{"id":275,"date":"2018-12-06T18:00:21","date_gmt":"2018-12-06T18:00:21","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=275","title":{"rendered":"Marenian Tavern Story: Patty and the Hungry God"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81050.jpg\" alt=\"Bild 81050\" style=\"float: right;\">Abenteuer Schuldenfalle: Da st\u00f6\u00dft man nur ein einziges Mal gegen den falschen Stein und zack, pl\u00f6tzlich ist die lukrative Taverne des werten Papas verpf\u00e4ndet, man landet auf der Stra\u00dfe und zu allem \u00dcberfluss fehlt vom werten Familienoberhaupt jede Spur. Und das ist nicht gerade gut, denn der noch bestehende Schuldenberg lastet nun auf den Schultern der \u00e4ltesten Tochter, die nun irgendwie Geld in die Kasse zu sp\u00fclen hat. Tja, und wie macht man das am geschicktesten? Indem man einfach eine komplett neue Kneipe hochzieht, die ihr in <b>Marenian Tavern Story: Patty and the Hungry God<\/b> betreuen d\u00fcrft. Wer angesichts des Grafikstils und Konzepts jetzt an <i>Adventure Bar Story<\/i> f\u00fcr Smartphones und den 3DS denkt, liegt damit direkt auf der richtigen Spur: Das Rollenspiel ist n\u00e4mlich vom selben Entwickler und ein geistiger Nachfolger besagten Titels. Und leider auch einer, der trotz eines fesselnden Grundkonzepts nicht ohne bemerkenswerte Schwachpunkte auskommt.<\/p>\n<p><b>J\u00e4ger der verlorenen Kohlk\u00f6pfe<\/b><br \/>\nWie kam es denn jetzt eigentlich genau zu diesem Ungl\u00fcck? Schuld daran tr\u00e4gt eine sich als Coco vorstellende Gottheit, die sich nach ihrer Befreiung mal eben an den j\u00fcngsten Sohn der Familie h\u00e4ngt. Bei jedem hilfreichen Gott w\u00e4re das cool, dieser hier ist jedoch der Armut zugeschrieben und ern\u00e4hrt sich von Gl\u00fcckseeligkeit \u2013 und gutem Essen. Letzteres ist der gro\u00dfe Knackpunkt: Wollen Protagonistin Patty und ihre Familie den Ungl\u00fccksbringer loswerden, m\u00fcssen sie ihn mit k\u00f6stlichen Speisen versorgen, was wiederum nur mit einer gut laufenden Taverne machbar ist. Dank ihrer Kontakte landet sie immerhin schnell in einem runtergekommenen Gasthof im Dorf Cookoro, von wo aus sie nun operiert. Die recht kompakte Hauptgeschichte wird dabei ma\u00dfgeblich von den Nebenfiguren getragen, die sich nach und nach im Etablissement einfinden und mit anpacken. Zu Beginn sind das die H\u00e4ndlerin Erika und der Schwertk\u00e4mpfer Dante, sp\u00e4ter gesellen sich beispielsweise noch ein gel\u00e4uterter Langfinger oder eine ehemalige Zauberei-Studenten zur illustren Truppe. Jeder Nebencharakter kommt zudem mit kleinen pers\u00f6nlichen Episoden daher, in denen ihr mehr \u00fcber ihre jeweilige Hintergr\u00fcnde erfahrt. An sich nett und sympatisch aufgezogen, nur sind die Texte zuerst einmal lediglich in englischer Sprache zu lesen und dann auch noch teils sehr h\u00f6lzern \u00fcbersetzt worden. In ganz wenigen F\u00e4llen ergibt ein Dialog dann auch mal keinen Sinn. \u00c4rgerlich, wo hier doch das Herz der Handlung steckt!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81051.jpg\" alt=\"Bild 81051\" style=\"float: left;\">Die eigentliche Gameplay-Schleife bleibt dabei \u00fcbrigens weitestgehend konstant: Pro Spieltag k\u00f6nnt ihr euch auf eine Expedition in kompakten Umgebungen begeben, um dort nach Zutaten und Materialien f\u00fcr eure Speisen zu suchen. Zu Beginn sind dies noch beschauliche Ackerl\u00e4nder und dichte W\u00e4lder, sp\u00e4ter gibt es auch Ruinen und Bergpfade zu erkunden. Deutlich markierte Sammelstellen beherbergen dabei schon einen nenneswerten Teil des k\u00f6stlichen Guts, an Zufallsk\u00e4mpfen mit entsprechender Beute wird jedoch auch nicht gespart. Die Gefechte sind dabei in der Regel so simpel, dass ihr sie im Prinzip der automatischen Kampfabwicklung \u00fcberlassen k\u00f6nnt \u2013 die gibt es sogar in der MP-Sparflamme- und -Verbrennungs-Konfiguration. Lediglich