{"id":337,"date":"2019-07-09T10:30:38","date_gmt":"2019-07-09T10:30:38","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=337","title":{"rendered":"Senran Kagura: Peach Ball"},"content":{"rendered":"<p>Eine Visual Novel mag ja, so seicht das Endergebnis leider auch war (<a href=http:\/\/www.planetswitch.de\/test\/232-kurztest-senran-kagura-reflexions.html>zum Test<\/a>), noch f\u00fcr die <i>Senran Kagura<\/i>-Reihe nachvollziehbar sein. Aber ein Flipper-Spiel? Na, das kann ja was werden! Zur allgemeinen \u00dcberraschung blieb <b>Senran Kagura: Peach Ball<\/b> zudem nicht blo\u00df in Japan, sondern wagt dank XSEED und Marvelous Europe auch den Sprung in hiesige Gefilde. Ob es als virtueller Pinball-Spa\u00df auch etwas taugt oder sich allein mit den offensichtlichen Reizen durchzumogeln versucht, das kl\u00e4re ich in diesem Test.<\/p>\n<p><b>Z\u00e4hme das Tier in ihr<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82114.jpg\" alt=\"Bild 82114\" style=\"float: right;\">Immerhin einer <i>Senran Kagura<\/i>-Spinoff-Tradition bleibt <i>Peach Ball<\/i> treu: Es gibt wieder eine wundersch\u00f6n bescheuerte Pr\u00e4misse. W\u00e4hrend eines Videospielturniers kommen f\u00fcnf der Damen aus dem Shinobi-Kader mit einer mysteri\u00f6sen Substanz in Kontakt, durch die sie sich nun wie Tiere verhalten und komischerweise sogar direkt passend \u2013 sowie selbstverst\u00e4ndlich extrem luftig \u2013 gekleidet sind. Haruka von der Crimson Squad, die f\u00fcr den Schlamassel verantwortlich ist, will dies nat\u00fcrlich umgehend r\u00fcckg\u00e4ngig machen und hat auch schon das passende Gegenmittel parat: Der Peach Ball, eine aromatische Flipperkugel, die erst hinreichend mit der Zielperson in Kontakt gebracht werden muss, bevor sie ihre Wirkung entfaltet. Und hier kommt ihr ins Spiel, denn niemand geringeres als die Person an den Joy-Cons soll die auf unterschiedliche Art auf die Flipper-Automaten gelockten Ninja-Sch\u00fclerinnen durch geschickte Ballkunst wieder zur\u00fcckverwandeln. Na dann\u2026 Die Geschichte entfaltet sich \u00fcbrigens in f\u00fcnf alternativen Handlungsstr\u00e4ngen \u2013 einer pro Charakter \u2013 die allesamt je f\u00fcnf Missionen umfassen. Damit seid ihr je nach Flipper-Geschick zumindest gute f\u00fcnf Stunden besch\u00e4ftigt, wirklich tiefgr\u00fcndig oder gar hochgradig komisch ist die Story jedoch insgesamt nicht. Daf\u00fcr kommen die Charaktere in den schnellen, englisch untertitelten Sequenzen schlichtweg zu kurz. Und selbst die Bonus-Missionen, die es pro Stage gibt, rei\u00dfen hier nicht wirklich viel mehr Wiederspielwert raus.<\/p>\n<p>Dadurch wird auch schnell eine der Kernschw\u00e4chen von <i>Peach Ball<\/i> klar: Der extrem \u00fcberschaubare Umfang. \u00dcber die 25 Story-Level hinweg werdet ihr mehr als hinreichend mit den zwei Tischen des Spiels vertraut gemacht &#8211; mehr Flipper-Fl\u00e4chen gibt es tats\u00e4chlich nicht. Klar k\u00f6nnt ihr diverse Hintergrundbilder f\u00fcr das Mittelfeld freischalten und im freien Spiel andere Jahres- oder Tageszeiten w\u00e4hlen, doch diese Anpassungen sind rein kosmetischer Natur. Das w\u00e4re jedoch kein tiefgreifendes Problem, wenn die Tische denn wenigstens gut w\u00e4ren. Bei \u201ePeach Land\u201c, das im Stile eines Vergn\u00fcgungsparks gestaltet wurde, gibt es noch die meiste offensichtliche Abwechslung. Ihr k\u00f6nnt eure Kugel \u00fcber eine gro\u00dfe Rampe zu den Teetassen-Bumpern schicken, sie im Riesenrad unterbringen oder im Freefall-Tower f\u00fcr einen sp\u00e4teren Multiball parken. Deutlich spartanischer sieht hingegen \u201eSpooky Shinobi Park\u201c aus, wo es exakt zwei Bahnen und sonst nur leere Fl\u00e4che gibt. Der Sinn dahinter: Im Zentrum ist ein Minispielfeld verbaut, welches sich durch das Sammeln von Goldm\u00fcnzen aktivieren l\u00e4sst. Nur dauert dies in der Regel so lange, dass ihr diese anspruchslosen, kurzen Zeitvertreibe im Story-Modus ohnehin nie zu sehen bekommt und sie selbst im freien Spiel etwas m\u00fchselig zu aktivieren sind.