pr\u00fcgelknaben, der euch fortan beim Sammeln und Beseitigen von Monster hilft. Hier kommen wir schon zur ersten Neuerung, man kommt sich n\u00e4mlich nicht mehr so allein und vor allem schwach vor \u2013 Malroth kann n\u00e4mlich furchtbar gut Schaden austeilen und hilft zudem beim Abbauen bestimmter Ressourcen, wenn man es mit dem Helden vormacht. Nach einer kurzen Einfindungsphase auf der Insel bekommt der Spieler von einem geisterhaften Eremiten ein paar Takte zum Schicksal des Erbauerdaseins verpasst, und wird auch schnell sch\u00f6pferisch aktiv. Basics wie das Errichten einer Unterkunft, Zubereiten von Essen und Abbauen mit dem treuen Hammer bekommt man noch mit auf den Weg, danach brechen wir mithilfe eines verirrten Schiffmanns aber auch schon wieder auf in neue Gefilde, auf der Startinsel gibt es n\u00e4mlich au\u00dfer karge Landschaft nicht viel. Lulu h\u00e4lt dann erstmal die n\u00e4chsten 10 Spielstunden einsam und allein die Stellung, w\u00e4hrend man selbst mit Malroth nach Gr\u00fcnland aufbricht und den dort angesiedelten \u00dcberlebenden hilft und neues Material in die neue Heimat mitbringt.<\/p>\n<p><b>Ein gr\u00fcnes Paradies, das keines ist<\/b><br \/>\nDort angekommen sieht es nicht sonderlich besser aus. Auch hier herrschen die Kinder Hargons und verbieten jegliches Gebaue. Das h\u00e4lt uns nat\u00fcrlich nicht davon ab der Story zu folgen. Diese wird nun \u00fcbrigens nicht weiter vertieft. Allgemein kann man aber sagen, dass sie sehr tr\u00e4ge erz\u00e4hlt wird und wenig reizt, was wohl auch dem Aufbau des Spiels geschuldet ist. Immerhin bildet sie aber in Verbindung mit dem Questsystem einen vorbildlichen roten Faden. Im Vergleich zum Genrekollegen aus Schweden ist man hier zwar stets frei in seinem Handeln, bekommt aber auch nonstop Aufgaben vorgesetzt, was recht schnell eine enorme Sogwirkung entfaltet und durchaus anfixt, sofern man auf diese Art von Spielen steht. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck bringen uns die liebevoll in teils witzigen, teils extrem schnarchigen Dialogen erz\u00e4hlten Quests so gut wie alle Elemente des Spiels n\u00e4her \u2013 und das sind verdammt viele. Nach knapp 20 Stunden Spielzeit habe ich noch immer das Gef\u00fchl, gerademal an der Oberfl\u00e4che gekratzt zu haben. Es gibt einfach derma\u00dfen viele Baupl\u00e4ne, herstellbare und sammelbare Gegenst\u00e4nde, dass man sich schon fast etwas erschlagen f\u00fchlt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82199.jpg\" alt=\"Bild 82199\" style=\"float: right;\">Von einer positiveren Perspektive betrachtet, kann man sich aber auch so richtig sch\u00f6n im Spiel vergraben, was heute l\u00e4ngst nicht mehr alle Spiele schaffen. Zuletzt durfte ich dieses Ph\u00e4nomen bei <i>Minecraft<\/i> und dem etwas aktuelleren <i>Breath of the Wild<\/i> beobachten, was durchaus f\u00fcr <i>Builders 2<\/i> spricht. Apropos Perspektive, kommen wir doch mal zur technischen Seite des Titels. Im Vorg\u00e4nger wurde n\u00e4mlich unter anderem kritisiert, dass die zickige Kamera gerade in H\u00f6hlen und geschlossenen R\u00e4umen etwas limitierend ist. Hier hat man erfolgreich angesetzt und eine per Knopfdruck zuschaltbare Egoperspektive einf\u00fchrt. Auch l\u00e4sst sich die Kamera nun stufenlos einstellen, wenn auch etwas umst\u00e4ndlich. Optisch hat sich wiederum so gut wie nichts getan, was nun aber nicht wirklich wild ist. Schon der erste Teil wusste mit seinem einzigartigen \u201e<i>Dragonball<\/i>-\u00e4hnlichen\u201c Design aus der Feder Akira Toriyamas zu \u00fcberzeugen, was auch f\u00fcr <i>Dragon Quest Builders 2<\/i> gilt. Aufgrund der eher simplen Zeichentrick-Optik f\u00e4llt das Downgrade von der PS4 auch nicht allzu sehr auf. Nat\u00fcrlich ist die Switch-Version niedriger aufgel\u00f6st und stottert hier und da auch mal, wirklich st\u00f6rend ist das aber keineswegs.