{"id":284,"date":"2018-12-20T18:00:23","date_gmt":"2018-12-20T18:00:23","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=284","title":{"rendered":"Gear.Club Unlimited 2"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81117.jpg\" alt=\"Bild 81117\" style=\"float: right;\">Klar kann man Smartphone-Spiele ein wenig aufh\u00fcbschen und sie dann zum Premium-Preis auf der Switch verkaufen, doch mit ein bisschen mehr Aufwand geht auch mehr! Das m\u00f6chte auch Eden Games unter Beweis stellen und schaufelte nach dem letztj\u00e4hrigen Deb\u00fct-Werk (<a href=http:\/\/www.planetswitch.de\/test\/124-kurztest-gear-club-unlimited.html>zum Test<\/a>) nun <b>Gear.Club Unlimited 2<\/b> auf Nintendos neue Maschine \u2013 angeblich komplett auf die Konsole zugeschnitten und nicht einfach von einer Mobile-Version \u00fcbernommen. Tats\u00e4chlich sind mir im Test auch direkt einige Verbesserungen aufgefallen, doch alle Altlasten \u2013 sowie ein paar neue Probleme \u2013 konnten schlussendlich doch nicht beseitigt werden. Wie dies im genauen aussieht, zeige ich euch in diesem Testbericht.<\/p>\n<p><b>Ordnung ist das halbe Leben<\/b><br \/>\nDas aufger\u00e4umte Hauptmen\u00fc bietet genau zwei Optionen: Karriere und Multiplayer, wobei letzterer Modus bislang eigentlich nur aus Splitscreen- und Club-Rennen besteht. Ein waschechter Online-Modus wird zwar versprochen, ist jedoch erst f\u00fcr sp\u00e4ter eingeplant. Also bleibt momentan wohl erst einmal nur die Karriere \u00fcbrig, wo man als kurzfristig eingesetzter Ersatzfahrer schnell erste Erfolge f\u00fcr seine Renncrew einf\u00e4hrt und schlussendlich zum Hauptkandidaten f\u00fcr gro\u00dfe Rennen wird. Dass die Wettbewerbe dabei vom Schwierigkeitsgrad her eher langsam anziehen, sei an dieser Stelle einfach mal dahingestellt. Dies liegt zum Teil aber auch schlichtweg an dem guten Start-Wagen, der euch in die Hand gedr\u00fcckt wird. Mit dem Mini John Cooper Works f\u00e4hrt man selbst bei komplett ausgeschalteten Fahrhilfen derartig sicher, dass man recht r\u00fccksichtslos Gas geben kann. Darauf verlassen sollte man sich nat\u00fcrlich nicht, denn der Wagen ist nur f\u00fcr die erste der insgesamt zw\u00f6lf Rennklassen zugelassen \u2013 f\u00fcr die \u00fcbrigen wird ein jeweils anderes der vielen lizenzierten Autos ben\u00f6tigt. Hier liegt aber auch schon direkt ein Problem: Anders als im Vorg\u00e4nger bekommt man die Karren nicht einfach so zugesteckt. Stattdessen m\u00fcssen sie allesamt bei den Ingame-H\u00e4ndlern erworben werden und die daf\u00fcr notwenige Kohle hat man nicht unbedingt beim \u00dcbergang in die n\u00e4chste Klasse am Start. Immerhin zahlen die freien Schaurennen bei einem Sieg \u00e4u\u00dferst gut, weswegen man zumindest nicht allzu lang mit der Geldmittelbeschaffung aufgehalten wird.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81112.jpg\" alt=\"Bild 81112\" style=\"float: left;\">Mit den kr\u00e4ftigeren Fahrzeugen macht sich dann auch langsam der Simulations-Anteil dieser Rennsimulation bemerkbar. Nun wollen Tempo und Lenkeinschlag richtig dosiert werden, damit man bei engen Kurven nicht unn\u00f6tig aus der Bahn schlittert und massig Zeit verliert. Die recht akkurat wirkende Physik mit kleinen Detailmacken \u2013 bei kleinen Ber\u00fchrungen mit der Leitplanke wird man beispielsweise erstaunlich stark abgebremst, egal wie kurz der Kontakt ausf\u00e4llt \u2013 kommt hierbei gut zur Geltung. Wer daf\u00fcr einfach nicht den Kopf hat, der kann sich ganz grob von Fahrhilfen unterst\u00fctzen lassen. Dann wird beispielsweise automatisch