{"id":273,"date":"2018-12-03T12:00:47","date_gmt":"2018-12-03T12:00:47","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=273","title":{"rendered":"Townsmen"},"content":{"rendered":"<p>Auf dem ersten Blick sieht <b>Townsmen<\/b> wie das Geschwisterchen von <i>New Frontier Days: Founding Pioneers<\/i> (<a href=\"http:\/\/www.planetswitch.de\/test\/25-kurztest-new-frontier-days-founding-pioneers.html\">Zum Test<\/a>) aus. Zur Erinnerung: In diesem Launchgame galt es eine neue Siedlung zu gr\u00fcnden und in einem abgesteckten Gebiet Ressourcen abzubauen, um daraus weiterverarbeitete G\u00fcter herzustellen und damit die Siedler zu versorgen. <i>Townsmen<\/i> ist dem gar nicht so un\u00e4hnlich, allerdings deutlich ausgereifter und rundum komplexer. Wieviel besser der Titel am Ende ist und ob sogar ein Vergleich mit den <i>Die Siedler<\/i>-Spielen angebracht ist, verrate ich euch im Test!<\/p>\n<p><b>Von Free2Play zu Premium<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80767.jpg\" alt=\"Bild 80767\" style=\"float: right;\"><i>Townsmen<\/i> hat eine lange Geschichte hinter sich, denn die erste Version dieser Spielereihe ist bereits 2003 auf den ersten Mobiltelefonen als kleines 32 Kilobyte gro\u00dfes Java-Programm an den Start gegangen. 2011 folgte dann mit <i>Townsmen 6<\/i> die erste Version f\u00fcr Android-Smartphones und 2012 die endg\u00fcltige <i>Townsmen<\/i>-Version unter anderem auch f\u00fcr iOS, die seitdem regelm\u00e4\u00dfig weiterentwickelt wird. Am 30. November 2016, also vor gut zwei Jahren, brachte HandyGames mit der Hilfe von Headup Games den Titel dann auf den PC und wenig sp\u00e4ter folgte wieder eine eigene Portierung f\u00fcr den Facebook Gameroom sowie eine eigenst\u00e4ndige VR-Version namens <i>Townsmen VR<\/i>, die als G\u00f6ttersimulation weiterhin als Ma\u00dfstab f\u00fcr VR-Erlebnisse gilt. Nun folgt die Nintendo Switch-Fassung der aktuellsten Smartphone-Umsetzung, die, wie zuvor schon <i>Aces of the Luftwaffe: Squadron<\/i> (<a href=\"http:\/\/www.planetswitch.de\/spiel\/181-aces-of-the-luftwaffe-squadron.html\">Zum Test<\/a>), ebenfalls von HandyGames portiert wird. Dabei ist wichtig zu erw\u00e4hnen, dass aus dem urspr\u00fcnglichen Free2Play-Titel vom Smartphone ein richtiger Bezahltitel wurde, also der Shop entfernt und die Wartezeiten f\u00fcr die Bauprojekte entsprechend gek\u00fcrzt wurden, wobei die Ingame-W\u00e4hrung weiterhin Bestand hat und genutzt werden kann. Auf der Switch kommt au\u00dferdem noch die Kombination aus Touchscreen- und JoyCon-Steuerung hinzu, das das Beste aus beiden Welten kombiniert. Aber genug der trockenen Theorie, ab ins Spiel! Oder doch lieber erstmal ins Hauptmen\u00fc, denn dort begr\u00fc\u00dft mich die Option \u201eNeues Spiel\u201c, die sich anschlie\u00dfend in \u201eEinf\u00fchrung\u201c, \u201eSzenarien\u201c und \u201eEndlosspiele\u201c unterteilt. Das sechs Level umfassende Tutorial ist dabei schwer zu empfehlen, da hier grundlegende Mechaniken des komplexen Spiels erkl\u00e4rt und nebenbei eine nette Geschichte mit kleinen Wendungen erz\u00e4hlt wird. Dabei steigt die Schwierigkeit der Karten von mal zu mal an, sodass definitiv keine Langeweile aufkommt. \u201eSzenarien\u201c bieten ebenfalls geleitete Missionen, wobei mit 26 verschiedenen Leveln und g\u00e4nzlich unterschiedlichen Aufgaben, Schwierigkeitsgraden und Kartengr\u00f6\u00dfen f\u00fcr Abwechslung gesorgt wird. F\u00fcr das \u201eEndlosspiel\u201c stehen 24 verschiedene Karten zur Verf\u00fcgung, die sich ebenfalls in Kartengr\u00f6\u00dfe und Schwierigkeitsgrade unterscheiden, aber auch verschiedene Biome behandeln.