{"id":296,"date":"2019-01-09T15:00:26","date_gmt":"2019-01-09T15:00:26","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=296","title":{"rendered":"New Super Mario Bros. U Deluxe"},"content":{"rendered":"<p>Man k\u00f6nnte jetzt nat\u00fcrlich stundenlang dar\u00fcber herziehen, dass die <i>New Super Mario Bros.<\/i>-Reihe dem <i>New<\/i> im Namen nun noch viel weniger gerecht wird, ist der neueste Teil doch eine Neuauflage eines sechs Jahre alten Wii U-Titels. Doch diese Herangehensweise ignoriert den unbestreitbaren Erfolg der 2D-Plattformer, die trotz gewisser Erm\u00fcdungserscheinungen \u2013 etwas, das nach gerade mal vier Spielen innerhalb von sechs Jahren eine beachtliche Leistung ist \u2013 immer noch mit unbeschwertem H\u00fcpfspa\u00df zu begeistern wissen. Was liegt also n\u00e4her, als ebenjenes Erlebnis auf die Switch zu hieven und mit ein paar Extras auszustatten? Willkommen bei <b>New Super Mario Bros. U Deluxe<\/b>, das ich mir f\u00fcr diesen Test in aller Ausf\u00fchrlichkeit vorgenommen habe!<\/p>\n<p><b>Raus aus meinem Haus!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81119.jpg\" alt=\"Bild 81119\" style=\"float: right;\">Stein des Ansto\u00dfes dieser Reise ist wieder einmal der gute, alte Koopa-K\u00f6nig Bowser, der mit seiner Streitmacht ins Schloss von Prinzessin Peach eingefallen ist und sich das Gem\u00e4uer mal eben so unter den Nagel gerissen hat. Toadette, Toad, Luigi und Mario, die gerade zu einer kleinen Party am Hofe gastieren, werden dabei unsanft rausgeschmissen und schlagen weitab der Burg in einen Eichenbaum ein \u2013 einer, der ein brandneues Power-Up birgt, auf das ich sp\u00e4ter noch einmal zur\u00fcckkomme. F\u00fcr die Mario-Truppe ist die Mission jedenfalls klar: Sie m\u00fcssen schnellstm\u00f6glich zur\u00fcck zum Schloss und Bowser in die Schranken weisen! Ein Vorhaben, das durch die nun quer \u00fcber die Weltkarte verteilten H\u00e4scher der Stachelpanzer-Riesenechse nat\u00fcrlich dezent erschwert wird. Die acht Haupt-Welten, von denen eine aufgrund einer Abzweigung freiwillig ist, erstrecken sich dabei als zusammenh\u00e4ngende Karte, durch die ihr euch von Level zu Level hangelt. Geheime Pfade \u00f6ffnen gelegentlich alternative Wege und manchmal d\u00fcrft ihr auch entscheiden, welche von zwei Stufen ihr zum Fortschritt angehen m\u00f6chtet, doch wer wirklich alles aus dem Spiel rausholen m\u00f6chte, macht nat\u00fcrlich alles ordnungsgem\u00e4\u00df durch! Andernfalls endet das H\u00fcpfabenteuer n\u00e4mlich schon nach guten sechs Stunden, wenn man bereits etwas Erfahrung mit Marios Eskapaden hat.<\/p>\n<p>Wer so durchrauscht, verpasst jedoch so einiges! In Sachen Leveldesign haben die Macher n\u00e4mlich einige spannende Herausforderungen untergebracht, durch welche die Plattformerei nie langweilig wird. Zugegeben, f\u00fcr meinen Geschmack sind gerade die ersten beiden Welten recht einfalls- und anspruchslos, doch ab der Schneewelt entfaltete sich langsam wieder der Spielspa\u00df, den ich mit der <i>Super Mario<\/i>-Reihe verbinde. Dann kommen kreative Stufenst\u00fccke und interessante Mechaniken ins Spiel, die gerne mal