{"id":322,"date":"2019-05-12T08:00:00","date_gmt":"2019-05-12T08:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=322","title":{"rendered":"Rayman Legends: Definitive Edition"},"content":{"rendered":"<p>Rayman war schon immer eines der gr\u00f6\u00dften Steckenpferde des franz\u00f6sischen Publishers Ubisoft. Schon lange bevor die verr\u00fcckten Raving Rabbids f\u00fcr Unruhe sorgten, mischte der arm- und beinlose Held kunterbunte Welten auf und \u00fcberzeugte mit Charme und knackigem Gameplay. Lange Zeit war es dann aber doch etwas ruhig um den Helden, bis man mithilfe des UbiArt Frameworks einen neuen Anlauf wagte und mit <i>Rayman Origins<\/i> weltweit \u00fcberzeugte. Den Nachfolger mit dem Beinamen \u201eLegends\u201c gibt es zwar nun schon eine ganze Weile \u2013 vor allem f\u00fcr andere Systeme \u2013 doch ist dieser als <b>Rayman Legends: Definitive Edition<\/b> nun auch schon ein Weilchen f\u00fcr die Switch erh\u00e4ltlich. Das mag jetzt kein taufrischer und zeitaktueller Test sein, allerdings habe ich durch meinen Vater das Spiel vor kurzem wieder f\u00fcr mich entdeckt und ausgiebig gezockt, weshalb ich euch meine zahlreichen Eindr\u00fccke nicht vorenthalten m\u00f6chte. Soviel sei aber vorweggenommen: \u201eDefinitive\u201c ist hier nicht nur ein Schlagwort um Kunden anzulocken, man bekommt es hier wirklich mit einer geballten Ladung Rayman zu tun. Was damit genau gemeint ist, lest ihr im folgenden Test.<\/p>\n<p><b>Malerische Spielwelten voller Unholde<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81848.jpg\" alt=\"Bild 81848\" style=\"float: left;\">Wer mit Rayman bislang nicht vertraut war, brauch sich vor einem Einstieg mit diesem Titel keineswegs zu f\u00fcrchten. Eine gro\u00dfartige Story oder sonst dergleichen gibt es n\u00e4mlich nicht. Viel eher pr\u00e4sentiert Ubisoft in <i>Legends<\/i> haufenweise feinste Jump-\u2018n\u2018-Run-Kost, die sich selbst vor Genre-Primus Mario nicht zu verstecken braucht. Im Gegenteil, das Gameplay ist punktgenau und vielseitig genug, dass es mich deutlich mehr an die Switch gefesselt hat, als das ebenfalls sehr gute <i>New Super Mario Bros. U Deluxe<\/i> (<a href=http:\/\/www.planetswitch.de\/test\/295-review-new-super-mario-bros-u-deluxe.html>zum Test<\/a>).<\/p>\n<p>In der Haut des blonden Helden h\u00fcpft, rennt und haut man sich vorbei an allerlei fiesen Gegnern und Hindernissen, und hat dabei zudem noch jede Menge Verstecktes zu entdecken. Da w\u00e4ren etwa die Kleinlinge, magische Winzlinge, die von den b\u00f6sen Vertretern ihrer Art in zahlreiche Welten verschleppt und dort versteckt wurden. In jedem regul\u00e4ren Level gibt es acht davon zu entdecken, plus jeweils eine K\u00f6nigin und einen K\u00f6nig, die nochmal jeweils einen Miniabschnitt bieten. Dabei l\u00e4sst sich immer vorbildlich anhand der Anzeige erkennen, wie fr\u00fch oder sp\u00e4t im Level man einen dieser Knirpse \u00fcbersehen hat. Oft macht das erneute Erkunden eines Abschnitts sogar Spa\u00df, da man immer wieder mit neuen Aha-Momenten konfrontiert wird.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81847.jpg\" alt=\"Bild 81847\" style=\"float: right;\">Diese normalen Stages machen zwar den Gro\u00dfteil des Inhalts aus, sind jedoch trotzdem nur die Spitze des Eisbergs. Dazu gesellen sich n\u00e4mlich noch allerlei Abwandlungen wie Boss-Level, Welten in denen man in Auto-Scrolling-Manier vor einer Feuerwand oder einem b\u00f6sen Etwas fl\u00fcchten muss, und, und, und. In diesen meist wesentlich k\u00fcrzeren, aber daf\u00fcr intensiveren Abschnitten warten immerhin nur drei Kleinlinge auf den Spieler. Weiter geht es mit den Spezial-Welten der Gattung \u201eMurfys Ber\u00fchrung\u201c. Diese basieren auf der Touch-Unterst\u00fctzung der Konsole, lassen sich ergo nur im Handheld-Modus spielen. Da empfiehlt es sich zudem die Joy-Cons zu entfernen, da man nicht selten relativ hektisch herumtippen oder sogar das ganze Tablet drehen muss. Die Steuerung \u00fcber die Spielfigur \u00fcbernimmt dabei der Computer, man selber bedient mit dem Finger den munteren Feen-Frosch und aktiviert Hindernisse wie Plattformen, zerschneidet Seile und \u00c4hnliches. Hier muss man sich zwar zun\u00e4chst etwas eingrooven, nach kurzer Eingew\u00f6hnung macht Murfys Ber\u00fchrung aber unheimlich viel Spa\u00df.