{"id":335,"date":"2019-07-07T10:00:00","date_gmt":"2019-07-07T10:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=335","title":{"rendered":"Bloodstained: Ritual of the Night"},"content":{"rendered":"<p>Wer schwelgt nicht gerne in Erinnerungen? Die Spiele der Vergangenheit waren doch eh alle besser, oder? Manchmal ist es doch aber nett, wieder einen modernen Ableger zu bekommen. Und die Crowdfunding-Plattform Kickstarter hat sich schnell zum Quell solcher nostalgischen Ideen entwickelt. Immer wieder kamen neue Spiele-Ideen auf, die die nostalgischen Gef\u00fchle wiederbeleben sollten. So sollte mit <i>Yooka-Laylee<\/i> der alte Plattformer <i>Banjo-Kazooie<\/i> ein neues Gewand bekommen, <i>Mighty No. 9<\/i> w\u00e4re gern eine Art <i>Mega Man<\/i> geworden und mit <B>Bloodstained: Ritual of the Night<\/B> soll das gute, alte Feeling von <i>Castlevania: Symphony of the Night<\/i> hochleben. Doch Kickstarter-Spiele haben uns in der Vergangenheit bereits entt\u00e4uschen k\u00f6nnen. Schaffte es Koji Igarashi, der schon an der geistigen Vorlage mitgearbeitet hat, einen richtigen Erben des Genres in die moderne Spielewelt zu bringen? Nachdem man gef\u00fchlt viel zu lange warten musste, ist <i>Bloodstained<\/i> nun endlich erh\u00e4ltlich und ich habe mir ein ausf\u00fchrliches Bild machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><B>Wach auf, Dornr\u00f6schen, die Monster sind los<\/B><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82088.jpg\" alt=\"Bild 82088\" style=\"float: right;\">In <i>Bloodstained<\/i> \u00fcbernimmt man die Rolle von Miriam, die ihres Zeichens Scherbenbinderin ist. Bei diesen Menschen handelt es sich um solche, die mittels Monsterscherben deren Kr\u00e4fte in sich aufnehmen und damit Magie bewirken k\u00f6nnen. Doch noch vor den Ereignissen des Spiels f\u00e4llt die Protagonistin in einen Schlaf, der mehrere Jahre anh\u00e4lt \u2013 nur um genau zu dem Zeitpunkt wieder aufzuwachen, an dem ein anderer Scherbenbinder sich dazu entschlie\u00dft, ein Portal in die D\u00e4monenwelt zu \u00f6ffnen und damit die Welt in Chaos versinken zu lassen. Noch dazu handelt es sich um einen alten Freund von Miriam, weshalb sie sich dazu entschlie\u00dft, ihn zu suchen und zur Rede zu stellen \u2013 oder im Zweifelsfall mit allen Mitteln aufzuhalten. Die Story des Spiels wird dabei hier und da durch Dialoge zwischen den Charakteren erz\u00e4hlt, allerdings findet man im Verlauf auch diverse B\u00fccher, die einem mehr Hintergrundinformationen geben. Dabei schafft es die Erz\u00e4hlweise einen schmalen Grat zu halten, der einem gerade genug Informationen gibt, dass man weiterspielen m\u00f6chte um herauszufinden, was noch weiter passiert. Der Text ist dabei vollst\u00e4ndig deutsch lokalisiert worden, verf\u00fcgt allerdings hier und da \u00fcber ein paar Formatierungsprobleme.<\/p>\n<p><B>Metroidvania wie wir es kennen<\/B><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82090.jpg\" alt=\"Bild 82090\" style=\"float: left;\">Beim Gameplay macht <i>Bloodstained<\/i> keine Scheu davor genau zu zeigen, was man erwartet: Man bewegt sich in gewohnter 2D-Manier nach oben, unter, links und rechts und erkundet ein gewaltiges Schloss sowie die nahe Umgebung. Dabei trifft man nat\u00fcrlich auf diversen Widerstand in D\u00e4monenform, doch gl\u00fccklicherweise ist Miriam als Scherbenbinderin im Kampf ausgebildet. Zur Wehr besitzt sie ein ausgesprochen gro\u00dfes Waffenarsenal, das im Verlauf des Spiels sogar immer weiter w\u00e4chst. Angefangen bei der