<\/p>\n<p>Auch die Steuerung ist weitestgehend gleich geblieben. Das Bauen und Platzierung von Objekten funktioniert noch immer etwas hakelig, nach einer gewissen Eingew\u00f6hnung und durch bestimmte Tricks geht aber auch das irgendwann besser von der Hand. Das Problem mit dem begrenzten Inventar und der \u201eZaubertruhe\u201c aus dem Vorg\u00e4nger hat man \u00fcbrigens vereinfacht, denn nun habt ihr direkt von Beginn an etliche Seiten Inventarplatz neben der \u00fcblichen Schnellzugriffsleiste. Letztere muss man leider immer noch etwas umst\u00e4ndlich von vorne bis hinten durchklickern. Soweit bisher gesehen, ist auch das Kampfsystem nach wie vor sehr karg. Immerhin kommt man sich dank unseres Begleiters aber zumindest etwas m\u00e4chtiger vor.<\/p>\n<p><b>Und sonst so?<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82203.jpg\" alt=\"Bild 82203\" style=\"float: left;\">Nun, da gibt es noch einiges. Das mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Problem des Erstlings war es n\u00e4mlich, dass ihr aufgrund der Struktur der Geschichte nach Abschluss einer Siedlung diese komplett aufgeben musstet und bei null wieder starten musstet. Das hat man nun wesentlich eleganter gel\u00f6st. Zum einen hat man nun seine eigene Insel, die Dreh- und Angelpunkt ist, und zum anderen kann man bereits aufgepeppte Siedlung in anderen Gefilden nach eigenem Belieben immer wieder einen Besuch abstatten. So hegt man nicht st\u00e4ndig den Gedanken, dass ja ohnehin bald alles umsonst war. Man kann sich endlich kreativ austoben ohne dabei den Verlust der Flei\u00dfarbeit f\u00fcrchten zu m\u00fcssen. Hinzu kommt, dass man nun einen Schnappschuss-Modus parat hat. Dieser l\u00e4sst euch mit einigen Einstellungen und Filtern teils atemberaubende oder einfach nur urkomische Fotos knipsen, und jetzt kommt\u2019s: Mit anderen teilen! In der Online-Galerie zu st\u00f6bern macht einfach nur Laune und wie bei <i>Super Mario Maker 2<\/i> strotzt die Community nur so vor Kreativit\u00e4t und Tatendrang. Man kann sich also reichlich inspirieren lassen und gelegentlich sogar die Insel anderer Spieler und Spielerinnen besuchen, sofern diese sie auch zug\u00e4nglich gemacht haben. Mit einem Freund kann man sogar kooperativ Spielen, sowohl online als auch lokal. In Ermangelung an Mitspielern kann ich hier aber leider keine detailliertere Auskunft geben.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens hat man die Galeriefunktion clevererweise auch im Ladebildschirm eingebaut, obwohl diese gar nicht mal so h\u00e4ufig und lang sind. Immer wieder ertappte ich mich, wie ich \u00fcber zehn Minuten in der Galerie st\u00f6berte, wo man nebenbei auch Favoriten w\u00e4hlen und Bewertungen abgeben kann. Lediglich bei Start des Spiels hat man eine etwa zweimin\u00fctige Ladepause zu ertragen, was etwas unsch\u00f6n an die Switch-Version von <i>My Time at Portia<\/i> erinnert. Im Groben w\u00e4ren dann auch die wichtigsten Unterschiede und Neuerungen zum Vorg\u00e4nger abgehandelt. Solltet ihr dennoch Fragen haben z\u00f6gert nicht diese in den Kommentaren zu stellen! Zu guter Letzt noch ein paar Worte zum Soundtrack: Alles bei Alten&#8230; Stimmig und situativ passend, aber auf Dauer auch gerne mal nervig. Das umfangsreiche Einstellungsmen\u00fc schafft aber bei vielen Macken des Spiels gekonnt Abhilfe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man kommt kaum umhin, beim Thema Sandbox- beziehungsweise Bauspielen den Namen Minecraft zu nennen. Kein Wunder, denn immerhin hat dieses Spiel vom schwedischen Entwicklerstudio Mojang und Sch\u00f6pfer Markus \u201eNotch\u201c Persson nicht nur eine ganze Generation gepr\u00e4gt, sondern auch Generationen verbunden und deren Kreativit\u00e4t entfacht. 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