zum Umdenken anregen. Ob rotierende Riesensternplattformen, Giftflussfahrten auf dem R\u00fccken einer Riesenraupe oder gar die teils teuflisch vertrackten Geisterh\u00e4user \u2013 f\u00fcr Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt. Leider finden sich durch dieses Sammelsurium an Gimmicks auch viele Einweg-Mechaniken, die kurz f\u00fcr eine Stufe eingef\u00fchrt und prompt wieder vergessen werden. Immerhin bleibt dabei stets das grobe Weltendesign einheitlich, sodass sich die Bausteine in der Regel gut ins Gesamtkonstrukt einf\u00fcgen. Eine Ausnahme stellen dabei die Halbzeit- und Endpunkte einer jeden Welt dar: Die Burgen. Trotz einiger netter Einf\u00e4lle f\u00fchlen sie sich in der Regel recht gleichstr\u00f6mig an und die jeweiligen Endbosse holen auch nicht so viel raus. Ganz f\u00fcr die 2D-<i>Super Mario<\/i>-Spiele \u00fcblich, lassen sich die vielen Varianten von Bumm-Bumm und den Koopalingen mit recht simplen Taktiken in Schach halten und sogar h\u00e4ufig ohne gro\u00dfe Gegenwehr ausschalten.<\/p>\n<p><b>F\u00fcr jede Situation gewappnet<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81124.jpg\" alt=\"Bild 81124\" style=\"float: left;\">Das gilt gerade dann, wenn man das richtige Power-Up in der Tasche hat. Auch in <i>New Super Mario Bros. U<\/I> gibt es reichlich derartige Helfer, die sich aus Fragezeichenbl\u00f6cken befreien lassen. So sind der klassische Superpilz und die Feuerblume ebenso an Bord wie die Eisblume oder die damals neue Super-Eichel. Letztere macht Mario und Co. zum Flugh\u00f6rnchen und l\u00e4sst die Truppe durch die L\u00fcfte gleiten sowie an W\u00e4nden klammern \u2013 immens praktisch bei haarigen Plattformer-Passagen! Neu in der <i>Deluxe<\/i>-Version ist zudem die Superkrone, die lediglich vom ebenfalls neuen spielbaren Charakter Toadette nutzbar ist. W\u00e4hrend Mario, Luigi und Toad den Kopfschmuck schlichtweg liegenlassen, verwandelt sich Toadette so in Peachette und genie\u00dft auf diese Weise neue, praktische F\u00e4higkeiten. Mit dem Gleitflug, einem noch h\u00f6heren Drehsprung sowie einem Sicherheitsh\u00fcpfer beim Fall in Abgr\u00fcnde hat man auf jeden Fall deutlich mehr Spielraum f\u00fcr Fehler und kann so manche Abk\u00fcrzung einfacher erreichen. Entsprechend eignet sich Toadette damit auch eher f\u00fcr weniger erfahrene Zocker, die gerne etwas mehr Sch\u00fctzenhilfe genie\u00dfen. Wer es sich noch einfacher machen m\u00f6chte, w\u00e4hlt den nun ebenfalls in der Haupt-Kampagne spielbaren Raubhasen Mopsie aus, welcher diverse Eigenschaften mit Toadette teilt, allerdings keine Power-Ups nutzen kann und im Austausch daf\u00fcr schlichtweg unverwundbar ist. Mit Mopsie gel\u00f6ste Level werden jedoch entsprechend auf der Oberwelt markiert \u2013 und das dauerhaft f\u00fcr den Spielstand, auf dem diese Leistung erzielt wurde. Da hier \u00fcbrigens bis zu vier Spieler zugleich im lokalen Multiplayer an der selben Konsole einsteigen k\u00f6nnen und nur drei wirklich gleichwerige Charaktere zur Verf\u00fcgung stehen, muss in solchen F\u00e4llen \u00fcbrigens einer zwangsweise mit den digitalen St\u00fctzr\u00e4dern spielen. Doch offen gestanden ist mir Toadette lieber als ein zweiter, andersfarbiger Toad wie im Original. Selbst mit den kleinen Hilfen spielt sich die Pilzdame immer noch \u00e4hnlich genug wie ihre Kollegen vom Hauptkader, um die haarigeren H\u00fcpfpassagen nicht komplett zu trivialisieren.