<\/p>\n<p>Halt, stopp! Das war es aber noch lange nicht. Weiter geht es mit der mit Abstand am witzigsten geratenen Art: den Musikwelten. Hier rennt man ebenfalls in einem automatisch scrollenden Abschnitt, dieses Mal jedoch mit vorgegebener Geschwindigkeit um stets im Takt zu bleiben. Hindernisse wie Ketten zum entlangrutschen oder Sprungpilze sind dabei so punktgenau platziert, dass quasi jedes Element auf eine auszuf\u00fchrende Aktion und einen Ton im Lied hinweist. Dabei wird man sogar bekannte Titel wie das ber\u00fchmte \u201eEye of the Tiger\u201c aus den <i>Rocky Balboa<\/i>-Filmen wiedererkennen. Gerade diese Stages vermitteln ein unglaublich gutes Gef\u00fchl beim Spielen. Das waren noch l\u00e4ngst nicht alle Details dazu, doch um den Rahmen nicht zu sprengen springe ich flugs zur letzten Gattung.<\/p>\n<p><b>Origins? Auch dabei!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81846.jpg\" alt=\"Bild 81846\" style=\"float: left;\">W\u00e4hrend man sich so durchhangelt, muss man nicht nur die bereits erw\u00e4hnten Kleinlinge sammeln, sondern auch etliche fliegende Leuchtwesen namens Lums, die am ehesten mit M\u00fcnzen aus <i>Super Mario<\/i> vergleichbar sind. Die verstecken sich auch quasi in jeder Ecke und werden optimalerweise sogar in einer vorgegebenen Reihenfolge eingesammelt. Dann f\u00e4rben die Lums sich n\u00e4mlich der Reihe nach lila und z\u00e4hlen doppelt. Das ist insofern hilfreich, da man \u00fcber jedem Level-Gem\u00e4lde auch immer noch einen goldenen Lum-Pokal freispielen kann. Au\u00dferdem spielt man so die begehrten Rubbellose frei.<\/p>\n<p>Diese \u00fcbersch\u00fctten den Spieler dann n\u00e4mlich mit allerlei Gewinnen. Neben eher lahmen Dingen wie einen Zusatz-Kleinling oder ein paar hundert Lums auf den Z\u00e4hler, schaltet man auch Kuscheltiere zum t\u00e4glichen ernten von Lums oder sogar g\u00e4nzlich neue \u201ealte\u201c Levels frei. Diese sind zahlenm\u00e4\u00dfig nicht gerade wenige und entstammen allesamt dem bereits erw\u00e4hnten Vorg\u00e4nger <i>Rayman Origins<\/i>. Fasst man das alles zusammen, kommt man auf eine sehr, sehr stattliche Zahl an Welten. Und weil das Spiel so genial gestaltet und umgesetzt ist, f\u00fchlt es sich ausnahmsweise mal nicht wie eine Strafe an, die 100 Prozent anzupeilen. Gerade die kleinen flotten Abschnitte gegen die Zeit bringen auch erfahrene Spieler gegen Ende noch ordentlich ins Schwitzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81844.jpg\" alt=\"Bild 81844\" style=\"float: right;\">Mit dabei sind auch unz\u00e4hlige von Raymans Freunden (und Feinden). Diese lassen sich durch das Anh\u00e4ufen von Lums oder in Sonderlevels nach und nach in einer Galerie freischalten und spielen sich haargenau so wie der Held selbst. Diese Skins kommen aber daf\u00fcr auch mit sehr interessanten Anspielen daher. So kann man etwa mit Ubisoft-eigenen Rayman-Kost\u00fcmen im Stile des <i>Prince of Persia<\/i>, <i>Splinter Cell<\/i> oder wahlweise mit Anlegung an Nintendos Ikonen Mario und Luigi. Aber auch alte Bekannte aus Raymans Gefilden sind spielbar, wie etwa Kleinlinge in vielen Formen, oder eine weibliche Kriegerin und ihre Schwestern, und nat\u00fcrlich auch der gute alte Moppel Globox.