die Bosse und eventuell erste Ausfl\u00fcge in neue Gebiete fordern von euch aktive Eingriffe, die jedoch auch eher auf einem simplen Niveau bleiben. Schade eigentlich, denn alle spielbaren Charaktere lernen im Laufe der Ausfl\u00fcge eine stattliche Anzahl von Fertigkeiten, von denen nur die wenigsten wirklich praktikabel sind. Das nimmt den Sammeltrips auf Dauer leider so etwas ihren Reiz, da ihr stets nach Schema F dieselben Punkte abgrast. Zwar k\u00f6nnt ihr optional mit einem speziellen Gegenstand alle Gegenst\u00e4nde eines Gebiets auch ohne manuellen Marsch einsammeln lassen, nur beschr\u00e4nkt sich dies lediglich auf die Sammelstellen auf der Karte. Kampfbeute muss immer noch pers\u00f6nlich eingefordert werden. Ferner sind die Tickes ganz wie auch andere Hilfsgegenst\u00e4nde ma\u00dfgeblich nur \u00fcber einen speziellen Shop verf\u00fcgbar, der im Smartphone-Original noch mit Echtgeld bezahlt wurde. Auf der Switch entfallen gl\u00fccklicherweise die Mikrotransaktionen, doch die daf\u00fcr notwendigen Juwelen werden nur sparsam pro Spielwoche oder nach einer bestimmten Anzahl von K\u00e4mpfen herausgegeben. Das kann schlauchen, zumal der Juwelenvorrat spielstand\u00fcbergreifend geteilt wird. \u00dcbrigens k\u00f6nnend die Klunker die ohnehin recht simplen Gefechte weiter trivialisieren: Segnet die Truppe das Zeitliche, verbraucht man einfach ein Juwel und steigt dann direkt wieder mit voller Lebensenergie und Magie in den Kampf ein.<\/p>\n<p><b>Knobel-Koch<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81052.jpg\" alt=\"Bild 81052\" style=\"float: right;\">Habt ihr dann das Areal gr\u00fcndlich auf den Kopf gestellt, geht es zur\u00fcck zum Gasthof, wo nun die Zubereitung leckerer Speisen auf dem Programm steht. Das funktioniert \u00fcber ein simples Auswahlmen\u00fc und in der Regel nach Rezept. Viele der um die 600 Kochanleitungen lassen sich ganz einfach in B\u00fccherregalen aufst\u00f6bern oder in Shops einkaufen, in manchen F\u00e4llen werden euch aber nur grobe Hinweise gegeben \u2013 dann gilt es, die L\u00fccken nach Intuition zu f\u00fcllen. Da ihr zumindest stets den Namen des jeweiligen Gerichts kennt, ist dies weitaus weniger frustrieren, als es klingen mag. Trotzdem vermisst man im Koch-Men\u00fc immer noch ein paar Komfortfunktionen. So kann man zwar in den L\u00e4den nach Rezept einkaufen gehen und die entsprechenden Zutaten aufstocken, doch wenn ihr beispielsweise fehlendes Brot selbst backen k\u00f6nnt, wird das nirgendwo vermerkt. Also muss man auch einen guten \u00dcberblick \u00fcber die eigens erstellbaren Bestandteile haben und sich ein wenig durch die Men\u00fcs klicken. Die Filter helfen dabei nur bedingt.<\/p>\n<p>Die Speisen erf\u00fcllen \u00fcbrigens mehrere Zwecke. So m\u00fcsst ihr allein zum Rangaufstieg eures Restaurants und dem Story-Fortschritt sowohl Coco ausreichend f\u00fcttern als auch reichlich Geld in die virtuelle Kasse sp\u00fclen. Aufgrund der schnell in die H\u00f6he schie\u00dfenden Finanz-Anforderungen zieht sich gerade letztere Angelegenheit stark. Ihr ben\u00f6tigt die Leckereien aber auch, um eure Charaktere zu st\u00e4rken. Erfahrungspunkte gibt es hier n\u00e4mlich nicht im Kampf, sondern nur \u00fcber Speisen. Ein interessanter Balance-Akt, der euch nicht selten vor die Entscheidung stellt, worauf ihr euch als n\u00e4chstes konzentrieren m\u00f6chtet. Zynisch betrachtet streckt dies nat\u00fcrlich schlichtweg die Spieldauer, da ihr mehr Zeit mit Flei\u00dfarbeit verbringt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abenteuer Schuldenfalle: Da st\u00f6\u00dft man nur ein einziges Mal gegen den falschen Stein und zack, pl\u00f6tzlich ist die lukrative Taverne des werten Papas verpf\u00e4ndet, man landet auf der Stra\u00dfe und zu allem \u00dcberfluss fehlt vom werten Familienoberhaupt jede Spur. 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