<\/p>\n<p>Wo ich vorhin bei Mopsie war: Der urspr\u00fcnglich als DLC ver\u00f6ffentlichte Zusatz <i>New Super Luigi U<\/i>, woraus die spielbare Version des raffgierigen Karnickels eigentlich stammt, ist bei <i>New Super Mario Bros. U Deluxe<\/i> nat\u00fcrlich ebenfalls mit an Bord und direkt vom Start weg aus dem Hauptmen\u00fc aus anw\u00e4hlbar. Es gibt sogar drei komplett separate Spielst\u00e4nde f\u00fcr den Extra-Modus. Hier ist Mario h\u00f6chstpers\u00f6nlich zwar nicht spielbar, daf\u00fcr funktionieren die \u00fcbrigen Figuren nach der traditionellen Luigi-Physik. Soll hei\u00dfen: Alle springen h\u00f6her, sind jedoch auch etwas schlittriger unterwegs. Diesen Umstand haben die Macher genutzt, um ein paar teuflische Jump-&#8217;n&#8216;-Run-Herausforderungen auf die Beine zu stellen. Zwar sind die wiederverwerteten Level hier nun allesamt k\u00fcrzer und m\u00fcssen unter Standardbedingungen unter einem sehr strikten Zeitlimit gel\u00f6st werden, doch auf der anderen Seite sollten eure Spr\u00fcnge wirklich genau sitzen, wenn ihr Bowser am Ende der Reise ins Bockshorn jagen m\u00f6chtet. Der ideale Spielplatz f\u00fcr diejenigen, die eine Herausforderung suchen und denen die ebenfalls verf\u00fcgbaren Missions-Modi mit ihren kurzen Aufgaben zum Halse heraush\u00e4ngen.<\/p>\n<p><b>Wah! Wah!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81121.jpg\" alt=\"Bild 81121\" style=\"float: right;\">In optischer Hinsicht hat sich zumindest f\u00fcr den ungeschulten Blick nichts seit dem Wii U-Deb\u00fct getan. Und warum auch? Zumindest qualitativ wei\u00df die HD-Kulisse immer noch zu \u00fcberzeugen, gerade in den visuell opulenteren Abschnitten wie dem vielzitierten Riesenstern-Schneelevel oder der gem\u00e4ldehaften Geisterwelt. Leider sind diese erfrischenden Szenarien glorreiche Ausnahmen der sonst eher gew\u00f6hnlichen Grafiken, die man nach nur vier <i>New Super Mario Bros.<\/i>-Titeln gef\u00fchlt schon zu oft gesehen hat. Hier eine klassische H\u00fcgellandschaft, dort die typische W\u00fcste, an anderer Stelle die \u00fcbliche Berggegend und immer und immer wieder dieselben vermaledeiten Schl\u00f6sser mit ihren Magma-Becken. <I>New<\/i> geht anders. Selbiges gilt f\u00fcr die Musik, die zwar an und f\u00fcr sich nett und fr\u00f6hlich ist, auf der anderen Seite jedoch furchtbar generisch und zu gro\u00dfen Teilen schlichtweg schon zu oft wiederverwertet wirkt. Auch wenn die Melodien immer noch ins Ohr gehen, man w\u00fcnscht sich einfach mehr neues Material.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man k\u00f6nnte jetzt nat\u00fcrlich stundenlang dar\u00fcber herziehen, dass die New Super Mario Bros.-Reihe dem New im Namen nun noch viel weniger gerecht wird, ist der neueste Teil doch eine Neuauflage eines sechs Jahre alten Wii U-Titels. 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