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt von jedem Spiel steht das Dorf rund um den Bergfried, das von den sogenannten Townies bewohnt wird. Diese k\u00fcmmern sich um den Betrieb der Siedlung, denn jedes Geb\u00e4ude ben\u00f6tigt zum Funktionieren mindestens einen Bewohner. Das bedeutet aber auch, dass f\u00fcr die grundlegende Produktion von Bretter, die durch eine Produktionskette von Holzf\u00e4ller und S\u00e4gem\u00fchle bereitgestellt wird, freie Townies ben\u00f6tigt werden. Neue Einwohner werden durch Wohnh\u00e4user gewonnen, die allerdings erst gebaut werden m\u00fcssen. Im Falle eines einfachen Hauses ist es nur eine gewisse Menge an Bretter und M\u00fcnzen, die dann ein freier Siedler zur Baustelle bringt und anschlie\u00dfend mit den Bauarbeiten beginnt. Wenn mal nicht alle Ressourcen oder freie Bauarbeiter zur Verf\u00fcgung stehen oder der Bau einfach schnell fertiggestellt werden soll, kann sogenanntes Prestige genutzt werden um das Geb\u00e4ude sofort zu vollenden. Dieses gewinnt man mit der Erf\u00fcllung von Auftr\u00e4gen, ein Erwerb gegen Echtgeld ist im Vergleich zu den vorherigen Versionen nicht mehr m\u00f6glich. Ist das Haus fertiggestellt, stellt es einmalig neue Townies und regelm\u00e4\u00dfig Steuergelder zur Verf\u00fcgung, die dann wieder in neue Bauten investiert werden k\u00f6nnen. Die sind auch bitter n\u00f6tig, denn f\u00fcr neue Ressourcen werden zus\u00e4tzliche Geb\u00e4ude und teilweise l\u00e4ngere Produktionsketten gebraucht, die wiederum freie Arbeiter f\u00fcr den eigentlichen Betrieb fordern. Dazu geh\u00f6ren auch Minen und Schmelzen f\u00fcr die Schwerindustrie, die sich um die Konstruktion von Werkzeugen, Waffen und R\u00fcstungen k\u00fcmmert. Das Milit\u00e4r ist n\u00e4mlich ein weiterer wichtiger Aspekt, der auf manchen Karten des Spiels wichtig wird. Dort streifen n\u00e4mlich barbarische Gesellen durch die W\u00e4lder und greifen von Zeit zu Zeit die Geb\u00e4ude des Dorfs an und besch\u00e4digen diese. Die Angriffe k\u00f6nnen durch Wacht\u00fcrme automatisch bek\u00e4mpft werden, die allerdings durch Kasernen mit Proviant versorgt werden m\u00fcssen. Sind die Soldaten mit Schwert, Schild sowie Bier und schmackhaften W\u00fcrsten als Verpflegung versorgt, steigt deren Kampfkraft gegen die Eindringlinge und die Siedlung ist sicher. Zumindest so lange bis neue Geb\u00e4ude au\u00dferhalb des Wirkungskreises des Wachturms gebaut werden, dann muss n\u00e4mlich ein weiterer Turm her. Und dieser muss dann wieder im Radius einer Kaserne gebaut werden, schlie\u00dflich k\u00e4mpft es sich mit leerem Magen und ohne Ausr\u00fcstung deutlich schlechter.<\/p>\n<p><b>Gameplaymechaniken en masse<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80771.jpg\" alt=\"Bild 80771\" style=\"float: left;\">Apropos Besch\u00e4digungen, die die Angreifer an Geb\u00e4uden hinterlassen: Mit der Zeit wird der Zustand der Einrichtungen, egal ob aktiv genutzt oder nicht, automatisch immer schlechter. Zum Gl\u00fcck kann der aktuelle Status jederzeit eingesehen und eventuelle Defizite sofort gegen Geld ausgebessert werden. Reagiere ich allerdings nicht rechtzeitig und die Prozentanzeige erreicht die Nullmarke, dann stellt das Geb\u00e4ude seine Funktion ein und ich muss die Wiederherstellung m\u00f6glichst schnell vornehmen, um in keine Versorgungsengp\u00e4sse zu rutschen. Wem das manuelle \u00dcberpr\u00fcfen der Bauten zu anstrengend ist, kann auch einen oder mehrere Handwerker ansiedeln, die die Reparatur \u00fcbernehmen \u2013 nat\u00fcrlich nur wenn entsprechendes Bargeld zur Verf\u00fcgung steht. Eine weitere Gefahr f\u00fcr Geb\u00e4ude ist seit jeher auch das Feuer, das sich im Spiel durch Banditen oder durch Blitzeinschl\u00e4ge entfacht und schnell ausbreiten kann. Hierf\u00fcr stehen Feuerwachen bereit, die sich in mittelalterlicher Manier um die feurigen Ausbr\u00fcche k\u00fcmmern. Wer kein gro\u00dfer Fan von Tr\u00fcmmerhaufen ist, sollte auch m\u00f6glichst nicht in der N\u00e4he von lawinengef\u00e4hrdetes Gebiet siedeln und m\u00f6glichst fr\u00fch einen Arzt im Dorf unterbringen, um einer m\u00f6glichen Epidemie durch die Pest Einhalt zu gebieten. Denn sollten H\u00e4user zerst\u00f6rt, Nahrungsvorr\u00e4te zu knapp oder die B\u00fcrger krank werden, sinkt die Zufriedenheit. Unter 100% steigt dann die Streikwahrscheinlichkeit, die Bewohner ziehen langsam weg und verlassen dabei ihre Geb\u00e4ude, was schnell zum Einbruch ganzer Produktionsketten f\u00fchren kann. Ein praktisches Gegenmittel ist dabei die Senkung der Steuer, die die Mienen der B\u00fcrger schnell aufhellen l\u00e4sst. Im Gegenzug ist etwas Geld im Staatss\u00e4ckel auch immer n\u00fctzlich, um besagte Reparaturen zu finanzieren und neue Geb\u00e4ude zu errichten.