<\/p>\n<p><b>Immer dieselbe Leier<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82116.jpg\" alt=\"Bild 82116\" style=\"float: left;\">Aber <i>Peach Ball<\/I> w\u00e4re kein <i>Senran Kagura<\/I>-Spiel, wenn es nicht ein passendes Alleinstellungsmerkmal h\u00e4tte. Mittig in der oberen H\u00e4lfte des Spielfeldes ist n\u00e4mlich eine der f\u00fcnf Tier-Shinobi platziert, die ihr wieder in Menschen zur\u00fcckverwandeln sollt. Zu diesem Zweck m\u00fcsst ihr die am rechten Bildrand stets hereinregnenden Peach-Missionen erf\u00fcllen \u2013 kleine Aufgaben der Marke \u201estupse das M\u00e4dchen 15 mal an\u201c, \u201etriff die Bumper 30 mal\u201c oder \u201elasse deine Kugel einmal von Ninto retten\u201c. Habt ihr auf diese Weise gen\u00fcgen der separat vom normalen Score gez\u00e4hlten Peach-Punkte gesammelt, wird beim Treffer der prominent platzierten Dame ein Minigame gestartet. In der Regel habt ihr dann ein bestimmtes Zielobjekt so oft wie m\u00f6glich zu treffen, bevor es zur\u00fcck zum regul\u00e4ren Spielfeld geht. Ist das zwei mal \u00fcberstanden geht es in Runde 3 zum gro\u00dfen Abschluss-Minispiel, nach dem sich die Dame zur\u00fcckverwandelt. Im Story-Modus endet hier dann die Stage, im freien Spiel wird der Tisch-Stand zur\u00fcckgesetzt und ihr macht mit eurem bis dahin erzielten Score weiter. An sich ein simples Konzept, leider aber auch eben viel zu simpel. Man schie\u00dft sich somit schnell auf einen gewissen Rhythmus ein und spielt ohne gro\u00df nachzudenken einfach vor sich hin. Ja, man muss eigentlich sogar nicht gro\u00dfartig gut spielen, da man f\u00fcr praktisch jede Aktion Peach-Punkte erh\u00e4lt und so stetig weiter vorankommt \u2013 solange man die Kugel im Spiel beh\u00e4lt, versteht sich.<\/p>\n<p><b>Wie auf Schienen<\/b><br \/>\nWomit ich zur Physik komme, die sich leider extrem nach Videospiel anf\u00fchlt. Realistisches Pinball-Feeling kommt hier absolut nicht auf, da die Kugel manchmal an Hindernissen wie erwartet abprallt, an den Flipper-Armen hingegen geradezu magnetisch klebt. Manche Bahnen wirken zudem so, als w\u00fcrden sie den Ball praktisch entlangschleifen. Auch beim siebten Anschauen wirkt es irgendwie falsch, dass sich die Kugel sehr langsam die Achterbahn-Rampe im \u201ePeach Land\u201c hochzieht. Immerhin gibt es diverse freischaltbare Sph\u00e4ren mit teils sp\u00fcrbaren Unterschieden im Rollverhalten, doch wirklich vollkommen rund f\u00fchlt sich keine davon an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82115.jpg\" alt=\"Bild 82115\" style=\"float: right;\">Daf\u00fcr haben die Macher auf technischer Ebene nicht gepatzt. Klar k\u00f6nnten die Ladezeiten ein klein wenig k\u00fcrzer ausfallen, sie sind aber trotzdem noch im ertr\u00e4glichen Rahmen und optisch braucht sich der Titel nicht zu verstecken. Die Tische erstrahlen in knalligen Farben, das Spiel l\u00e4uft sowohl am TV als auch auf dem Switch-Screen selbst fl\u00fcssig und die Ninja-M\u00e4dchen sind gewohnt lebhaft animiert \u2013 vielleicht sogar etwas zu sehr, denn manche Animationsphasen bekommt ihr aufgrund der \u00fcberschaubaren Anzahl an Flipper-Aktivit\u00e4ten praktisch am laufenden Band zu sehen. Was hingegen richtig schmerzt, ist das Fehlen von Online-Ranglisten. Die erzielten Bestleistungen werden leider nur lokal gesichert. Au\u00dferdem w\u00e4re eine M\u00f6glichkeit zur tempor\u00e4ren Zwischenspeicherung des Partiefortschritts ganz nett gewesen, da eine durchschnittliche Runde im freien Modus bei mir gut und gerne eine Stunde in Anspruch nahm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Visual Novel mag ja, so seicht das Endergebnis leider auch war (zum Test), noch f\u00fcr die Senran Kagura-Reihe nachvollziehbar sein. Aber ein Flipper-Spiel? Na, das kann ja was werden! 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