Hauptwaffe, von der es diverse Arten gibt wie zum Beispiel Schwerter, Dolche, Speere und auch Schusswaffen. Jede Waffenart verh\u00e4lt sich komplett anders und muss auf unterschiedliche Art eingesetzt werden, sodass man hier schon sehr viel Auswahl bekommt, seinen eigenen Spielstil zu finden. Allerdings gibt es sogar in einer Waffenkategorie Unterschiede: Mit dem weiteren Verlauf erlernt man n\u00e4mlich diverse Spezialangriffe, die nur f\u00fcr wenige Waffen \u00fcberhaupt funktionieren, sodass man selbst hier recht frei ist zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Noch weiter gehen die Auswahlm\u00f6glichkeiten allerdings mit den Scherben. Das Besiegen der Gegner f\u00fchrt n\u00e4mlich mit ein wenig Gl\u00fcck dazu, dass man ihre Scherben und dementsprechend auch F\u00e4higkeiten erh\u00e4lt \u2013 und davon gibt es nicht wenige. Zu jeder Zeit lassen sich bis zu f\u00fcnf Scherben unterschiedlicher Kategorien ausr\u00fcsten: Beschw\u00f6rung, Richtung, Manipulation, Passiv und eine Vertrauten-Scherbe. Und wie man sich denken kann, kommt das Spiel hier erst so richtig in Fahrt, denn hier hat man erst recht genug Spielraum um seinen eigenen Stil in vollsten Z\u00fcgen zu entfalten. Das einzige kleine Problem ist, dass zum Voranschreiten im Spiel ab und zu bestimmte Scherben benutzt werden m\u00fcssen, doch auch daf\u00fcr gibt es Abhilfe, denn man bekommt \u00fcber kurz oder lang Slots f\u00fcr Schnellwahl-Sets, damit man ohne gro\u00dfes Men\u00fc-Gefummel alles Ben\u00f6tigte schnell ausr\u00fcsten kann.<\/p>\n<p><B>Zur Rast in die Stadt<\/B><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82087.jpg\" alt=\"Bild 82087\" style=\"float: right;\">Wer jetzt aber denkt, dass man dem ganzen Spuk alleine ausgesetzt ist, irrt gewaltig. Direkt vor dem Eingang des Schlosses ist n\u00e4mlich ein Dorf, dessen Bewohner Miriam tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzen. So k\u00f6nnen hier verschiedene Quests angenommen werden, f\u00fcr deren Erf\u00fcllung man mit neuen Gegenst\u00e4nden belohnt wird. Weiterhin gibt es hier einen Laden mit n\u00fctzlichen Gegenst\u00e4nden sowie eine alchemistische Schmiede, die vor allem f\u00fcr neue Ausr\u00fcstung und das Aufwerten von Scherben n\u00fctzlich ist. Eine weitere besondere Bedeutung geht allerdings an Lebensmittel und zubereitete Gerichte: Abgesehen von der Tatsache, dass deren Verzehr die eigene Lebensenergie wieder auffrischt, gibt einem jede Mahlzeit, wenn sie zum ersten Mal verspeist wird, einen dauerhaften Bonus auf die eigenen Parameter wie Lebensenergie, St\u00e4rke und dergleichen \u2013 und diese sind nicht zu untersch\u00e4tzen.<\/p>\n<p><B>Von einem Geheimnis zum N\u00e4chsten<\/B><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82093.jpg\" alt=\"Bild 82093\" style=\"float: left;\">Wie man es in Spielen dieser Art gewohnt ist, gibt es nat\u00fcrlich auch unz\u00e4hlige Geheimnisse zu entdecken. Sei es durch das Zerst\u00f6ren von W\u00e4nden oder aber durch geschickte Denkarbeit: Wer suchet, der findet. Gleiches gilt allerdings hin und wieder auch f\u00fcr den allgemeinen Fortschritt im Spiel. Tats\u00e4chlich musste ich mir schon ein paar mal den Kopf zerbrechen, um letztlich herauszufinden, wo ich eigentlich hingehen sollte. \u00dcber die meiste Zeit kam es mir recht intuitiv vor und nach ein wenig weiterem Erkunden habe ich die Wege wieder gefunden, wenn man allerdings zum Beispiel mit einem bestimmten NPC reden muss, der davor nicht einmal ansatzweise anklingen lassen hat, dass er auf eine sp\u00e4ter auftretende Barrikade eine L\u00f6sung wissen k\u00f6nnte, bin auch ich mit meinem Latein am Ende. Erkunderherzen werden trotzdem immer wieder h\u00f6her schlagen, wenn man dann gerade bei solchen Aufgaben eine L\u00f6sung findet.