<\/p>\n<p>Einen guten Zuschuss bringt hier der H\u00e4ndler, der regelm\u00e4\u00dfig in der Siedlung vorbeischaut sobald ein Markt errichtet wurde. Ist der Kaufmann in der Stadt, kann n\u00e4mlich gehandelt werden. Die produzierten Ressourcen werden dabei zusammen mit dem aktuellen Einkaufs- und Verkaufspreis im Men\u00fc aufgelistet. Per Pfeil nach links und rechts k\u00f6nnen so entweder Waren eingekauft oder verkauft werden, dabei darf aber das eigene Lager beim Einkaufen sowie der freie Stauraum des H\u00e4ndlers beim Verkaufen nicht \u00fcberf\u00fcllt werden. Ist der eigene Lagerraum aufgebraucht, k\u00f6nnen \u00fcbrigens auch keine neuen Produkte mehr untergebracht werden, was beispielsweise die Versorgung durch Nahrungsmittel im Winter gef\u00e4hrden kann. Abhilfe schaffen dagegen entweder die Zerst\u00f6rung oder der Verkauf \u00fcberfl\u00fcssiger Ressourcen, der Bau neuer Lagerh\u00e4user oder die Erforschung neuer Lagerm\u00f6glichkeiten. Ja, auch Forschung ist ein wichtiger Bestandteil des Spiels, wobei neue Forschungen mit jedem Levelaufstieg freigeschaltet werden, zum Levelsystem aber gleich mehr. Geforscht wird anschlie\u00dfend \u00fcber ein Men\u00fc, in dem zuerst der gew\u00fcnschte Bonus wie eben mehr Stauraum oder schnellere Soldaten ausgew\u00e4hlt wird. Dann l\u00e4uft ein Timer ab, bis die Forschung vollendet und die Verbesserung aktiv ist. Forschungen sind wie der aktuelle Level \u00fcbergreifend und somit unabh\u00e4ngig von der aktuellen Stadt, sodass alle Boni mit in neue Karten \u00fcbernommen werden. Das Levelsystem funktioniert dabei ganz klassisch \u00fcber Erfahrungspunkte, die es f\u00fcr gl\u00fcckliche B\u00fcrger und erf\u00fcllte Quests gibt. Ab bestimmten Stufen werden einige wichtige Forschungen freigeschaltet um einzelne Geb\u00e4ude hochstufen zu k\u00f6nnen. Dann k\u00f6nnen die Produktionen mehr Arbeiter aufnehmen, effizienter funktionieren und mehr lokalen Stauraum bereitstellen um Produkte auf Vorrat herzustellen bis sie von einem Angestellten eines Lagerhauses oder eines verarbeitenden Betriebs abgeholt werden k\u00f6nnen. So, jetzt steht nur noch eine wichtige Gameplaymechanik im Raum: Das Wetter und die Jahreszeiten. Denn in der beschaulichen Siedlung vergeht wie im echten Leben die Zeit, die, nicht ganz wie in der Realit\u00e4t, auch angehalten oder vorgespult werden kann. Irgendwann endet beispielsweise der Herbst und der Winter beginnt. Dann kann pl\u00f6tzlich wegen dem Schneefall kein Getreide mehr geerntet werden und die Fl\u00fcsse frieren zu, kein Fisch f\u00fcr den Angler also. Hoffentlich hat das Dorf genug Nahrung auf Vorrat, denn hungrige Townies arbeiten nicht gern und die Zufriedenheit f\u00e4llt ins Bodenlose, was in emigrierende B\u00fcrger resultiert. Damit hat jede Jahreszeit ihre Eigenheiten, im Sommer besteht beispielsweise auch die Gefahr einer D\u00fcrre oder das Wetter spielt verr\u00fcckt und es kommt zu Gewittern. Die k\u00f6nnen \u00fcbrigens dank der Blitze Geb\u00e4ude in Brand stecken oder entstandene Feuer durch Regen l\u00f6schen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/TWesRO2IBa4\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem ersten Blick sieht Townsmen wie das Geschwisterchen von New Frontier Days: Founding Pioneers (Zum Test) aus. Zur Erinnerung: In diesem Launchgame galt es eine neue Siedlung zu gr\u00fcnden und in einem abgesteckten Gebiet Ressourcen abzubauen, um daraus weiterverarbeitete G\u00fcter herzustellen und damit die Siedler zu versorgen. 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