{"id":333,"date":"2019-07-04T12:00:00","date_gmt":"2019-07-04T12:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=333","title":{"rendered":"Super Mario Maker 2"},"content":{"rendered":"<p>Leider kam die Wii U nie so richtig in Fahrt, das gesteht sich Nintendo mittlerweile auch selbst ein. Ein Grund mehr, viele der an sich richtig guten Wii U-Spiele dem nun viel gr\u00f6\u00dferen Switch-Publikum zug\u00e4nglich zu machen. Im Falle von <b>Super Mario Maker 2<\/b> portierte man allerdings nicht den ersten Teil einfach mit Zusatzfeatures auf die neue Plattform und h\u00e4ngte \u201eDeluxe\u201c dran , nein, stattdessen entwickelte man direkt einen vollwertigen zweiten Teil. Doch rechtfertigen die neuen Features die \u201e2\u201c im Titel auch wirklich? Das kl\u00e4re ich f\u00fcr euch im folgenden Test. Hinweis: Setzt bitte eure Bauhelme auf und entfernt jegliche Wurstwaren aus den Taschen. Danke sehr!<\/p>\n<p><b>\u201eDeshalb mag ich Katzen lieber\u201c<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82064.jpg\" alt=\"Bild 82064\" style=\"float: right;\">Etwas das in der Vorlage des Mario-Baukastens fehlte, war Besch\u00e4ftigung abseits des Levelbaus. Um die L\u00fccke zu schlie\u00dfen hat sich nun in <i>Super Mario Maker 2<\/i> ein richtiger Abenteuermodus dazugesellt. Soviel vorweg: Eine Geschichte oder auch nur ein Hauch erz\u00e4hlerische Tiefe braucht man hier wie gewohnt nicht erwarten. Wie immer in Mario-Spielen f\u00e4llt die Hintergrundgeschichte n\u00e4mlich denkbar flach aus. Immerhin geht diese hier nun weg vom \u00fcblichen \u201eBowser klaut Peach, Mario rettet Peach\u201c-Schema weg. Stattdessen wird das Thema der <i>Mario Maker<\/i>-Spiele mit einer Prise kindlichem Humor gepaart. Gerade als Peachs Schloss n\u00e4mlich baulich abgeschlossen wurde, taucht pl\u00f6tzlich der schon aus dem ersten Ableger bekannte R\u00fcckg\u00e4ngig-Hund aus dem Nichts auf und macht es sich auf der L\u00f6sch-Rakete gem\u00fctlich. Statt den 2D-Schn\u00e4uzer von der unheilvollen L\u00f6schtaste zu sto\u00dfen, rennen nat\u00fcrlich s\u00e4mtliche Bewohner des Pilzk\u00f6nigreichs nur panisch durch die Gegend. Das Ergebnis: Ein Schloss weniger, und ein gl\u00fccklicher Hund mehr.<\/p>\n<p>Nun, Baumeister-Mario w\u00e4re kein Baumeister, w\u00fcrde er nicht sofort mit dem Wiederaufbau des Schlosses beginnen. In Zusammenarbeit mit den Toads und Bauleiterin Toadette m\u00fcssen wir den \u2013 nun nicht mehr so historischen Bau \u2013 wieder St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck nachbilden. Dazu flattern nach und nach allerlei typische <i>Super Mario<\/i>-Level in Form von Auftragen herein. Schlie\u00dft man diese ab, winken einige M\u00fcnzen, f\u00fcr die man wiederum neue Teilabschnitte in Auftrag geben kann. Diese ben\u00f6tigen dann wiederum ein paar gespielte Levels zum Abschluss. Ihr merkt schon: Man spielt im Grunde nur einen Kurs nach dem anderen um Geld zu verdienen. Nun, ganz so trist ist es dann aber zum Gl\u00fcck nicht. Nebenher kann man n\u00e4mlich noch etwas die Gegend erkunden und so teils speziellere Auftr\u00e4ge an Land ziehen. Aber auch die regul\u00e4ren Stages sind nicht ohne. Diese spielen sich nicht nur gewohnt vorz\u00fcglich, sie stellen sogar auch beinahe so etwas wie ein riesiges Tutorial f\u00fcr den Baumodus dar. In den insgesamt etwa 100 vorgefertigten Kursen wird n\u00e4mlich gef\u00fchlt so ziemlich jedes Element aus dem Werkzeugkasten von Baumeister-Mario mal durchgekaut. Es empfiehlt sich also, hier anzusetzen und danach vollgetankt mit Inspirationen und Ideen in den Editor zu wechseln.