{"id":298,"date":"2019-01-14T17:00:11","date_gmt":"2019-01-14T17:00:11","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=298","title":{"rendered":"Mega Man X Legacy Collection 2"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81233.jpg\" alt=\"Bild 81233\" style=\"float: right;\">Geschichte ist da, um aus ihr zu lernen. Und selbst in den glorreichsten Historien finden sich irgendwo Fehler, die man lieber nicht wiederholt. Insofern ist es einerseits mutig, andererseits aber auch l\u00f6blich, dass Capcom ebendiese Fehler mit der <b>Mega Man X Legacy Collection 2<\/b> in einem schmucken Paket vereint. Gut, hiermit greife ich schon wieder das abschlie\u00dfende Urteil vor, doch ihr habt sicherlich eh schon auf der Startseite die Wertung gesehen, von daher sollte euch das wenig \u00fcberraschen. Und tats\u00e4chlich ist hier auch nicht jeglicher Hopfen und Malz verloren \u2013 es gibt durchaus noch einige tolle oder zumindest tolerierbare Dinge in der zweiten H\u00e4lfte der <i>Mega Man X<\/i>-Saga. Nur muss man daf\u00fcr viel Geduld, Nervenst\u00e4rke und vor allem gute Scheuklappen mitbringen.<\/p>\n<p><b>Das Ende einer \u00c4ra<\/b><br \/>\nImmerhin bieten die vier Spiele in Sachen Story noch einige interessante Ans\u00e4tze. <i>X5<\/i> war n\u00e4mlich mal als Serienfinale geplant und dreht sich um eine herabst\u00fcrzende Weltraum-Kolonie, deren prognostizierter Schaden eingegrenzt werden muss \u2013 und dazu sind bestimmte Teile f\u00fcr eine Energiekanone zu sammeln, die von Sp\u00e4hteams ausfindig gemacht wurden. <i>X6<\/I> wagt wiederum eine Fortsetzung mit neuen Feinden und mit <i>X7<\/i> kommt eine neue Generation Reploiden samt eines komplett weiteren, spielbaren Protagonisten ins Spiel. Und nat\u00fcrlich ist der alte Oberschurke Sigma irgendwo auch noch mit von der Partie. Leider z\u00fcndet von diesen Geschichten h\u00f6chstens die von <i>X5<\/i>, die zudem noch mit unterschiedlichen Enden aufwartet und so f\u00fcr entsprechenden Wiederspielwert sorgt. Ob man das allerdings in Anbetracht des Gameplays wirklich tun m\u00f6chte, steht auf einem anderen Blatt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81236.jpg\" alt=\"Bild 81236\" style=\"float: left;\">Wobei das zumindest im Falle von <I>X5<\/I> noch etwas \u00fcbertrieben ist, stellt diese Episode wohl das Highlight der Sammlung dar. Das Level-Design ist stimmig, durch das Szenario kommt einiges an Druck ins Spiel und die Bossfights haben es in sich \u2013 so, wie es sich f\u00fcr <i>Mega Man X<\/I> geh\u00f6rt. Dieser Spielfluss wird h\u00f6chstens durch die st\u00e4ndigen Plaudereien mit Navigatorin Alia gest\u00f6rt, die in Folgespielen zum Gl\u00fcck nur auf Knopfdruck zu quasseln anf\u00e4ngt. Ansonsten l\u00e4uft alles wie gehabt: Ihr turnt wahlweise mit Blaumann X oder Schwertschwinger Zero durch actionlastige 2D-Areale, in denen Prim\u00e4r die Altmetallbeseitigung an der Tagesordnung steht, knifflige Sprungpassagen jedoch auch in gro\u00dfer Zahl vertreten sind. Gerade <i>X6<\/i> sticht hier als besonders harter Kandidat heraus, der in vielen F\u00e4llen sogar praktisch ins Unfaire entgleist. Wenn man beispielsweise eine bewegliche Plattform au\u00dferhalb des Sichtfelds erwischen muss, die auch noch von t\u00f6dlichen Stacheln umgeben ist, ist das nicht herausfordernd, sondern schlichtweg nervt\u00f6tend. Hinzu kommt das Albtraum-Gimmick des Spiels, bei dem zuf\u00e4llige Stages mal mit erschwerten Bedingungen aufwarten. Dann m\u00fcsst ihr etwa auch mit saurem Regen klarkommen, w\u00e4hrend ihr euch durch die verwinkelten Level k\u00e4mpft. Mein Tipp: Den Stolz runterschlucken und zumindest f\u00fcr <i>X6<\/i> den Anf\u00e4nger-Modus einschalten, denn durch die \u2013 leider immer noch nicht im Detail konfigurierbaren \u2013 virtuellen St\u00fctzr\u00e4der wird dieser H\u00f6llentrip sogar glatt f\u00fcr Leute ohne masochistische Ader genie\u00dfbar.