{"id":27,"date":"2017-03-15T22:00:02","date_gmt":"2017-03-15T22:00:02","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=27","title":{"rendered":"Othello"},"content":{"rendered":"<p>Betrachten wir Kaliber wie <i>The Legend of Zelda: Breath of the Wild<\/i> oder das zumindest namentlich gro\u00dfe <i>Super Bomberman R<\/i>, dann wirkt ein minimalistisches Spiel wie <b>Othello<\/b> dagegen fast mickrig &#8211; wobei ich mir in diesem Fall keinesfalls anma\u00dfen m\u00f6chte, bereits zu Beginn unseres Kurztests ein Urteil zu f\u00e4llen. Nichtsdestotrotz erscheint ein virtuelles Brettspiel wie der Titel aus dem Hause Arc System Works reichlich schlicht, wenn man ihn mit seiner Konkurrenz vergleicht. Hinter der Fassade aber verbirgt sich ohne Zweifel ein taktisch gepr\u00e4gtes, kniffliges Spielprinzip, welches die Spieler insbesondere im Multiplayer, aber auch im Spiel gegen den Computer fordern kann und fordern wird. Es gilt mit jedem Zug, die kommenden Schritte des Gegners vorauszuahnen und seine eigenen Z\u00fcge danach auszurichten, um letztlich m\u00f6glichst gro\u00dfe Teile des Spielfeldes in seine Farbe zu tauchen. <i>Othello<\/i> aber ist mehr als nur ein reines Farbenspiel &#8211; warum das so ist und warum sich insbesondere die Taktikf\u00fcchse unter euch f\u00fcr den Titel interessieren sollten, das m\u00f6chte ich in meinem folgenden Kurztest kl\u00e4ren.<\/p>\n<p><b>Eine Welt in schwarz und wei\u00df<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/72898.jpg\" alt=\"Bild 72898\" style=\"float: right;\">Leicht zu verstehen, schwer zu meistern: So einfach l\u00e4sst sich das Gameplay von <i>Othello<\/i> zusammenfassen. Entweder, man tritt im Multiplayer gegen einen weiteren Freund an oder man misst sich mit dem Computer, wobei man den Schwierigkeitsgrad frei bestimmen kann. Verf\u00fcgbar sind n\u00e4mlich Level 1 bis 15, wonach sich auch das strategische Geschick des Kontrahenten und seine Gabe, auf eure Z\u00fcge zu reagieren, richtet. <i>Othello<\/i> l\u00e4uft folgenderma\u00dfen ab: Jeder runde Stein auf dem Feld hat eine schwarze und eine wei\u00dfe Seite, wobei man sich anfangs nat\u00fcrlich f\u00fcr eine Farbe entscheiden muss. Euer Bestreben muss es fortan sein, am Ende der Partie mehr Spielsteine in eurer Farbe auf dem Brett zu postieren als euer Widersacher. Die Z\u00fcge der beiden Spieler wechseln sich selbstredend ab. In eurem Zug solltet ihr dringlichst darauf achten, dass ein gegnerischer Stein zwischen eurem bereits platzierten Stein und dem Stein, den ihr in eurem aktuellen Zug hinlegen wollt, befindlich ist. Dabei kann es euch unter Umst\u00e4nden sogar gelingen, gleich mehrere Steine des Gegners in eure Farbe zu tauchen, indem eine ganze Reihe seiner Steine zwischen eurem bereits liegenden Stein und dem im laufenden Zug niedergelegten Stein liegt. Ihr k\u00f6nnt dabei nicht nur senkrechte und waagerechte, sondern sogar auch diagonale Reihen aushebeln. Hilfreich sind dabei die hellblauen Hilfsfelder, die euch anzeigen, wo ihr euren Stein theoretisch hinlegen k\u00f6nnt &#8211; beachtet dabei aber, dass nicht jede der Empfehlungen auch von Nutzen ist, da vor allem euer eigenes Auge \u00fcber Sieg oder Niederlage entscheidet und man darauf achten sollte, sich m\u00f6glichst viele Steine auf einmal zu Eigen zu machen.<\/p>\n<p><b>Hier ist Antizipation gefragt!<\/b><br \/>\nWie gerade bereits betont ist es nicht unbedingt ratsam, immer nach dem ersten Gedanken zu handeln oder gar unbedacht vorzugehen, denn der Gegner, schl\u00e4gt oft h\u00e4rter zur\u00fcck als man sich vorher vielleicht ausrechnen mag. Obacht: Nicht immer f\u00fchrt es zum Erfolg, mehrere Steine des Gegners zu wenden &#8211; zum Beispiel, wenn der Gegner gleich im n\u00e4chsten Zug die Retourkutsche auspackt und die Situation, selbst einen Stein am Ende der Reihe platziert zu haben, nutzt. Dann n\u00e4mlich kann er eure gerade erst gewonnene Reihe gleich wieder nach seinem Geschmack f\u00e4rben und euren angedachten Siegeszug j\u00e4h beenden. Spieler, die keinen Mitspieler finden und sich nicht einfach mit dem Computer begn\u00fcgen m\u00f6chten, die hoffen nun nat\u00fcrlich auf einen Online-Modus &#8211; doch auf diesen hat man in <i>Othello<\/i> &#8211; warum auch immer &#8211; g\u00e4nzlich verzichtet. Schade! Allerdings k\u00f6nnen die Partien gegen den virtuellen Gegenspieler durchaus herausfordernd sein, wenn man sich an die h\u00f6heren Schwierigkeitsstufen heranwagt. Neulinge hingegen werden schnell erste Erfolgserlebnisse feiern, ehe sie sp\u00e4ter den H\u00e4rtegrad anziehen und merken, wie anspruchsvoll das Brettspiel des Erfinders Gor&#333; Hasegawa sein kann. Auf grafischer Ebene h\u00e4lt sich <i>Othello<\/i> verst\u00e4ndlicherweise zur\u00fcck und versucht gar nicht erst, den Spieler mit aufw\u00e4ndiger Optik zu begeistern. Ich allerdings finde, dass ein Brettspiel wie dieses auch keine auf Hochglanz polierte Grafik braucht, wenn es spielerisch bei Laune halten kann! Der Soundtrack hingegen wiederholt sich stetig und wird daher schnell monoton, dennoch handelt es sich um eine eing\u00e4ngige Melodie, die nicht zu sehr vom Spielgeschehen ablenkt. Der Pro Controller wird von <i>Othello<\/i> nicht unterst\u00fctzt, allerdings leisten die Joy-Cons ihren Dienst in vorbildlicher Manier und sind sowohl im Duo als auch einzeln verwendbar.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/CS5wsvxMFok\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Betrachten wir Kaliber wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild oder das zumindest namentlich gro\u00dfe Super Bomberman R, dann wirkt ein minimalistisches Spiel wie Othello dagegen fast mickrig &#8211; wobei ich mir in diesem Fall keinesfalls anma\u00dfen m\u00f6chte, bereits zu Beginn unseres Kurztests ein Urteil zu f\u00e4llen. 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