<\/p>\n<p><b>Das Highlight: Der Level-Editor<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82062.jpg\" alt=\"Bild 82062\" style=\"float: left;\">Nicht nur das Highlight, sondern schlichtweg das Alleinstellungsmerkmal von <i>Super Mario Maker 2<\/i>. Schon im Vorg\u00e4nger konnten kreative (und manchmal auch weniger kreative) Hobbybastler unheimlich tolle Welten zusammenbauen. Hier hat Nintendo allerdings bei den reinen M\u00f6glichkeiten nochmal eine ganze Baggerschaufel nachgelegt. Schon in der Nintendo Direct-Ank\u00fcndigung bestand der Trailer quasi nur aus einem Showcase der unz\u00e4hligen neuen Features. Das macht es schwer alles hier im Test zu behandeln, weshalb ich mich auf ein paar der \u2013 f\u00fcr mich \u2013 wichtigsten Neuerungen beschr\u00e4nke. Zum einen kommt nun ein weiteres Thema im Stile von <i>Super Mario 3D World<\/i> hinzu. Allerdings darf man hier noch nicht richtige 3D-Welten bauen, sondern bekommt stattdessen ein zu <i>New Super Mario Bros.<\/i> \u00e4hnlichen Stil mit aus <i>3D World<\/i> geklauten Elementen wie Katzen-Mario. Auch das Gameplay \u00e4ndert sich hier erneut, so macht Mario nun etwa auf Befehl eine Luftpirouette statt einen kleinen Wirbel, oder legt einen gekonnten Hecht- oder Ducksprung hin. Allein das er\u00f6ffnet schon einige neue M\u00f6glichkeiten. Dazu kommen dann noch neue Elemente wie schwingende Kr\u00e4ne, im Takt wechselnde Bl\u00f6cke, Bl\u00f6cke mit vorgegebenen Routen, Bl\u00f6cke die sich per Schalter umschalten lassen, und, und, und. Neue Elemente und ein neues Thema sind schon toll, aber auch an den Levelbedingungen hat man geschraubt. So kann man nun etwa bestimmte Auflagen festlegen, die den Spieler beispielsweise zwingen eine bestimmte Anzahl M\u00fcnzen zu sammeln, Gegner zu besiegen, nicht getroffen zu werden, oder ganz fies: Nicht zu springen!<\/p>\n<p>Das alles in Summe macht den Baukasten derma\u00dfen umfangreich, dass man sich fast schon etwas \u00fcberfordert f\u00fchlt. Alles mal in einem Level umzusetzen d\u00fcrfte sich auch als nahezu unm\u00f6glich herausstellen, da man nun nur noch 32 statt wie bisher 100 Kurse hochladen darf. So will Nintendo sicherlich unsinnig leichte Kurse aka Spam vermeiden, allerdings werden besonders kreative Erbauer so zur\u00fcckgehalten oder sogar dazu gezwungen, alte Kurse wieder zu l\u00f6schen. Zumindest bei Erstellen an sich geht aber alles gewohnt fluffig von der Hand. Zwar verliert man mangels richtigem Stylus nun etwas an Pr\u00e4zision, jedoch lassen sich auch mit gummierten Touchpens oder dem Wurstfinger bequem Elemente platzieren. Auch ist hier wieder alles sehr \u00fcbersichtlich angeordnet und intuitiv bedienbar. Die wohl gr\u00f6\u00dfte Kritik am Erstling war aber wohl, dass man viele Elemente erst durch gewisse Aktivit\u00e4ten freispielen muss. Das hat man hier zwar abgeschw\u00e4cht, doch leider sind noch immer nicht zu Beginn wirklich ALLE Elemente w\u00e4hlbar. So konnte ich beispielsweise in meinem ersten Testlevel einen On-Off-Switch platzieren, von den dazu passenden Bl\u00f6cken war allerdings keine Spur. Bis dato wei\u00df ich nicht, ob ich diese erst freispielen muss, diese in dem 3D World-Thema nicht verf\u00fcgbar sind (was den Switch aber ad absurdum f\u00fchren w\u00fcrde), oder ob die Bl\u00f6cke einfach zu gut versteckt sind. In all der F\u00fclle an M\u00f6glichkeiten f\u00e4llt es n\u00e4mlich hier und da doch etwas schwer dieses eine ganz spezielle Element zu finden, das man gerade ben\u00f6tigt. Viele der bereits platzierten Gegenst\u00e4nde k\u00f6nnen n\u00e4mlich wieder im Nachhinaus ver\u00e4ndert \u2013 etwa vergr\u00f6\u00dfert oder mit Fl\u00fcgeln versehen \u2013 werden. Hier w\u00e4re so etwas wie ein Glossar oder ein Kl\u00f6tzchen-Lexikon mit allen M\u00f6glichkeiten schon echt eine Bereicherung gewesen.