<\/p>\n<p><B>Cel Shading vom Feinsten im stillen \u00d6rtchen?<\/B><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82089.jpg\" alt=\"Bild 82089\" style=\"float: right;\">Das Spiel pr\u00e4sentiert sich in einer satten Cel-Shading-Optik und ich muss sagen, von den meisten Effekten recht beeindruckt gewesen zu sein. Jedoch wirklich nur von den meisten, denn es gibt auch so einige Effekte, die ein geh\u00f6riger Griff ins Klo waren. Ich hatte das Gef\u00fchl, dass bei manchen Animationen vielleicht etwas vergessen worden ist (gerade die Darstellung von Wasser ist absolut miserabel) &#8211; oder es war ein Bug. Davon hat die Switch-Version n\u00e4mlich auch so einige. Das beginnt bereits damit, dass die Framerate viel zu h\u00e4ufig in die Br\u00fcche geht, das Spiel kurze Momente mal ganz stehen bleibt oder sogar komplett abst\u00fcrzt. Letztere beiden Probleme sind mir gl\u00fccklicherweise eher selten untergekommmen, die Framerate-Einbr\u00fcche treten allerdings viel zu h\u00e4ufig auf und lassen das Spiel in bestimmten Arealen sogar vollst\u00e4ndig in Zeitlupe laufen. \u00c4hnliche Probleme gibt es dabei mit der Musik und den Sound-Effekten. Sie werden stellenweise zu sp\u00e4t oder gerne auch mal gar nicht, vielleicht aber auch mal doppelt gespielt. Und ich musste einen Boss-Kampf komplett ohne Musik bestreiten, was zwar irgendwie besinnlich, aber gleichzeitig ziemlich trist war. Allgemein l\u00e4sst der Soundtrack ein wenig vermissen, auch wenn er nie fehl am Platz wirkt. Es ist f\u00fcr mich pers\u00f6nlich nur schade, dass nicht so viele erinnerungsw\u00fcrdige Melodien im Kopf bleiben. Was dem Ganzen noch die Krone aufsetzt ist die Tatsache, dass die Ladezeiten zwischen den R\u00e4umen sp\u00fcrbar lang sind, sodass es schon zu f\u00fcnf bis zehn Sekunden Pause von einem Raum zum n\u00e4chsten kommen kann.<\/p>\n<p><B>Etwas f\u00fcr danach?<\/B><br \/>\nTrotz der Gr\u00f6\u00dfe des Schlosses muss man sich aber auch Denken: Wie sieht es danach eigentlich aus? Findige Spieler werden es n\u00e4mlich vielleicht nach gut 10-15 Stunden geschafft haben, den ersten Spieldurchlauf abzuschlie\u00dfen \u2013 wenn auch sehr wahrscheinlich nicht zu 100%. Aber selbst daf\u00fcr gibt es dann noch die M\u00f6glichkeit einfach eine neue Runde auf einem der h\u00f6heren Schwierigkeitsgrade \u2013 insgesamt sind es drei \u2013 zu starten oder vielleicht mal ein komplett anderes Loadout auszuprobieren. Weiterhin ist mit dem Update direkt zum Launch bereits der Boss-Rush implementiert worden, um seine F\u00e4higkeiten noch weiter zu steigern. Auch wenn es von der reinen Menge nicht nach derma\u00dfen viele aussieht, sollte dies nicht untersch\u00e4tzt werden. Gerade die Schwierigkeitsgrade, da der erste Durchlauf, besonders am Anfang, recht fordernd sein kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer schwelgt nicht gerne in Erinnerungen? Die Spiele der Vergangenheit waren doch eh alle besser, oder? Manchmal ist es doch aber nett, wieder einen modernen Ableger zu bekommen. Und die Crowdfunding-Plattform Kickstarter hat sich schnell zum Quell solcher nostalgischen Ideen entwickelt. Immer wieder kamen neue Spiele-Ideen auf, die die nostalgischen Gef\u00fchle wiederbeleben sollten. 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