{"id":274,"date":"2018-12-05T18:30:21","date_gmt":"2018-12-05T18:30:21","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=274","title":{"rendered":"Abzu"},"content":{"rendered":"<p>Hallo, mein Name ist Tjark und ich habe Angst vor Wasserwelten in Videospielen. Kein Witz: Schon seit ich denken kann, wird mir bei Unterwasser-Abschnitten mulmig und manche Titel (freundliche Gr\u00fc\u00dfe an <i>Metroid Prime 2<\/i>!) habe ich deswegen sogar schon abgebrochen. Mittlerweile habe ich diese Furcht zumindest etwas mehr unter Kontrolle als in meiner Kindheit und kann zum Beispiel relativ kleine und ma\u00dfgeblich im 2D-Raum befindliche Wassermengen halbwegs vertragen, doch in der Regel br\u00fcllt mich mein Kopf immer noch bei jedem Tauchgang an, dass ich doch gef\u00e4lligst die Konsole abschalten soll. Insofern bin ich doch der perfekte Testkandidat f\u00fcr <b>Abz\u00fb<\/b>, ein Erkundungsspiel im Stile von <i>Journey<\/i>, bei dem man sich nur unter Wasser fortbewegt! Nein, ich habe mir das nicht ausgesucht, ich bin nur leider gerade der einzige in unserem Team mit etwas Luft (Ha!) in seinem Terminkalender und dies wird daher meine Therapie-Sitzung. Vielleicht hilft es ja, wenn ich mich meinen \u00c4ngsten zu stellen versuche.<\/p>\n<p><b>HOLT MICH HIER RAUS<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/81040.jpg\" alt=\"Bild 81040\" style=\"float: right;\">Die Sitzung beginnt im offenen Meer und ich m\u00f6chte eigentlich direkt wieder raus hier. Ganz weit weg. Bl\u00f6d nur, dass es augenscheinlich viel \u201eweit weg\u201c gibt und ich deswegen auf die gute alte \u201eKopf in den Sand stecken\u201c-Methode zur\u00fcckgreife, die in Ermangelung an Sand nun eben mit einem Tauchgang beginnt. Und hier unten muss ich dann wohl die n\u00e4chsten zwei Stunden bleiben, denn so lange dauert eine Tour durch die Wogen von <i>Abz\u00fb<\/i>. Immerhin stellt sich heraus, dass das Becken \u00fcber klare Begrenzungen verf\u00fcgt und eine gut sichtbare H\u00f6hle dient direkt zum feigen Verkriechen. Die Steuerung ist dabei zumindest sehr eing\u00e4ngig. So verf\u00fcgt meine Spielfigur \u00fcber einen ZR-f\u00f6rmigen Gashebel, durch den sie zum Vorw\u00e4rtsschwimmen ansetzt. Mit dem Analogstick wird nach Pilotenmanier die Schwimmrichtung justiert und mit der Y-Taste l\u00e4sst sich eine Art Sonar vom Helm des Charakters absetzen. Au\u00dferdem kann \u00fcber die Taste mit der Umgebung interagiert, um beispielsweise herumliegende Sonden zu aktivieren oder Hebel zu bedienen. Das hat man binnen von Sekunden verinnerlicht.<\/p>\n<p>In der ersten Unterseeh\u00f6hle angekommen, gewinnt dann doch ein wenig die Faszination die Oberhand und l\u00e4sst meine Panik ein wenig herunterfahren \u2013 wohl auch, weil die dicht von Wasserpflanzen \u00fcberwucherte Grotte mich das offene, weite Meer vergessen l\u00e4sst. Und tats\u00e4chlich wirken die Umgebungen auch \u00e4u\u00dferst malerisch, was definitiv zu kleinen Erkundungstouren einl\u00e4dt. Gelegentlich gibt es kleine Becken zu entdecken, \u00fcber die weitere Fische in das aktuelle Areal eingeladen werden. Oder man stolpert \u00fcber die optionalen Nautilusmuscheln, die bei einer komplettierten Sammlung lediglich ein nettes Extra freischalten. Wenn ich mich hier nicht aus pers\u00f6nlichen Problemen so furchtbar unwohl f\u00fchlen w\u00fcrde, n\u00e4hme ich mir auch die Zeit, alles ausgiebig auf den Kopf zu stellen. So wollte mein Kopf aber, dass ich dem stets gut sichtbaren Orientierungslicht weiter folge, um so schnell wie m\u00f6glich wieder trockenen Boden unter die F\u00fc\u00dfe zu kriegen \u2013 also das Spiel auszuschalten.<\/p>\n<p><b>Zen<\/b><br \/>\nEin paar Pausen sp\u00e4ter konnte ich mir trotz Pochen im Kopf Gedanken um die allgemeine Darstellung machen. <i>Abz\u00fb<\/i> ist wundersch\u00f6n, keine Frage. Dank der stilisierten Optik ist sogar viel von der auf st\u00e4rkeren Plattformen bekannten Brillanz auf die Switch gerettet worden. Klar l\u00e4uft es auf Nintendos Konsole nicht ganz so fl\u00fcssig und kurioserweise ist es gerade der TV-Modus, der mir mehr mit Rucklern im Ged\u00e4chtnis geblieben ist, doch f\u00fcr die ruhigen Erkundungsausfl\u00fcge ist die Performance dennoch zufriedenstellend. Zumal die farbenfrohen Korallenriffs und H\u00f6hlensysteme mit ihren nicht minder farbenpr\u00e4chtigen Wasserlebewesen einfach ein Traum sind. Das Meer wirkt richtig lebendig und an gr\u00f6\u00dfere Fische kann man sich sogar ranheften, um sich einfach ein wenig durch die Gegend ziehen zu lassen. Oder ihr meditiert an den verstreuten Statuen, \u00fcber die ihr dann die hiesige Fauna direkt und ohne Schwimmpflicht beobachten k\u00f6nnt \u2013 ideal auch f\u00fcr mich, um meinen Puls ein wenig zu beruhigen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/lIkGpvW1hBE\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, mein Name ist Tjark und ich habe Angst vor Wasserwelten in Videospielen. Kein Witz: Schon seit ich denken kann, wird mir bei Unterwasser-Abschnitten mulmig und manche Titel (freundliche Gr\u00fc\u00dfe an Metroid Prime 2!) habe ich deswegen sogar schon abgebrochen. 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