<\/p>\n<p>Der tosende Tiefpunkt ist jedoch zweifelsohne <i>X7<\/i>, der PS2-Einstand der Reihe. Hier wagte sich Capcom damals an einen experimentellen Mix aus 2D- und 3D-Stufen, bei denen Titelheld X zudem auch noch aufgrund moralischer Bedenken auf der Ersatzbank verweilt. Stattdessen lauft ihr mit J\u00e4ger-Veteran Zero und dem Neuling Axl durch die uninspirierten, \u00f6den Stages \u2013 und das im reinsten Schneckentempo, denn vom Fluss der vorherigen Teile l\u00e4sst Episode 7 so ziemlich alles vermissen. Dass Axl sich zudem f\u00fcr seine Prim\u00e4rschusswaffe auf eine automatische Zielerfassung mit nervt\u00f6tendem Soundeffekt verlassen muss, hilft ebenfalls nicht viel. Seine F\u00e4higkeit, zeitweise das Aussehen und die F\u00e4higkeiten von Gegnern zu kopieren, verkommt fast schon zur Randnotiz. Immerhin hat <i>Mega Man X8<\/i> schlussendlich noch einmal einiges retten k\u00f6nnen und spielt sich als reiner 2D-Plattformer in 3D-Umgebungen schneller sowie angenehmer. X, Zero und Axl sind nun in Zweierteams ausw\u00e4hlbar, letzterer hat sogar neue, von Bass aus der klassischen <i>Mega Man<\/i>-Reihe inspirierte Tricks spendiert bekommen. Nur f\u00fchlt sich leider auch hier das Leveldesign nicht gerade spannend an, zumal es sich stark auf wenig einfallsreiche und teils sogar in vorherigen Spielen verwendete Einweg-Gimmicks verl\u00e4sst. Andere Stufen wie die J\u00e4ger-Trainingsanlage sind einfach nur z\u00e4h.<\/p>\n<p><b>Leicht geschliffen ohne weitere Boni<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81234.jpg\" alt=\"Bild 81234\" style=\"float: right;\">Immerhin hat man zumindest den beiden 3D-Titeln der Sammlung ein nettes HD-Upgrade verpasst. So erstrahlen die 3D-Modelle nun deutlich weniger grobk\u00f6rnig und alles l\u00e4uft \u00e4u\u00dferst fl\u00fcssig. Sogar die Ladezeiten aller Spiele sind immens verk\u00fcrzt worden, was gerade bei den PS2-Ablegern auff\u00e4llt. Ebenfalls cool: W\u00e4hrend die Teile 5 und 6 wieder einmal nur in der amerikanischen und japanischen Fassung anwesend sind, wurden f\u00fcr <i>X7<\/i> und <i>X8<\/I> auch alle europ\u00e4ischen Sprachversionen bedacht \u2013 ihr k\u00f6nnt die Titel also auch auf Deutsch spielen, wenn so gew\u00fcnscht. Abseits davon finden sich hier wieder nur die \u00fcblichen Extras, die man im gro\u00dfen und ganzen von der ersten <i>X Legacy Collection<\/i> (<a href=http:\/\/www.planetswitch.de\/test\/296-kurztest-mega-man-x-legacy-collection.html>zum Test<\/a>) kennt: Den Soundtrack zum Reinh\u00f6ren, ein paar Artworks und Produktfotos sowie der <i>Day of Sigma<\/i>-Kurzanime sind ebenso am Start wie der X Challenge-Modus, der in dieser Ausgabe mit ein paar exklusiven Bossen aufwartet. Das ist abermals netter Zusatz, doch wirklich bedeutend fallen diese Bonus-Features nicht aus. Oh, und erweiterte Speicherfunktionen gibt es dieses Mal \u00fcberhaupt keine. Stattdessen greifen die Spiele allesamt auf ihre Standard-Speicherfeatures zur\u00fcck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte ist da, um aus ihr zu lernen. Und selbst in den glorreichsten Historien finden sich irgendwo Fehler, die man lieber nicht wiederholt. 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