{"id":338,"date":"2019-07-11T15:00:05","date_gmt":"2019-07-11T15:00:05","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=338","title":{"rendered":"Nelly Cootalot: The Fowl Fleet"},"content":{"rendered":"<p>Adventures anst\u00e4ndig auf Konsolen spielbar zu machen war nie einfach. Das klassische Point-and-Click-Konzept funktioniert mit einer Maus schlichtweg am besten. Dennoch fanden sich in letzter Zeit \u2013 mitunter auch durch die Etablierung von Touch-Eingabem\u00f6glichkeiten \u2013 immer mehr Genre-Vertreter, die den Konsolen-Spagat bew\u00e4ltigen konnten. <b>Nelly Cootalot: The Fowl Fleet<\/b> geh\u00f6rt leider nicht zu diesen Glanzleistungen. Und das ist gerade deswegen schade, weil es ohne den Handkrampf mit den Joy-Cons eigentlich ein ganz nettes, wenngleich nicht unbedingt \u00fcberragendes Piraten-Adventure f\u00fcr j\u00fcngere Zocker w\u00e4re.<\/p>\n<p><b>Das sch\u00f6ne Piratenleben<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82135.jpg\" alt=\"Bild 82135\" style=\"float: left;\">Dreh- und Angelpunkt des Abenteuers ist der verborgene Schatz des verstorbenen Piraten Bloodbeard, auf den es dessen schurkischer Bruder Breitbart abgesehen hat. Auf Bitten von Bloodbeards Geist macht sich die tapfere Nelly auf, den \u00fcblen Seefahrer in die Schranken zu weisen \u2013 und nebenbei auch noch der Vogelwelt abermals einen gro\u00dfen Gefallen zu tun, denn die wird ebenfalls in diese Geschichte eingespannt. Bis dahin macht man sich jedoch zun\u00e4chst mit dem allgemeinen Spielablauf vertraut, der traditioneller kaum sein k\u00f6nnte. Ihr untersucht alle interessanten Objekte und Menschen in der Umgebung, sackt jegliche halbwegs brauchbar aussehenden Gegenst\u00e4nde ein und holt euch in kurzen Gespr\u00e4chen wichtige Informationen. In jedem Spielabschnitt werdet ihr dabei schnell mit einer Hauptaufgabe vertraut gemacht, der ihr dann in aller Seelenruhe nachgehen k\u00f6nnt. So soll Nelly zu Beginn etwa herausfinden, wohin Breitbart \u00fcberhaupt gesegelt ist, nur um danach auf einem Schiff anzuheuern und die Verfolgung aufzunehmen.<\/p>\n<p>Doch keine Bange, allzu komplex werden die Auftr\u00e4ge nie und sonderlich lang ist das Piraten-Abenteuer ebenfalls nicht. Je nach Knobelgeschick ist man bereits nach f\u00fcnf bis sechs Stunden durch, wobei die Kopfn\u00fcsse allesamt \u00fcberschaubar und eing\u00e4ngig aufgebaut sind. Selbst gro\u00dfe Inventarkombinationspuzzles gl\u00e4nzen durch Abwesenheit, in der Regel k\u00f6nnt ihr jeden eingesammelten Gegenstand direkt so, wie er in eure Tasche gewandert ist, verwenden. Da man jedoch gerade ab dem zweiten Gro\u00dfareal gerne an mehreren Zielen gleichzeitig arbeiten kann, f\u00fchlt man sich zumindest nie so, als w\u00fcrde man st\u00e4ndig auf der Stelle treten oder sinnlos von einem Punkt zum n\u00e4chsten rennen. Gelegentliche geistige Wachmacher wie ein Logikpuzzle, bei dem man anhand von Notizen Schiffe ihrer Reiseroute zuordnen muss, oder eine kleine Coderad-Knobelei sorgen zudem f\u00fcr Abwechslung. Leider erweisen sich die Gespr\u00e4che mit den zahlreichen Charakteren der Inseln als nicht sonderlich interessant. Nur wenige Figuren wirken auf irgendeiner Art denkw\u00fcrdig, wodurch sich ein Gro\u00dfteil der Besetzung mehr wie uninteressante Statisten anf\u00fchlt. Die an sich l\u00f6blich deutsch \u00fcbersetzten und vertonten Texte retten hier leider auch wenig. Dadurch geht <i>Nelly Cootalot<\/i> ein wenig Charme verloren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82137.jpg\" alt=\"Bild 82137\" style=\"float: right;\">Deutlich schwerer wiegt jedoch die Steuerung von <i>The Fowl Fleet<\/i>. Auf dem Papier klingt das Konzept vern\u00fcnftig: Mit dem linken Stick wird Nelly durch die Landschaft bewegt, w\u00e4hrend ihr mit dem rechten durch alle interagierbaren Objekte schaltet \u2013 einen freien Mauszeiger gibt es nicht. Leider versagt dieses Absuchen von Aktionspunkten dann, wenn eine Vielzahl von ihnen auf dem Bildschirm zu sehen ist. Ich f\u00fcr meinen Teil musste mir am Analogstick regelrecht einen Wolf r\u00fctteln, bis ich in einer Kneipe endlich die Bodenluke anpeilen konnte. Will man dann auch noch vor dem Benutzen oder Anquatschen des Zielobjekts einen pr\u00fcfenden Blick darauf werfen, kommt es manchmal nach Lust und Laune des Spiels vor, dass der Cursor zur\u00fcckgesetzt wird und man ihn erst wieder mit dem rechten Stick r\u00fcberbewegen muss \u2013 komfort geht anders! Immerhin unterst\u00fctzt das Adventure auch den Touchscreen der Switch, bei diesem Steuerschema muss man allerdings auf das normalerweise durch einen Doppelklick ausgel\u00f6ste schnelle Wechseln des Areals verzichten. Ebenfalls kurios: Statt konsoliger Speicherslots bietet <i>Nelly Cootalot<\/i> ein PC-m\u00e4\u00dfiges Speichermen\u00fc samt betitelbarer Spielst\u00e4nde. Bl\u00f6d nur, dass die Namenseingabe aufgrund der sperrigen Bildschirmtastatur der Switch alles andere als schnell von der Hand geht und bereits angelegte Savegames nicht einzeln l\u00f6schbar sind, sondern widh nur durch Spielst\u00e4nde mit identischem Namen \u00fcberschreiben lassen. Faule Naturen mit Hang zum h\u00e4ufigen Speichern legen so ganz fix eine massive Anzahl an Eintr\u00e4gen an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Adventures anst\u00e4ndig auf Konsolen spielbar zu machen war nie einfach. Das klassische Point-and-Click-Konzept funktioniert mit einer Maus schlichtweg am besten. Dennoch fanden sich in letzter Zeit \u2013 mitunter auch durch die Etablierung von Touch-Eingabem\u00f6glichkeiten \u2013 immer mehr Genre-Vertreter, die den Konsolen-Spagat bew\u00e4ltigen konnten. Nelly Cootalot: The Fowl Fleet geh\u00f6rt leider nicht zu diesen Glanzleistungen. 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