nach Ideallinie abgebremst und \u00fcberm\u00e4\u00dfiges Schlittern bei scharfen Kurven einged\u00e4mmt. Selbst als Rennsimulations-Laie merke ich jedoch schnell, dass man ohne Hilfen deutlich gr\u00f6\u00dfere Erfolge erzielen kann \u2013 und hier teils gar nicht mal so sehr auf die einschaltbare Ideallinie achten muss. So habe ich zumindest anfangs noch selbst mit einer rabiateren Fahrweise gute Erfolge erzielen k\u00f6nnen, bei kniffligeren Rennen musste ich dieses Gehabe dann aber doch wieder abstellen, da sonst Unf\u00e4lle vorprogrammiert waren. Immerhin: Da die R\u00fcckspulfunktion wiedermals an Bord ist und theoretisch bis zum Anfang des Rennens zur\u00fcckreicht, l\u00e4sst sich jeder noch so kleine Fehler im Bedarfsfall sofort ausmerzen. Das senkt gerade bei l\u00e4ngeren, nervenaufreibenderen Herausforderungen den Frustpegel enorm.<\/p>\n<p><b>Willkommen im Club<\/b><br \/>\nVon diesem praktischen Helfer hat man jedoch nichts, wenn es um die Clubs geht. Hierbei handelt es sich um so etwas wie Online-Gemeinschaften, bei denen ihr zusammen mit anderen Spielern um Spitzenpositionen k\u00e4mpft und virtuelle Preisgelder einstreicht \u2013 selbst f\u00fcr die reine Teilnahme gibt es schon eine sp\u00fcrbare Finanzspritze. Wirklich zusammen Rennen fahren kann man hier zwar nicht, daf\u00fcr tritt man gegen die Geistdaten anderer Spieler an und beweist sich im fordernden Zeitrennen. An und f\u00fcr sich ein nettes, motivierendes Feature mit regelm\u00e4\u00dfig wechselnden Herausforderungen, allerdings hatte ich zum Testzeitpunkt teils mit kurioserweise langsamen Men\u00fcs zu k\u00e4mpfen. Das macht die Bestzeiten-Verbesserung ein wenig z\u00e4her, als sie sein sollte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81116.jpg\" alt=\"Bild 81116\" style=\"float: right;\">Und dies ist nicht das einzige technische Problem, auf das ich gesto\u00dfen bin. So l\u00e4dt <i>Gear.Club Unlimited 2<\/i> generell viel und lang. Allein das simple Hauptmen\u00fc braucht mehrere Minuten Anlaufzeit, f\u00fcr jedes einzelne Rennen wird dann noch einmal jeweils eine Minute Wartepause notwendig. Dies macht vor allem die an sich l\u00f6bliche Option f\u00fcr Probefahrten in den Autoh\u00e4usern zur extrem z\u00e4hen Angelegenheit, zumal die Men\u00fcs dort und in der eigenen Werkstatt alles andere als elegant sind. Ganz wie im Vorg\u00e4nger m\u00fcssen die Autos prim\u00e4r mit einer Art Mauszeiger durch den Hof getragen werden, um sie zu bestimmten Upgrade-Stationen zu bringen. Das f\u00fchlt sich mit einem Controller einfach nur unangenehm an und Touch-Unterst\u00fctzung gibt es wieder einmal keine. Klar kann man auch mit den Schultertasten zwischen den Arbeitsstationen umschalten, nur wird dies allein bei f\u00fcnf durchklickbaren Haltestellen schon zu einer z\u00e4hen Angelegenheit. Immerhin ist daf\u00fcr optisch nicht alles verloren. Klar sieht der Titel verglichen mit heutigen Hochglanz-Produkten etwas altbacken aus, doch zumindest die Auto-Modelle sind durch die Bank weg h\u00fcbsch und auch die Umgebungen k\u00f6nnen mit stilistisch gut designten und stimmigen Arealen punkten. Zudem l\u00e4uft der Rennspa\u00df sowohl am TV-Bildschirm als auch im Handheld-Modus weitestgehend ruckelfrei, dies allerdings nur mit einer Zielframerate von 30 Bildern die Sekunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klar kann man Smartphone-Spiele ein wenig aufh\u00fcbschen und sie dann zum Premium-Preis auf der Switch verkaufen, doch mit ein bisschen mehr Aufwand geht auch mehr! 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