<\/p>\n<p><b>Die Mehrspieler-Komponenten<\/b><br \/>\nMacht man mal eine kurze Zwischenrechnung, kann man sich an den bereits erl\u00e4uterten Inhalten schon eine ganze Weile aufhalten. Aber auch im Umgang mit anderen Spieler hat die <i>Rayman Legends: Definitive Edition<\/i> einiges zu bieten. Da w\u00e4re etwa der Kung Foot-Modus. Hier tritt man, leider nur lokal, gegen Freunde an und haut sich mit Raymans eing\u00e4ngigem Moveset einen Fu\u00dfball um die Ohren. Tritt man besonders hart zu wird der Ball zudem immer schneller und f\u00e4ngt sogar Feuer. Das Ganze l\u00e4sst sich nicht nur in einzelnen Partien angehen, sondern sogar im Turnierformat. Auch wenn das nach wenig Substanz klingen mag, ist Kung Foot erstaunlich spa\u00dfig, vor allem mit Freunden \u2013 eben als netter Modus anzusehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81843.jpg\" alt=\"Bild 81843\" style=\"float: left;\">Alles andere, etwa gesammelte Lums, Kleinlinge, Bestzeiten und sogar Spr\u00fcnge oder Fehlschl\u00e4ge lassen sich in Online-Ranglisten mit anderen vergleichen. Dabei hat man stets sch\u00f6n visualisiert, wo man sich selbst mit seinen Leistungen eingruppiert. Sie k\u00f6nnen sogar verschieden sortiert werden, beispielsweise nach Heimatland, weltweit, oder nur die absoluten Spitzenreiter. Man kann sich theoretisch sogar im Spiel selbst Freunde machen, was sogar an die Freunde des Switch-Profils gekoppelt ist, doch ist diese Funktionen leider sehr fehlerbehaftet und wird seit Ewigkeiten trotz vieler Support-Tickets und Diskussion im Ubisoft-Forum gekonnt ignoriert. Bis dato wurde nicht gepatcht, dass einige Spieler ihre Switch-Freunde in <i>Rayman Legends<\/i> nicht angezeigt bekommen. Kurioserweise wird beispielsweise meinem Vater bis ins kleinste Detail jede meiner Leistungen angezeigt. Mir jedoch bleiben seine Bestwerte komplett verborgen. Das d\u00e4mpft den Wetteifer zwischen Familienmitglieder und Freunden oder Fremden ungemein, und das Drumherum wirft au\u00dferdem ein schlechtes Licht auf ein an sich grandioses Spiel.<\/p>\n<p>Gerede die t\u00e4glichen und w\u00f6chentlich wechselnden Herausforderungen nach Schema \u201eKomme m\u00f6glichst weit\u201c oder \u201eSammle so schnell wie m\u00f6glich 150 Lums\u201c regen zum Wetteifern an. Diese stehen zudem in extremen Varianten zur Verf\u00fcgung, die schon ordentlich Biss haben k\u00f6nnen und ungemein s\u00fcchtig machen. Sogar Geister von Freunden (wenn denn Freunde angezeigt werden) oder Fremden, oder seine eigenen Bestl\u00e4ufe kann man sich anzeigen lassen und so nach immer besseren Anl\u00e4ufen streben.<\/p>\n<p><b>Die Technik:<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81845.jpg\" alt=\"Bild 81845\" style=\"float: right;\">Zu guter Letzt m\u00f6chte ich noch ein paar Takte zum sonstigen Ger\u00fcst des Spiels loswerden. Zusammengefasst k\u00f6nnte man sagen: Eins mit Sternchen. Die handgezeichneten Grafiken mit mehreren scrollenden Ebenen und den unendlich vielen Details wirken einfach unheimlich stimmig. Dazu gesellen sich witzige Soundeffekte, gro\u00dfartige musikalische Untermalung und eine einwandfreie Steuerung ohne jeden Makel. Da das Ganze ein 2D-Spiel ist, l\u00e4uft die Action in 1080p am Fernseher und 720p mobil auch stets fl\u00fcssig, lediglich die Ladezeiten d\u00fcrften etwas k\u00fcrzer sein. Diese wurden aber geschickt verpackt, denn dort kann man sich einer schwarz-wei\u00dfen Miniwelt fortbewegen und sogar nach einem extra Treffer haschen. So ist man immerhin besch\u00e4ftigt, w\u00e4hrend man auf die eigentliche Welt wartet. Ruckler oder sonst dergleichen sind mir h\u00f6chstselten aufgefallen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rayman war schon immer eines der gr\u00f6\u00dften Steckenpferde des franz\u00f6sischen Publishers Ubisoft. Schon lange bevor die verr\u00fcckten Raving Rabbids f\u00fcr Unruhe sorgten, mischte der arm- und beinlose Held kunterbunte Welten auf und \u00fcberzeugte mit Charme und knackigem Gameplay. 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