<\/p>\n<p><b>Die Online-Komponente<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/82061.jpg\" alt=\"Bild 82061\" style=\"float: right;\">Wie es sich f\u00fcr einen w\u00fcrdigen Nachfolger geh\u00f6rt, kann man \u2013 Nintendo Switch Online nat\u00fcrlich vorausgesetzt \u2013 auch hier wieder eigene Kreationen hoch-, sowie die anderer Spieler herunterladen. Abge\u00e4nderte Versionen von heruntergeladenen Stages d\u00fcrft ihr allerdings nur f\u00fcr euch selbst bearbeiten und untersuchen oder spielen, da sonst einfach zu viele Kopien im Umlauf w\u00e4ren. Auch darf nat\u00fcrlich kein unschaffbarer Schrott ver\u00f6ffentlicht werden. Bevor ein Kurs n\u00e4mlich auf die Spielerschaft losgelassen wird, muss man selbst einmal ins Ziel gelangen. Das alles f\u00fchrt dazu, dass eine ziemlich coole Auswahl schon so kurz nach Launch verf\u00fcgbar ist. Die kann man nun nicht mehr in der 100-Mario-Herausforderung angehen, sondern in einem etwas abgewandelten Endlos-Modus in den Kategorien Leicht, Mittel, Schwer und Sehr schwer. In letzterem st\u00f6\u00dft man dann vor allem auf alljene Levels, die nur von einem sehr geringen Prozentsatz aller Probespieler geschafft werden, wozu auch die fiesen Kaizo-Kreationen z\u00e4hlen. Es ist also f\u00fcr jeden was dabei! In besagtem Endlos-Modus spielt man dann Level f\u00fcr Level und steigt so immer weiter in der globalen Rangliste auf. Um sich nicht unn\u00f6tig gedr\u00e4ngt zu f\u00fchlen, darf man zudem jederzeit seine Serie speichern und pausieren, oder ganz besonders fiese Welten \u00fcberspringen. Warum man die beliebte 100-Mario-Challenge jedoch mit diesem Modus ersetzt hat, ist mir ein R\u00e4tsel. Beides parallel w\u00e4re nun auch kein Weltuntergang gewesen. Davon ab darf man wie auch im ersten <i>Mario Maker<\/i> wieder flei\u00dfig kommentieren, Herzchen &#8211; und dieses Mal sogar \u201eBuhs\u201c vergeben \u2013 das mit den Dislikes hat sogar Facebook sich bisher nicht getraut. Baumeister und Welten findet man entweder zuf\u00e4llig und kann diese favorisieren, oder man sucht gezielt nach der jeweiligen ID. Etwas entt\u00e4uschend: Nach dem Namen eines Levels oder Erbauers kann man leider immer noch nicht direkt suchen, was etwas steinzeitlich wirkt.<\/p>\n<p>Neu hinzugekommen ist, dass man nun auch richtig online mit anderen zusammen oder gegeneinander spielen darf. Dabei wird in Gruppen mit bis zu vier Spielern f\u00fcr einen Schwierigkeitsgrad abgestimmt und dann ein zuf\u00e4lliges Level angegangen. Wie auch in der anderen Mario-Spielen mit Multiplayer ist das zwar eine Zeit lang witzig, artet aber auch extrem schnell in Chaos aus. Das liegt daran, dass Spieler sich gegenseitig behindern, Elemente ausl\u00f6sen oder sich sogar gegenseitig aufheben und herumtragen und herumwerfen. Gerade Welten, die auf Einzelspieler und Pr\u00e4zision ausgelegt sind, sind so teils unschaffbar. Dazu kommt, dass \u2013 und ich bin es langsam echt leid das zu sagen \u2013 Nintendo es mal wieder nicht hinbekommen hat, das Online-Erlebnis astrein zu gestalten. Wobei astrein ja schon Luxus w\u00e4re, denn dieses hier ist nicht mal im Ansatz \u00fcberhaupt nur spielbar. Dank der schlechten Wifi-Verbindung der Switch und den wenig verbreiteten LAN-Adaptern gepaart mit einer anf\u00e4lligen Peer-to-Peer-Verbindung, kommt es hier pausenlos zu Abbr\u00fcchen, Freezes und Slowdowns. Nicht einmal eure Bewegungen werden lokal berechnet, ist die Verbindung also schlecht, ist das sonst so punktgenaue Mario-Gameplay f\u00fcr den Eimer. In meinen etwa zehn Testrunden, 5 via Wifi und 5 via LAN-Adapter im Dock, war gerademal eine Runde halbwegs normal spielbar. Ansonsten traten entweder die ber\u00fcchtigten \u201eFehler bei der Daten\u00fcbertragung\u201c auf, alles lief nur in Zeitlupe, oder die Spieler verlie\u00dfen die Partie vorzeitig oder verloren selbst die Verbindung. Online geht anders, weshalb man diesen Teil von <i>Super Mario Maker 2<\/i>, mag er auch im Kern sehr spa\u00dfig sein, getrost ignorieren. Auch kann man nicht mit Freunden zusammenspielen, dies soll aber immerhin noch laut in Zukunft nachgereicht werden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leider kam die Wii U nie so richtig in Fahrt, das gesteht sich Nintendo mittlerweile auch selbst ein. Ein Grund mehr, viele der an sich richtig guten Wii U-Spiele dem nun viel gr\u00f6\u00dferen Switch-Publikum zug\u00e4nglich zu machen. 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